Ein Abschieds- und Erkundungsbesuch

Ein Abschieds- und Erkundungsbesuch

Eigentlich sollte er schon längst weg sein – der Flohmarkt im Kaliningrader Stadtzentrum am Wrangel-Turm. Aber Todgesagte leben länger – sagt ein Sprichwort.

Am 5. Mai sollte das letzte Mal der Flohmarkt am Wrangel-Turm in Kaliningrad stattfinden. Und auch der Bernsteinmarkt sollte an diesem Tag letztmalig seine Pforten öffnen. Aber es gab eine Gnadenfrist und so ist es uns gelungen, ein paar letzte historische Aufnahmen zu machen.

Nein, der Flohmarkt wird nicht generell abgeschafft, denn die Kaliningrader Stadtverwaltung ist sich schon bewusst, dass es sich hierbei auch um einen Touristenanziehungspunkt handelt. Man hat andere Standorte vorgeschlagen, z.B. den Prospekt Kalinina. Aber die Händler sind nicht begeistert.

Sicher sollte auch der neue Flohmarkt, egal wo er denn organisiert wird, ein wenig mehr Kultur zeigen. Gegenwärtig ist er sehr „naturbelassen“.

Bei der Gelegenheit wurde durch „Kaliningrad-Domizil“ auch gleich der Bereich des Wrangel-Turms besucht, der weder organisierten Touristen gezeigt wird und den Individualtouristen wohl auch freiwillig nicht betreten wollen. Natürlich braucht man gutes Schuhwerk, aber Mut braucht man eigentlich nicht. Alles zeigt sich sehr romantisch.

Aber auch hier sind die Zeiten der naturbelassenen Romantik bald vorbei, denn es existiert ein Projekt, wo die hinteren Wallanlagen des Wrangel-Turms und der Wrangel-Turm an sich, rekultiviert werden sollen. Bis zur Fußball-Weltmeisterschaft schafft die Stadtverwaltung nur den vorderen Teil, die Baranow-Straße, aber auch die hier gezeigte wilde Romantik, hat bald ein Ende – gut, das wir noch die Filmaufnahmen machen konnten.

Uwe Niemeier

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