Kaliningrader Kultur- und Tourismusminister hofft auf Deutschland

Kaliningrader Kultur- und Tourismusminister hofft auf Deutschland
 
Schon vor einigen Tagen veröffentlichten Kaliningrader Medien aktuelle Äußerungen des Kaliningrader Kultur- und Tourismusministers Andrej Ermak, der wieder mehr Werbung für das Kaliningrader Gebiet in Deutschland machen will.
 
 
Diejenigen, die sich für diese Thematik interessieren, werden sich daran erinnern, dass Kaliningrad bereits vor einigen Jahren an zwei Orten in Berlin Reklamebanner aufgehängt hatte, wo für teures Geld sinnlos für das schöne Kaliningrad geworben wurde.
 
Videoeinspielung: Sowjetischer Filmklassiker „Lustige Leute“
 
Dabei gibt es Möglichkeiten, eigentlich kostenlose Möglichkeiten, effektiv auf Kaliningrad aufmerksam zu machen - man muss nur verstehen, das Internet und die Sozialnetzwerke richtig zu nutzen.
 
Videoeinspielung: Sowjetischer Filmklassiker „Der unsichtbare Reisende“
 
Aber Andrej Ermak will wieder Reklame nach rein klassischer Methode in Deutschland und den skandinavischen Staaten machen – so berichten Kaliningrader Medien.
 
Der Minister kommentierte in einem Radiointerview, dass man sich auf ganz konkrete Märkte konzentrieren werde – wozu auch Deutschland gehöre – um für das Gebiet Werbung zu machen. Er gehe davon aus, dass die Grenzen im kommenden Jahr wieder offen sind und somit ausländische Touristen in das russische Kaliningrad kommen.
 
Videoeinspielung: Sowjetischer Filmklassiker „Oktober“
 
Zum Zeitpunkt seiner Darlegungen im Radiointerview waren die jetzigen aktuellen Ereignisse, rund um den Patienten Nawalny noch nicht bekannt. Man kann wohl aber getrost davon ausgehen, dass sich die westlichen Staaten intensiv beraten und Maßnahmen festlegen, wie man Russland maximal schädigen kann. Und das zu einem der wichtigsten Orte, wo man versucht Einfluss zu nehmen, Kaliningrad gehört, dürfte völlig außer Frage stehen.
 
Videoeinspielung: Sowjetischer Filmklassiker „Jemeljan Pugatschow“
 
Insgesamt zeigt die Statistik, dass der Kaliningrader Tourismus in den letzten Jahren zum größten Teil von Touristen aus dem russischen Mutterland gelebt hat. 80 Prozent aller Touristen kamen von dort. Die restlichen 20 Prozent waren Touristen aus ehemaligen Republiken der Sowjetunion und nur ein kleiner Teil kam aus den Ländern der westlichen Demokratien, sprich den Ländern der Europäischen Union. Deutsche Touristen hatten einen Anteil von weniger als zwei Prozent am Gesamtaufkommen der Touristen.
 
Grafik: Tourismusaufkommen Kaliningrader Gebiet
 
Der Kaliningrader Tourismusminister gab auch eine erste Einschätzung der diesjährigen Saison, die sich nun langsam dem Ende neigt.
 
So hatten die Touristen, die nach Wiederaufnahme der Reisemöglichkeiten nach Kaliningrad kamen, im Durchschnitt 6.000-8.000 Rubel am Tag für Gaststättenbesuche, Exkursionen und Andenken ausgegeben. Der Minister zeigte sich zufrieden, denn die Hotels waren ausgebucht. In der Zeit vom 28. Juni bis 27. August reisten rund 270.000 Touristen nach Kaliningrad.
 
Im Anhang ein Beitrag zum Kauf von Eisenbahntickets im größten Land der Erde.
Reklame

Kommentare ( 1 )

  • Bastian Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 4. September 2020 00:43 pm

    Nun ja, der Herr Andrej Ermak kann sich derzeit all seine Gelder für die Werbung Kaliningrads für deutschen Touristen sparen.
    Soll er sie für etwas Nützliches ausgeben.
    In dem derzeitigen "Deutschland" hat wieder mal mit kräftiger Unterstützung einer wohl geistig nicht mehr voll auf der Höhe befindlichen Frau, derzeit in Berlin tätig, der Widersinn in Reinformat Einzug gehalten. Es wird zwar immer vollmundig behauptet, daß diese BRD ein Rechtsstaat sei. Und da haben diese Behaupter vollkommen Recht. Es wird zwar auch immer behauptet, daß diese Gesellschaft stets gegen rechts sei, Und da fängt das ganze Mißverständnis an. Diese BRD-Regierung ist gegen den permanenten grünen DDR-Abbiegepfleil, den man im Westen gar nicht kennt, aber gegen braune rechte Ideologien und deren Ausleben hat diese Regierung nur blabalbla was.
    Das zeigt sich auch, daß die deutsche Flagge der Kriegsmarine wieder "hoffähig" gemacht wird. Was wissen die Kinder und Jugendlichen darüber?

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