Kaliningrad-Domizil

Informationsagentur
+7 (4012) 32-65-32

Erklärung zu den Beziehungen zu Russland vom 29.März 2018

Mo, 02 Apr 2018 Deutsche und Deutsches


Erklärung zu den Beziehungen zu Russland vom 29.März 2018

Diese Erklärung wurde nach ausführlicher Diskussion mit den vertretenen Vorständen der Unterzeichnerorganisationen und Vereine einstimmig gebilligt.
Die Zivilgesellschaft darf in der gegenwärtigen Situation nicht sprachlos bleiben, sondern muss zur Besonnenheit im Interesse eines friedlichen Miteinanders unserer Völker aufrufen.

 

Erklärung zu den Beziehungen zu Russland vom 29.März 2018
 
Die jüngsten politischen Entscheidungen der deutschen Bundesregierung und der EU  zu Russland zwingen uns, als VertreterInnen von zivilgesellschaftlichen Vereinen Deutschlands,die sich seit vielen Jahren der Versöhnung und Verständigung zwischen unseren Völkern
verpflichtet fühlen, das Vorgehen kritisch zu hinterfragen und auf eine Veränderung zu drängen!
 
Dabei wissen wir uns eins mit vielen Bürgerinnen und Bürgern unseres Landes, die diesepolitischen Aktivitäten für gefährlich, unangemessen und leichtfertig halten.
 
Statt mit Russland auf allen Ebenen friedliche und gut nachbarschaftliche Beziehungen zu gestalten - wir befinden uns z.B. im besonderen Jahr der Regionalen und Kommunalen Partnerschaften 2017/2018 - wird offensichtlich eine Verschlechterung der Deutsch-Russischen Beziehungen billigend in Kauf genommen.
 
Wir treten dafür ein, politische Probleme zwischen den Staaten müssen im 21. Jahrhundert in vernünftiger Art und Weise, im Dialog in Achtung voreinander  gelöst werden. Schluss mit der Stimmungsmache, von wem auch immer vorgetragen.
 
Unsere langjährigen Erfahrungen in Russland bestärken uns in der Auffassung, dass viele Menschen dort aufgeschlossen und konstruktiv kritisch zugleich unseren Wertvorstellungen von Recht und Freiheit, von Kultur und dem politischen System gegenüberstehen....
 
Das Programm „Östliche Partnerschaft und Russland“ des Auswärtigen Amtes, getragen von vielen ehrenamtlichen Vereinen, hat in den vergangenen Jahren zu nachhaltig positiven Resultaten auch in den Partnerschaftsbeziehungen mit den Menschen der Russischen
Föderation geführt. Soll das alles umsonst gewesen sein?
 
Warum lassen wir zu, dass bei den Menschen aller Generationen in Russland ein Gefühl entsteht, dass der Westen und die NATO, wieder ihr Land bedrohen?
 
Welche Lehren haben wir Deutschen aus dem 22.Juni 1941 wirklich gezogen?
 
Noch heute wirkt der heimtückische Überfall Hitlerdeutschlands auf die Sowjetunion, mehr denn je, wie ein Trauma in allen Bereichen der Russischen Zivilgesellschaft fort. Ist das nicht bekannt?
 
Richard von Weizsäckers eindringliche Bitte an die junge Generation, vorgetragen am 8.Mai1985 zum "Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus“, war, ist und bleibt die alternativlose Grundlage deutscher und europäischer Politik:
 
„Lassen Sie sich nicht hineintreiben in Feindschaft und Hass gegen andere Menschen, gegen Russen oder Amerikaner, gegen Juden oder Türken, gegen Alternative oder Konservative, gegen Schwarz oder Weiß.“
 
Wir, die  VertreterInnen von zivilgesellschaftlichen Vereinen und Verbänden in Deutschland mit aktiven Partnerschaften handeln danach und fordern dieses auch von den politisch Verantwortlichen in Russland und Deutschland ein!
 
 
 
Декларация о взаимоотношениях с Россией от 29 марта 2018 года
 
Последние политические решения правительства Германии и ЕС по отношению к России заставляют нас, представителей гражданских общественных организаций Германии, которые в течение многих лет способствовали примирению  и 
взаимопониманию между нашими народами, критически оспаривать этот процесс,  и мы настоятельно призываем  к переменам!
 
При этом мы лично знакомы с немалым количеством граждан нашей страны, которые считают эту политическую деятельность опасной, неуместной и легкомысленной.
 
Вместо того чтобы  устанавливать  дружественные  и добрососедские отношения  с Россией во всех областях – так, например, мы проводим в 2017/2018 гг. перекрестный российско-германский Год регионально-муниципального партнерства – идут на явное
ухудшение германо-российских отношений.
 
