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Hitler könnte heute noch leben

Fr, 07 Dez 2018 ... mit deutschem Akzent


Hitler könnte heute noch leben
Begleittext zur Videoinformation
Der hier veröffentlichte Text ist der gesprochene Begleittext zum Video und entspricht der Qualität eines Manuskripts. Am Ende des Textes finden Sie den eigentlichen Beitrag in Form einer Videoinformation. Nur der Manuskripttext enthält nicht alle angebotenen Informationen, denn im Videobeitrag gibt es zusätzliche eingeblendete Text-, Grafik- und Fotoinformationen.

 

Eine sehr weit hergeholte Überschrift für das, was ich meinen Zuschauern und Lesern mitteilen möchte. Aber im Grunde trifft die Überschrift zu, wenn Joseph Stalin im Jahre 1944 die Entscheidung gefällt hätte, nach Befreiung der Sowjetunion von den deutschen faschistischen Okkupanten, keine grenzüberschreitenden Operationen Richtung Westen, Richtung Deutschland vorzunehmen und den Faschismus komplett zu vernichten.

Man hätte somit Polen nicht von den deutschen Faschisten befreit, man hätte somit die Siegesfahne nicht auf dem Reichstag gehisst und Hitler hätte keinen Selbstmord begehen müssen.

Und heute würden noch viele Millionen Sowjetbürger leben, die ihr Leben für die Befreiung Europas von den deutschen Massenmördern gegeben haben.

Und diese menschlichen Ressourcen hätte man gut verwenden können für den Aufbau des Landes, das die Deutschen zerstört hatten.

Es hätte einzig und allein der Befehl Stalins ausgereicht, die sowjetischen Truppen an der Grenze der Sowjetunion zum Westen anzuhalten.

Aber Stalin hat diesen Befehl nicht gegeben und so sind die sowjetischen Truppen weiter marschiert und haben u.a. Ausschwitz befreit und die weitere Ermordung von Menschen dort verhindert.

Sie haben Warschau befreit und verhindert, dass das Juden-Getto (ein schlimmer Begriff), weiterhin „Lieferant“ für die menschlichen Opfer bleibt, die die deutsche Todesmaschine Ausschwitz brauchte, damit die Produktion von Zyklon-B weiterhin durchgeführt werden und deutsche Chemiefabriken Gewinne erarbeiten konnten.  

Die Entscheidung Stalins, an der Grenze nicht haltzumachen und auch Polen von den deutschen Mördern zu befreien führte dazu, dass sehr viele Gräber sowjetischer Soldaten in Polen geschaufelt werden mussten. Diese Gräber in Polen werden heute nicht selten geschändet – vermutlich von Leuten, deren Eltern und Großeltern von eben diesen gefallenen sowjetischen Soldaten vor dem sicheren Tod durch die deutsche Mordmaschine bewahrt worden sind. Und wie formulierte Stalin einmal:

Dankbarkeit ist so eine hündische Sache.

Und 1990 begann der Rückzug der sowjetischen Truppen aus fremden Territorien – so auch aus Polen. Zurückgeblieben sind Denkmäler, die nach 1945 entstanden sind und mit denen die damaligen Polen die überlebten, einfach nur „Danke“ sagen wollten. Und diese Denkmäler werden heute in Polen geschliffen.

Nun haben wir uns im Zusammenhang mit Polen schon an einiges gewöhnt. Zum Beispiel wurde vor einiger Zeit die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel im Kreise anderer europäischer Politiker in bekannter Umgebung, in bekannter Bekleidung gezeigt. Ich empfinde solche Bilder, manche sagen Karikaturen, nicht unbedingt als Beleidigung für die konkrete Person, denn Frau Merkel ist in erster Linie Repräsentantin Deutschlands. Somit wird Deutschland beleidigt.

Polen selber reagiert äußerst empfindlich, wenn man sich nicht korrekt ausdrückt. Selber aber trampelt man die Gefühle anderer mit Füßen.

So gibt es jetzt eine weitere Veröffentlichung des polnischen Journals „Gazeta Polska“.  

Und diesem Journal wurde ein Plakat beigefügt. Erkennen Sie die „Grafik“? Ja, so ähnlich hat das Etikett auf den Dosen mit Zyklon-B ausgesehen, welches u.a. in Ausschwitz verwendet wurde, um Millionen polnischer Menschen zu töten. Der Totenkopf sieht Putin ähnlich. Und man schreibt das Wort „Russia“ mit zwei SS-Runen.

