Elektronisches Visum: Deutsche belegen nur Platz 4

Elektronisches Visum: Deutsche belegen nur Platz 4

 

Seit einem reichlichen halbem Jahr gibt es das kostenlose Elektronische Visum für das Kaliningrader Gebiet. Die Erwartungen der russischen Seite sind weit übertroffen worden. Und so konnte die Kaliningrader Außenministerin Alle Iwanowa in der vergangenen Woche optimistische Zahlen vorlegen.

 

 

Insgesamt können Bürger aus 53 Ländern das Elektronische Visum für Kaliningrad beantragen. Bürger von 50 Ländern haben dies auch getan. Zu den drei Ländern, wo die Bürger bisher kein Interesse an Kaliningrad gezeigt haben, gehört vermutlich auch der Vatikan. Somit hat Kaliningrad hier noch touristische Reserven.

 

 

Insgesamt wurden bis Dezember 2019 80.000 Elektronische Visa ausgereicht. 80 Prozent aller ausgegebenen Visa haben Bürger von vier Staaten erhalten:

  • Litauen 43%
  • Lettland 20 %
  • Polen 16 %
  • Deutschland 13 %.

Damit zeigt auch diese Einzel-Statistik, dass Deutsche in der touristischen Gesamtstatistik für die Region nur eine nachgeordnete Rolle spielen. Zu Zeiten, als das kostenlose Elektronische Visum noch nicht existierte, argumentierten viele Deutsche, dass die hohen Visagebühren und das bürokratische Prozedere der Visabeantragung sie davon abhalten, nach Kaliningrad zu reisen. Nun ist das Visum kostenlos und es gibt keinerlei Bürokratie bei der Beantragung des Visums am häuslichen Computer. Da es die Deutschen trotzdem nicht nach Kaliningrad zieht, muss es also andere Gründe geben.

Ein deutscher Generalkonsul in Kaliningrad kommentierte vor einigen Jahren in einem Interview mit „Kaliningrad-Domizil“ sinngemäß: „Die Deutschen sind verwöhnt. Sie haben schon alles in der Welt gesehen, was es zu sehen gibt. Und es gibt in Kaliningrad nichts, was die Deutschen nicht schon anderswo gesehen hätten.“

 

Reklame

Kommentare ( 1 )

  • A. Bienenfreund

    Veröffentlicht: 3. Februar 2020 11:56 pm

    nur ein bischen Kleinlichkeit: 43+20+16+13=92
    beste Grüße

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 3. Februar 2020 14:18

      ... verdammt, jetzt kann man noch nicht mal mehr den russischen Medienangaben blind vertrauen. Alles muss man nachrechnen.

Um zu kommentieren, müssen Sie sich registrieren oder einloggen.

Autorisierung