Kaliningrad erhält ein weiteres medizinisches Zentrum

Kaliningrad erhält ein weiteres medizinisches Zentrum
 
Nicht alles entwickelt sich zeitlich so, wie man es sich in der Donskaja 1, dem Sitz der Kaliningrader Gebietsregierung wünscht. Aber es entwickelt sich. So auch das System der spezialisierten medizinischen Zentren. Jetzt baut Kaliningrad ein Zentrum für Positronen-Emissions-Tomographie.
 
 
Schon vor einigen Jahren erhielt Kaliningrad ein kardiologisches Zentrum am Stadtrand. Medwedjew, der damalige Premierminister, besuchte es und meinte, es entsteht der Eindruck, als befinde man sich in einer außerirdischen Raumstation – so hatte ihn die Technik beeindruckt. Heute gehört das Kaliningrader Kardiologische Zentrum zu den bekanntesten in Russland.
 
Gleich neben diesem Zentrum wurde vor drei Jahren der Bau eines onkologischen Zentrums begonnen. Die Erkrankungen in diesem Bereich sind in Kaliningrad, verglichen mit dem föderalen Durchschnitt, überdurchschnittlich und somit war der Bau dringend notwendig. Es fing gut an und endete böse, denn die damaligen Bauverantwortlichen wurden im Rahmen großflächigen Betruges verhaftet, das Geld war verloren. Mit erheblicher Verzögerung ging es weiter und irgendwann in den kommenden zwei Jahren könnte es in Nutzung überführt werden.
 
Nun verkündete der Kaliningrader Gouverneur, dass in unmittelbarer Nachbarschaft zum onkologischen Zentrum, ein neues Diagnosezentrum errichtet wird – ein Zentrum für Positronen-Emissions-Tomographie. Aus den Äußerungen des Gouverneurs konnte man verstehen, dass ein derartiges Zentrum, zumindest im kleineren Format, Bestandteil des onkologischen Zentrums hätte sein müssen. Da aber ein derartiges Zentrum nicht vorgesehen ist, wird es nun als eigenständiges Zentrum errichtet und somit vermutlich in seiner Anwendung im Interesse der Patienten wesentlich breiter aufgestellt, als nur konzentriert auf onkologische Erkrankungen.
 
Somit entwickelt sich der Stadtrand von Kaliningrad in östlicher Richtung immer mehr zum Dislozierungsort für hochqualifizierte medizinische Einrichtungen. Da auch immer mehr Patienten aus dem russischen Mutterland hier behandelt werden, ist es nur eine Frage der Zeit, wann sich hier die Hotel-Infrastruktur für die Angehörigen entwickelt, die die Patienten begleiten und in ihrer Nähe sein wollen.

 

 

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