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Moskau: Es gibt eine Germanisierung des Kaliningrader Gebietes

Mi, 02 Jan 2019 ... mit deutschem Akzent


Moskau: Es gibt eine Germanisierung des Kaliningrader Gebietes
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Der hier veröffentlichte Text ist der gesprochene Begleittext zum Video und entspricht der Qualität eines Manuskripts. Am Ende des Textes finden Sie den eigentlichen Beitrag in Form einer Videoinformation. Nur der Manuskripttext enthält nicht alle angebotenen Informationen, denn im Videobeitrag gibt es zusätzliche eingeblendete Text-, Grafik- und Fotoinformationen.

 

Lange wird über die Thematik „Germanisierung des Kaliningrader Gebietes“ bereits gestritten. Manchmal mit mehr, manchmal mit weniger Emotionen. Nun hat erstmals ein Vertreter der föderalen Regierung öffentlich geäußert, dass es das Problem der Germanisierung des Kaliningrader Gebietes gibt.

Der Direktor des Departements für Museumsangelegenheiten des Ministeriums für Kultur der russischen Föderation hat öffentlich geäußert, dass das Kaliningrader Gebiet ein Germanisierungsproblem hat. Dies war auch der Grund, weshalb er eine Einladung zu einer deutschen Ausstellungseröffnung abgelehnt habe.

Wie der Departementdirektor Wladislaw Kononow erklärte, sehe er das Problem der Germanisierung des Gebietes Kaliningrad im Kulturgebiet sehr deutlich und er werde alles tun, um dieses Problem zu lösen. Dies erklärte er in einem Interview mit der „Literaturzeitung“.

„Es ist für niemand ein Geheimnis, dass dieses Territorium ehemals Ostpreußen war und im Jahre 1945 Teil der Sowjetunion wurde. Heute ist es russische Erde. Und heute existiert hier das Problem der Germanisierung. Germanisierung ist, wenn z.B. Kinder, Jugendliche aber auch Erwachsene ihre Stadt nicht Kaliningrad nennen, sondern Kenig – so eine Ableitung von Königsberg“, - so Kononow.

Er erzählte, dass man ihn, unmittelbar nach seiner Ernennung in die jetzige Funktion, nach Kaliningrad eingeladen habe, um an einer deutschen Ausstellungseröffnung teilzunehmen. Er habe diese Einladung abgelehnt.

„Und, wissen Sie, ich habe abgelehnt und erklärt, dass ich dann nach Kaliningrad komme, wenn man hier z.B. eine Ausstellung von Aiwasow organisiert. Niemand erwartet, dass Ausstellungen deutscher Künstler verboten werden, aber wir dürfen nicht vergessen, dass dies unsere Erde ist. Und so müssen wir auch die Prioritäten setzen in unseren Museen“, - so Kononow.

Der Leiter des Departements versprach, sich um die Probleme der Kaliningrader Region zu kümmern und Hilfe zu erweisen.

„Wir müssen uns auch um das Leben in der Provinz kümmern (im positiven Sinne des Wortes), aber dabei auch nicht vergessen, dass wir föderale Museen haben, die auch Probleme bereiten. Wir müssen aber uns richtig ausrichten und mit dem Gesicht Richtung Provinz schauen und alle Regionen für museale Dinge interessieren“, - unterstrich der föderale Beamte. Er erinnerte an den in Kürze beginnenden Bau eines großen Kulturzentrums auf der Oktoberinsel in Kaliningrad, welches Filialen der größten russischen Museen aufnehmen wird.

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Germanisierung

   Kommentare ( 1 )

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 4. Januar 2019 03:56:03

Diese Einstellung des Direktor des Departements für Museumsangelegenheiten des Ministeriums für Kultur der russischen Föderation, Wladislaw Kononow, dürfte so manchen Germanisierer, ob in der BRD oder der RF wohl nicht so recht schmecken.
Die Zeit ist schon etwas fortgeschritten, um zu sagen, Wehret den Anfängen ! Es wird hohe Zeit, nun endlich die Kurve zu kriegen.

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