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Licht aus! Generatoren an! Wann schaltet die EU das Licht in Kaliningrad aus?

Mi, 02 Jan 2019 ... mit deutschem Akzent


Licht aus! Generatoren an! Wann schaltet die EU das Licht in Kaliningrad aus?
Begleittext zur Videoinformation
Der hier veröffentlichte Text ist der gesprochene Begleittext zum Video und entspricht der Qualität eines Manuskripts. Am Ende des Textes finden Sie den eigentlichen Beitrag in Form einer Videoinformation. Nur der Manuskripttext enthält nicht alle angebotenen Informationen, denn im Videobeitrag gibt es zusätzliche eingeblendete Text-, Grafik- und Fotoinformationen.

 

Es gibt einen Stromverbund zwischen Russland, Weißrussland und den baltischen Staaten. Er besteht schon viele Jahre, wurde zu Sowjetzeiten geschaffen. Alles funktionierte bestens, bis sich die souveränen baltischen Staaten entschlossen, aus diesem Verbund auszuscheiden. Das bedeutet, dass in Kaliningrad die Lichter ausgehen.

 

Da aber das Ausscheiden aus diesem Verbund und der Einstieg in einen neuen Verbund mit der Europäischen Union, rein technisch und natürlich auch finanziell, nicht so einfach ist und auch nicht über Nacht erledigt werden kann, hatte Russland genügend Zeit, sich auf diesen Tag „X“ vorzubereiten. Die Vorbereitung lief nicht optimal, denn anscheinend glaubte man eine gewisse Zeit nicht an die reale Umsetzung der baltischen Pläne.

Aber spätestens ab dem Jahre 2014, als immer häufiger das Wort „Blockade“ durch die baltischen Staaten und Polen strapaziert wurde, wurden die russischen Anstrengungen zur Energiesicherheit Kaliningrads bedeutend aktiviert. Schon jetzt kann man davon ausgehen, auch wenn das Kaliningrader Atomkraftwerk vermutlich nicht gebaut wird, dass die Selbständigkeit Kaliningrads in der Energieversorgung gewährleistet ist. Und hierbei verlässt man sich nicht nur auf eine Energiequelle, sondern hat alternative Varianten umgesetzt.

Im Mai 2019 plant man nun den künstlichen „Black out“, d.h. es wird die Abschaltung des Stromnetzes von den baltischen Staaten simuliert, um zu sehen, ob das neue Energiesystems Kaliningrads auch richtig arbeitet oder wo es vielleicht noch Schwachstellen gibt.

Aber auch die baltischen Staaten trainieren die Energieblockade Kaliningrads. Sie haben für den Sommer die testweise Abschaltung Kaliningrads vom Stromnetz angekündigt.

In Kaliningrad wurden in den letzten Jahren vier neue Stromerzeugerstationen mit einer Gesamtleistung von einem Gigawatt errichtet. Zusätzlich kommen drei Gas-Stromerzeugerstationen hinzu, mit 768 Megawatt. Ein weiteres Stromerzeugerwerk auf Kohlebasis wird Ende 2019 ans Netz gehen und eine Kapazität von 198 Megawatt haben.

 

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Energiesicherheit

   Kommentare ( 8 )

boromeus Veröffentlicht: 2. Januar 2019 14:46:06

Hausgemachtes Leid.Thema:Netzstruktur im Oblast.Großflächig noch 220 Volt.Meiner Ansicht nach eines der vorrangisten Aufgaben,die es zu lösen galt und gilt.Es ist lange genug bekannt,dass die Gefahr besteht,den Stromverbund zu verlieren.Ein paar Energiestationen hinzustellen,damit ist das wohl kaum getan.40 Milliarden für ein Stadion, das jetzt kein Mensch mehr braucht?Dafür hätte man auch locker ein neues Kraftwerk bauen können.Und jetzt Hektik?Gerade in Bezug auf das bis Dato ungelöste Müllproblem,waere vielleicht eine hochmoderne Müllverbrennungsanlage deren Abfallprodukt Wärme und Elektrizität darstellt,die locker den Grossteil des Oblastes mit Ernergie hätte versorgen können,von Vorteil gewesen.Dazu redundant ein Kohle oder Gaskraftwerk.Aber,der grosse Oblastlenker weiß sicherlich genau,was für KGD wichtiger ist.Man muss halt Prioritäten setzen,oder aber Meister Andrewitch muss dann irgendwann wohl selber in die Pedale trete, damit das Licht in seinem Oblast nicht ausgeht..,gelle