Für mich stellt sich die Frage, wo die Meinungsfreiheit anfängt, wo die politische Karikatur anfängt und wo das alles aufhört. Wie weit kann man gehen, in der gegenwärtigen Auseinandersetzung? Wie weit darf man andere Menschen, die einen Staat repräsentieren, diskreditieren?

Und für mich steht die Frage, ob es überhaupt auf der Welt so viel Klebstoff gibt, um all dieses zerschlagene Porzellan irgendwann mal wieder restaurieren zu können.

Wie groß muss der Hass gewisser polnischer Bürger auf Russland sein und woher rührt dieser Hass?

Tja, hätte Stalin damals einen anderen Befehl gegeben, wäre Russland der heutige Hass und die heutigen Beleidigungen aus Polen erspart geblieben und Hitler könnte heute noch leben.

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Massenmedien, Polen

   Kommentare ( 4 )

Frank Werner Veröffentlicht: 8. Dezember 2018 09:21:39

Zur Historie: so eindimensional war es ja nicht. Ich erinnere an ein bestimmtes Protokoll (damit auch an einen ganz bestimmten Vorfall), die Warschauer hätten sicher auch etwas zu sagen und die Zeit nach dem Krieg - nunja, kommt auf den Standpunkt an. Von daher ist das Verhältnis verständlicherweise sehr speziell, genährt durch aktuelle Tagespolitk.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 8. Dezember 2018 09:56:54

... was tut Russland im allgemeinen und Putin konkret gegen Polen, dass man es bzw. ihn mit der Mordmaschine der Nazis vergleichen kann? Wir leben im Jahre 2018. Wenn irgendjemand mit der Politik Russlands und Putins nicht einverstanden ist - ok. Aber ein Vergleich, egal in welcher Form, mit Massenmördern sollte man sich schon überlegen, es sei denn, man will einfach nur jemanden beleidigen.

Frank Werner Veröffentlicht: 8. Dezember 2018 10:02:35

@UEN
Ich habe mich nur auf die historischen Ausführungen bezogen. Spezielle Karikaturen etc. - die es ja auch Richtung Kanzlerin gibt - habe ich nicht bewertet. Die sind alles andere als hilfreich.

boromeus Veröffentlicht: 8. Dezember 2018 10:34:13

Man kann sicher kontrovers diskutieren über diverse Themen.Hier zeigt sich das wahre Gesicht derer, deren Aussagen heute in Rückblick unter etwas anderen Aspekten betrachtet werden kann.So wie sich das mir präsentiert,hat man immer schön aus den Vollen geschöpft.Hat hunderttausende Opfer für sich in Kauf genommen,hat jahrelang vom Rockschoß des grossen sozialistischen Bruder profitiert,und lässt es ihn heute spüren ,was man von dieser Synergie hält.Fordert trotz Vereinbarungen immer noch immense Reparationen. Lebt wie die Made im Speck von europäischen Gelder,nachdem man die letzten 50 Jahre wenig in die Infrarstruktur gesteckt hat ,ist aber nicht bereit seine Währung umzustellen.Mit ihnen ist es wie mit meiner grossen Russlandfahne im Garten.Sie richtet sich nach dem Winde aus .Wer das Andenken an gefallene Soldaten ganz gleiche welcher Nation schändet,ihre Monumente schleift, ist nicht minder babarischer wie der sogenannte Feind..,denn der Tod fragt nicht nach Nationalitäten..

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 9. Dezember 2018 21:13:11

"Spezielle Karikaturen etc. ...Die sind alles andere als hilfreich."
Da bin ich ganz Ihrer Meinung, denn die, denen man eine solche Karikatur zu Recht verpassen könnte, die nach dem WK II wieder Millionen von Toten, aber immer im Namen der Freiheit und Demokratie, produzierten und diese für sich verbuchen können, würden die oder den Karikaturisten noch auf einer einsamen Ozean-Insel aufspüren lassen.
In gewisser Weise erwartet dieseKarikaturisten dann das gleiche Schicksal wie der Julian Assange, wenn nicht noch ein Wunder passiert.
Und was hat die Karikatur an dem Fakt geändert?
Diese dann eventuellen Karikierten, die sich faktisch zu den gesellen können, die Nürnberg gehängt wurden, sterben hoch betagt zu Hause in ihren Betten und werden noch als Helden verehrt.

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