Neuregelungen für russische Aufenthaltsgenehmigung

Neuregelungen für russische Aufenthaltsgenehmigung
Begleittext zur Videoinformation
Der hier veröffentlichte Text ist der gesprochene Begleittext zum Video und entspricht der Qualität eines Manuskripts. Am Ende des Textes finden Sie den eigentlichen Beitrag in Form einer Videoinformation. Nur der Manuskripttext enthält nicht alle angebotenen Informationen, denn im Videobeitrag gibt es zusätzliche eingeblendete Text-, Grafik- und Fotoinformationen.

 

 

Das russische Innenministerium hat erste Überlegungen zur Vereinfachung des Erhalts einer Aufenthaltsgenehmigung veröffentlicht. Weitere Erleichterungen soll es für diejenigen geben, die bereits Inhaber einer Aufenthaltsgenehmigung sind.

Die bisherige Aufenthaltsgenehmigung hatte eine Gültigkeit von fünf Jahren. Für eine Verlängerung musste zwei Monate vor Ablauf ein Antrag gestellt werden. Die Bürokratie hierzu war nicht sehr kompliziert, aber der zeitliche Aufwand, um diesen Antrag bei der zuständigen Behörde abzugeben, ließ manchen Inhaber einer Aufenthaltsgenehmigung verzweifeln.

Bereits vor zwei Jahren wurde, um die riesigen Warteschlangen bei der Migrationsbehörde abzubauen, die Abgabe der jährlichen Meldung durch persönliches Erscheinen abgeschafft. Man kann den kleinen bürokratischen Vordruck nun per Post an die Migrationsbehörde senden.

Nun wird es wohl so kommen, dass auch die Aufenthaltsgenehmigung selber zeitlich nicht mehr begrenzt ist.

Weiterhin sollen all diejenigen von der Sprachprüfung und dem Examen zur russischen Geschichte und den gesetzlichen Grundlagen befreit werden, die enge russische Verwandte haben, die in Russland wohnen. Allerdings zählt die Ehefrau in diesem Fall nicht als Verwandte.

Antragsteller auf eine Aufenthaltsgenehmigung mussten bisher sechs Monate auf eine Entscheidung warten. Diese Frist wird auf vier Monate verkürzt.

Weiterhin wird es ein vereinfachtes Antragsverfahren für hochqualifizierte Arbeitskräfte geben. Wenn ein hochqualifizierter Ausländer mehr als sechs Monate einer offiziellen Tätigkeit in einem Beruf nachgeht, der in der Datenbank als „hochqualifiziert“ genannt wird, kann er die Aufenthaltsgenehmigung sofort erhalten, ohne den Umweg über das Zeitweilige Wohnrecht zu gehen. Bereits nach Ablauf von weiteren sechs Monaten hat er das Recht, die russische Staatsbürgerschaft zu beantragen.

Wie ein Vertreter des Innenministeriums mitteilt, werden diese Regelungen in Kürze in Kraft treten.

Kommentare ( 2 )

  • Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 25. Juli 2019 19:29 pm

    "Allerdings zählt die Ehefrau in diesem Fall nicht als Verwandte."

    Nach dem alten Spruch, Freunde kann man sich aussuchen, Verwandte nicht, ist das schon richtig. Eine Ehefrau sollte man sich sehr gründlich aussuchen, sonst kann man ziemlich reinfallen. Manche auch mehrfach.
    Andererseits, wenn man die Richtige gefunden hat, und die einen auch wirklich will und immer noch will, was will man mehr.

  • ru-moto

    Veröffentlicht: 25. Juli 2019 23:04 pm

    Da werden dann also Interessenten für den Erhalt einer Aufenthaltsgenehmigung doch wieder nur deshalb ausgegrenzt, weil sie sich entschieden haben eine russische Staatsbürgerin zu heiraten und gemeinsam in Russland leben zu wollen.

    Die russische Ehefrau zählt nicht als enge Verwandte - ja wer denn sonst?

    Die zum Ausdruck gebrachte Absicht, in Zukunft als Ehepaar gemeinsam in Russland leben zu wollen, genügt also nicht um von eventuellen künftigen Erleichterungen profitieren zu können.

    Echt "toll", wie man ausländischen Ehemänner in Russland staatlich zu diskriminieren versucht !!!

    Will man denn nur Geschäftsleute oder gar Kriminelle anstatt verheiratete Paare bevorzugen?

    Ich verstehe das ganze nicht. Wer einmal verheirate war und über einen langen Zeitraum gravierende Erfahrungen machte, wird wohl ganz genau wissen, was er will und macht!

Um zu kommentieren, müssen Sie sich registrieren oder einloggen.

Autorisierung