Eine deutsche Straße weniger im ExKönigsberg

Eine deutsche Straße weniger im ExKönigsberg

Vor wenigen Wochen wurde bekannt, dass der Kaliningrader Staatsanwalt Chlopuschin seinen Rücktritt eingereicht und in den Ruhestand versetzt worden ist. Er hatte sich in der letzten Zeit mit der Durchsetzung von Gesetzen zum Schutz der russischen Sprache beschäftigt.
 
 
Befürchtungen tauchten auf, dass mit dem Weggang der Prozess der EndRussifizierung des Kaliningrader Gebietes wieder an Fahrt aufnehmen könnte.
 
Meldungen der Staatsanwaltschaft besagen aber das Gegenteil, denn eine eingereichte Klage beim Kaliningrader Gericht forderte vom Besitzer einer Immobilie in der Stadt Kaliningrad, die an seinem Haus in deutscher Sprache angebrachte historische Straßenbezeichnung aus der Zeit bis 1946 in Monatsfrist zu entfernen.
 
Fotogalerie EndRussifizierung Kaliningrader Gebiet
 
Es geht um die „Wißmannstraße“, die heute ul. Schorsa heißt.
 
Das Gericht kommentierte, dass es in Kaliningrad ein Straßen- und Wegeverzeichnis gebe. Hier sind alle Bezeichnungen aufgeführt, so wie sie der russischen Gesetzgebung entsprechen. Das Anbringen von historischen Straßenbezeichnungen in einer ausländischen Sprache widerspreche der geltenden Gesetzgebung.
 
Videoeinspielung
 
Es gibt in Kaliningrad eine wachsende Anzahl gesellschaftlich interessierter Bürger, die der EndRussifizierung des Gebietes Einhalt gebieten wollen und der Staatsanwaltschaft Hinweise zu Gesetzesverletzungen im Rahmen des Schutzes der russischen Sprache geben.
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