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Eine nette symbolische Geste in der Zeit der Sanktionen für die Blockadeopfer

So, 27 Jan 2019 ... mit deutschem Akzent


Begleittext zur Videoinformation
Der hier veröffentlichte Text ist der gesprochene Begleittext zum Video und entspricht der Qualität eines Manuskripts. Am Ende des Textes finden Sie den eigentlichen Beitrag in Form einer Videoinformation. Nur der Manuskripttext enthält nicht alle angebotenen Informationen, denn im Videobeitrag gibt es zusätzliche eingeblendete Text-, Grafik- und Fotoinformationen.

 

 

 

Am 27. Januar 1944 endete die deutsche Blockade der sowjetischen Stadt Leningrad. Aus diesem Anlass übergibt Deutschland eine Spende in Höhe von 12 Mio. Euro.

 

Die Regierung der Bundesrepublik Deutschland hat beschlossen, 12 Mio. Euro den Opfern der Blockade Leningrads zu übergeben. Diese Meldung wird durch RIA Novosti verbreitet. Diese finanziellen Mittel werden für die Modernisierung des Hospitals für Veteranen des Großen Vaterländischen Krieges und die Schaffung eines Deutsch-Russischen Zentrums verwendet.

Von deutscher Seite wurde kommentiert, dass es sich um eine humanitäre Geste handelt, die die Verantwortung Deutschlands für die gesetzlosen Handlungen der damaligen Zeit unterstreichen soll.

Der deutsche und der russische Außenminister begrüßten diese symbolische Geste.

(Einspielung des Screenshot-Video zum Artikel der Süddeutschen Zeitung)

Am Vorabend des 75. Jahrestages der Aufhebung der Blockade, äußerte sich eine Journalistin der Süddeutschen Zeitung kritisch zu den Maßnahmen, die Russland zum Gedenken an diesen Jahrestag organisiert hat. Man empfahl keine Feierlichkeiten durchzuführen, sondern dieses Ereignis einfach als Tragödie zu verstehen. Insbesondere die Militärparade rief bei der Autorin des Artikels Unverständnis hervor. Sie bezeichnete dies als „Tanz auf Knochen“

Verluste während der 872-Tage-Blockade

  • Gefallene und ermordete Militärangehörige: 332.059
  • Vermisste: 111.142
  • Getötete Zivilisten Militäreinwirkung: 16.747
  • Verhungerte Zivilisten: 632.253

Dass ein Teil der Deutschen sich auch heute noch nicht mit den Ergebnissen des Zweiten Weltkrieges abfinden wollen, ist bekannt. Das es vielfältige Versuche gibt, die Ereignisse des Zweiten Weltkrieges neu zu deuten, ist eine Tatsache. Und die vollzogene Praxis der Meinungsfreiheit in den westlichen Demokratien erlaubt es auch, dass man sich in öffentlich zugänglichen sozialen Netzwerken zu den Ereignissen während des Zweiten Weltkrieges und zur Blockade der Stadt Leningrad ungestraft und im Widerspruch zur offiziellen Position der Bundesrepublik Deutschland äußern darf.

Der Autor dieses Beitrages war bis 2017 Mitglied der Facebook-Gruppe „Ostpreußen“.

 

 

Ich veröffentlichte dort ein Foto aus dem Leningrader Blockademuseum, welches eine Tagesration Brot zeigte, die den damaligen Bewohnern zur Verfügung stand, um zu überleben.

 

 

Der damalige und heutige Administrator dieser FB-Gruppe Christian Perbandt reagierte umgehend mit einer Verwarnung:

 

 

Weitere Mitglieder dieser Gruppe reagierten:

 

 

Meiner Empfehlung, mich wegen Volksverhetzung anzuzeigen, ist die Kommentatorin nicht gefolgt.

 

Damit es zu keinen Missverständnissen kommt, ergänzte der Administrator der Gruppe Ostpreußen in der weiteren Diskussion:

 

Mit anderen Worten. Herr Christian Perbandt ist der Meinung, dass nicht die Deutschen an diesem Verbrechen schuld sind, sondern die Sowjetunion diese Opfer selber zu verantworten habe. Man hätte ja kapitulieren können, dann hätte es diese Opfer nicht gegeben. Herr Christian Perbandt scheint aber nicht zu wissen, dass es einen Befehl Hitlers gab, die Stadt nach der Einnahme dem Erdboden gleichzumachen und deren Überlebende in Konzentrationslager zu deportieren.

Mein damaliger Hinweis, dass sich der Administrator dieser revanchistischen FB-Gruppe und ehemaliges Mitglied der REP und anderer Organisationen, hart an der Grenze der Gesetzlichkeit bewegt, wurde mit meinem Ausschluss aus der Gruppe beantwortet.

 

So unterschiedlich sind die Ansichten in Deutschland zu Ereignissen, die insgesamt 26 Mio. sowjetischen Menschen das Wertvollste gekostet hat, was ein Mensch besitzt: das Leben.

Uwe Niemeier

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Außenpolitik, Blockade, Deutsches

   Kommentare ( 2 )

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 28. Januar 2019 04:02:17

"So unterschiedlich sind die Ansichten in Deutschland zu Ereignissen, die insgesamt 26 Mio. sowjetischen Menschen das Wertvollste gekostet hat,"

Aus diesem Grund geht mir eigentlich die "andere" Wertung im Westen bezüglich der ebenfalls Verbrechen gegen die Menschlichkeit von ca. 6 Millionen Menschen ganz gewaltig gegen den Strich.
Wenn dieses kleine Land im Nahen Osten nicht den umfänglichen Schutz der selbsternannten Weltpolizei hätte, würde der "Schutz" dieses Ländchens wohl nicht zumindest erklärte deutsche Staatsräson sein.
Die Krönung der Geschichte ist doch, daß sich nun zum dritten Mal eine deutsche Armee anschickt, wenn sie den Nato-Angriffsbefehl erhält, das russische Reich zu überfallen. Hat denn dieses Deutschland nun wieder nur Gehirnamputierte und/oder Verbrecher in Regierungsverantwortung?

boromeus Veröffentlicht: 28. Januar 2019 15:47:41

Über welches Deutschland sprechen wir hier.Das Phasasiegebilde,dass die Amerikaner und damit die Sieger erst nach 1945 schafften?Schonmal nachgedacht,dass weder ein Alleingang noch sonstige souveräne Dinge möglich sein dürfen?Vielleicht mal den Vortrag Prof.Dr.Fenjenko UNI Moskau zur Souverenität Deutschlands lesen,oder Rede Carlo Schmidts zur Gründung BRD angehören?.Oder was Kohl und Genscher in das Grundgesetz schrieben,dass ein Friedensvertrag nicht gewollt ist!!!!Und was ist mit dem Gültigkeitsbereich des Grundgesetzes seid J.Baker 1990, 2+4?Sollte nicht schon vor 28 Jahren eine Verfassung geschaffen sein?Alles Augenwischerei mehr nicht.Das Volk künstlich dumm halten.Zum Schluss ein Zitat von Walter Lippmann,amer.Journalist 23. September 1889; † 14. Dezember 1974 ,New York
„Erst wenn die Kriegspropaganda der Sieger Eingang in die Geschichtsbücher und Lehrpläne gefunden hat und von den nachfolgenden Generationen geglaubt wird, kann die Umerziehung als gelungen angesehen werden.“

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 28. Januar 2019 15:59:48

... den Bezug zum Beitrag herzustellen, fällt mir ein wenig schwer.

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