Kaliningrad-Domizil

Informationsagentur
+7 (4012) 32-65-32

Umfrage

Umfrage 16. Juni 2019
  • Wie viele Grenzübergänge hat das Kaliningrader Gebiet?

Zweite Umfrage 1. Juni 2019
  • Nahverkehr-Haltestelleninformationen in Kaliningrad in englischer Sprache?

Alle Umfragen

US-Präsident hat angewiesen, Russland-Sanktionen aufzuheben

Fr, 19 Okt 2018 ... mit deutschem Akzent


US-Präsident hat angewiesen, Russland-Sanktionen aufzuheben
Begleittext zur Videoinformation
Der hier veröffentlichte Text ist der gesprochene Begleittext zum Video und entspricht der Qualität eines Manuskripts. Am Ende des Textes finden Sie den eigentlichen Beitrag in Form einer Videoinformation.

 

Nachdem fast alle wichtigen russischen Medien darüber am heutigen Tag berichtet haben, kann es sich eigentlich nur um eine wahre Meldung handeln. Die USA haben Russland-Sanktionen aufgehoben.

Aber wie es sich für einen einfachen Blogger gehört, gehört ein wenig Übertreibung dazu, denn wie kommt man sonst zu den notwendigen Klick-Quoten?

Also, fahren wir die Informationen und Emotionen wieder runter und informieren einfach nur sachlich. Sachlich richtig ist, dass der US-Präsident Trump angewiesen hat, die personifizierten Sanktionen gegen einen der wichtigsten russischen Politiker aufzuheben – also gegen Dmitri Rogosin, dem ehemaligen Vertreter Russlands bei der NATO, dem ehemaligen Vizepremier der russischen Zentralregierung, zuständig für alles was man unter Militär und Verteidigungsindustrie versteht und der jetzige Zuständige für Kosmos und Weltraumindustrie.

Im Jahre 2014 hatten die USA die Sanktionen gegen Dmitri Rogosin verhängt. Und jetzt scheinen die Amerikaner wohl mit ihrem Sanktionslatein ein wenig am Ende zu sein, wenn die Sanktionen gegen eine derart wichtige russische Persönlichkeit wieder aufgehoben werden – wenn auch nur zeitweilig, wie die Medien berichten.

Nein, nicht Dmitri Rogosin hat gebettelt, nein, auch kein Putin oder sonst irgendein Russe. Gebeten wurde der amerikanische Präsident durch den Direktor der NASA. Dieser wollte unbedingt, dass zur Lösung anstehender Probleme, Rogosin in die USA reisen darf. Allerdings formuliert der Generaldirektor der NASA nicht, dass die US-Raumfahrt ohne Russland nicht weiterkommt. Nein, er informiert, dass er in Kürze plant vor Studenten einer Universität aufzutreten und für seinen Auftritt benötigt er Dmitri Rogosin.

Nun habe ich natürlich keine Ahnung, warum im modernen Zeitalter für eine Vorlesung unbedingt jemand physisch anwesend sein muss, wo man doch auch einen großen Bildschirm in den Vorlesungssaal stellen kann, wo sich Rogosin, in Moskau bei einer Tasse Tee sitzend, den amerikanischen und sonstigen dort versammelten Studenten und Wissenschaftlern zeigen könnte – aber man muss darüber auch nicht groß nachdenken.

Vielleicht ist dies ja auch nur ein Test, wie die demokratische westliche Welt auf diese Aktion reagiert. Und wenn die Reaktion einigermaßen vernünftig ausfällt, dann kann man auf diese Art und Weise, gesichtswahrend, Schritt für Schritt, Sanktionen aufheben und vielleicht in zehn oder zwanzig Jahren wieder zu einer gleichberechtigten und profitbringenden Zusammenarbeit zurückfinden.

Übrigens hat sich Anfang Oktober der Direktor der NASA in Moskau aufgehalten. Auch er ist vor Studenten der Moskauer staatlichen Universität aufgetreten. Und er hat den Weltraumbahnhof Baikonur besucht. Und er hat sich mit Rogosin getroffen – das erste Mal übrigens, dass sich beide persönlich gesehen haben.

Und, für diejenigen, die die Gesichter russischer Persönlichkeiten kennen, ist es sicherlich auch nichts Neues, dass die westlichen Staaten, die personifizierten Sanktionen gegen Russen verhängt haben, diese auch still und heimlich wieder aufheben, damit diese Personen an Veranstaltungen im Westen teilnehmen können. Auch Russland schweigt darüber und verbreitet keine Siegesmeldungen. Dafür zeigt man aber im Fernsehen, für alle Russen sichtbar, diese Personen, wie sie neben Merkel, Obama, Tramp und wie sie sonst so alle heißen, in den großen oder kleinen Versammlungssälen dieser Welt, gemeinsam mit Putin oder Lawrow sitzen und Politik machen.

Reklame

Roskosmos, Sanktionen

   Kommentare ( 1 )

Hauke Veröffentlicht: 19. Oktober 2018 19:51:48

Na vielleicht liegt es ja daran, das Russland angekündigt hat
ab April keine Astronauten mehr zu ISS zu transportieren.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 19. Oktober 2018 20:08:10

... möglich. Aber daran sieht man eben, wie lächerlich diese Sanktionen sind, die mit großem TamTam verkündet werden und dann (in vielen Fällen) klammheimlich doch wieder aufgehoben oder doch zumindest nicht praktiziert werden.

Um einen Kommentar zu schreiben müssen Sie sich registrieren oder autorisieren
Melden Sie sich an