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Nun auch Amerikanisierung Deutschlands in Kaliningrad?

So, 06 Jan 2019 ... mit deutschem Akzent


Nun auch Amerikanisierung Deutschlands in Kaliningrad?
Begleittext zur Videoinformation
Der hier veröffentlichte Text ist der gesprochene Begleittext zum Video und entspricht der Qualität eines Manuskripts. Am Ende des Textes finden Sie den eigentlichen Beitrag in Form einer Videoinformation. Nur der Manuskripttext enthält nicht alle angebotenen Informationen, denn im Videobeitrag gibt es zusätzliche eingeblendete Text-, Grafik- und Fotoinformationen.

 

Das Informationsportal „NewsBalt“ veröffentlichte am 3. Januar auszugsweise ein Interview mit Michael Tscherenkow – dem Leiter der Regionalvertretung der gesamtrussischen Gesellschaft für die Pflege von Geschichtsdenkmälern und Kultur.

Und in diesem Interview meinte Michael Tscherenkow, dass die Interessen Deutschlands und der USA im Kaliningrader Gebiet einheitlich sind. Man plant den Zerfall Russlands.

Die USA sind gegenwärtig dabei eine Pufferzone zwischen Europa und Russland zu errichten. Und Deutschland träumt davon, die Wiege des germanischen Militarismus wieder zurück zu erhalten.

Tscherenkow kommentierte, dass Kaliningrad russische Kriegsbeute ist, Beute, im Ergebnis des Zweiten Weltkrieges. Das Gebiet hat eine große geopolitische Bedeutung. Kaliningrad ist  ein unsinkbarer russischer Flugzeugträger mitten in der NATO. Dazu kommt, so Tscherenkow, dass man die Ostseeflotte in Baltisk nicht mal so einfach blockieren kann – so wie das die Deutschen im Finnischen Meerbusen im Jahre 1941 getan hatten.

In Kaliningrad, an der westlichsten Grenze Russlands, will man ein Szenarium des Zerfalls Russlands starten. Dieses Szenario ist durch die Gegner Russlands bereits erarbeitet und ähnelt dem Szenario, welches bereits im Rahmen des Zerfalls der Sowjetunion erfolgreich angewandt worden ist.  Man beginnt mit der Abtrennung einzelner Glieder vom Körper, danach beginnt dann der Gesamtprozess zu laufen. Seit Anfang der 90er Jahre arbeite man daran. Ziel ist, Kaliningrad als Ausgangsbasis für Separatismusaktivitäten zu profilieren.

Dazu sind Forschungsarbeiten in Auftrag gegeben worden, so u.a. zur Kaliningrader Identität und insbesondere die föderale Kant-Universität, die seit langer Zeit dem direkten Einfluss ausländischer Stiftungen untersteht, hat sich mit derartigen Arbeiten hervorgetan.

Weiterhin werden bestimmte politische Figuren entwickelt. Diese sollen sich ein gewisses Ansehen im Rahmen der Korruptionsbekämpfung oder im Rahmen des Umweltschutzes erarbeiten und dabei gleichzeitig für eine Integration des Kaliningrader Gebietes  in die EU eintreten.

Eine bemerkenswerte Arbeit wird im kulturellen Bereich geführt. Ziel ist die Umprogrammierung des Bewusstseins der Bevölkerung, die Zerstörung des russischen Codes – so kommentiert Tscherenkow.

Im Rahmen des Aufbaus der Pufferzone tun die USA alles, um eine Verbindung russischer Ressourcen mit europäischer Technologie zu verhindern. Man nimmt Einfluss auf die Interessen Deutschlands und Frankreichs. Und, so erinnert Tscherenkow, man darf nicht vergessen, dass es in Deutschland revanchistische Kreise gibt, die immer noch davon träumen, die Wiege des deutschen Militarismus in den Bestand Deutschlands zurückzuholen.

Das russische Kaliningrad ist ein Störfaktor in den Plänen der USA. Die Pufferzone, bestehend aus Polen, den baltischen Staaten und der Ukraine hat eine Lücke. Und deshalb arbeiten die USA und Deutschland an der Lösung des Problems.

