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Johannes Bobrowski – Deutscher ändert seinen gesellschaftlichen Status in Sowjetsk

Mi, 10 Mai 2017 ... mit deutschem Akzent


Johannes Bobrowski – Deutscher ändert seinen gesellschaftlichen Status in Sowjetsk

Bobrowski, Deutscher und Antifaschist. In der DDR, in der Sowjetunion, in der Bundesrepublik Deutschland und in Russland anerkannter Lyriker und Erzähler. Nur in der Stadt Sowjetsk, dem ehemaligen deutschen Tilsit, dem Geburtsort des Deutschen, ist man anderer Meinung – so scheint es - zumindest auf den ersten Blick.

Ich gebe es zu, dass mir der Name „Johannes Bobrowski“ bis vor wenigen Tagen nichts sagte. Kultur ist nun mal nicht meine starke Seite. Da ich regelmäßig die Internetseite des deutschen Generalkonsulats in Kaliningrad besuche (immer in der Hoffnung, doch mal etwas Interessantes dort zu lesen), fiel mir der Name erstmals auf, denn der deutsche Generalkonsul Dr. Michael Banzhaf und eine Reihe anderer Offizieller waren in der Stadt Sowjetsk und nahmen an der Eröffnung einer Ausstellung, gewidmet dem 100. Geburtstag von Bobrowski teil.

Ich las den Artikel ohne besondere Emotionen und vergaß sofort wieder das Gelesene. Dann erhielt ich aus der Stadt Sowjetsk von „Jemandem“ eine Information zu aktuellen Vorfällen um diese „skandalöse Ausstellung“ mit dem Hinweis, dass dies doch ein Thema für mein Portal wäre. Und im Rahmen der Vorbereitung dieses Artikels informierte ich diesen und jenen und erhielt u.a. folgendes email:

Ich lege Wert auf die Meinung des Absenders dieser Zeilen und habe schnell nachgeholt, was ich in der Vergangenheit versäumt hatte und kam zu der Überzeugung, dass es sich bei Johannes Bobrowski um eine international anerkannte Persönlichkeit handelt, völlig unumstritten in Ost und West, Süd und Nord. Meine Erkenntnis sammelte ich aus dem Internet, aus deutschen und russischen Quellen.


 

Nirgendwo fand ich auch nur den kleinsten Krümel einer Anrüchigkeit seiner Person – ganz im Gegensatz zu einer anderen deutschen Kulturschaffenden, mit der ich mich in der letzten Zeit öfter beschäftigen durfte und die ebenfalls aus Ostpreußen, der heutigen Stadt ohne König und ohne Berg, stammt und deren Namen ich im Zusammenhang mit „Bobrowski“ nicht nennen will.

Nein, es gab doch ein kleines Krümelchen, welches man im Lebenslauf von Bobrowski problemlos findet – er war Soldat der deutschen Wehrmacht. Diesen Krümel im Lebenslauf haben außer ihm noch schätzungsweise zehn Millionen anderer Deutscher. 1937 wurde er zum ganz normalen zweijährigen Wehrdienst einberufen und als 1939 der Zweite Weltkrieg begann, wurde er auch sofort nahtlos eingesetzt. Er kämpfte als Gefreiter bis zum letzten Tag des Krieges und geriet in sowjetische Kriegsgefangenschaft. Man gab ihm während des Krieges die Möglichkeit, ein Semester Kunstgeschichte in Berlin zu studieren. Vielleicht hätte man ihm auch zwei oder drei Semester zugebilligt, aber er zeigte sich zickig und trat nicht der NSDAP bei und somit durfte er sich an der Front bewähren. Vier Jahre verbrachte er ab 1945 in sowjetischer Kriegsgefangenschaft und entschied sich danach, sein weiteres Leben in der DDR zu verbringen. Er starb 1965 hochgeehrt.

