Russische Arbeitnehmer können ihren Arbeitgeber für Bankrott erklären lassen

Russische Arbeitnehmer können ihren Arbeitgeber für Bankrott erklären lassen

Das russische Ministerium für Arbeit und Soziales informiert, dass nach den neuesten gesetzlichen Regelungen betroffene Arbeitnehmer sich zusammenschließen und bei Gericht den Antrag auf Bankrotterklärung ihres Arbeitgebers stellen können.

Die Voraussetzung hierfür ist, dass der Arbeitgeber mehr als drei Monate seinen Mitarbeitern die Gehaltszahlungen schuldig geblieben ist.

Das neue Gesetz, welches 90 Tage nach seiner Veröffentlichung in Kraft tritt, legt auch die Reihenfolge der Bezahlung von Forderungen an die bankrotte Firma fest. Die Auszahlung von Gehältern und Abfindungen gehört in die zweite Kategorie, nach der Begleichung von staatlichen Forderungen (Steuern, Sozialleistungen).

Die russische Statistikbehörde informierte, dass mit Stand 1. Juni 2015 die russischen Arbeitgeber 76.000 Mitarbeitern Gehaltszahlungen im Umfang von 3,3 Mrd. Rubel schulden. Die Mehrzahl der Firmen, die Mitarbeitern Gehalt schulden, befindet sich bereits im Bankrottverfahren. 

40 Prozent aller Bankrotte betrifft die verarbeitende Industrie, 29 Prozent das Bauwesen, 9 Prozent den Transport, 7 Prozent sind landwirtschaftliche Betriebe, 6 Prozent der Firmen beschäftigt sich mit Förderung von Bodenschätzen, 4 Prozent sind Energieerzeuger und drei Prozent sind wissenschaftliche Einrichtungen.

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