Deutscher Unternehmer informiert zur Situation an der Kaliningrader Grenze

Deutscher Unternehmer informiert zur Situation an der Kaliningrader Grenze

 

Seit gestern hat Kaliningrad eine zweiwöchige Isolierung von Personen angeordnet, die in das Gebiet einreisen. Betroffen hiervon sind besonders Reisende aus Deutschland, Italien, Spanien und weitere europäische Länder. Ein deutscher Unternehmer informierte unsere Informationsagentur über die gegenwärtige Grenzsituation.

 

 

In Kaliningrad findet gegenwärtig die jährliche Bau- und Immobilienmesse statt. In- und ausländische Unternehmer nutzen die Möglichkeit, ihre Leistungen vorzustellen. Zu den Ausstellern gehört auch ein deutsches Unternehmen, welches in Kaliningrad eine eigene Firmenvertretung hat. Die deutsche Geschäftsführung versuchte in der Nacht vom 12. zum 13. März über die Landgrenze Polen nach Kaliningrad einzureisen.

Die Abfertigung auf polnischer Seite erfolgte zügig und erforderte nur 20 Minuten, was bei der Ausreise aus Polen normal ist. In umgekehrter Reiseroute sind allerdings viele Stunden Wartezeit mit Gesundheitskontrollen angesetzt.

Auf russischer Seite wurde die Geschäftsführung der deutschen Firma von den zuständigen Organen informiert, dass sie sich nach Eintreffen in Kaliningrad in eine zweiwöchige Isolation zu begeben hat. Wenn sie diese Selbstverpflichtung nicht erfüllen will oder kann, kann ihnen die Einreise nicht gewährt werden.

Die deutsche Geschäftsführung hat sich entschieden, von einer Einreise Abstand zu nehmen.

Für die Mehrzahl der jetzigen Reisen in das Kaliningrader Gebiet ist es wohl ratsam, diese nicht anzutreten, denn eine zweiwöchige Quarantäne übersteigt häufig den geplanten Aufenthaltszeitraum an sich. Einreisen sollten nur diejenigen, die auch einen langfristigen Aufenthalt in Kaliningrad planen oder hier ihren Wohnsitz haben.

Ebenso sollten Bürger, die ihren ständigen oder zeitweiligen Wohnsitz in Kaliningrad haben, überlegen, ob sie eine Reise aus dem Kaliningrader Gebiet ins Ausland antreten. Nach Rückkehr haben diese Personen sich ebenfalls in eine zweiwöchige Quarantäne zu begeben. Für eine Nichteinhaltung dieser Festlegung regelt die russische Gesetzgebung die Verantwortlichkeiten. Weiterhin sollte beachtet werden, dass, je nach Entwicklung der Situation, vielleicht ein generelles Einreiseverbot verhängt werden könnte. Für diejenigen, die ihren ständigen oder zeitweiligen Wohnsitz im Kaliningrader Gebiet haben, eine Maßnahme mit erheblichen Konsequenzen.

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