BMW bestätigt sein Desinteresse am eigenen Produktionsstandort in Kaliningrad

BMW bestätigt sein Desinteresse am eigenen Produktionsstandort in Kaliningrad
 
Seit 2012 verspricht das deutsche Unternehmen BMW ein eigenes Werk, eine dazugehörige Ministadt, die soziale Infrastruktur, Ausbildungsschulen zu bauen. Im Verlaufe der Jahre wurden Versprechen annulliert, dann wieder aktiviert. Jetzt ist BMW wieder in der Phase der Annullierung.
 
 
Der Generaldirektor von BMW-Russland Stefan Teuchert hat der russischen Zeitung „Gaseta.ru“ ein Interview gegeben. Er erklärte nochmals den Willen von BMW, in Kaliningrad keine eigene Produktionsstätte zu bauen, sondern die Produktionsqualität beim Partner „Avtotor“ in Kaliningrad zu erweitern. Bisher erfolgte in Kaliningrad, einfach ausgedrückt, nur das Zusammenschrauben vorher angelieferter Fahrzeugteile zu einem Fahrzeug. Nun soll die Wertschöpfung vergrößert werden.
 
Mit dem russischen Staat habe BMW keine gemeinsame Sprache zum Bau eines Werkes gefunden. Deshalb wird eben kein Werk gebaut – so der deutsche Generaldirektor.
 
 
Das unterscheidet BMW von Mercedes, denn Mercedes hat auf dem Höhepunkt aller möglichen Krisen in Russland die Chance genutzt und innerhalb kurzer Zeit, eine eigene Produktionsstätte in der Nähe von Moskau errichtet. Hier erfolgt die Produktion von Fahrzeugen in vollständiger Lokalisierung. Man machte sich damit unabhängig von möglichen neuen Importzöllen auf Fahrzeugersatz- und Zubehörteile.
 
Allerdings ist auch die qualitative Verbesserung der Produktion in Kaliningrad wohl noch nicht in den sogenannten trockenen Tüchern, denn der Generaldirektor informierte seinen Interviewpartner, dass man Gespräche mit „Avtotor“ führe. Man zeige sich aber optimistisch, bis zum Jahresende zu einem Ergebnis zu kommen – so Teuchert.
 
Es sei daran erinnert, dass im März 2021 bekannt wurde, dass BMW von bisher acht produzierten Modellen in Kaliningrad, fünf aus der Produktion genommen hat. Die Produktion war ökonomisch nicht vertretbar.
 
Im Jahre 2020 hat Avtotor insgesamt 158.830 Fahrzeuge produziert. Die maximale Produktionskapazität beläuft sich auf 250.000 Fahrzeuge. Der Produktionsrückgang war der Corona-Virus-Situation geschuldet. Die Produktion von BMW-Fahrzeugen nimmt den kleinsten Teil der Produktion ein. Gesprochen wurde von einem Umfang von 12.500 Fahrzeugen im laufenden Jahr.
 
 
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Kommentare ( 1 )

  • Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 5. September 2021 00:19 pm

    Ich kann zwar vollkommen falsch liegen, aber irgendwie passen solche Aussagen in ein gewisses Schema, was in Bundesdeutschland und in Brüssel n so manchen sogenannten führenden Köpfen spukt.
    Irgendeine Tante, die sich hochtrabend Verteidigungsmibisterin nennt, will von der Position der Stärke mit Rußland verhandeln. Von welcher Stärke faselt diese sich wohl selbst stark überschätzende Frau? Deren Personal kriegt doch nicht einmal eine ordentliche Evakuierung ihrer Kolaborateure hin.
    Da gibt es noch so eine vorlaute Tante in Brüssel, die man ganz schnell vor dem Staatsanwalt in sicherheit gebracht hat, die die Ministerstelle vorher inne hatte. auch diezieht gegen die RF, damit natürlich Putin inbegriffen, gegen Belarus und China und ... zu Felde und ist offensichtlich der Meinung, daß sie diesen Ländern etwas vorzuschreiben hätte. Da gibt es in Brüssel noch so eine Figur Michel, der den siegreichen Taliban droht. Haben diese Verlierertypen alle einen Knall ? Wer sind die denn?

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