Kaliningrad-Domizil

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Zehn Fragen – Zehn Antworten – Deutsche in und um Kaliningrad

So, 22 Nov 2015 Deutsche und Deutsches


Zehn Fragen – Zehn Antworten – Deutsche in und um Kaliningrad

Kaliningrad-Domizil sucht das Gespräch mit engagierten Deutschen in Kaliningrad. Gesprächspartner sind Deutsche, die irgendeinen Bezug zu Kaliningrad haben – Unternehmer, Privatpersonen, Touristen, Diplomaten.

Der Kaliningrad-Bezug kann darin bestehen, dass unser Interviewpartner in Kaliningrad lebt und hier einer wirtschaftlichen oder gesellschaftlichen Tätigkeit, lang- oder kurzfristig nachgeht. Aber wir sprechen auch mit Deutschen, die von Deutschland aus wirtschaftliche, kulturelle oder gesellschaftliche Kontakte in unsere Region unterhalten.  Und natürlich werden wir das zufällige Gespräch suchen mit Deutschen, die wir auf der Straße oder im „Zötler“, dem „Trefftisch Deutschsprachiger in Kaliningrad“ begegnen.

Wir möchten wissen, woher bei unseren Gesprächspartnern das Interesse an Kaliningrad kommt, was sie bindet, was sie mehr und weniger begeistert.

In der heutigen, nicht ganz einfachen Zeit sind – unserer Meinung nach – Informationen aus dem ganz normalen täglichen privaten oder geschäftlichen Leben im Zusammenhang mit Russland/Kaliningrad sicher für viele von Interesse.

Unser heutiger Gesprächspartner ist Dr. Guido Herz, ehemaliger Generalkonsul in Kaliningrad und heutiger Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Kasachstan.

Herr Dr. Herz kam im Jahre 2005 zu uns nach Kaliningrad. Er war der zweite Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschland in der geographisch westlichsten Region Russlands.  Dr. Herz versah seinen Dienst in einer organisatorisch etwas schwierigen Zeit, denn das Generalkonsulat war im Hotel „Albertina“ unter nicht einfachen Arbeitsbedingungen untergebracht. Im Jahre 2007 organisierte er den Umzug in die „Leningradskaja“. Unter seiner Leitung wurde das heute bewährte Visaregime eingerichtet, die Kultur organisiert und die Wirtschaft erhielt starke Impulse. Dr. Herz war ein gefragter Gesprächspartner für die Kaliningrader Gebietsregierung und begleitete den damaligen Gouverneur Georgi Boos auf Reisen nach Deutschland. Er hat viel getan, um den Deutschen das Kaliningrader Gebiet näher zu bringen.

Der Kontakt zu Kaliningrad ist auch nach der Abreise von Dr. Herz im Jahre 2008 nie verloren gegangen. Zur Einweihungsfeier des neuen Gebäudes in der Thälmannstraße im Jahre 2014 besuchte Dr. Herz Kaliningrad, nutzte die Gelegenheit für eine Teilnahme an unserem „Trefftisch Deutschsprachiger“ und empfahl seinem Stellvertreter in Kasachstan Kaliningrad als neuen Dienstort. Und auch der Kontakt zu unserer Kaliningrader  Informationsagentur steht stabil. Nutzen wir also unsere Beziehungen um zehn neugierige Fragen zu stellen.

Uwe Niemeier (UN): Wie empfinden Sie Ihre damalige Zeit mit dem heutigen zeitlichen Abstand. An was erinnern Sie sich gerne, was hätten Sie damals gerne noch realisiert?

