Kaliningrad strebt gen Himmel

Kaliningrad strebt gen Himmel
 
 
Die Verantwortlichen für die Stadtentwicklung in Kaliningrad haben mehrmals betont, dass es Grenzen für die Entwicklung der Stadt gibt. Bauflächen sind im stark begrenzten Umfang noch für die kommenden fünf Jahre vorhanden. Diese fünf Jahre müssen intensiv genutzt werden, bevor dann das Renovationsprogramm anläuft.
 
In ihrer historischen Entwicklung war die Stadt nie ein Ort der Wolkenkratzer. Die Häuser hatten eine Etagenanzahl von drei bis fünf Etagen. Daran änderte sich auch mit dem Wiederaufbau der Stadt, unmittelbar nach dem Krieg recht wenig. Erst, als man begann, den Moskauer Prospekt neu zu bebauen, gab es große Häuser mit zehn Etagen.
 
 
Und diese Periode des Baus von „Zehn-Etagern“ hielt lange an. Nach dem Zerfall der Sowjetunion gab es lange Jahre in Kaliningrad, wo weder gebaut, noch instandgesetzt wurde. Der allgemeine Niedergang des Immobilienfonds begann und die Resultate der gesellschaftlichen Inaktivität sehen wir heute noch.
 
Anfang der 2000er Jahre begannen die Bauaktivitäten wieder und nahmen von Jahr zu Jahr zu. Heute ist Kaliningrad eine Stadt mit Bauboom. Und trotzdem jedes Jahr mehr und mehr gebaut wird, besteht ein ständiges Defizit. Die Wohnungen werden den Baufirmen förmlich aus der Hand gerissen, insbesondere wenn es um die begehrten Ein-Raum-Wohnungen bis 30, 35 Quadratmetern geht.
 
Die Stadt selber dehnt sich aus, aber trotzdem hat sie natürlich Grenzen. Sie wächst durch Bebauung von Umland, der Errichtung völlig neuer Stadtteile, von denen der Stadtteil „Selma“ gegenwärtig besonders herausragt.
 
Das Informationsportal „Kaliningrad.ru“ hat seine Leser eingeladen, einen Blick auf einige der Bauprojekte zu werfen, die in den kommenden Jahren in der Stadt umgesetzt werden.
 
Es ist klar, dass die Stadt ihren historischen Eindruck eines Wohnortes im Osten Preußens, mit engen, dunklen, ofenbeheizten Wohnungen und fließend Wasser aus Wasserpumpen auf der Straße schon längst verloren hat.
 
Jetzt nimmt die Stadt immer mehr die Gestalt einer modernen russischen Stadt mit eigener bunter Architektur an. Noch kann man Kaliningrad nicht als Großstadt bezeichnen, denn dafür werden eine Million Einwohner benötigt. Aber die Hälfte der Strecke hat die Stadt schon geschafft.
 
Werfen wir zuerst einen Blick auf ein neues Handelszentrum, welches in den kommenden Monaten im Kaliningrader Stadtzentrum errichtet werden soll. An dieser Stelle stand bis zum Jahre 2018 eine historische Kaserne, die nach dem Krieg als Großbäckerei genutzt wurde. Das Handelszentrum entsteht in unmittelbarer Nähe zum Hotel „Mercury“ am Oberteich und ist nicht zu verwechseln mit dem neuen Handelszentrum, welches gegenwärtig auf dem ehemaligen Territorium des Zentralmarktes für Industriewaren errichtet wird.
 
„Selma“ ist ein Stadtteil, der sich rasant entwickelt. In der Vergangenheit entwickelte sich der Wohnungsbau hier schneller, als die notwendige, dazugehörige Infrastruktur. Es entstanden viele Unbequemlichkeiten und der Stadtteil erfreute sich keiner großen Beliebtheit. Das hat sich in den letzten drei, vier Jahren geändert. Alles, was man braucht, um ein komfortables Leben zu genießen, ist in diesem Stadtteil vorhanden. Und beim Bau neuer Wohnkomplexe in diesem Stadtteil, werden die Erfahrungen der Vergangenheit berücksichtigt.
 
Der hier gezeigte Wohnkomplex, dessen Bau in Kürze beginnen wird, hat eine Höhe von bis zu 17 Etagen und befindet sich an der Eisenbahnlinie, die entlang dem Markt „Selma“ führt.
 
Ein spektakuläres Bauprojekt ist das Wohnviertel „Russisches Europa“. Es ist so umfangreich, dass es in mehrere Unterbauprojekte aufgeteilt wurde. Das erste Bauprojekt erhielt die romantische Bezeichnung „Schwalbennest“. Es befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Neubaugebiet „Susdalskaja“ und dem ehemaligen Airport „Devau“.
 
Gut bekannt ist meinen Zuschauern bereits die Wohngegend in der Artilleristkaja. Insbesondere der hintere Teil der Straße, in der es keinerlei historische Bebauung gab, macht durch seine attraktiven Wohnanlagen auf sich aufmerksam. Der historische Teil der Straße wird gegenwärtig in großem Umfang rekonstruiert. Die neue Schule „Nachimowa“ hat hier ihren Standort gefunden.
 
Nun erhält diese Straße eine Erweiterung.
 
Verlassen wir kurz Kaliningrad und schauen auf einige kleinere, aber trotzdem optisch interessante Neubauprojekte in Svetlagorsk. Unweit des Sees wird dieses Haus errichtet, welches wohl kaum Sozialwohnungen anbieten wird.
 
Ein weiteres Projekt sieht die Errichtung eines Hauses mit Schwimmbecken und Appartements vor. Wer von meinen Zuschauern den Wohnkomplex „Baden Baden“ in Svetlogorsk kennt, wird sich zum Ort dieses neuen Gebäudes orientieren können. Es entsteht gleich in Nachbarschaft.
 
Zum Schluss kehren wir nochmal an den Stadtrand von Kaliningrad zurück, wo ein weiteres, riesiges Einkaufszentrum errichtet werden soll. Es entsteht am Stadtrand der Siedlung Cholmogorowka/ Холмогоровка. Nach Fertigstellung werden hier Waren und Dienstleistungen auf 26.000 Quadratmetern angeboten.
 
Fazit: Kaliningrad entwickelt sich. Dies wissen immer mehr Menschen zu schätzen und siedeln nach Kaliningrad. Die Migrationsstatistik ist positiv.
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