Zusammenarbeit mit "Königsberger Express"

Zusammenarbeit mit "Königsberger Express"

Im Januar 2013 haben wir mit der Kaliningrader Zeitung "Königsberger Express" eine Zusammenarbeit vereinbart. Der "Königsberger Express" gibt uns die Möglichkeit in seiner monatlichen Printausgabe Informationen aus dem aktuellen Kaliningrader Leben zu veröffentlichen. Hier nun unser Beitrag aus der

AUSGABE JANUAR 2013

Seit 1995 habe ich die Gelegenheit, den „Königsberger Express“ monatlich direkt vor Ort zu kaufen. Als ostelbisch Geborener habe ich nach 1990 Möglichkeiten für einen Neustart gesucht und den – heute weiß ich es – für mich idealen Ort Kaliningrad, das ehemalige Königsberg gefunden. Zuerst hatte ich mit russischen Partnern die Möglichkeit das System Duty-Free in Kaliningrad zu organisieren und seit 2001 betreibe ich meine eigene Firma, ebenfalls hier in Kaliningrad. Im Gegensatz zu vielen deutschen Städten ist Kaliningrad eine unfertige Stadt. Und das macht den Aufenthalt in dieser alten, kleinen, gemütlichen Stadt für mich so interessant. Ich beobachte seit 1995 die Veränderungen und mir macht es Spaß auch selber meinen Beitrag zu leisten. Und der „Königsberger Express“ gibt mir nun die Möglichkeit, Sie monatlich über die Ansichten und Erlebnisse eines Deutschen in Neu-Königsberg zu informieren. Und natürlich bin ich auf der Suche nach Menschen für einen kulturvollen, sachlichen Gedanken- und Ideenaustausch zum Thema "Deutschland-Russland". Dazu nutze ich das Internetportal von Russland-Aktuell (www.kaliningrad-aktuell.ru), das angeschlossene Forum (www.forum.aktuell.ru) und meinen BLOG bei Russland-Aktuell.

Wir sehen uns also ab sofort jeden Monat auch an dieser Stelle. Schön wäre es aber auch, wenn wir uns in Kaliningrad sehen könnten. Wir haben im Jahre 2012 aktiv an der Entwicklung unseres „Trefftisches Deutschsprachiger“ gearbeitet. Er findet wöchentlich statt und ist gut besucht. Bereichern Sie dieses Traditionstreffen mit Ihrer Anwesenheit. Oder, wenn Sie Geschäftsmann sind, können Sie zusätzlich im Rahmen des Deutsch-Russischen Wirtschaftskreises weitere Kontakte knüpfen. Einmal monatlich, unter Leitung der Vertretung der Hamburger Handelskammer findet dieser Informations- und Gedankenaustausch im Deutsch-Russischen-Haus statt. Und da ich gerade dieses Haus der deutsch-russischen Begegnungen erwähnt habe – es hat an 365 Tagen im Jahr geöffnet – eine deutsche Einrichtung in Kaliningrad mit der Bereitschaft Ihnen zu helfen und auch ein wenig multikulturelle Eindrücke zu vermitteln. Seit September haben wir einen neuen deutschen Generalkonsul mit erfrischend neuen Ansichten. Ich verspreche mir hier, über einen verbesserten Kontakt auf allen Ebenen, in der Kaliningrader Gesellschaft einen deutlichen Impuls für ein erweitertes Engagement Deutscher in Kaliningrad.

Ich glaube, dass Kaliningrad und seine Möglichkeiten zu wenig bekannt sind in Deutschland. Viele Nachrichten die über Kaliningrad verbreitet werden, sind in Grautönen gehalten und widerspiegeln nicht die Realität. Die Deutschen sind in Kaliningrad hoch angesehen – weil sie, so sagt der Russe, pünktlich sind, diszipliniert, qualitätsbewusst, ehrlich, na und noch einige andere Superlative. Auf geht´s – sollen die Deutschen es jetzt beweisen, dass das alles stimmt was man über sie so spricht. Kaliningrad ist Ausrichterstadt der Fußball-Weltmeisterschaft 2018. Es ist viel zu tun bis dahin. Deutsche sollten helfen – und natürlich auch damit ein wenig Geld verdienen.

Wissen Sie, dass …

… der öffentliche Nahverkehr in Kaliningrad bis zum Beginn der Fussball-Weltmeisterschaft 2018 komplett mit neuen Straßenbahnen, Trolleybussen und Linienbussen ausgestattet wird? Die neuen Straßenbahnen und Linienbusse kommen aus Polen, die Trolleybusse aus Weißrussland.