Dr. Guido Herz (GH): Ich empfinde diese Zeit als eine der interessantesten meines gesamten Berufslebens. Das hat mehrere Ursachen. Zunächst der Aufbau einer neuen Auslandsvertretung an einem Ort, der für deutsche Diplomaten bis dahin ein weißer Fleck auf der Landkarte gewesen war. Zweitens die Begegnung mit einem Teil der deutschen Geschichte, nämlich Ostpreußen, mit dem ich bis dahin noch nicht wirklich in Berührung gekommen war. Drittens der erstmalige längere Aufenthalt in einem Gebiet des früheren „Ostblocks“, insbesondere natürlich Russland. Und viertens der einzigartige Charakter des Kaliningrader Gebiets: einerseits immer noch überall Spuren der deutschen Vergangenheit, andererseits die Bevölkerung als einen breiten Querschnitt der früheren Bevölkerung der Sowjetunion.
Gewünscht hätte ich mir, dass ich den Einzug in unser endgültiges Konsulatsgebäude in der Telmana noch während meiner Amtszeit in Kaliningrad hätte feiern können!


Foto: Links Generalkonsulat in der Leningradskaja, rechts neues Generalkonsulat in der Telmana

 

UN: International üblich sind die regelmäßigen Personalrotationen in den diplomatischen Vertretungen. Drei bis fünf Jahre verbleibt man an einem Dienstort und wird dann an einen anderen Ort versetzt. Wie funktioniert dieses System – das Prinzip „Wünsch dir was“ wird wahrscheinlich nicht funktionieren. Wann erfährt ein „Betroffener“ die neuen zur Auswahl stehenden Orte und Funktionen und was passiert, wenn sich hundert Bewerber für einen Dienstposten im Generalkonsulat Kaliningrad oder der Botschaft in Astana bewerben?

GH:  Das ist ein kompliziertes System. Man muss auch unterscheiden zwischen den Chefposten als Generalkonsul oder Botschafter und nachgeordneten Funktionen, für die völlig andere Kriterien gelten.
Sicher gehören weder Kaliningrad noch Astana zu den Dienstposten, bei denen es „100 Bewerber“ gibt. Aber sowohl im Falle von Dr. Banzhaf wie auch mir war Kaliningrad durchaus ein Wunschposten, in meinem Fall übrigens auch Astana.
Was qualifiziert einen Kollegen für einen Posten als Generalkonsul oder Botschafter? Erstens hilft es tatsächlich, wenn man dorthin will. Zweitens helfen einschlägige Erfahrungen, die auf dem jeweiligen Posten gerade besonders gefragt sind – die müssen nicht regionaler Natur sein, sondern können im politischen Bereich liegen, in auf dem betreffenden Posten wichtigen Spezialkenntnissen, bei Managementkompetenz oder auch in der Persönlichkeit des Betroffenen. Sprachkenntnisse helfen immer.

In der Regel werden neue Auslandsposten im Herbst ausgeschrieben; im Laufe des Winters läuft ein komplizierter Auswahlprozess, der in der Regel im März abgeschlossen ist. Versetzungstermin ist dann Juli/August.

UN: Sie waren zu einem Zeitpunkt in Kaliningrad, wo die Region einen sichtbaren Aufschwung genommen hat. Der damalige Gouverneur Georgi Boos hat hierzu einen nicht unwesentlichen Beitrag geleistet. Diese Entwicklung hat sich leider nicht fortgesetzt. Im Jahre 2008 hatten wir die internationale Finanzkrise und im Jahre 2010 den Gouverneurswechsel. Ab 2013 begannen dann die Spannungen mit unseren Nachbarn und wir spürten was es heißt, eine „Insel“ zu sein. Was glauben Sie, wo Kaliningrad zukünftig seine Stärken suchen sollte? Ist Kaliningrad ein Produktionsstandort mit den daraus resultierenden Transporttransit-Schwierigkeiten, oder sollte Kaliningrad seine Zukunft mehr als Bildungs- und Wissenschaftsstandort, als internationaler Treffpunkt für Wirtschaft und Politik, als Tourismusstandort, als Kornkammer Russlands oder im IT-Bereich suchen?

GH: Ich habe in den vergangenen Jahren Kaliningrad nur noch von ferne beobachtet, so dass ich zur aktuellen Situation keinen qualifizierten Kommentar abgeben kann.