Den Deutschen ist die Aufgabe zugefallen, sich um die Kaliningrader Geschäftswelt zu kümmern. Von der Öffentlichkeit weitestgehend unbemerkt wurden Gemeinschaftsunternehmen geschaffen. Hier sollen wohl Gelder erarbeitet werden, die man zur Umsetzung der Expansionsabsichten benötige.

Das Engagement der Deutschen in der Kultur dagegen ist öffentlich. Tscherenkow erinnerte an das ehemalige Deutsch-Russische-Haus. Gerade dieses Haus war das Zentrum der Germanisierung des Kaliningrader Gebietes. Er erinnerte an die ständigen Forderungen zur Umbenennung der Stadt Kaliningrad und anderer Städte im Gebiet. Viele Kreisstädte verfügen bereits wieder über die alten deutschen Stadtsymbole als offizielle Heraldik. Immer wieder wird auch die Wiedererrichtung des deutschen Nationalsymbols, des Königsschlosses gefordert. Bei all diesen Dingen war das ehemalige Deutsch-Russische-Haus integriert.

Tscherenkow erinnerte an das Programm für die Umsiedlung von RusslandDeutschen aus Kasachstan nach Kaliningrad. Seit dem Jahre 1989 hat sich die Zahl der Deutschen im Kaliningrader Gebiet verzwölffacht.

Den Amerikanern wiederum ist die Aufgabe zugefallen, im Kaliningrader Gebiet eng mit gesellschaftlichen Organisationen und politischen Funktionären zusammenzuarbeiten. Häufig schicken die USA Personen nach Kaliningrad, auch getarnt als Diplomaten, um sich von der Situation vor Ort zu überzeugen.

Tscherenkow forderte die Abschaffung der Sonderwirtschaftszone Kaliningrad. Diese Zone ist die Quelle, wo Ausländer ihr Geld erarbeiten, um mit diesem Geld ihre eigennützigen Expansionsziele gegen Russland zu finanzieren. Wenn es keine Sonderwirtschaftszone mehr gibt, werden die Parasitenfirmen sehr schnell aufhören zu existieren und aus Russland verschwinden – zeigte sich Tscherenkow überzeugt.

Er forderte den Einfluss der russisch-orthodoxen Kirche in Kaliningrad weiter zu stärken. Diese spiele eine wachsende Rolle in der Formierung eines russischen Bewusstseins in der Gesellschaft.

Er forderte aus dem Kaliningrader Gebiet ein großes Kultur- und Informationszentrum zu machen und alle Russischstämmigen und Russlandfreunde, sowie Globalisierungsgegner, egal wo diese sich befinden, aus Kaliningrad heraus, zu konsolidieren.

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Deutsches, Germanisierung, USA

   Kommentare ( 6 )

Uwe Kettmann Kettmann Veröffentlicht: 6. Januar 2019 18:08:03

"Seit dem Jahre 1989 hat sich die Zahl der Deutschen im Kaliningrader Gebiet verzwölffacht." Ist das richtig? Ich kenne 1 % Deutsche und 1 % Tataren an der gesamten Bevölkerung

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 6. Januar 2019 18:46:30

... das ist richtig. Die Anzahl der RusslandDeutschen an der Kaliningrader Gesamtbevölkerung beträgt 0,8 Prozent - so wie auch im Video an Hand einer Grafik gezeigt. In absoluten Ziffern sind dies 7.800. Und im Jahre 1991 waren es eben irgendwas so um die 500 oder 600.

Frank Werner Veröffentlicht: 6. Januar 2019 21:16:39

@UEN
Aber diejenigen, die von D nach Kaliningrad gezogen sind, dürften doch margina sein, oder? Das andere sind dann doch die Russlanddeutschen ... sind die jetzt auch (wieder) gefährlich?

