Portalumfrage "Deutsches Generalkonsulat Kaliningrad"

Portalumfrage "Deutsches Generalkonsulat Kaliningrad"

Jeden Monat startet unsere Informationsagentur eine neue Umfrage und hofft auf rege Beteiligung durch die Nutzer unseres kostenlosen Informationsportals. Im Monat Dezember stellten wir die Frage:

Ist Ihnen bekannt, das Kaliningrad ein deutsches Generalkonsulat hat?

Insgesamt haben an unserer Umfrage 127 Portalnutzer teilgenommen – leider wieder nur ein kleiner Bruchteil derer, die Konsumenten all unserer zur Verfügung gestellten Informationen im Dezember waren. Der größte Teil unserer Portalnutzer hat den unkomplizierten „Klick“ auf das Umfragefeld, mit der doch recht einfachen Frage, nicht gewagt. Wovor haben Sie Angst? Vielleicht nehmen an unserer neuen Umfrage ein paar Leser mehr teil - wagen Sie den "Klick" – es tut auch gar nicht weh!

Von denen, die ihre Stimme abgegeben haben, waren 105 über die Existenz des Generalkonsulats in Kaliningrad informiert. 22 Portalnutzern war dieser Fakt nicht bekannt – immerhin 17,3 Prozent von allen Teilnehmern. Eine interessante Zahl – meiner Meinung nach – denn immerhin existiert das Generalkonsulat seit 2004 und wir gehen davon aus, dass unser Informationsportal auch zum großen Teil nur von denen gelesen wird, die irgendwie an Kaliningrad oder an Russland interessiert sind. Und diese Portalnutzer hätten eigentlich alle wissen können, dass Deutschland eine diplomatische Vertretung in der westlichsten Region Russlands hat.

Aber wie gesagt, 17,3 Prozent haben es nicht gewusst. Warum haben sie es nicht gewusst? Und vor allem, wer als Deutscher nicht weiß, dass es in Kaliningrad eine deutsche diplomatische Vertretung gibt, der wird auch im Bedarfsfall, bei einem Aufenthalt in Kaliningrad, die Leistungen der Vertretung nicht nutzen – manchmal kann das aber wichtig sein.

Ich behaupte ganz einfach mal, dass es viele Deutsche gibt, die sich sehr für die Arbeit des, mit ihren Steuergeldern finanzierten, Auswärtigen Amtes und seiner im Ausland existierenden Vertretungen, interessieren. Aber irgendwie habe ich auch den Eindruck, als ob die Diplomaten nicht sehr daran interessiert sind ihre Arbeitsergebnisse anderen mitzuteilen. Und dann kann es schon mal passieren, dass es sogar zu Missverständnissen, Fehlinterpretationen und ähnlich Unangenehmen kommen kann.

Zum Beispiel war „Kaliningrad-Domizil“ davon ausgegangen, dass das Generalkonsulat in diesem Jahr 30.000 Visa ausgestellt hat. Eine phantastische Leistung, wenn man mal davon ausgeht, dass noch vor einigen Jahren von einer Leistungsgrenze von 12.000 Visa berichtet wurde. Und nun lesen wir beim „Königsberger Express“ in der Januar-Ausgabe, dass es sogar über 35.000 Visa sein sollen (http://www.koenigsberger-express.com/index.php?id_article=2976&kat=2). Tja, welche Zahl ist denn nun richtig – etwas verwirrend finde ich.

Ein Blick auf die Internetseite der diplomatischen Vertretung Deutschlands in Russland bringt auch keine Aufklärung. Ganz im Gegenteil. Denn die Seite vermittelt einem „Unwissenden“ den Eindruck, als ob sich die Generalkonsulate in Jekaterinburg, Kaliningrad, Novosibirsk und  St. Petersburg in Unterstellung zur Botschaft in Moskau befinden. An sich wäre das auch logisch, aber es soll eben nicht so sein – sagte man mir. Wo finde ich denn nun Informationen und eindeutige Zahlen zur täglichen Arbeit derjenigen, die sich doch eigentlich speziell im Ausland befinden um uns Deutsche mit Informationen zu versorgen? Oder ist das nicht die Aufgabe der diplomatischen Vertretungen?

In Kaliningrad (Russland) haben alle staatlichen Einrichtungen mindestens einen Pressevertreter, wenn nicht gar eine ganze Abteilung. Die Ostseeflotte, der FSB, das Innenministerium, die Stadtverwaltung, die Gebietsregierung, die Wasserwerke und die städtische Müllabfuhr – alle haben offizielle Anlaufstellen und viele senden, wenn man akkreditiert ist, täglich aktuelle Informationen an die Redaktionen oder schicken Kuriere mit Videofilmen direkt in die Redaktion. Die Regierung und die Stadtverwaltung bezahlen sogar noch für informelle Zusammenarbeit. Warum gibt eigentlich die diplomatische Vertretung in Kaliningrad kein monatliches Informationsbulletin über seine Tätigkeit heraus? Ich weiß es nicht! Die Vertreter der Kaliningrader Massenmedien würden sich sicher über so eine Kooperation freuen.

Also, ich weiß, dass ich nichts weiß über die tägliche Arbeit, die täglich gelösten und nicht gelösten Probleme des deutschen Generalkonsulats in Kaliningrad und wir somit unsere Portalnutzer auch nicht darüber informieren können. Somit nutzen wir im Jahre 2014 weiterhin die vierspurige Informationsautobahn die uns mit der russischen Seite verbindet für unsere Berichterstattung.

 

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