Mit dem damaligen Gouverneur Boos habe ich gut zusammengearbeitet. Er war ein aktiver und dynamischer Mann, der auch gegen Widerstände versucht hat, zum Guten von Kaliningrad zu wirken. In jenen Jahren habe ich eine richtige Aufbruchsstimmung verspürt, die ich auch mit der Persönlichkeit von Gouverneur Boos verbinde.
Ich glaube unverändert, dass die geographische Lage von Kaliningrad ungeheure Chancen bieten könnte, habe aber den Eindruck, dass dieses Potential nicht ausreichend genutzt wird

UN: Ich möchte einen Gedanken zur möglichen Zukunft Kaliningrads noch etwas vertiefen. Politiker haben oftmals Probleme sich auf einem bestimmten Treffplatz zu einigen. Einer möchte nicht nach Moskau, der andere nicht nach Berlin oder Washington. Kaliningrad ist zwar Russland und somit auch nicht neutral, aber es wird umarmt von der Europäischen Union. Wäre also Kaliningrad nicht ein idealer Standort um aktuelle Probleme und Themen zu besprechen – nicht nur im Verhältnis zwischen Russland und dem Rest der Welt. Würde sich Kaliningrad nicht als internationales Business- und Kongresszentrum im Herzen Europas anbieten?

GH: Ihr Ansatz ist vollkommen richtig, allerdings leider sehr theoretisch. Es reicht nicht, geographisch günstig zu liegen. Um ein attraktives Business- und Konferenzzentrum für die Geschäftswelt zu sein, braucht man eine attraktive Infrastruktur und gute Verkehrsanbindungen. Ein schönes Hotel reicht dazu nicht aus. Die Konkurrenz in den Nachbarstaaten schläft auch nicht.

UN: Mit Auslauf des Jahres wird Kaliningrad transporttechnisch Richtung Westen wieder isoliert sein. Zu Ihrer Zeit existierte noch die „KD-Avia“, die jedoch im Jahre 2008 für bankrott erklärt wurde. Danach gaben sich einige andere westliche Fluggesellschaften die Klinke in die Hand, blieben aber alle nicht lange, trotzdem die Flugzeuge ausgelastet waren. Jetzt hat auch AirBerlin, angeblich wegen Unrentabilität, die Flügel eingeklappt. Der letzte Flug zwischen Berlin und Kaliningrad findet am 10. Januar 2016 statt. Es gibt auch keine Zugverbindung, keine Fährverbindung, Linienbusse fahren fast einen ganzen Tag bis nach Deutschland. Irgendwie hat man den Eindruck, als ob Kaliningrad isoliert werden soll. Übertreibe ich?

GH: Ich glaube, Ihr Eindruck, dass es sich um eine gezielte Isolierung Kaliningrads handelt, ist unzutreffend.

Auch ich bedaure, dass es keinen Bahn-Kurswagen (denn mehr war es ja nie) mehr gibt, und dass Air Berlin seine Direktflüge einstellt. Ich führe das eher auf wirtschaftliche Überlegungen als eine gezielte Isolierung Kaliningrads zurück.

Wir sollten auch nicht vergessen, dass die Straßenverbindung nach Deutschland in den letzten Jahren deutlich besser geworden ist. Als ich vor zehn Jahren erstmals mit dem Auto nach Kaliningrad fuhr, musste ich eine halbe Stunde an der deutsch-polnischen Grenze warten, weil das Schengen-System noch nicht voll in Kraft war. Die „Reichsstraße 1“ zwischen der polnischen und der Kaliningrader Grenze erinnerte sowohl vom Verlauf wie auch von der Qualität noch an das alte Deutsche Reich, und ab Elblag bis zur russischen Grenze gab es noch die Original-Betonplatten-Autobahn aus dem Dritten Reich. Schon während meiner Zeit in Kaliningrad sind die Straßenverbindungen in Polen dank der EU-Strukturhilfemittel dramatisch verbessert worden. Wieviel einfacher ist es heute, von Kaliningrad mit dem Auto nach Deutschland zu fahren! Das geht natürlich zu Lasten der anderen Verkehrsmittel. Wenn Sie sich die Geschäftslage von AirBerlin ansehen, werden Sie möglicherweise noch eine weitere Erklärung für die Einstellung der Flüge nach Kaliningrad finden.