Мы выступаем за то, чтобы в 21 веке политические проблемы между государствами решались мирным путем, с помощью диалога и при взаимном уважении друг друга.Покончим с пропагандой, вне зависимости от того, кем она проводится.
 
Наш многолетний опыт в России укрепляет нашу веру в то, что многие люди в России открыто, конструктивно и одновременно критически воспринимают наши ценности в отношении закона, свободы, культуры и политической системы.
 
Программа «Восточное партнерство и Россия» министерства иностранных дел,поддержанная многими добровольными организациями, в последние годы привела к долгосрочным позитивным результатам в партнерских отношениях с народами
Российской Федерации. Неужели это все было напрасно?
 
Почему мы допускаем возникновения у людей всех поколений в России чувства, что Запад и НАТО снова угрожают их стране? Какие уроки извлекли мы, немцы, из 22 июня 1941го года? Сегодня по-прежнему сказывается вероломное нападение Гитлеровской Германии на Советский Союз, более чем когда-либо, как травма во всех областях российского гражданского общества. Разве это незнакомо?
 
Настоятельная просьба к молодому поколению Рихарда фон Вайцзеккера, представленная 8-го мая 1985-го года к годовщине капитуляции Германии во второй мировой войне, была, есть и остаётся безальтернативной основой немецкой и европейской политики:
 
«Не загоняйте себя в рамки вражды и ненависти по отношению к другим народам, по отношению к русским или американцам, евреям или туркам, к либералам или консерваторам, к черным или белым».
 
Мы, представители  общественных организаций и ассоциаций  Германии, нашим активных сотрудничеством способствуем  этому и  требуем  того же от всех ответственных лиц  как в России так  и в Германии!

Подписи:

Госп. д-р Мартин Куммер    Германо-российское общество дружбы в Тюрингии 
Гос-жа, проф. Барбара Лахейн     Общество германо-российских отношений Эссен 
подписал: г-н Хельмут Хинрикс     Компания Германия - Дагестан / Олденбург/
подписал: Г-н Герхард Лайер     Германо-российское общество Эттлинген э.В.
подписал: г-н Фридхельм Бидербек    Ассоциация родительского совета  «Диалог» Эмден - Архангельск 
подписал: Г-н Кирилл Печ     Берлинские друзья России 
подписал: г-н Фридхельм Шульц Круг друзей Тула Виллинген-Швеннинген  
подписал: д-р. Хайнц Веммайер.     Германо-российское общество Виттенберг 
подписал: проф. д-р мед. Христианский Хольц Общество Денкендорф - Красная Пресня Москва 
Reklame

Deutsches, Gesellschaft, Russland

   Kommentare ( 6 )

Günter Guttsche Veröffentlicht: 2. April 2018 11:50:24

Zur Ergänzung. Bei dieser Erklärung handelt es sich um den gemeinsamen Standpunkt von bundesdeutschen zivilgesellschaftlichen Vereinen und Verbänden, die es nicht hinnehmen, dass die Spirale der Eskalation in Bezug auf die Politik gegenüber Russland erneut durch die Regierung der Bundesrepublik und weitere europäischer Staaten in nicht mehr berechenbare Höhe geschraubt wird.
Wir nehmen eine solche Entwicklung nicht mehr hin und beharren auf einer politischen und diplomatischen Lösung, die kriegerische Pläne zunichte macht.
Diese Erklärung wurde der Bundeskanzlerin Merkel, dem Aussenminister Maas, allen Fraktionsvorsitzenden der Bundestagsparteien zugesandt. Vielsagend ist, dass es bisher darauf keine Reaktionen gab. Auch die deutschen Leitmedien und die Nachrichtenagentur dpa haben diese Meldung unter den Tisch gekehrt. Ein Schelm, der....

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 2. April 2018 12:46:06

... nun, wir gehören nicht zu den Lei"d"-Medien ... deshalb bieten wir gerne die Möglichkeit einer Veröffentlichung derartiger sachlicher Erklärungen.

Rudolf Werner Veröffentlicht: 2. April 2018 13:41:30

Dem kann man nur zustimmen.
Ich möchte hier einmal eine grundsätzliche Frage aufwerfen und hoffe auf eine rege Diskussionen.
Hintergrund sind einerseits das erstarken populistischer Bewegungen und Parteien.
Für mich steht Deutschland heute in der Historie der Weimarer Republik nur auf einem neuen höheren Niveau. Die NSDAP wird ja heute nirgends klar in ihrer Entstehungsgeschichte (besonders der finanzielle Hintergrund) dargestellt. Ohne den Finanziellen Zuschuß aus der Großindustrie und da nicht nur derer Deutschlands wäre es aus meiner Sicht nicht möglich gewesen das sie zu solcher Stärke heranwuchs. Wenn man dann noch den Aspekt des ewigen Querfeuers des britischen Empire zu den Verbindungen Russlands seit der Zarenzeit und Deutschlands Kaiserreichs und auch davor einbezieht, kann man dann auf heutige Ereignisse entsprechende Rückschlüsse ziehen?
Ich hoffe ich konnte meine Gedankenwirwarr einnigermaßen darstellen und hoffe auf Antworten.DANKE in voraus

