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Zukanow sorgt weiterhin für Schlagzeilen

Do, 28 Jun 2018 ... mit deutschem Akzent


Zukanow sorgt weiterhin für Schlagzeilen

Schon zu Kaliningrader Zeiten hatte es Nikolai Zukanow verstanden, ständig in den Medien präsent zu sein. Verschiedene föderale Ratings zur medialen Präsenz zeigten ihn immer in Spitzenpositionen.

Dies setzt sich jetzt wohl fort, wo ihn der russische Präsident als seinen Beauftragten in die romantische Ural-Region versetzt hat, um dort nach dem Rechten zu schauen.

In der kurzen Zeit, wo Nikolai Nikolajewitsch Zukanow in der Präsidentenadministration tätig war, hatten sich die dortigen Vorgesetzten für ihn krampfhaft einen Verantwortungsbereich und irgendwelche Dienstpflichten ausgedacht. Und so sollte er sich mit kommunalen (munizipalen) Problemen der Regionen beschäftigen. Eine, an sich, für ihn dankbare Aufgabe, denn als ehemaliger Bürgermeister der Kaliningrader Kreisstadt Gussew kann er auf einige Erfahrungen zurückblicken.

Alle Konzepte, die er im Rahmen seiner Arbeit in der Präsidentenadministration ausarbeitete (er arbeitete rund sechs Monate dort), fanden keine Unterstützung bei seinem Vorgesetzten. Sein Vorgesetzter dort war Sergej Kirienko (Erster Stellvertreter des Leiters der Administration), einer der einflussreichsten Mitarbeiter der Präsidentenadministration und Schutzpatron des Kaliningrader Gouverneurs Anton Alichanow. Ob dieser auch einen Anteil an der Versetzung des „NNZ“ in die Provinz hat, ist nicht bekannt.

Aber kaum in seinem neuen Wirkungskreis angekommen, verkündete Zukanow, dass er im gesamten Uraler föderalen Verwaltungsbezirk die Ideen umsetzen will, die er in der Präsidentenadministration erarbeitet hatte, dort aber nicht für gut befunden wurden sind.

Es hat den Anschein, als ob mit der Umsetzung dieser Gedanken, sich Zukanow zu einem kleinen Revolutionär entwickeln will. Wie man auf den Gedanken kommen kann, Gedanken umzusetzen, die mit den Gedanken der Präsidentenadministration nicht konform gehen, bleibt wohl vielen Nichteingeweihten bisher unerschlossen.

Auf die Frage von russischen Journalisten, wie er seine Versetzung kommentiere, meinte Zukanow, das es sich um eine ehrenhafte Ernennung handle – natürlich, wer würde schon zugeben, in die Verbannung geschickt worden zu sein.

Eine der wichtigsten Aufgaben, die er sich in seiner neuen Funktion im Ural stellt, ist die Regulierung von Konflikten unter der einheimischen Elite. Gerüchte, dass bereits die Hälfte dieser Elite mit Lachkrämpfen in örtliche medizinische Einrichtungen eingeliefert worden sein soll, haben sich bisher nicht bestätigt.

Uwe Niemeier

 

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Föderalpolitiker

   Kommentare ( 1 )

ru-moto Veröffentlicht: 28. Juni 2018 09:34:35

Es gibt sie also doch noch, die erfahrenen, beliebten Politik-Clowns mit überragenden, grenzenlosen Fähigkeiten...

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 28. Juni 2018 09:38:00

... wobei Zukanow in dieser Riege hintere Positionen besetzt.

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