UN: Im Jahre 2007, mit dem Umzug des Generalkonsulats in die „Leningradskaja“, begann die Erfolgsgeschichte der Visaerteilung für die Kaliningrader Bevölkerung. Sie waren damals davon ausgegangen, dass maximal 12.000 Visa jährlich ausgereicht werden. Im vergangenen Jahr waren es aber schon 44.000 Visa. Das durch Deutschland eingerichtete System garantierte kurze Wartezeiten, keine Schlangen vor dem Gebäude, keine hässliche Infrastruktur um das Generalkonsulat herum. Jetzt, mit der Einführung der biometrischen Erfassung, wird es vielleicht ein paar rückläufige Tendenzen geben. Generell steht aber die Frage, ob in unserem modernen IT-Zeitalter überhaupt Visa noch notwendig sind, denn Visa sind doch nur eine Art Vorfilter für unerwünschte Personen. Letztendlich trifft der Grenzbeamte nach einem Blick auf seinen Bildschirm die Entscheidung über eine Einreise oder nicht. Die aktuellen Ereignisse in Deutschland, wo Hunderttausende ohne Visum und manchmal sogar ohne Pass einreisen, lässt die Meinung bei mir aufkommen, dass das Visasystem sich überholt hat. Liege ich da verkehrt?

GH: Über die Sinnhaftigkeit unserer Visaerfordernisse lässt sich, gerade vor dem Hintergrund dessen, was gerade an deutschen Grenzen passiert, in der Tat diskutieren. Aus meiner Sicht hätten wir schon vor Jahren auf Besuchervisa für Reisende aus Russland verzichten können. Solange wir aber Visapflicht haben, müssen wir damit so flexibel wie möglich umgehen. Ich habe von Anfang darauf geachtet, dass unsere Visaerteilung so reibungslos wie möglich erfolgt. Ich habe immer die Devise ausgegeben „keine Schlangen vor dem GK“, und das ist uns auch gelungen.
Die Biometrie ist übrigens ein Vorteil für die Antragsteller: wenn diese einmal ihre Daten abgegeben haben, erübrigt sich künftig die lästige „persönliche Vorsprache“.

UN: Wie Ihnen bekannt, existiert In Kaliningrad die „Assoziation ausländischer Investoren“ (FIAS). Die Entwicklung dieser Organisation stagniert aus unterschiedlichen Gründen. Ich persönlich bin aber der Meinung, dass eine deutsche Businessorganisation die Interessen der deutschen Unternehmer viel besser wahrnehmen könnte und vielleicht auch wieder neue deutsche Investoren anlockt. Die FIAS könnte man dann als eine Art Dachorganisation der nationalen Business-Vertretungen nutzen. Wie sehen Sie diesen Gedanken? Wie organisieren sich die deutschen Unternehmer in Kasachstan?

GH: Ob Investoren kommen oder nicht, hängt nicht so sehr von den jeweiligen Wirtschaftsförderungsorganisationen ab. Ausschlaggebend ist der Investitionsstandort. Wenn die materiellen Voraussetzungen stimmen, wenn es einen Absatzmarkt gibt, wenn der Investor genügend qualifizierte Arbeitskräfte hat, keine bürokratischen Hürden vorfindet und sich auf Rechtssicherheit verlassen kann, wird er kommen.
In Kasachstan gibt es als Zusammenschluss deutscher Wirtschaftsvertreten den Verband der deutschen Wirtschaft, der wiederum von der Delegation der deutschen Wirtschaft betreut wird.

Foto: (2.v.l.) Dr. Guido Herz: Kasachstan will “seine Deutschen” auch als “Wirtschaftsbrücke” nutzen

 

UN: Gibt es in Kasachstan deutsche Unternehmer die eventuell daran interessiert sind, ihren erfolgreichen Geschäftsgedanken in Kaliningrad zu kopieren, insbesondere in einer Zeit, wo die Orientierung Russlands immer mehr auf eigene Kräfte und Produktion im eigenen Land stattfindet – Stichwort Importablösungen? Wie könnte man mit solchen Unternehmern Kontakt bekommen?