Und da sein künstlerisches Schaffen international anerkannt wurde, insbesondere auch in der Sowjetunion, ist es nur verständlich, dass Ausstellungen gestaltet werden. Völlig logisch auch, dass man eine Ausstellung in seiner Geburtsstadt Tilsit, dem heutigen Sowjetsk, im Norden des Kaliningrader Gebietes, einrichtete. Fünf Jahre wurde an der Ausstellung gearbeitet – sagte mir eine kompetente deutsche Quelle.

Dann wurde die Ausstellung eröffnet und neben ausländischen Offiziellen, nahm auch der Leiter der Abteilung für Kultur, Jugendpolitik und Tourismus der Stadtverwaltung Sowjetsk, Oleg Waschurin teil. Wie das Portal „newkaliningrad“ schreibt, verlief an diesem Tag alles in bester Eintracht, … oh, Entschuldigung, das deutsche Wort „Eintracht“ ist in Kaliningrad seit einigen Wochen problembehaftet, denn es ist die Bezeichnung für die ehemalige Organisation der Russlanddeutschen im Kaliningrader Gebiet, die seit Anfang Januar „Ausländischer Agent“ ist und deren Leiter des Extremismus verdächtigt wird … also an diesem Tag der Ausstellungseröffnung verlief alles ganz normal. Aber schon einen Tag später begannen die Probleme.

Es erschien ein russisches Filmteam, machte irgendwelche Aufnahmen und bemerkte in der Ausstellung einen deutschen Wehrmachtssoldaten – es war Bobrowski:

Foto: Johannes Bobrowski, Wehrmachtssoldat im Zweiten Weltkrieg
 
Und diese beiden Fotos lösten einen Skandal aus. Dazu kam noch die Geburtsurkunde von Bobrowski, mit einem anrüchigen Stempel aus der Zeit 33-45. Ich erspare unseren Lesern die Vielzahl von Details dieser Unannehmlichkeiten, die die Museumsleiterin Angelika Schpiljowa seit diesem Zeitpunkt durchlebt und die sie dem Informationsportal „newkaliningrad“ schilderte.
 
Foto: Museumsleiterin in Sowjetsk Angelika Schpiljowa
 
Letztendlich wurde sie vom Leiter der Kulturabteilung der Stadt Sowjetsk per SMS aufgefordert, ihre Kündigung zu schreiben. Das lehnte sie ab. Sie versteht die ganze jetzige Aufregung nicht, denn, so schilderte sie dem Korrespondenten von „newkaliningrad“, seit fünf Jahren existiert diese Ausstellung und sie wurde bereits im Kaliningrader „Kunsthistorischen Museum“ und im Museum „Friedländer Tor“ gezeigt und niemand hat an irgendetwas Anstoß genommen.
 
Warum wurde also jetzt Anstoß genommen?
 
Erinnern wir uns, dass die Ausstellung seit fünf Jahren existiert, also seit 2012. Seit diesem Zeitpunkt ist viel passiert, zum Beispiel:
  • das Jahr 2014 und die Krim,
  • die Sanktionen westlicher Staaten, mit Deutschland an der Spitze, gegen Russland,
  • das organisierte Auseinanderdriften Deutschland-Russland auf vielen zwischenstaatlichen und internationalen Gebieten,
  • die Teilnahme Deutschlands an der Stationierung von Truppen an der russischen (Kaliningrader) Grenze.

Und so wie es den internationalen Begriff „Stellvertreter-Krieg“ gibt, so kann man wohl auch hier bei der Angelegenheit „Bobrowski-Ausstellung“ von einer sogenannten „Stellvertreter-Schuld“ sprechen. In diesem Fall scheint die Museumsleiterin stellvertretend schuldig, wobei eigentlich Deutschland gemeint ist – könnte man meinen.

Bei mir ist der Eindruck entstanden, als ob man mit diesem neuen „Skandal“ an Deutschland weitere Signale senden will, wo die Grenzen sind und das diese immer enger werden und dass es im Verhältnis zwischen Russland und Deutschland „einige schwierige Momente“, insbesondere rund um das Kaliningrader Gebiet gibt – es gibt zu viel Deutsches in und um Kaliningrad herum.

