Corona-Unternehmertum beginnt sich in Russland zu entwickeln

Corona-Unternehmertum beginnt sich in Russland zu entwickeln

 

In Russland nutzt man die gegenwärtige Krise nicht nur um zu jammern, sondern auch, um neue Quellen der Erwerbstätigkeit zu finden. So fand man einen Ausweg, wie die Selbstisolierung umgangen werden kann, ohne Gefahr zu laufen, dafür bestraft zu werden.

 

 

Wer in Russland die Regeln der Selbstisolierung verletzt, riskiert eine Mindeststrafe von 15.000 Rubeln. Im schlimmsten Fall, wenn die Verletzung der Selbstisolierung zur Schädigung der Gesundheit anderer Bürger oder gar deren Tod führt, sind langjährige Gefängnisstrafen vorgesehen.

Aber diejenigen, die sich liebevoll um einen Hund kümmern wollen, können dies tun, denn das Gassi-Führen ist ausdrücklich von den Regeln der Selbstisolierung ausgenommen.

So wird jetzt die Dienstleistung „Hund für eine Stunde“ angeboten, vermutlich in Anlehnung an das Mietsystem „Wohnung für eine Stunde“.

In vielen Städten gibt es bereits diesen Service, wo Nachbarn ihren Liebling anderen für einen Preis zwischen 400-800 Rubel die Stunde, sowie Hinterlegung einer Sicherheitsgebühr, überlassen.

Logisch, dass sofort entsprechende Parodien in den sozialen Netzwerken auftauchen, wo man Hunde zu Wort kommen lässt, die stöhnen: „Ich kann nicht mehr, ich bin heute schon 60 Mal Gassi gegangen.“

Um diesem Unternehmertum Einhalt zu gebieten und die bisher eher mangelhafte Disziplin der Russen bei der Selbstisolierung zu verbessern, informieren Veterinäre über die Gefahr einer Infizierung, denn im Fell der Tiere können sich Viren einen gewissen Zeitraum aufhalten und der Besitzer des Hundes kann sich somit nach Rückübergabe seines Tieres sehr schnell an seinem Liebling infizieren. Geäußert haben sich jetzt viele derartige Spezialisten. Ob diese Gefahr wirklich real besteht oder die Vermieter von Hunden nur erschreckt werden sollen, bleibt vorerst unklar.

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Kommentare ( 1 )

  • Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 14. April 2020 23:59 pm

    "die stöhnen: „Ich kann nicht mehr, ich bin heute schon 60 Mal Gassi gegangen.“
    Grenzt das nicht schon wieder an "Tierquälerei" und muß der Gouverneut Alichanow nicht für jeden armen Kaliningrader Hund nicht auch so einen Hundeausfürschein auf dem Smartphone eines jeden Hundeausführers installieren lassen, damit diese Vierbeiner keinen Corona - Koller bekommen? Auch, wenn aus der Mops-Rolle wieder ein Hund geworden sein sollte?

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 15. April 2020 05:16

      ... interessanter Gedanke.

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