Plante Russland den Ausverkauf Russlands?

Plante Russland den Ausverkauf Russlands?
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Es kursieren viele Informationen in der Welt zu Dingen, die angeblich oder tatsächlich in der Zeit des beginnenden Zusammenbruchs des Sozialismus in Osteuropa und dem Zerfall der Sowjetunion geschehen sein sollen. Es geht um Gerüchte des Verkaufs von Kaliningrad an Deutschland, aber auch um Gebietsverkäufe an Finnland und Japan.

Ein deutsches Sprichwort sagt: „Wo Rauch ist, da ist auch Feuer.“ Und so muss man sich nicht wundern, dass sich bis heute standhaft das Gerücht hält, dass Gorbatschow der Regierung der Bundesrepublik Deutschland das Kaliningrader Gebiet zum Kauf angeboten haben soll. Vereinzelte Stimmen behaupten auch, dass Jelzin derartige Angebote wiederholt habe.

Nun meldete sich der ehemalige Staatssekretär unter Boris Jelzin, Genadi Burbulis zu Wort, der den gesamten politischen Prozess zur damaligen Zeit an vorderster Front begleitet hatte. Liest man seine Darlegungen, wird schnell klar, dass auch ein zweites deutsches Sprichwort seine Richtigkeit hat: „Aus einer Mücke einen Elefanten machen“ und er bestätigt mit seinen Darlegungen, dass die sogenannte „Stille Post“, wenn sie denn lang genug unterwegs ist, letztendlich völlig anders ankommt, als sie abgeschickt wurde.

Der Staatssekretär informierte, dass die sowjetische bzw. russische Führung niemals die Absicht hatte, irgendwelche Gebiete an irgendwelche Drittstaaten zu übergeben.

Eines der Gerüchte über den Verkauf von Gebieten, betrifft Karelien. Die sowjetische Republik sollte für 15 Milliarden Dollar an Finnland verkauft werden. Dies meldete sogar aktuell am 21. Juli dieses Jahres die finnische Zeitung „Helsingin Sanoma“, die sich wiederum auf den damaligen stellvertretenden Außenminister Russlands Andrej Fjodorow berief. Dieser hatte geäußert, dass dieses Thema hinter verschlossenen Türen besprochen worden war.

Weiterhin, so der ex-stellvertretende Außenminister, habe die Regierung eine Liste all der Regionen und Städte vorbereitet, deren Probleme man mit ausländischer Hilfe lösen wollte. Auf dieser Liste standen Karelien, die Kurilen, das Kaliningrader Gebiet und der Kreis Pytalowsk im Gebiet Pskow.

Der Gedanke zum Verkauf von Karelien an Finnland soll wegen Geldmangels aufgetaucht sein, wurde aber bereits 1994 von der russischen Regierung wieder von der Tagesordnung gestrichen – meint der ehemalige stellvertretende Außenminister.

Der Generaldirektor des Russischen Rates für internationale Angelegenheiten Andrej Kortunow kommentierte, dass Fjodorow einen etwas schwierigen Charakter habe und, wenn dieses Thema überhaupt besprochen worden war, dann höchstens als reines Arbeitsthema ohne wirkliche ernsthafte Absichten. Es gab niemals offizielle ernsthafte Absichten – so sein Kommentar.

Gerüchte über den Verkauf von Karelien figurieren in der finnischen Presse seit 2007. Man kommentierte, dass die finnische Regierung den Kauf abgelehnt habe, da der Aufbau dieser Region die finnischen Möglichkeiten und die Möglichkeiten der finnischen Wirtschaft überfordern würden.

 

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