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 2. Januar 2019 14:51:55

... ich habe den Eindruck, dass ich mich entweder in dem Beitrag so kompliziert ausgedrückt habe, das ihn die Zuschauer/Leser nicht verstehen, oder, Variante 2 - Sie haben ihn nicht gesehen/gelesen.

boromeus Veröffentlicht: 2. Januar 2019 16:08:07

Wahrscheinlich das letztere.Wer lesen kann ist klar im Vorteil.Ich nehme alles zurück und behaupte jetzt das Gegenteil.Wobei natürlich die angegeben Werte der Leistungsfähigkeit der Kraftwerke um 2 GW im unteren Mittelfeld sich bewegen und die Netztstruktur der vorhandene Netze davon unberührt bleiben.Das kleinste deutsche Braunkohlekraftwerk "schwarze Pumpe" liegt bei etwa 1,6 GW. Na,dann hat Andrewitsch ja nochmal Glück gehabt,ansonsten..ich weiß wo es leistungsfähige Fahrraddynamos gibt....

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 2. Januar 2019 22:27:30

boromeus, aber in einem haben Sie wohl doch vollkommen Recht, daß man ein Müllverbrennungskraftwerk trotzdem bauen kann, die "Abwärme" nicht in die warme Ostseeluft bläst, sondern für die Gemüseproduktion unter Glas nutzt.
Fachleute haben da noch weitere Verwendungsmöglichkeiten.

boromeus Veröffentlicht: 2. Januar 2019 23:40:23

@Radeberger
Die Möglichkeiten der Abwärmenutzung sind ja vielfältig.Man könnte auch den entstehenden Heissdampf für die Beheizung von Wohnkomplexen nutzen.Fotos wie heute aus KGD gesehen von katastrophal überquellenden Müllcontainern und Problemen was die Erschliessung neuer Müllentsorgungsplätze angeht ,gehörten damit auch der Vergangenheit an .Und Strom erzeugt so'n Ding auch noch reichlich ,sodass es im Verbund mit weiteren Kraftwerken im Oblast zu Spitzenzeiten zugeschaltet werden könnte.Damit waere auch eine eigene von ehemaligen Bruderstaaten unabhängige redundante Energieversorgung und energietechnische Sicherheit geschaffen.

ru-moto Veröffentlicht: 3. Januar 2019 04:41:40

KGD hat doch genug Steckdosen....

Goetze Wolfgang Veröffentlicht: 3. Januar 2019 18:05:15

Herr Niemeier, können Sie etwas zu dem Winderzeugerpark in der Nähe von Saostrowje ( Заостровье) / Pionerski (Пионерскийan) der A-217 von Richtung Svetlogorsk sagen?
Bestehend aus 18 Windkrafträder, jedes von ca 1 -1,5 MW. Sollen vor einiger Zeit (4-5J.) von der EU geliefert worden sein. Stehen aber seit der Zeit still.
Gruß

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 3. Januar 2019 22:38:57

... wenn ich richtig informiert bin, ist es der veraltete Windpark. Die dort aufgestellten Windräder sind abgeschriebene aus Deutschland. Vor wenigen Monaten ist dort eines der Windräder zusammengebrochen. Vor kurzem ist ein neuer Windpark in Uschakowo eingeweiht worden. Der bei Pionersk wird dann wohl irgendwann abgeschaltet.

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 3. Januar 2019 22:29:45

"KGD hat doch genug Steckdosen...."

Spaßvogel !

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 4. Januar 2019 04:00:46

"Vor wenigen Monaten ist dort eines der Windräder zusammengebrochen."

"Mein Gott", sprach der Atheist, wer (!) kauft solchen Schrott ein?

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 4. Januar 2019 10:32:45

... es war vor vielen Jahren ... Und vielleicht ist dieser Park auch nicht gekauft worden, sondern im Rahmen irgendeines Förderpogrammes kostenlos geliefert worden ... aber ich weiß es nicht. Ich müsste mich dazu kundig machen ...

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