Kaliningrad – Stadt der Kultur- und Bildungsinseln

Kaliningrad – Stadt der Kultur- und Bildungsinseln
 
Schaut man auf die Karte, so ist das Kaliningrader Gebiet eine Insel – rein geopolitisch gesehen. Aber auch in der Stadt selber kennen wir die Kant-Insel und die Oktoberinsel. Diese sind aber schon reale Inseln, von Wasser umgeben. Und es tut sich viel auf diesen beiden Inseln.
 
 
Die Oktoberinsel machte vor zehn Jahren von sich reden, als sich die Kaliningrader entschlossen das zu tun, wozu viele hundert Jahre sich die Königsberger nicht entschließen konnte. Es erfolgte die Trockenlegung der Oktoberinsel, einem großen Territorium, fast im Stadtzentrum. Es sollte ein Stadion für die Fußball-Weltmeisterschaft darauf errichtet werden. Und es wurde ein Stadion errichtet. Dabei blieb es aber nicht.
 
Man entschloss sich diese Insel zu einem neuen Zentrum der Kultur und des Business zu machen.
 
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Vor wenigen Jahren wurde beschlossen, in Russland zwei Offshore-Zonen einzurichten, um russischem Kapital die Möglichkeit zu geben, geschützt in die Heimat zurückzukehren. Eine dieser Offshore-Zonen ist die Oktoberinsel in Kaliningrad. Sehen tut man bisher wenig, denn die Offshore-Zone ist mehr virtuell, eigentlich braucht man nur eine große stabile Wand mit vielen Briefkästen. Aber man arbeitet in Russland insgesamt und in Kaliningrad insbesondere daran, die Gesamtbedingungen für eine präsentable Offshore-Zone zu schaffen, so dass auch real Firmenniederlassungen, Finanzzentren, Banken, Juristen sich hier niederlassen.
 
Vor rund drei Jahren wurde der Beschluss gefasst, für 27 Mrd. Rubel ein Kultur- und Bildungszentrum auf der Oktoberinsel, gleich neben dem Fußballstadion gelegen, zu errichten. Der Gesamtkomplex soll bis 2023 fertiggestellt sein.
 
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Vor wenigen Tagen wurden die ersten Ergebnisse des ersten Bauabschnitts des Kultur- und Bildungszentrums vorgestellt, welches mit einem atemberaubenden Tempo errichtet wird.
 
Bei diesem ersten Bauabschnitt handelt es sich um eine Filiale des Moskauer staatlichen Musik-Konservatoriums Tschaikowski, eine Ballett-Akademie und eine ganz normale Schule mit einem großen Sportkomplex und einer Schwimmhalle, für die Kinder, die in diesen Sonderbildungseinrichtungen eine Spezialausbildung erhalten. Für alle schulischen Einrichtungen gibt es Internate, wo die Schüler, die aus ganz Russland kommen, untergebracht und versorgt werden.
 
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Trotzdem die Arbeiten im hohen Tempo geführt werden, wird der Eröffnungstermin am 1. September, dem allgemeinen Schulbeginn in Russland, nicht gehalten. Schuld an der Nichteinhaltung des Termins soll die Corona-Situation sein, die bei vielen Zulieferern zu Produktionsausfällen geführt hat, bis hin zur Lieferung von Musikinstrumenten aus dem Ausland. Man spricht jetzt vom Monat November für die vollständige Arbeitsaufnahme des gesamten Komplexes.
 
Der zweite Bauabschnitt umfasst den Bau von Hochhäusern, Wohnheimen und Dienstwohnungen für die Mitarbeiter des gesamten Komplexes. Der Bau hat bereits begonnen.
 
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Der dritte Bauabschnitt umfasst den Bau einer Filiale der Tretjakow-Galerie. Auch hier hat der Bau bereits begonnen. Vorbereitet wird der Bau einer Filiale des Bolschoi-Theaters und des Russischen staatlichen Instituts für darstellende Kunst. Sämtliche Objekte sollen bis 2023 in Nutzung überführt werden.
 
 
 
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