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Gift kommt, Gift geht – Die Sinuskurve des Westens gegen Russland

Di, 10 Apr 2018 ... mit deutschem Akzent


Gift kommt, Gift geht – Die Sinuskurve des Westens gegen Russland

Seit Samstag herrscht helle Aufregung in den westlichen Demokratien und noch hellere Empörung gegen Russland. Diesmal geht es um einen Giftgasangriff in Syrien. Und es ist völlig klar, dass es die Syrer waren – natürlich mit Hilfe der Russen. Und so wie die Sinuskurve zum neuen Giftgasüberfall Putins auf syrische Kinder ansteigt, so verflacht die Sinuskurve des Falles „Skripal“

Seit Samstag hat die Weltöffentlich wieder ein neues Thema und endlich stehen auch mal wieder die Russen im negativen Aufmerksamkeitslicht. Es ist schon fast in Vergessenheit geraten, dass die Russen einen Giftgasangriff auf Großbritannien verübt haben. Nun kann man sich mit dem Giftgasangriff in Syrien und den armen Kindern beschäftigen, die dort ums Leben gekommen bzw. geschädigt worden sind.

Dieser neue Aufmerksamkeitsfocus der Weltöffentlichkeit hilft auch endlich Großbritannien, in aller Seelenruhe mögliche Spuren, mögliche Zeugen, mögliche Beweise „in Sicherheit“ zu bringen, die die Russen noch finden könnten, um ihre Unschuld zu beweisen. Da kam dann der Giftgasangriff am Samstag gerade zur rechten Zeit.

Der russische Botschafter bei der UNO Wassili Nebensja erklärte in der Nacht zum Dienstag, dass man nach den ersten Informationen über einen Giftangriff am Samstag, sofort Spezialtruppen nach Duma entsandt habe. Dort wurden keinerlei Spuren von einem Giftgaseinsatz irgendwo in der Stadt oder dem umliegenden Gebiet gefunden. Die dortige Bevölkerung wurde befragt und niemand wusste etwas von einem Giftgasangriff.

Und Nebensja kommentierte während der UN-Sitzung die schrecklichen Filmaufnahmen derart, dass es doch für jeden zu sehen ist, dass dies gestellte Aufnahmen sind. Er forderte die UNO auf, Untersuchungen nicht aus der Ferne zu führen, sondern sich vor Ort zu begeben und dort zu untersuchen. Russland ist bereit, allen neuen Formen zuzustimmen, die die UNO für die Untersuchung derartiger Zwischenfälle in Syrien vorschlägt. Man habe sogar ein Dokument erarbeitet, das sofort unterzeichnet werden könnte.

Der russische Botschafter bezeichnete die Verhaltensweisen der USA, Großbritanniens und Frankreichs als „Gemeinheit“ in einer Form, wie sie selbst zu Zeiten des Kalten Krieges nicht vorgekommen war. Der Ton, der durch westliche Diplomaten angeschlagen werde, übersteigt alle zulässigen Grenzen.

Weiterhin informierte der Botschafter, dass man entsprechende Kanäle genutzt habe, um die USA vor der Anwendung jeglicher Gewalt gegen syrische Truppen oder die syrische Regierung zu warnen. Dies werde sehr ernste Folgen haben.

Anmerkung UN:

Jetzt habe ich Ihnen so viel über den Giftgasangriff von Putin auf syrische Kinder berichtet, dass ich völlig vergessen habe, dass es doch auch noch den Giftgasangriff von Putin auf die Skripals gab. Aber dazu ist jetzt keine Zeit mehr. Ist ja eine olle Kamelle – gelle?

Uwe Niemeier

 

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Außenpolitik

   Kommentare ( 1 )

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 10. April 2018 14:18:51

Diese seit nun vielen Jahren praktizierte Politik von Rußlands "westlichen Partnern" ist die Umsetzung von Obamas Drohung - dafür wird Putin teuer bezahlen -.
Daß Obama nicht den lange ersehnten Marinehafen der russischen Heldenstadt Sewastopol für seine Flotte bekommen hat, daß ihm die ganze Krim abhanden gekommen ist, daß sein größter Traum seiner Amtszeit so schnöde zerplatzt ist, wo es ja schon einen US-Militärstützpunkt auf der Halbinsel gab und nun die USA nicht den Zugang zum Schwarze Meer und das Meer an sich beherrschen, scheint der Zorn und die Wut der US-Administration über diese strategische Niederlage über Obamas Amtszeit weit darüber hinaus zu wirken.
Daß sich GB als Büttel und die übrigen Nato-Vasallen als hilfreiche Unterstützer erweisen, war zu erwarten.

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