Ich habe bei „newkaliningrad“ einen interessanten Absatz gefunden, wo sich der Leiter der Kulturabteilung der Kreisstadt Sowjetsk zu dem Vorfall geäußert hat:

Screenshot: Äußerungen des Leiters für Kultur der Stadt Sowjetsk: „… mit der Ausstellung Bobrowski sind einige bestimmte sehr schwierige Momente verbunden.“
 
Und der Leiter für Kultur der Kreisstadt ergänzte weiter:

„… die Kommission, die sich mit dem Material der Ausstellung beschäftigt hat, musste konstatieren, dass die Leiterin des Museums nicht das Recht hatte Fotos von Bobrowski in Wehrmachtsuniform zu zeigen, auf keinen Fall und insbesondere in der gegenwärtigen Zeit.“

 


Screenshot newkaliningrad: „… auf keinen Fall und insbesondere in der gegenwärtigen Zeit

Und der Leiter für Kultur informierte, dass es sich nicht nur um seine Meinung und die Meinung der Kommission handelt, die die Ausstellung untersucht hat, sondern es sich um eine föderale Meinung handelt. Mit anderen Worten: In der Russischen Föderation ist man der Meinung, dass wir in einer besonderen Zeit leben und man alles, was mit Deutschen und Deutschland zu tun hat, genau beachten sollte und jede Kleinigkeit besonders wichten muss. Im Zweifelsfall lieber Deutschland weglassen.

Die Zeiten „Deutschland, Deutschland über alles“ sind in Russland vorbei. Jetzt herrscht ein anderer russischer Slogan: „Rossia first“ – so scheint es mir.

Um möglichst objektiv zu berichten, ist es immer gut, wenn man alle beteiligten Seiten hört. So habe ich den Generaldirektor des staatlichen Senders „WESTI“ in Kaliningrad Nikolai Dolgatschow gebeten, mich mit seinen offiziellen Informationen zu diesem Vorgang zu versorgen. Immerhin kennen wir uns und sollten uns helfen. Ich habe keine Antwort erhalten. Warum nicht? Es scheint, mal so ganz nebenbei bemerkt, im offiziellen Russland langsam in Mode zu kommen, dass Anfragen von Ausländern unbeantwortet bleiben. Man erhält noch nicht einmal eine höfliche Absage oder ein nichtssagendes Antwortschreiben auf Anfragen… nein, man wird einfach ignoriert, wie ich zum wiederholten Male in den letzten Monaten feststellen musste. Steht die Frage, ob man alle Ausländer ignoriert oder ob nur deutsche Ausländer ignoriert werden.

Aber die Museumsleiterin von Sowjetsk hat sich auf Anfrage bereit erklärt, auf meine Fragen zu antworten.

Uwe Niemeier (UN): Ist es richtig, dass durch Ihr Museum im Jahre 2012 diese Ausstellung erarbeitet und auch 2012 bereits in Sowjetsk gezeigt wurde? Danach haben Sie die Ausstellung an weitere Kaliningrader Museen ausgeliehen und jetzt ist sie, anlässlich des 100. Geburtstages von Bobrowski, nach Sowjetsk zurückgekehrt?

Angelika Schpiljowa (AS): …

UN: Die Ausstellung ist schon fünf Jahre alt und wurde bereits in mehreren Museen im Kaliningrader Gebiet gezeigt. Wer hatte den Ausgangsgedanken für diese Ausstellung?

AS: …

UN: Wer hat das Material für diese Ausstellung ausgewählt? Gab es im Verlaufe der fünf Jahre, wo diese Ausstellung bereits existiert, Korrekturen, Ergänzungen, Entfernung von Ausstellungselementen?

AS: …

UN: Wo wurde die Ausstellung konkret vorbereitet. In Kaliningrad oder im Ausland?

AS: …

UN: Haben deutsche private Personen oder deutsche staatliche Stellen oder deutsche gesellschaftliche Einrichtungen Anteil an der Vorbereitung dieser Ausstellung?

AS: …

UN: Wer finanziert diese Ausstellung?

