Der Geldbriefträger ist in Kaliningrad mobile Realität

Der Geldbriefträger ist in Kaliningrad mobile Realität

 

Es gibt ihn noch, den Geldbriefträger oder die Geldbriefträgerin in Russland. Eine gute Tradition für Rentner und für mobilitätseingeschränkte Personen.

Nicht alle Menschen können sich mit der modernen Technik anfreunden, die sich auch in Russland im rasanten Tempo ausbreitet. Nicht alle haben ein Handy, nicht jeder kann einen Computer bedienen – insbesondere wenn es sich um ältere Personen handelt.

 

 

Und so hat die Post noch weiterhin den netten Postmitarbeiter oder die nette Postmitarbeiterin, die nach Hause kommt und einerseits dem Rentner die Rente in Bar auszahlt, oder aber auch Geld entgegennimmt, wenn irgendetwas zu bezahlen ist – wie z.B. kommunale Dienstleistungen, Steuern, Mieten, Versicherungen, Zeitungsbestellungen usw.

Hinzu kommt natürlich noch der Sozialkontakt, den ältere Menschen häufig vermissen und für die das Klingeln der russischen Post eine willkommene Abwechslung in der täglichen Langeweile ist.

Die PostmitarbeiterInnen sind mit mobilen Kassen ausgestattet und können alle Finanzoperationen im Haus des Kunden vornehmen – so, als ob man in der Post selber ist.

In Kaliningrad, wo dieser Service vor vier Jahren angefangen wurde weiter auszubauen, arbeiten gegenwärtig 172 MitarbeiterInnen. Seit Anfang 2019 haben diese mobilen Postmitarbeiter 522.000 Zahlungen für Rentner und Mobilitätseingeschränkte durchgeführt. Das sind 50 Prozent mehr Zahlungen, als noch im Jahre 2018 – ein Zeichen, dass dieser Service wirklich populär ist.

In Vorbereitung ist jetzt auch, dass die Postmitarbeiter den BürgerInnen helfen, Waren des täglichen Bedarfs über diese mobilen Kassen zu erwerben.

Den Service der Post kann man mit einem einfachen Anruf bestellen und in der Zeit von 8-17 Uhr wartet man dann auf den Besuch zur vereinbarten Zeit.

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