GH: In Kasachstan gibt es wenige hier produzierende deutsche Unternehmen, die meisten in der Baustoffproduktion. Außerdem METRO. Weiterhelfen kann hier die Delegation der deutschen Wirtschaft in Almaty.
Mit dem neuen Generalkonsul Dr. Banzhaf haben Sie im übrigen den bestmöglichen Experten für diesen Fragenkomplex. Neben der Funktion des Stellvertretenden Botschafters hat er sich in Astana mit allen Fragen der Volkswirtschaft und der Handels- und Investitionsförderung befasst.

UN: Ich persönlich war nie in Kasachstan und habe nur sehr allgemeine Vorstellungen von diesem Land. Mir scheint, dass Kasachstan und Russland sich sehr ähnlich sind, vielleicht so ähnlich wie Deutschland und Österreich? Irre ich mich da oder wo sehen Sie prinzipielle Unterschiede?

GH: Kasachstan und Russland sind sich insofern sehr ähnlich, als sie beide Nachfolgestaaten der Sowjetunion sind. Der Deutschland/Österreich-Vergleich passt hier aber nicht so recht.
Kasachstan war eine jener Sowjetrepubliken, die mit allen Kräften für die Bewahrung der UdSSR eingetreten sind. Kasachstan war auch die letzte Sowjetrepublik, die ihre Unabhängigkeit von der UdSSR erklärt hat. Russisch ist neben dem Kasachischen die verfassungsmäßige Verkehrssprache, die nach wie vor von fast jedem Kasachen gesprochen wird. Nach wie vor gibt es eine bedeutende Minderheit ethnischer Russen vor allem in Nordkasachstan. Kasachstan ist ein Gründungsmitglied der Eurasischen Wirtschaftsunion. Sowohl die politischen wie auch die wirtschaftlichen Verbindungen zwischen den beiden Ländern sind sehr eng.

UN: Traditionell stelle ich in jedem Interview die Frage nach der Notwendigkeit russischer Sprachkenntnisse für diejenigen, die sich in Russland/Kaliningrad engagieren oder einfach nur leben wollen. Wir erhalten viele Anfragen von Deutschen, eigenartigerweise in der letzten Zeit sehr viel, die uns eröffnen, dass das Leben in Russland für sie erstrebenswert ist, obwohl sie das Land überhaupt nicht kennen und auch die Sprache nicht sprechen. Wenn ich dann mitteile, dass man für ein Wohnrecht in Russland einen Sprachtest bestehen muss, dann verblasst das russische Paradies immer ganz schnell. Wie sehen Sie dies, ist es ein unbedingtes MUSS oder kann man sich auch erfolgreich geschäftlich engagieren oder auch einfach nur als Privatier gut leben ohne Kenntnisse der russischen Sprache.

GH: In Russland und insbesondere in Kaliningrad zu leben, ohne wenigstens Grundkenntnisse der russischen Sprache zu haben, scheint mir sehr schwierig. Ich kam ja 2005 nach Kaliningrad ohne große Russischkenntnisse. Ohne die engagierte Hilfe der Mitarbeiterinnen des Generalkonsulats wäre ich ziemlich verloren gewesen. Auf solch einen Mitarbeiterstab können die wenigsten zurückgreifen. Zumindest in meiner Zeit waren Fremdsprachenkenntnisse beim Durchschnittskaliningrader nicht sehr verbreitet. Ich kann daher nur jedem, der sich für einen längeren Zeitraum in Kaliningrad niederlassen will, dringend anraten, Russisch zu lernen – auch um einen besseren Zugang zur russischen Mentalität zu bekommen. Für mich war das Erlernen der russischen Sprache ein großer persönlicher Gewinn.


Zehn Fragen von uns – zehn Antworten von Ihnen. Vielen Dank Herr Dr. Herz für Ihr Vertrauen in unsere Informationsagentur bei der Beantwortung der Fragen. Vielleicht haben unsere Leser noch weitere Fragen.  

 

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