Eigentlich spricht man nicht über das Gehalt – GorTrans macht es trotzdem

Eigentlich spricht man nicht über das Gehalt – GorTrans macht es trotzdem
Begleittext zur Videoinformation
Der hier veröffentlichte Text ist der gesprochene Begleittext zum Video und entspricht der Qualität eines Manuskripts. Am Ende des Textes finden Sie den eigentlichen Beitrag in Form einer Videoinformation. Nur der Manuskripttext enthält nicht alle angebotenen Informationen, denn im Videobeitrag gibt es zusätzliche eingeblendete Text-, Grafik- und Fotoinformationen.

 

„GorTrans“ ist die Abkürzung für Gorodskoi Transport, also Stadtverkehr übersetzt. In Kaliningrad kennt man den stadteigenen Transport, mit der genannten Firmenbezeichnung und die privaten Anbieter. Nun packt „GorTrans“ die Karten auf den Tisch und informiert über das empfindliche Thema „Gehalt“.

Der Kaliningrader Nahverkehr ist konservativ. Deshalb gibt es auch in jedem Bus, Trolleybus und jeder Straßenbahn einen Schaffner bzw. Schaffnerin. Dieser oder diese erhält ein maximales Gehalt von 25.000 Rubel. Darin ist bereits die Leistungs- oder Umsatzprämie enthalten.

Fahrer von Fahrzeugen im Nahverkehr erhalten äußert unterschiedliche Gehälter, in Abhängigkeit, welcher Klasse sie zugeordnet werden – zwischen 46.000 bis zu 33.000 Rubel.

GorTrans ist ständig auf der Suche nach Personal, sowohl Fahrer wie auch Schaffner reichen nicht aus. Bedenkt man, dass das Kaliningrader Durchschnittsgehalt sich gegenwärtig auf 29.000 Rubel beläuft, so ist dieses Personaldefizit zu diesen Gehältern ein wenig unerklärlich.

Das Durchschnittsalter der Fahrer bei GorTrans beläuft sich auf 50 Jahre. Die jungen Fahrer arbeiten alle bei den Privaten, weil diese wesentlich besser zahlen. Im fortgeschrittenen Alter wechseln diese dann zur stadteigenen Gesellschaft, um in den Genuss von Sozialpaketen zu kommen, die die Privaten nicht anbieten.

Und „GorTrans“ kann auch noch über Passagierverluste klagen, denn seit dem 1. Dezember ist die Anzahl der Passagiere stark rückläufig. Die Spezialisten des Stadtverkehrs meinen, dass die Tarifanpassung um 20 Prozent zum 1. Dezember daran schuld ist. Die Kaliningrader Stadtverwaltung dagegen meint, dass das schlechte Wetter für den Passagierrückgang verantwortlich gemacht werden muss.

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