Deutsche in der Krise. Deutsche in Kaliningrad. Teil II.

Deutsche in der Krise. Deutsche in Kaliningrad. Teil II.

 

Am 22. April 2020 veröffentlichten wir einen Beitrag unter o.g. Überschrift. Nun hat sich der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow zu diesem Vorfall mit den Worten geäußert: „Mit solchen Leuten unterhalte ich mich nicht.“

 

 

Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow erklärte, dass der Geschäftsführer des Unternehmens „TUP-Kaliningrad“, bekannt auch als Firma „Grammer“, Eduard Schanz seine Mitarbeiter in eine Lage gebracht habe, die durch das Strafgesetzbuch geahndet wird. Anscheinend hat Schanz seine Mitarbeiter aufgefordert, eine derartige Protestaktion ohne offizielle Genehmigung, an der geschätzte 70 Mitarbeiter teilnahmen, am 20. April durchzuführen.

Der Gouverneur informierte, dass man in der Gebietsregierung versucht habe, die beiden deutschen Seiten zueinander zu bringen, aber das Gespräch gestaltete sich ziemlich schwierig. Der Gouverneur informierte, dass Schanz ihm eine Stunde vor Beginn dieses Meetings eine Information hat zukommen lassen … Mit solchen Leuten unterhalte ich mich nicht, ergänzte Alichanow. So darf man nicht handeln. Er hat seine Mitarbeiter in eine strafrechtliche Situation gebracht. Und als man sich dann in der Regierung mit der Angelegenheit beschäftigt hat, habe man festgestellt, dass nicht die Mitarbeiter schuld sind, sondern die Geschäftsführungen der beteiligten Firmen. Der ganze Vorfall hat mit dem Corona-Virus überhaupt nichts zu tun – kommentierte Alichanow.

Der Kaliningrader Gouverneur zeigte sich darüber informiert, dass man dem Unternehmen deshalb den Strom abgeschaltet habe, weil das Unternehmen andere an einer Arbeit gehindert habe, in dem man zusätzliche Elektroheizgeräte in den Produktionsräumen aufgestellt und dies zu einer schwierigen Situation in der Versorgung des Gesamtobjektes geführt habe.

Eduard Schanz informierte jedoch, dass der Strom deshalb abgeschaltet worden ist, weil er nicht rechtzeitig die Miete bezahlt habe.

Es bleibt also der bittere Beigeschmack, dass zwei deutsche Unternehmen in Kaliningrad keine gemeinsame Sprache gefunden haben und Leidtragende russische Frauen und Mütter sind, die sich nun strafbar gemacht haben und nur darauf hoffen können, dass der Staatsanwalt, dessen Stuhl gegenwärtig temporär nicht besetzt ist, Großzügigkeit walten lässt.

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