Kaliningrad wächst und verschiebt die Stadtgrenzen

Kaliningrad wächst und verschiebt die Stadtgrenzen

 

Kaliningrad ist eine sich dynamisch entwickelnde Stadt. Die Zahl von 500.000 Einwohnern ist vermutlich längst erreicht, obwohl offizielle Bestätigungen noch nicht vorliegen. Und es wird gebaut. Wer noch vor zehn Jahren glaubte, am Stadtrand zu wohnen, kann heute getrost behaupten, im Stadtkern zu wohnen.

Und es ändert sich der Charakter der Wohngebiete.

Noch vor wenigen Jahren hatte Kaliningrad fünf Stadtgebiete. Der Balt-Rayon hatte von allen fünf Stadtteilen den schlechtesten Ruf und wer es vermeiden konnte, dort zu wohnen, der tat es.

Im Zuge einer Verwaltungsreform wurde der Balt-Rayon dem Moskauer Stadtbezirk eingegliedert. Von vielen unbemerkt, begann sich der exBalt-Rayon zu entwickeln und wer nicht wenigstens zweimal im Jahr dorthin einen Ausflug macht, wird erstaunt sein, was sich innerhalb kürzester Zeit dort alles verändert hat und vielleicht auch dieses oder jenes nicht wiedererkennen.

Noch nicht alles ist perfekt. Die wichtigste Straße, die Kiewer Straße, wird seit Monaten rekonstruiert und die Verkehrssituation ist gegenwärtig mehr als angespannt.

Aber wer die große Umwegfahrt über die Ringstraße, die Okruschnaja, geschafft hat, trifft auf eine der neuen Straßen – die Karamsin-Straße, direkt am Stadtrand.

Benannt wurde diese neue Straße nach dem Historiker und großen russischen Literator aus der Epoche des Sentimentalismus – Nikolai Michailowitsch Karamsin.

Und während „Kaliningrad-Domizil“ sich ein wenig in einem der Wohnquartale der neuen Straße umschaute, eröffnete der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow einen neuen Kindergarten.

Heute ist dies schon fast eine Standardsituation, denn dort, wo Wohnungen gebaut werden, leben auch Kinder und die brauchen Kinderkrippen- und Kindergartenplätze. Trotz intensivster Bautätigkeit gibt es bereits wieder eine Warteliste auf Kindergartenplätze, denn die Migration nach Kaliningrad ist hoch. 2.000 Kinder, im Alter ab drei Jahren, warten auf einen Kindergartenplatz.

Der neue Kindergarten verfügt über Räume für den Musikunterricht, für Gymnastikausbildung, es gibt medizinische Räumlichkeiten, denn in jedem Kindergarten müssen ein Arzt und eine Krankenschwester anwesend sein. Weiterhin verfügt der Kindergarten über eine eigene Küche und angeschlossenem Speisezimmer sowie eine Wäscherei. Insgesamt finden hier 761 Kinder Platz.

Baukosten für diesen Kindergarten beliefen sich auf 198 Mio. Rubel. Bis zum Jahresende werden zwei weitere Kindergärten mit einer Gesamtkapazität von 273 Plätzen in der Stadt Kaliningrad geschaffen. Ein weiterer Kindergarten wird in Selenogradsk zur Nuung übergeben.
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