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Personalveränderungen in Deutschlands größter Auslandsvertretung

Di, 25 Jun 2019 Deutsche und Deutsches


Personalveränderungen in Deutschlands größter Auslandsvertretung
Begleittext zur Videoinformation
Der hier veröffentlichte Text ist der gesprochene Begleittext zum Video und entspricht der Qualität eines Manuskripts. Am Ende des Textes finden Sie den eigentlichen Beitrag in Form einer Videoinformation. Nur der Manuskripttext enthält nicht alle angebotenen Informationen, denn im Videobeitrag gibt es zusätzliche eingeblendete Text-, Grafik- und Fotoinformationen.

 

 

Glaubt man dem Internet, so hat Deutschland die größte Auslandsvertretung nicht in den USA, sondern in Russland. Neben der Botschaft gibt es vier Generalkonsulate und zwei Honorarkonsuls. Regelmäßig, alle drei bis fünf Jahre, gibt es Personalwechsel. Jetzt geht ein Ex-Vize-BND-Direktor und es kommt ein Ex-Vize-BND-Direktor nach Moskau.

Ein richtiges Geheimnis war es schon seit Anfang des Jahres nicht mehr, denn deutsche Medien berichteten bereits über den „… neuen Mann von Merkel in Moskau“: Es ist Geza Andreas von Geyr, Jahrgang 1962.

Der designierte Botschafter ist hochqualifiziert und wohl eine begehrte Personalie in den verschiedensten Führungsetagen, Ministerien und Strukturen der deutschen Regierung. Als herausragende Funktion muss man wohl seine Tätigkeit als Stellvertretender Chef des BND in den Jahren 2010-2014 bezeichnen. Danach wechselte er ins Verteidigungsministerium als Leiter der politischen Abteilung. Deutsche Medien schreiben, dass er der Schatten der Verteidigungsministerin war.

Beschäftigt man sich ein wenig mit der Arbeit des deutschen Auswärtigen Amtes weiß man, dass zweimal jährlich weltweit ein Personalwechsel stattfindet. Irgendwo in den Korridoren werden Listen ausgehangen mit freiwerdenden Dienstposten und man kann, nach dem Motto „Wünsch dir was“ seinen Namen hinter den Standort setzen, wo man gerne hinmöchte. Ein Diplomat kommentierte, dass nicht immer alle Wünsche in Erfüllung gehen.

Was den neuen deutschen Botschafter anbelangt, so soll, wie man so liest, nur sein Name hinter „Einsatzort Moskau“ gestanden sein. Außer ihm gab es keine weiteren Bewerber. Moskau ist zwar attraktiv, aber wohl gegenwärtig kein einfacher Einsatzort. Und ob von Geyr seinen Namen freiwillig dort hingesetzt hat oder man ihn unaufdringlich gebeten hat, geht aus den diversen Informationen auch nicht hervor. Vermutlich wird er – verfolgt man seinen Lebenlauf – auch über keine Russischkenntnisse verfügen. Ein kleiner Grundwortschatz, z.B. „Danke“ und „Bitte“ werden ihm das Leben und Arbeiten im größten Land der Erde wesentlich erleichtern.

In Norwegen erhielt er 2007 den Verdienstorden, Ritter der Ehrenlegion wurde er im Jahre 2010. Hoffen wir, dass, wenn von Geyr, vermutlich im Jahre 2024, dem Jahr, wo es wieder Präsidentenwahlen in Russland gibt, das Land verlässt, auch Russland Grund hat, dem Botschafter nicht diplomatischen, sondern ehrlichen Dank zu sagen für die erfolgreiche Arbeit zur Wiederherstellung normaler, gegenseitig vorteilhafter Beziehungen zwischen beiden Ländern.

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   Kommentare ( 2 )

boromeus Veröffentlicht: 25. Juni 2019 15:40:31

"Hoffen wir, dass, wenn von Geyr, vermutlich im Jahre 2024, dem Jahr, wo es wieder Präsidentenwahlen in Russland gibt, das Land verlässt, auch Russland Grund hat, dem Botschafter nicht diplomatischen, sondern ehrlichen Dank zu sagen für die erfolgreiche Arbeit zur Wiederherstellung normaler, gegenseitig vorteilhafter Beziehungen zwischen beiden Ländern."
In der Tat ,das waere ein wirklich erfreulich positives Wirken des Mannes,wenn wieder Normalität und Vertrauen in die Beziehung beider Völker kommen würde,das durch welche Kräfte auch immer, zu dem Negativum gemacht wurde ,was es heute darstellt.Alle würden davon provitieren.

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 26. Juni 2019 02:58:55

Wer im Ö/R Fernsehen der Mister Tagesthemen in der BRD werden will, der muß, ob er will oder nict, eine mehrjährige Reife- und Prüfungszeit bezüglich der transatlantischen Treue ablegen. Erst dann ist er auch nach dieser Prüfung für weitere höhere aufgaben in den Medien geeignet.
Und im Regierungsbereich was die Verteidigung, Sicherheit und Diplomatie der BRD angeht, gehört der diplomatische Posten im militärischen und politischen Feindesland Rußland sozusagen als Reifezeit dieser "Kaderreserve" dazu.
Da lassen sich die Besatzer auch gar nicht reinreden. Selbst die Ernennung eines Bundeswehroffiziers zum dienstgrad Major und aufwärts bedarf der Bestätigung des US-Oberkommandieren für Europa.
Welche Bedeutung man von US-Seite auf diesen Posten in Moskau legt, zeigt doch schon, daß wieder ein "Ex"-Spion des BND zur Führung der russischen inländischen Spione aber auch der russischen von ausländischen Quellen finanzierten Opposition geschickt wurde.

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