… bis 2015 die „Marshrutkas“, also die Sammel-Taxi, in Kaliningrad abgeschafft werden sollen? Sie stellen, nach Ansicht der Stadtväter, jetzt ein erhebliches Verkehrshindernis dar. Eine Verschlechterung der öffentlichen Beförderung wird es nicht geben, da der Verkehrsstrukturplan der Stadt komplett überarbeitet wird und hierzu Spezialisten aus Frankreich und Deutschland hinzugezogen werden.

… im Jahre 2013 die Tarife im öffentlichen Nahverkehr von 12 Rubel auf 15 Rubel (0,30 Euro auf 0,38 Euro) angehoben werden sollen? Die Einführung eines einheitlichen elektronischen Tickets wird jedoch noch bis 2015 dauern.

… im Jahre 2013 eine Tarifanhebung der kommunalen Dienstleistungen im Durchschnitt um 15 Prozent erwartet wird? Bisher kostet 1m3 Gas 0,13 Euro, 1m3 Wasser/Abwasser 0,55 Euro und eine kw/h Strom 0,07 Euro.

… das Kaliningrader Gebiet aus insgesamt 15 Kreisen besteht und die Zusammenlegung der Kreise Gurewsk und Osjorsk im Jahre 2013 durch die Kaliningrader Gebietsregierung geplant ist?

… die Miete für eine durchschnittliche möblierte Ein-Raum-Wohnung mindestens 12.000 Rubel (300 Euro) ohne Nebenkosten beträgt?

… ein Quadratmeter Neubauwohnung in Kaliningrad im Durchschnitt 55.000 Rubel (1.375 Euro) kostet?

… das deutsche Generalkonsulat im Jahre 2012 rund 22.000 Visa ausgestellt hat und die Ausgabe von 25.000 Visa für 2013 plant?

… Arbeitsmigranten im Kaliningrader Gebiet seit dem 01. Dezember ein Russischexamen ablegen müssen? Die Kosten für die Prüfung belaufen sich auf 3.000 Rubel (75 Euro).

 … der 12.12.12 für 143 junge Paare in Kaliningrad der glücklichste Tag in ihrem Leben war? Sie gaben sich im Standesamt das „JA-Wort“. Zu anderen runden Daten wie 07.07.07 heirateten 204 Paare, 08.08.08 279 Paare, 09.09.09 72 Paare und 10.10.10 waren es 47 Paare. Am 11.11.11 heirateten 200 Paare.

… das ein Kaliningrader RusslandDeutscher, Lev Allerborn, den gesamtrussischen Wettbewerb „Junger Unternehmer“ gewonnen hat? Lew Allerborn betreibt in Kaliningrad eine Reihe privater Kindergärten. Er lebte lange in Deutschland und brachte diese Idee von dort mit. Er siegte unter 2.500 Teilnehmern aus 63 Regionen.

… der Gouverneur Kaliningrads damit rechnet, dass das Gebiet in vier Jahren zur landwirtschaftlichen Selbstversorgung übergeht? Schon heute befindet sich das Gebiet im Rating unter den ersten zehn Regionen zum Umfang der landwirtschaftlichen Produktion.

… das Kaliningrad jetzt bunter wird? Nicht nur, dass die Stadt die zukünftige Fassadengestaltung per Gesetz reguliert. Auch die Pflasterung der Bürgersteige ist nun geregelt. Auf Weisung des Bürgermeisters dürfen graue Pflastersteine zukünftig nicht mehr verwendet werden.

… das in den letzten fünf Jahren 16.000 Übersiedler in das Kaliningrader Gebiet gekommen sind?. Weitere 11.288 Übersiedler warten auf eine Genehmigung zur Übersiedlung nach Kaliningrad. Wie der Gouverneur betont, ist Kaliningrad nicht mehr in der Lage, den Arbeitsmarkt mit eigenen Arbeitskräften sicherzustellen und ist für eine weitere ökonomische Entwicklung auf diese Übersiedler dringend angewiesen.

… das für das Jahr 2013 mit 550.000 Touristen gerechnet wird?  Im Jahre 2011 besuchten 400.000 Touristen Kaliningrad. Für das Jahr 2012 wird die gleiche Anzahl erwartet. Einem größeren Anwachsen des Touristenstroms sieht die Leiterin der Agentur mit Vorsicht entgegen. Es fehlt die notwendige Infrastruktur und das geltende Visaregime wirkt sich negativ aus.

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