boromeus Veröffentlicht: 2. April 2018 19:35:26

Steht auf gegen Bestrebungen Derer ,die glauben eine militärische Lösung durchsetzen zu müssen und zwar mit allen Mitteln.Unter dieser Premisse scheint die Antwort ob wir aus den Ereignissen von 1941 nicht gelerrnt haben, scheinbar heute Nein heissen muss.Ich kann mir persönlich nicht vorstellen,dass die jetzigen, einseitigen Beschuldigungen und Aktionen beim Grossteil der Deutschen auf Verständnis stösst.Beide Völker verbindet in den letzen 200 Jahren mehr, als uns mit Nationen ,die gerade mal 200 Jahre Existenz vorweisen können. Bei Besuchen in den letzten 6 Tagen in Sozialeinrichtungen im Oblast, ist eines sehr deutlich geworden.Eine grosse Zahl Menschen ,Einheimische und Deutsche gemeinsam,sorgen dafür, das Menschen, denen es nicht so gut geht, Hilfe und Unterstützung bekommen .Und in diesem Sinne ist es besser über Grenzen und Nationalitäten hinweg Brücken zu bauen ,anstatt die Welt in Brand zu setzen.Wir brauchen Russland in Europa.Traurig ,dass man das nicht kapieren will..

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 3. April 2018 03:00:04

Rudolf Werner
Veröffentlicht: 2. April 2018 13:41:30
"Dem kann man nur zustimmen."
In der Kürze gut formuliert. Ich habe es verstanden und kann Ihnen zustimmen. Danke!

boromeus
Veröffentlicht: 2. April 2018 19:35:26
"Und in diesem Sinne ist es besser über Grenzen und Nationalitäten hinweg Brücken zu bauen ,anstatt die Welt in Brand zu setzen."
Es sind immer noch die gleichen Imperialisten vom gleichen Schlag. Und wenn man mal genau dahinter schaut, dann schaudert es einen, daß ausgerechnet diese Leute, wie Soros, Henry Kissinger, Rothschild usw. hinter den vielen Toten und den vielen Brandherden stehen.
Es geht um die NWO (Neue Weltordnung), die die US-Administration anstrebt und meint, daß die Nation der USA (was soll das sein), dazu auswählt sei, diese Welt zu beherrschen und zu führen. Fügt sich wer diesem Anspruch nicht, dann, so Obama, wird ihm eben etwas der Arm umgedreht, wie bei den "freiwillig" beigetretenen Sanktionen gegen die RF einiger EU-Länder.

Günter Guttsche Veröffentlicht: 3. April 2018 09:51:18

@Радебергер Radeberger
...und nicht nur unter Obama, sondern auch unter Trump und Konsorten wird heutzutage sichtbar , dass freundschaftliche und gutnachbarschaftliche Politik für den Westen die schlimmste Bedrohung überhaupt zu sein scheint, weil zum Westen nur der gehören kann, dem man "vorher die Knochen gebrochen hatte“.
Doch diese Rechnung wird so meine ich nicht aufgehen, weil diese Denkweise überholt ist und auf den Müllhaufen der Geschichte gehört. Dem Westen geht es doch nur gut, weil andernorts gemordet und zerstört wird. Rüstungsausgaben dienen eben nicht der Verteidigung. Und die NATO ist eben doch ein Kriegsbündnis. Und die „Freie Marktwirtschaft“ ist eben auch Kapitalismus/Imperialismus.

boromeus Veröffentlicht: 3. April 2018 15:38:52

@Rudolf Werner
Danke Herr Werner für den Hinweis.Für den einen oder anderen "Wissenden".Nicht umsonst redet man vom Deep State.Ich stecke selber sehr gut im Thema,dass aber auf diesem Blog hier nichts zu suchen hat.Mir geht um die Menschen im Oblast.Ich selber habe hier schon ein paar kleine "Katastrophen" erlebt ,aus denen mich wildfremde Einheimische herausgeholt haben.Will nicht sagen,dass es das in der B.R.D. nicht mehr gibt.Man muss sicher lange suchen.Wer aber schon einmal im Oblast Kinderheime,Krankenhäuser und manche Sozialeinrichtungen besucht und verglichen hat,der wird feststellen ,dass wir in Germanii auf einem sehr hohen Niveau jammern,weil es uns ja so schlecht geht.....Manche Menschen haben es nicht so gut wie wir.Und die sind verdammt dankbar für jede Hilfe....

Um einen Kommentar zu schreiben müssen Sie sich registrieren oder autorisieren
Melden Sie sich an