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Es war einmal … eine deutsch-russische Liebe im sowjetischen Tilsit

Do, 11 Okt 2018 Deutsche und Deutsches


Es war einmal … eine deutsch-russische Liebe im sowjetischen Tilsit
Begleittext zur Videoinformation
Der hier veröffentlichte Text ist der gesprochene Begleittext zum Video und entspricht der Qualität eines Manuskripts. Am Ende des Textes finden Sie den eigentlichen Beitrag in Form einer Videoinformation.

 

Es war einmal eine deutsche Touristin. Sie hieß Hedda Steinmetz und kam aus Köln. Am 2. September dieses Jahres besuchte sie das Museum für Stadtgeschichte in Sowjetsk, dem ehemaligen deutschen Tilsit.

Auf dem Weg vom Hotel „Rossija“ bis zum Museum wurde sie von einem, in der Stadt allgemein bekannten, schwarzen, herren- bzw. frauenlosen Hund begleitet. Während des gesamten Aufenthaltes der deutschen Touristin, wich der Hund nicht von ihrer Seite.

Dann reiste die Deutsche wieder nach Deutschland ab.

Einige Wochen später schrieb Hedda Steinmetz dem Museum einen Brief und bat, diesen Hund ausfindig zu machen. Sie möchte ihn adoptieren und nach Deutschland bringen.

Die Mitarbeiter des Museums suchten, gemeinsam mit der Tierschutz-Organisation „Recht auf Leben“, den Hund, fanden ihn und nahmen ihn in ihre Obhut. Er befindet sich gegenwärtig in der Tierstation, wird untersucht, erhält alle notwendigen Impfungen und es werden die notwendigen Papiere für die „Migration“ des Hundes nach Deutschland vorbereitet.

Wenn der Hund in Deutschland angekommen ist, soll er einen neuen Namen erhalten. Frauchen teilte mit, dass er „Tilsit“ heißen wird.

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Alltägliches, Deutsches

   Kommentare ( 5 )

boromeus Veröffentlicht: 11. Oktober 2018 19:11:49

Nun sag noch einer ,dass es nicht möglich ist ,dass ein russisches und ein deutsches Herz zueinander finden kann.Ich werde heute Abend meinen "Kackbratzen"(liebevolle Bezeichnung für meine beiden vierbeinigen Felldamen )diese Geschichte mit Happy End vorlesen..Ach wie herzig .Danke dafür.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 11. Oktober 2018 19:28:28

... als ehemaliger Besitzer einer sehr treuen und klugen Vierbeinerin, liegen mir solche Geschichten immer besonders am Herzen.

boromeus Veröffentlicht: 11. Oktober 2018 20:45:05

Ein Leben ohne Hund ist möglich ,aber sinnlos.Sie spüren genau, ob du schlecht drauf bist .Und...sie freuen sich auch dann noch, wenn du Abend besoffen nach Hause kommst.Da steht die"Cheffin"schon mit 'nem Nudelholz an der Tür.Mila eine spanische Galga,elegant und windschnell ,aber sehr empfindlich .Reicht schon ein lautes Wort und schwupp beleidigt.Und Rika unser BGS ,bayrischer Gebirgsschweisshund ,als Fährtenhund.Typischer Bayer.Gemütlich und mag auch gerne einen(Leckerschen).Berühmte Vorfahren wurden dereinst in Nassawen,dem heutigen Lesistoe auf ihre jagdliche Fähigkeit ausgebildet und geprüft.

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 12. Oktober 2018 01:48:11

Nun ja, Uwe Erichowitsch, wenn man im heutigen Trend vom Familienmitglied Hündin als von einem Besitzer derselben spricht, bin ich der Meinung, daß Sie wohl noch nicht den geballten Protest der menschlichen Hundepartner erlebt haben. Diese vierbeinigen Familienmitglieder oder manchmal sogar mehr, fordern doch durch ihre zweibeinigen Partner, manchmal auch weniger, daß sie nicht - allein - in diesem Haushalt als Vierbeiner vertreten sind, sondern mindestens zu zweit. Der Trend geht aber zu mehreren dann jedoch bestimmenden Vierbeinern. Ich wollte es einfach nicht glauben, ist aber wahr, zu diesem einem zwei-Menschen-Haushalt gehörten fünf (!) reinrassige Dorfrauf-Dorfrunter- Schäferhundähnliche Vierbeiner. Der Trend ist zunehmend.
Dieses zweibeinige weibliche Haushaltsmitglied so um die vierzig war auf die Gnade der Vierbeiner angewiesen, daß diese das dralle menschliche Weibchen nicht bis auf die Knochen blamierte - und alle in eine andere Richtung davon rannten.

Herr Hoffmann Veröffentlicht: 12. Oktober 2018 09:30:44

stelle mir gerade vor, wie Frauchen in der Stadt steht und laut "Tilsit(er), komm her!" ruft.
Einige werden sich wohl erstaunt rumdrehen und einen laufenden Käse erwarten ...

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 12. Oktober 2018 10:31:08

... nun, man kann noch weiterdenken - z.B. bei dem Befehl "Tilsit, Platz".

Herr Hoffmann Veröffentlicht: 12. Oktober 2018 10:51:36

... oder hätte sie ihn lieber "Sowetsk" nennen sollen?
"Sowetsk - fass !"
Nee - dann doch lieber Tilsit...

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