Original des KANT-Denkmals in Kaliningrad entdeckt?

Original des KANT-Denkmals in Kaliningrad entdeckt?

Unter dem Führungsbunker von General Laasch befindet sich ein Geheimlager. Bisherige Untersuchungen zeigen, dass sich dort auch Figuren befinden.

Der Führungsbunker des letzten Kommandanten der Festung Königsberg General Laasch befindet sich in der Universitätsstraße. Wie bereits berichtet, wurde unter diesem Bunker ein geheimes Lager entdeckt, welches das verschwundene Originaldenkmal von Immanuel Kant enthalten soll. Darüber informierte der Historiker Sergej Trifonow, der eine Suchgruppe leitet, die in den letzten fünf Jahren geologische Forschungen im diesem Bereich durchgeführt hat.

Eine der Untersuchungen zeigte ganz deutlich die Umrisse einer Skulptur in der Erde – so Trifonow. Er ist davon überzeugt, dass es sich hierbei um das verschollene Denkmal des Autors Christian Daniel Rauch handelt. Die Größe des gefundenen Objektes stimmt mit den Maßen des KANT-Denkmals überein. Bereits vor sieben Monaten sind in der Nähe der jetzigen Untersuchungen Platten gefunden wurden, die zweifelsfrei vom KANT-Denkmal stammen.

„Meine Version ist folgende: als Otto von Laasch den Platz für seinen Führungsbunker aussuchte, musste er das KANT-Denkmal wegnehmen. Dann hat er den Bunker im Verlaufe von 41 Tagen bauen lassen. Er wusste, dass die Russen die Universität nicht beschießen würden und somit war auch sein Bunker kein Ziel für einen Beschuss“, - so der Historiker.

Jetzt besteht die Aufgabe, den Wanddurchbruch durchzuführen und die wertvolle Skulptur zu bergen.

Die Bronzeskulptur von KANT wurde 1857 in Berlin hergestellt, nach einem Entwurf von Christian Daniel Rauch. 1864 wurde das Denkmal in der Prinzessinnenstraße (im Bereich des jetzigen Leninski-Prospekt, in der Nähe des Hotels „Kaliningrad“) aufgestellt. Die Skulptur verschwand spurlos während des Zweiten Weltkrieges. Im Jahre 1992 wurde eine Kopie des Denkmals erstellt und gegenüber dem Gebäude der heutigen KANT-Universität aufgestellt, in unmittelbarer Nähe zum Bunker von General Laasch.

Ende 2014 entdeckte der Historiker Sergej Trifonow in einer Tiefe von fünf Metern große rechteckige Gegenstände und vermutet, dass es sich hierbei um Kisten mit dem Gold der Dresdner Bank handelt.

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