Kaliningrader Elektronisches Visum – weitere Erfahrungen, Probleme und Empfehlungen

Kaliningrader Elektronisches Visum – weitere Erfahrungen, Probleme und Empfehlungen
Begleittext zur Videoinformation
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Kaliningrader Medien berichten über weitere Erfahrungen bei der Nutzung des Elektronischen Visums für das Kaliningrader Gebiet. Zusammengefasst kommen alle zu der Schlussfolgerung, dass da, wo Licht ist, auch Schatten ist.

Die Kaliningrader Zöllner fixieren ein starkes Anwachsen der Grenzpassagiere, die mit ihrem PKW die Grenze überqueren. Dieser Zuwachs ist auf die Einführung des Elektronischen Visums zum 1. Juli 2019 zurückzuführen.

Alleine im Zeitraum 14./15. Juli haben über Tausend PKW den Grenzpunkt Mamonowo-2 passiert, davon 449 Fahrzeuge, also rund die Hälfte, waren Ausländer. 300 der genannten Fahrzeuge, fuhren erstmals in das Kaliningrader Gebiet ein.

Die westlichen Reisenden sind nicht vertraut mit dem Ausfüllen einer Zollerklärung und füllen diese häufig mit Fehlern aus. Die Zöllner helfen bei der Korrektur, aber dies führt zu zusätzlichen Wartezeiten.

Auch die anderen Grenzübergänge werden schon überproportional frequentiert. So fuhren an den genannten Tagen 786 PKW über Bagrationowsk ein und 684 Fahrzeuge über Mamonowa-1. In Goldap querten 477 Fahrzeuge die Grenze.

Der Kaliningrader Zoll empfiehlt allen Reisenden, die vorhandenen vier Grenzübergänge von Polen Richtung Kaliningrad ausgewogen zu nutzen, damit es zu keinen Staus kommt. Allerdings wurde den Reisenden nicht erklärt, wie diese für sich feststellen können, welcher Grenzübergang nun gerade weniger ausgelastet ist. Desweiteren ist wohl auch kaum zu erwarten, dass Reisende aus Deutschland den Umweg nach Goldap fahren werden, nur weil dort die Schlange vielleicht kürzer ist.

Fehler beim Ausfüllen der Zollerklärung könnten vermieden werden, wenn der Zolldienst der Russischen Föderation, ähnlich wie das russische Außenministerium, eine elektronische Deklarierung im Vorfeld anbietet – natürlich sollten gerade die Zolldokumente in der jeweilig benötigten Landessprache verfügbar sein.

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