Kaliningrad hat keine Musiker

Kaliningrad hat keine Musiker

 

Kaliningrad hat keine Musiker. Und die Musiker, die Kaliningrad hat, wollen nicht spielen. Zumindest wollen diese nicht auf der Straße spielen. Dies kommentierte Andrej Lewschenko in einem Radiointerview mit der Kaliningrader „Komsomolskaja Prawda“.

 

 

Erst vor wenigen Monaten wurde die Baranowstraße im Stadtzentrum Kaliningrads, gleich neben dem Zentralmarkt, vollständig für die Nutzung als Flaniermeile freigegeben. Die Stadt versucht mit den verschiedensten Mitteln, diese Straße zu einem echten Anziehungspunkt, sowohl als Einkaufserlebnis, wie auch generell als Kulturmeile zu entwickeln.

Hierzu gehört auch, auf dieser Straße, wie es in europäischen Städten Gang und Gebe ist, Musikanten spielen zu lassen.

Andrej Lewschenko, der Besitzer der bekannten Kultureinrichtung „Wagonka“, man kann auch Kulteinrichtung sagen, kommentierte, dass die Idee, für diese Straße Musikanten zu gewinnen, gescheitert ist. Es gibt niemanden, der dort spielen will. Selbst mit Geld konnte niemand überzeugt werden.

Die Kaliningrader Musikanten sind ein recht eigenartiges Völkchen. Sie sind weniger Musikanten als vielmehr echte Punks – meint Lewschenko.

Kaliningrad ist eine vergleichsweise kleine Stadt. Es existieren nur sehr wenige Musikschulen, wo Künstler ausgebildet werden. Somit ist klar, dass diese auf den Straßen fehlen.

Ab und zu trifft man aber Musikanten auf den Straßen – aber eben zu wenige und nicht immer ist das Zuhören ein Vergnügen.

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