Es war ein unvergessliches Erlebnis

Es war  ein unvergessliches Erlebnis

In August 2015 habe ich die Ferienfreizeit in Kulikowo besucht. Ausgestattet mit zwei Koffern, einer Reisetasche und einem Rucksack begann ich meine Fahrt in Kiel.

Der Empfang im Ferienlager war überwältigend. Ich wurde empfangen wie ein Familienmitglied. Die Kinder hatten ein Willkommensplakat erstellt, Blumen gepflückt, es wurde getanzt und gesungen. Es hat mich sehr berührt. Wir haben in diesen Tagen zusammen gegessen, gesungen, gespielt. Wieder gab es eine Schatzsuche, das Wort war Fahnenstange. Es gab für jedes Kind ein Badehandtuch, Schals oder Loops für die Mädchen, Schlüsselanhänger von Audi – auf der Kieler Woche abgestaubt – für die Jungen. Abends habe ich Märchen vorgelesen und Fragen beantwortet, von der Ostseebrücke und den Grazer HochschülerInnen erzählt.

Auch von meinem  kleinen grünen Schwein habe ich erzählt und dass wir uns dadurch an diesen  schönen Sachen erfreuen können.  Die Kinder waren so zufrieden und glücklich. Dies entschädigt den Aufwand und die Verhältnisse, bei denen es mitunter kein Wasser, keinen Strom oder Gas zum Kochen gab.

Durch die überaus großzügige Spende der Grazer HochschülerInnen war das Budget für uns wie im Schlaraffenland. So konnten wir auch einen Bus mieten der uns mit allen Kindern – 43 an der Zahl – auf die Kurische Nehrung fuhr. Wir haben uns mit Proviant eingedeckt: Brötchen, Getränken, einer Kiste Bananen usw. So gut gerüstet konnte es losgehen.

Wir waren zuerst in der Vogelwarte Rossitten. Dort stand uns ein toller Vogelkundler zur Seite. Die Kinder hingen an seinen Lippen und konnten gar nicht genug hören. Dann ging es zum Tanzenden Wald und danach auf die Efa-Düne mit einem herrlichen Ausblick auf die Dünenwelt, das Haff, die See und die litauische Grenze. Vor Beginn der Rückfahrt gab es dann noch für jedes Kind ein Eis. Auf der Hinfahrt zur Nehrung waren die Kinder schon leise, obwohl auch sehr aufgeregt, genauso wie ich. Denn keiner von ihnen hatte eine derart schöne Reise schon einmal unternehmen dürfen.

Zum Abschiedsabend gab es noch eine extra für mich gebackene Torte und liebe Worte. Ich habe mich dann dafür ausgesprochen, dass die Freizeit auch im nächsten Jahr, wenn möglich, wieder stattfinden soll. Alle freuen sich schon darauf. Beim Abschied am nächsten Morgen habe erst ich geweint und dann wir alle. Die Herzlichkeit, auch der 16- bis 17-jährigen Jungen, die einen in den Arm nehmen und durch die Luft fliegen lassen, ist unbeschreiblich. Ich hoffe sehr auf weitere Unterstützung für die Zukunft und sage noch einmal vielen Dank.                  

Barbara Lamb,           
Ostseebrücke e. V.
 
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