Weihnachtsfest im Deutsch-Russischen Haus

Weihnachtsfest im Deutsch-Russischen Haus

Es wird gesagt, vor Weihnachten klingeln himmlische Glocken, die den Gott für die Geburt Seines Sohnes, Jesus Christus, loben. Und mit jedem neuen Schlag solcher Glocke verbreitet sich die himmlische Gnade in unserer sündigen Welt, und bei den Engeln wachsen Flügel…

Weihnachten ist  ein helles Fest, das von vielen Menschen auf der ganzen Erde gefeiert wird. Es ist eine besondere Nacht der Versöhnung, wenn wir einander Gutes wünschen.  Das ist die hellste und reinste Zeit, wenn jeder Mensch allen ihre anstößigen Taten verzeihen und  um Vergebung seiner Sünden beten sollte und ein wenig reiner und freundlicher wird.

Mit diesen Worten haben die Modetorinnen Julija und Olga den Abend eingeleitet.  Sie haben dann über die Traditionen der Russlanddeutsche erzählt. Es war üblich, dass Weihnachtssänger durch das Dorf zogen und besuchten Familien, wo kleine Kinder waren. Die Hauptpersonen waren  das Christkind, ein Mädchen, das Geschenke verteilt hat,  und der Pelznickel, der einen Pelz verkehrt herumtrug. Er trat dann in Aktion, wenn ein Kind nicht brav war.

Foto: Die Moderatoren des Deutsch-Russischen Weihnachtsfestes

 

Der Präsident des Deutsch-Russischen Hauses Victor Hoffmann hat die Gäste und Freunde des Hauses herzlich  begrüßt und den Abend eröffnet.  Er hat ein bedeutendes Ereignis für Russlanddeutsche erwähnt. An diesem Tag vor 25 Jahren entstand die Gesellschaft der Russlanddeutschen „Eintracht“. Es war der Anfang aller Anfänge. Die Vertreter der nationalen Gemeinden wurden vorgestellt, die dem Deutsch-Russischen Haus immer geholfen haben.

Die stellvertretende Leiterin der analytischen Abteilung der Regierung des Kaliningrader Gebiets Swetlana Schuwalowa hat im Namen der Regierung alle Anwesenden zu Weihnachten gratuliert und nette Worte für das Deutsch-Russische Haus gefunden.

Pastor Alexander Burgart hat eine Rede über die Bedeutung von Weihnachten gehalten und am Ende ein Gebet gesprochen.

Die Russlanddeutschen Wanda und Nina haben mit Kindheitserinnerungen geteilt, wie es früher in den Familien Weihnachten gefeiert wurde.

Wanda Meier hat sich an das Jahr 1944 erinnert, als sie 5 Jahre alt war. Man hat gefühlt, dass der Krieg zu Ende geht. Die Kinder saßen am Tisch und bekamen kleine Geschenke. Sie hat einen Stoffhasen bekommen, den sie bis heute hat.

Nina kann sich erinnert, dass Leute, die in der Straße gewohnt haben, wurden auch  aus Lettland, Estland, vom Kaukasus mit Zwang übersiedelt, wie auch Russlanddeutsche.  Die Kinder versammelten immer zusammen.  Ihren Vater erlabte man aus dem Wald einen Tannenbaum zu holen. Man musste den Tannenbaum schmücken, aber man hatte keinen Baumschmuck. Die Kinder haben tüchtig aus buntem Papier gebastelt. Man freute über jede Kleinigkeit. Wenn man Äpfel oder Nüsse hatte, wurde alles auf den Tannenbaum gehängt, dann, als sich die Familie zum Tisch versammelte, durfte man das abschneiden. Alles wurde auf den Tisch gelegt. Sie  hatte in der Kindheit einen Traum – eine Puppe zu haben.

Foto: Ausschnitte aus dem Festprogramm im Deutsch-Russischen Haus

 

Es folgte das Konzertprogramm, das  das E.T.A. Hoffmann Streichquartett mit dem Blumenwalzer aus dem Ballett „Nussknacker“ von Pjotr Iljitsch Tschaikowski eröffnet hat. Die Ensembles „Königsberger Marzipan“ und „Bernsteinblumen“ haben die Gäste die mit Singen und Tanz erfreut. Das Jungendklub des Deutsch-Russischen Hauses hat ein Märchen als Geschenk präsentiert.

Die Leiter der Begegnungszentren der Russlanddeutschen in der Kaliningrader Gebiet wurden vom Präsidenten Victor Hoffmann einzeln für ihre Arbeit ausgezeichnet. Es klangen viele gute Weihnachtswünsche.

Zu Weihnachtsgratulationen hat sich auch das Restaurant „Zötler“ angeschlossen und hat ein schönes Gesteck geschenkt, außerdem zur Freude der Gäste hat man  Speisen aus der deutschen Küche serviert. Anschließend  wurde der Wettbewerb der weihnachtlichen Speisen durchgeführt. Wer sich getraut hat, hat seine eigene Speisen präsentiert und dafür mit Weihnachtsschmuck belohnt.

Foto: "Zötler"-Pur im Deutsch-Russischen Haus zu Weihnachten 2014

Die Besucher konnten auch die Ausstellung „Wir malen Weihnachten“ bewundern, die zur Atmosphäre des Festes beigetragen hat.

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