AS: …

UN: Wurde die Ausstellung in Ihrem Museum in der Vorbereitungsphase mit der Kulturabteilung der Stadtverwaltung Sowjetsk abgestimmt oder ist eine derartige Abstimmung in Russland unüblich?

AS: …

UN: Gab es einen Betreuer aus der Kulturabteilung oder anderen Behörden, die ihnen helfend und beratend zur Seite standen? Wenn ja, wer war das und wenn nein, warum gab es keine derartigen Konsultanten?

AS: …

UN: An der Eröffnung der Ausstellung nahmen ausländische Gäste teil, wie

  • der Bundestagsabgeordnete Klaus Brähmig,
  • der deutsche Generalkonsul Dr. Michael Banzhaf
  • der litauische Generalkonsul Olegas Skinderskis
  • Jörg Naß, der Initiator des Bobrowski-Museums im litauischen Willkischken

Wer hat diese Gäste eingeladen und welche Einladungen gab es an russische offizielle Stellen? Wer von diesen Eingeladenen ist nicht erschienen?

AS: …

UN: Gab es Einladungen an mediale in- oder ausländische Vertreter zur Ausstellungseröffnung?

AS: …

UN: Wie ist Ihre persönliche Meinung zu den wirklichen Ursachen des jetzigen Skandals. Sind es wirklich die beiden Fotos und der Stempel auf der Geburtsurkunde von Bobrowski oder sehen Sie sich als Opfer der gegenwärtigen zwischenstaatlichen Probleme zwischen Russland und Deutschland, die insbesondere in Kaliningrad besonders deutlich werden?

AS: …

UN: Sie sind als Museumsleiterin gesellschaftlich aktiv und stehen mit beiden Beinen im gesellschaftlichen Leben. Müssen Sie sich nicht selbstkritisch vorwerfen, dass Sie den Inhalt der Ausstellung nicht kritisch genug vor Eröffnung der Ausstellung kontrolliert haben – egal ob in anderen Museen etwas beanstandet wurde oder nicht?

AS: …

UN: Das Vertrauensverhältnis zwischen Ihnen und dem Leiter für Kultur in der Stadtverwaltung scheint zerstört zu sein. Damit fehlt jede Basis für eine zukünftige erfolgreiche Zusammenarbeit. Wie soll es weitergehen?

AS: …

… Ach, liebe Leser, Sie vermissen die Antworten? Nun, es gibt keine Antworten, denn nach einer Zusage zu einem Interview, hat mir die Museumsleiterin, nach zweimaliger Übersendung dieser Fragen, nicht geantwortet. Warum Sie nicht geantwortet hat? Nun, man könnte vermuten, dass die Feiertage in Russland zum Tag des Sieges die Direktorin sehr in Anspruch genommen haben. Man kann aber auch anderes vermuten. Wer was vermutet bleibt jedem selbst überlassen.

Wie es insgesamt im Verhältnis zwischen Russland und Deutschland weitergeht weiß ich nicht. Man kann nur hoffen, dass dieser Irrsinn in der Politik bald zu einem Ende kommt – obwohl, Hoffnung auf ein Ende, z.B. Ende September, habe ich ehrlich gesagt nicht.

Aber, bis dahin gibt es noch andere Ereignisse in Kaliningrad, denn der deutsche Generalkonsul Dr. Banzhaf teilte mir auf eine entsprechende Anfrage am Freitag vergangener Woche mit:


Wünschen wir dieser Ausstellung unendliche Besucherschlangen an der Eingangstür und keine Unannehmlichkeiten.

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Deutsches, Generalkonsulat, Gesellschaft, Kultur

   Kommentare ( 4 )

Frank Werner Veröffentlicht: 9. Mai 2017 22:14:01

Mir ist gerade schwindlig vom vielen Kopfschütteln.
Werde mich erstmal ruhig hinsetzen und 1984 lesen ...

