Borisowo – Touristen verirren sich selten hierher

Borisowo – Touristen verirren sich selten hierher
 
Borisowo ist ein Stadtteil von Kaliningrad, gelegen im Südosten. Normale Touristen verirren sich selten hierher. Es gibt eigentlich nichts zu sehen, außer russischem Flair, von der Architektur her dann doch eher sowjetisches Flair. Das soll sich jetzt ändern – meint der russische Sicherheitsdienst FSB.
 
 
 
Screen-Einspielung: Standort Borisowa – Stadtteil Kaliningrads
 
Diejenigen, die sich ein wenig in Kaliningrad auskennen, wissen natürlich, dass Borisowo der Standtort des größten Gebrauchtwagenmarktes ist.
 
Videoeinspielung: Gebrauchtwagenmarkt Borisowo
 
Seine Glanzzeiten hat er längst hinter sich. Er blühte auf zu den Zeiten, als man Gebrauchtwagen, auch Schrott auf Rädern genannt, aus Deutschland oder anderen Ländern, billig, steuer- und zollfrei importieren konnte. Wer es sich leisten kann – und es können sich immer mehr leisten – kauft sich heute einen Neuwagen. In Kaliningrad sind fast alle namhaften Hersteller mit Autosalons vertreten. Ein Bekannter erzählte mir, dass jetzt sogar eine Jaguar-Vertretung nach Kaliningrad kommt – man baut schon kräftig am neuen Fahrzeugsalon.
 
Und Borisowo ist den Insidern bekannt als Standort einer FSB-Bildungseinrichtung. Ausgebildet werden hier Grenzbeamte. Da die Grenztruppen in Russland zum Bestand des Sicherheitsdienstes gehören, ist es somit eine FSB-Bildungseinrichtung. Man fährt mit dem Linienbus am Institut vorbei und alleine die Größe der sichtbaren Gebäude zeigt: Russland hat eine sehr lange Grenze.
 
Foto: Bildungsinstitut der russischen Grenztruppen
 
Die konkrete Zahl der Studenten ist nicht bekannt. Im Jahre 1995, dem Gründungsjahr des Instituts, begann man mit 500 Studenten. Heute sollen es 2.500 sein.
 
Videoeinspielung: Kinoklassiker „Besonderheiten der nationalen Jagd“
 
Schaut man auf die Pläne, die jetzt veröffentlicht worden sind, so kann man ahnen, dass der Ausbau des Bildungsinstitutes im größeren Umfang geplant ist. Und man kann daraus auch schlussfolgern, dass Russland erkannt hat, wie wichtig es ist, die Sicherheit des Kaliningrader Gebietes nicht nur mit der Ostseeflotte zu gewährleisten.
 
Videoeinspielung: Kinoklassiker „Priwalowskije Millionen“
 
Und genau dieses Grenzinstitut plant nun die Entwicklung des Stadtteils Borisowo und den Mitteilungen Kaliningrader Medien ist zu entnehmen, dass man nicht kleckern, sondern klotzen will.
 
Insgesamt sollen sieben Wohngebiete für 15.000 Menschen errichtet werden. Die neuen Wohngebiete befinden sich in der Nähe der Umgehungstraße, unweit des historischen Fort Nr. 12.
 
Gegenwärtig befindet sich auf den Grundstücken ein Fahrtrainingsplatz, ein Schießplatz und sonstige Einrichtungen für den Ausbildungsbetrieb des Grenzinstituts.
 
Videoeinspielung: Kinoklassiker „Besonderheiten der nationalen Jagd“
 
Der geplante Bauumfang ist bemerkenswert. Mit 518.000 Quadratmetern Wohnfläche entsprechen diese sieben Wohngebiete dem Umfang, wie jedes Jahr in Kaliningrad im Zivilsektor errichtet wird.
 
Das FSB-Institut will aber nicht nur Wohnungen errichten, sondern defacto alles errichten, was zu einer Stadt gehört, d.h. man baut sämtliche Straßen und Wege und die komplette Infrastruktur, d.h. neun Kindergärten mit 1.120 Plätzen und zwei Schulen für je 900 Schüler.
 
Über die Fristen, wann dieses Projekt komplett fertiggestellt sein soll, wird nichts mitgeteilt.
 
Videoeinspielung: Kinoklassiker „Besonderheiten der nationalen Jagd“
 
Schaut man sich aber die Bauprojekte des Staates in den letzten Jahren an, so weiß man, dass viel Zeit nicht ins Land gehen wird, bis auch Borisowo „eine Reise wert ist“, wenn man sich von dem Fortschritt in Kaliningrad direkt überzeugen will.
 
Videoeinspielung: Kinoklassiker „Besonderheiten der nationalen Jagd“

 

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