Kaliningrad-Domizil

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Haus der Räte steht auf festen Füßen

Fr, 09 Nov 2018 ... mit deutschem Akzent


Haus der Räte steht auf festen Füßen
Begleittext zur Videoinformation
Der hier veröffentlichte Text ist der gesprochene Begleittext zum Video und entspricht der Qualität eines Manuskripts. Am Ende des Textes finden Sie den eigentlichen Beitrag in Form einer Videoinformation.

 

Natürlich ist die Überschrift verkehrt, denn das Haus der Räte hat keine Füße, dafür aber ein Fundament. Und aktuelle Untersuchungen verschiedenster Organisationen im Auftrage der Kaliningrader Gebietsregierung haben ergeben, dass mit dem Fundament und all dem, was sich darüber befindet, alles in Ordnung ist – rein statisch gesehen.

Dann berichtete der Gouverneur Anton Alichanow über die durchaus zufriedenstellenden Gespräche mit dem Eigentümer des Hauses der Räte. Der Eigentümer selber war natürlich nicht anwesend, sondern nur seine Vertreter, aber diese zeigten sich davon beeindruckt, dass die Kaliningrader Gebietsregierung dieses Haus aus Haushaltsmitteln erwerben möchte – und dies noch bis zum Jahresende.

Die Vertreter des Eigentümers versprachen, in der kommenden Woche mit einer Antwort zurückzukommen. Aber alle Signale deuten darauf hin, dass es wohl diesmal wirklich zu einem Verkauf kommt.

Dann informierte der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow noch über weitere, wirklich interessante Details, für den weiteren Fortgang der Angelegenheit.

Eine staatliche russische Firma, sie nennt sich „DOM.rf“, hat sich darauf spezialisiert, Gebäude für staatliche Behörden bezugsfertig zu machen und die Behörden aus dem bisher genutzten Gebäude in das neue Gebäude umzusiedeln. Dafür erhält diese Firma dann das oder die freigezogenen Gebäude. Im konkreten Kaliningrader Fall soll die Firma das historische Gebäude in der DD 1 erhalten, wo sich der Großteil der Gebietsregierung aufhält und es soll noch eine Zuzahlung geben. Das ist die bittere Pille, die die Regionalregierung schlucken muss. Dafür erhält sie aber dann ein schlüsselfertiges „Haus der Zukunft“ mit Blick auf die Fundamente der Vergangenheit.

Der Gouverneur geht davon aus, dass in 2-3 Jahren das Bauvorhaben „Kalininberg“ zum Abschluss gebracht wird.

Ach, ehe ich es vergesse. Natürlich ist die Bezeichnung „Kalininberg“ nur eine Arbeitsbezeichnung, die sich „Kaliningrad-Domizil“ ausgedacht hat. Ich könnte mir vorstellen, dass das Haus zukünftig nicht „Dom Sowjetow“, sondern „Dom Otwetow“ heißen könnte – ein kleines Wortspiel im Russischen – nicht „Haus der Räte (Ratschläge), sondern „Haus der Antworten“.

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   Kommentare ( 2 )

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 9. November 2018 23:54:11

Also könnte die richtigere Beschreibung in Abwandlung heißen : festbetoniert in KG´s Erden steht das Rätehaus schon sturmerprobt ...

Georg Veröffentlicht: 11. November 2018 21:55:11

ich denke, Kaliningrad sollte sich ein Beispiel an Moskau nehmen, wo gerade ein gigantischer Bagger das berüchtigtes Moskauer Krankenhaus "Resident Evil" niederreißt. Das Gebäude ist etwa genauso alt wie das Haus der Räte und wurde auch angeblich wegen Geldmangel nicht vollendet.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 11. November 2018 22:04:57

Kaliningrad hat sich entschlossen, sich zur Frage des Hauses der Räte nicht nach irgendwelchen Beispielen aus der reichen Stadt Moskau zu orientieren, sondern nach regionalen Notwendigkeiten und Möglichkeiten.

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