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 10. Mai 2017 07:13:33

... wieso 1984?

boromeus Veröffentlicht: 9. Mai 2017 22:21:53

"im offiziellen Russland langsam in Mode zu kommen, dass Anfragen von Ausländern unbeantwortet bleiben. Man erhält noch nicht einmal eine höfliche Absage oder ein nichtssagendes Antwortschreiben auf Anfragen… nein, man wird einfach ignoriert, wie ich zum wiederholten Male in den letzten Monaten feststellen musste. Steht die Frage, ob man alle Ausländer ignoriert oder ob nur deutsche Ausländer ignoriert werden"Ja es stimmt Herr Niemeyer.Warum soll es Ihnen anders ergehen .Man möchte ganz oben in der Weltgeschichte mitmischen, beherrscht aber nicht Mal elementare Benimmregeln.Man kann unterschiedlicher Meinung sein.Nasen können nicht passen.Und trotzdem sollte man soviel Courage besitzen, seinem Gegenüber mit Anstand und Höflichkeit zu begegnen.Unangenehmes und Unwillen kann man in höfliche Worte verpacken.Jemandem im abgebrannten Hemd stehenzulassen und zu Schweigen mag man bei bockigen Kindern erwarten.Von gebildeten teils promovierten Leuten ,sollte man etwas anderes erwarten dürfen.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 10. Mai 2017 07:12:18

... Problem erkannt, Problem gebannt.

Ich habe ein einfaches Prinzip in der Arbeit. Gerade bei kritischen Berichten ist es wichtig, möglichst maximal objektiv zu bleiben. Das kann man, wenn man den Beteiligten die Chance gibt, sich zu äußern. Wenn diese die Chance nicht nutzen und auch nicht mit mir kommunizieren, so schreibe ich eben "Meine Meinung ... mit deutschem akzent." So geschehen beim Drama um das Deutsch-Russische Haus, wie auch jetzt und zukünftig.

ru-moto Veröffentlicht: 13. Mai 2017 16:48:32

[..es scheint,.. im offiziellen Russland langsam in Mode zu kommen, dass Anfragen von Ausländern unbeantwortet bleiben. Man erhält noch nicht einmal eine höfliche Absage oder ein nichtssagendes Antwortschreiben… nein, man wird einfach ignoriert, wie ich zum wiederholten Male in den letzten Monaten feststellen musste. Steht die Frage, ob man alle Ausländer ignoriert oder ob nur deutsche Ausländer ignoriert werden...]

Interessant, was man da auch zwischen den Zeilen herauslesen kann. Mir scheint, dass alles was in deutsch geschrieben steht pauschal und grundsätzlich vorweg schon als negativ betrachtet wird.

Als "Hobby-Knipser" bin ich bei mehr als 580 Fotogruppen Mitglied im Internet, zugleich auch Administrator von über 70 eigenen Fotogruppen. Meine Bilder verlinke ich auch laufend in diverse Galerien mit passendem Thema, u.a. RUS.

In solch einer Gruppe mit russischem Bezug wurden plötzlich meine Bilder vom (russ.) Admin ignoriert.
Grund: Bin selbst kein Russe und die "Sanktionen".

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 13. Mai 2017 16:51:14

... tja, so ist das Leben - leider.

Jan Heller Veröffentlicht: 2. Juli 2017 13:53:46

Da ist noch viel zu tun in Sachen Völkerverständigung. Schweigen hat zumindest den Vorteil, dass keine unbedachten Äußerungen fallen. Überhaupt gibt es hier doch erhebliche kulturell bedingte Empfindlichkeiten, unabhängig von Wehrmachtsuniformen. Altbundeskanzler Schmidt wurde kürzlich auch abgehängt, weil in Wehrmachtsuniform. Inzwischen darf er wieder hängen, natürlich als Bild an der Wand, und in der besagten Uniform.
Zum deutsch-russischen Verhältnis könnte vieleicht die gestern stattgefundene Trauerzeremonie um Helmut Kohl versöhnend beitragen. Die Rede von Dmitri Anatoljewitsch Medwedew war ein positives Resumee zur Leistung eines Deutschen, der in seinen damaligen Verhandlungen sicher nicht im Hinterkopf hatte die NATO-Ostgrenze bis an den russischen Hinterhof zu verlegen.

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