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Deutschlandfrage vor dem Reichstag gestellt

Fr, 07 Jun 2019 ... mit deutschem Akzent


Deutschlandfrage vor dem Reichstag gestellt
Begleittext zur Videoinformation
Der hier veröffentlichte Text ist der gesprochene Begleittext zum Video und entspricht der Qualität eines Manuskripts. Am Ende des Textes finden Sie den eigentlichen Beitrag in Form einer Videoinformation. Nur der Manuskripttext enthält nicht alle angebotenen Informationen, denn im Videobeitrag gibt es zusätzliche eingeblendete Text-, Grafik- und Fotoinformationen.

 

 

Königsberg, andere Ost- und Westgebiete müssen wieder an Deutschland abgetreten werden. Die Russen sind Barbaren und in Frankreich herrscht Chaos, die können kein Land regieren.

Diesen Kommentar hinterließ vor wenigen Tagen ein Pseudo-Profil unter einem Beitrag auf meinem YouTube-Kanal. Für mich keine Überraschung und schon lange kein Grund mehr, in Erregung zu geraten, denn derartige Kommentare und derartig Überzeugte sind kein Einzelfall in Deutschland. Die Stimmen, die eine Revidierung der Ergebnisse des Zweiten Weltkrieges fordern, werden mehr und mehr, lauter und lauter.

Interessant ist allerdings, dass die Formen, wie eine Revidierung gefordert wird, vielfältiger geworden sind. Die einfache Formel, wie sie 1938 galt – „Heim ins Reich“, wird auch heute als Ziel angestrebt, die Verpackung dieser Forderung ist aber eine andere.

Videoeinspielung Landsmannschaft Ostpreußen

Es werden Begriffe wie Völkerfreundschaft, Deutsch-Russische Freundschaft, Deutsch-Russisches Friedenswerk strapaziert und viele andere mehr, um letztendlich doch nur zu fordern: „Ostpreußen heim ins Reich“.

Videoeinspielung Landsmannschaft Ostpreußen

Sie meinen, es sind vereinzelte Gestrige? Man kann diese Leute nicht ernst nehmen? Nun, die Landsmannschaft Ostpreußen sollte man schon ernst nehmen. Und man sollte auch andere ernst nehmen und nicht unbedingt als Spinner bezeichnen.

Nun, Adolf Hitler hat man auch nicht ernst genommen, als er begann, die Sudetendeutschen „Heim ins Reich“ zu holen.

Videoeinspielung historisch

Nun, die Reichsbürger hat man in Deutschland auch nicht ernst genommen, als sie eine weiße Linie als imaginäre Grenze um ihr Haus gezogen haben, bis einer einen Polizisten ermordete.

Videoeinspielung Berlin Reichstag

Und nun steht ein einzelner Spinner – obwohl, wer sagt uns, dass er wirklich ein Spinner ist? – vor dem Reichstag im Stadtzentrum von Berlin und meint, die Deutschlandfrage sei nicht geklärt und schwenkt neben der russischen Staatsflagge auch die Ostpreußenflagge.

Und die gekreuzte Russland-/und Ostpreußenfahne ist Entnazifizierung, das ist Völkerfreundschaft – meint der Redner. Wieso ist das Entnazifizierung und Völkerfreundschaft? Das habe ich nicht verstanden.

Videoeinspielung Berlin Reichstag

Und dieses Symbol der gekreuzten Fahnen bedeute Tauroggen 2.0. Auch das habe ich nicht verstanden, denn Tauroggen war eine Konvention im Jahre 1812 zwischen Russland und Preußen gegen Frankreich.

Und dann erinnert der Redner vor dem Reichstag im Stadtzentrum der deutschen Hauptstadt Berlin, dass Russland das nördliche Ostpreußen verwaltet.

Videoeinspielung Berlin Reichstag

Und dann meint er, dass da irgendetwas nicht geklärt ist – auch das habe ich nicht verstanden. Was ist da nicht geklärt?

Videoeinspielung Berlin Reichstag

Vermutlich meint er wohl, wie man seinen nachfolgenden Worten entnehmen kann, dass, wenn schon Ostpreußen nicht für 40 Mrd. D-Mark 1990 gekauft werden konnte, man die Frage heute mit anderen Mitteln entscheiden muss.

Und dann wird er deutlich: „Es ist die Aufgabe, die Deutschlandfrage zu platzieren … und natürlich die Lösung“. Wie die Lösung aussieht, die Antwort bleibt der Redner schuldig.

Videoeinspielung Berlin Reichstag

Und während deutsche Polizisten der Veranstaltung den Rücken zeigen, erinnert er an irgendwelche Heimat- und Friedensprogramme, die unter den Teilnehmern an dieser Veranstaltung verteilt worden sind.

Videoeinspielung Berlin Reichstag

Und jeder, so formuliert der Redner, soll sich durch eigene Taten in einen imaginären Heimat- und Friedensprozess einbringen. Das sieht dann vielleicht so aus, dass man an Königsberger Kaffeefahrten teilnimmt und schaut, ob man in den dunklen Wäldern und kristallenen Seen Ostpreußens vielleicht ein Deutsches Dörfchen, ein Deutsches Dorf, eine Deutsche Stadt errichten kann. Dann zieht man eine weiße Linie und schießt auf russische Polizisten, die versuchen, diese Linie zu überschreiten.

Videoeinspielung historisch

Muss man sich Sorgen machen, um die Sicherheit Kaliningrads? Meine nächsten Beiträge werden zeigen, wie real die Sorgen sind, die man sich in Kaliningrad um das Thema „Germanisierung“ macht.

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   Kommentare ( 1 )

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 9. Juni 2019 19:19:42

Es ist aber auch kein Wunder, daß diese "Reichsbürger" oder wie sie sich auch nennen, Zulauf bekommen. Die Berliner Politik ist daran nicht unschuldig. Durch diese "Reichsbürger" werden zum Teil recht krude Theorien über die gesamte staatliche Entwicklung des "Deutschen Reichs" in die Welt gesetzt. Dann sind aber auch wieder bestimmte Fakten dabei, die, wenn sie von irgendwelchen Historikern oder anderen Personen erklärt werden, die einfach nicht stimmen. Es wird dabei gelogen, weg gelassen, vorsätzlich falsch gedeutet, daß sich die Balken biegen. Bestes Beispiel ist das "Grundgesetz". Es wird von Berlin stur und steif entgegen den Tatsachen behauptet, dieses wäre die deutsche Verfassung. Es wird behauptet, die BRD wäre souverän. Selbst maßgebliche CDU-Politiker sind nicht dieser Meinung.
Nun kommen die Polen mit Billionen-Forderungen an die BRD, anerkennen spitzfindig geschlossene frühere Abkommen nicht, wollen aber an anderen Abkommen auf gleicher Basis unbedingt festhalten .

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