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 6. Januar 2019 21:25:42

... zum Thema "Politik der Bundesrepublik Deutschland zur Thematik der RusslandDeutschen" seit 1991 müsste ich einen Extrabeitrag erarbeiten, denn mit wenigen Sätzen ist dies nicht verständlich für diejenigen zu erklären, die sich niemals mit diesem Thema beschäftigt haben.

Frank Werner Veröffentlicht: 6. Januar 2019 21:19:29

@UEN
Die Beweise für ein Paralelluniverum sind hier ja mit der Hand zu greifen. Mit der Realität im Rest der Welt hat die Wahrnehmng nun wirklich nichts zu tun. Was ist übrigneds aus dem "Deutsch-Russischen-Friedenswerk" geworden? Haben wohl doch niemand zum übersiedeln gefunden?

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 6. Januar 2019 21:23:32

... zu gegebener Zeit wird die Berichterstattung fortgesetzt. Und es gibt eine Fortsetzung ...

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 6. Januar 2019 21:27:15

Ich stimme dieser Einschätzung von Michael Tscherenkow voll und ganz zu. Das dürfte niemanden verwundern, der meine bisherigen Beiträge zu diesem Thema "Kaliningrad" gelesen hat.
Es gibt in diesem Bereich neben Kaliningrad noch einen Störfaktor, der die Natostrategie der Zurückdrängung und Isolierung Rußlands von Westeuropa behindert. Das ist Weißrußland, aber wie lange noch? Der Präsident dieses Landes ist in seiner Amtsführung offensichtlich am Ende. Nun sucht er einen kurzfristigen Ausweg und liebäugelt bereits mit der Nato. Ob ernsthaft oder nur, um Putin unter Druck zu setzen und irgendwelche Vorteile für sich heraus zu schlagen, weiß er wohl nur selbst.
Dann würde die Nato faktisch unmittelbar an der russischen Grenze stehen. Oder umgekehrt. Die russchischen Divisionen wären dann auf dem eigenen Territorium in Schlagdistanz an die Nato heran gerückt. Was für eine Bedrohung für die Nato. Da muß man doch fordern, daß die Russen ihr Militär 300 km zurück ziehen.

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 7. Januar 2019 02:40:12

Damit sich ein jeder davon überzeugen kann, daß diese aussagen von Michael Tscherenkow nicht aus der Luft gegriffen sind, empfehle ich die Internetadresse von Newsbalt sich zu suchen und soweit nicht in russisch perfekt den Artikel:

Калининградская область — «часть литовского ареала»
Новая провокация русскоязычной газеты «Клайпеда»
Тема: Угроза суверенитету России
Литва 24.12.2018

sich mal mit Google Übersetzer ins Deutsche übersetzt genau durchzulesen.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 7. Januar 2019 07:16:40

...tja, und hierbei handelt es sich nur um ein Beispiel von täglich vielen, wo irgendjemand meint, Ansprüche auf das Kaliningrader Gebiet erheben zu dürfen. Ich bin nicht in der Lage, all dies zu übersetzen. Wenn ich dies könnte - sowohl zeitlich, wie auch redaktionell, so würde die alarmierende Situation rings im Kaliningrad auch schnell dem größten Skeptiker klar werden.

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 7. Januar 2019 14:59:57

Uwe, das weiß ich doch. Deswegen doch mein Hinweis.
Wen es interessiert, der wird sich das auch durchlesen. Mit Google Übersetzer ziemlich gut zu verstehen.

Sind Sie denn gut ins Neue Jahr gekommen? Von meiner Seite aus, wünsche ich Ihnen und allen (!) anderen für den Rest des angebrochenen Jahres vor allem Gesundheit, Freude mit der Familie und ständig etwas zu tun. Wer rastet - der rostet.

Der Radeberger

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 7. Januar 2019 15:31:17

... ja gut raus- und gut reingerutscht. Trotz der russischen Feiertage, die endlich übermorgen zu Ende sind, wird gearbeitet - solange wie die Arbeit nicht in Arbeit ausartet und Spaß macht, ist alles bestens. Ebenfalls alles Gute für die restlichen Tage des Jahres 2019.

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