Es lebe Markgraf Georg Friedrich, allerdings ohne „G.“ und ohne „F.“

Es lebe Markgraf Georg Friedrich, allerdings ohne „G.“ und ohne „F.“

 

Eine Reihe von russischen Kreisstädten im Kaliningrader Gebiet hatte sich entschlossen, das ehemalige sowjetische Stadtwappen, eingeführt nach 1946, abzuschaffen. Als neues Stadtsymbol wählte man ein Symbol, welches dem deutschen Symbol, verwendet bis 1946, sehr ähnlich war, aber den Heraldik-Empfehlungen der zuständigen Kommission, widersprach.

 

 

Ein Gericht hat nun diesem Treiben vor einigen Wochen ein Ende gesetzt und die Einhaltung der Empfehlungen der russischen Heraldik-Kommission angeordnet. In diesem konkreten Fall betraf es das Stadtwappen von Tschernjachowsk, dem ehemaligen deutschen Insterburg.

Internationale Heraldik-Empfehlungen gehen davon aus, dass ein Wappen keinerlei Schrift und keinerlei Zahlen enthalten sollte. Das neue Stadtwappen von Tschernjachowsk zeigte, zusätzlich die Buchstaben G.F., welche für Markgraf Georg Friedrich stehen – einem Mann, der für die ostpreußische Geschichte der Stadt eine Rolle spielte, aber nicht für die russische Stadt Tschernjachowsk.

Nach dem Richterspruch waren die Stadtverordneten von Tschernjachowsk gezwungen, bis zum 1. Januar 2020 das Wappen der Stadt neu zu gestalten. Die Stadtverordneten haben sich entschieden, das Wappen so zu belassen wie es ist, jedoch die beiden Buchstaben mit den dazugehörigen zwei Punkten zu entfernen.

In der dazugehörigen Wappen-Beschreibung formulieren die Abgeordneten von Tschernjachowsk, dass das neue Wappen auf der Grundlage des alten historischen Wappens aus deutscher Zeit erarbeitet wurde.

Reklame

Kommentare ( 0 )

Um zu kommentieren, müssen Sie sich registrieren oder einloggen.

Autorisierung