Kaliningrader Ministerin zur Corona-Virus-Zukunft des Kaliningrader Gebietes

Kaliningrader Ministerin zur Corona-Virus-Zukunft des Kaliningrader Gebietes
 
Alla Iwanowa, Leiterin der Agentur für auswärtige Angelegenheiten der Kaliningrader Gebietsregierung, fasste in einem Interview mit der „Komsomolskaja Prawda“ die wichtigsten Informationen, Prognosen und Fakten zusammen, die diejenigen wissen müssen, die Interesse an einer Reise nach Kaliningrad haben.
 
 
Die Kaliningrader Gebietsregierung hat keinerlei Schritte unternommen, um den individuellen Transit-Reiseverkehr von Westeuropa über das Kaliningrader Gebiet, durch die baltischen Staaten, hin zum russischen Mutterland zu aktivieren. Dies ist gegenwärtig nicht im Sinne der epidemiologischen Situation – so die Ministerin.
 
 
Die gegenwärtig geltenden Quarantänemaßnahmen sind darauf gerichtet, die Mobilität der Menschen einzuschränken. Somit wäre eine Wiederaufnahme des Transitreiseverkehrs kontraproduktiv, insbesondere auch deshalb, weil es auch die Interessen anderer Staaten tangiert, die diesem Transit stattgeben müssten und in denen eine ähnliche Quarantänesituation herrscht, wie in vielen anderen Ländern.
 
Alla Iwanowa sprach die Hoffnung aus, dass es im Herbst zur Wiederherstellung der Reisemöglichkeiten kommen wird. Die Hoffnung wird untermauert durch den dann erreichten Impfstand in Russland, wo der größte Teil der Bevölkerung geimpft sein wird. Die Zeit bis dahin werden alle interessierten Länder nutzen, um eine Einigung zu den Formalitäten der Wiederaufnahme des internationalen Reiseverkehrs zu treffen.
 
 
Die Ministerin geht davon aus, dass der Reisende eine ärztliche Bescheinigung über das Fehlen einer Covid-Infektion benötigt oder aber den Nachweis über Antikörper zu diesem Virus.
 
Sie erinnerte daran, dass Ausländer, die gegenwärtig nach Kaliningrad einreisen wollen, an der Grenze einen Corona-Virus-Test vorweisen müssen. Auch russische Staatsbürger, die nach Kaliningrad einreisen, müssen sich innerhalb von drei Tagen einem Test unterziehen und bis Vorlage der Ergebnisse sich in Selbstisolierung begeben.
 
Die russischen Grenzen wurden durch Erlass der russischen Regierung im März 2020 geschlossen. Das Überqueren der Grenzen ist nur in begründeten Ausnahmefällen möglich.
 
Angesprochen auf die ausgestellten Visa der Schengen-Staaten, äußerte Alla Iwanowa Zweifel, dass die Europäische Union diese verlängern werden. Es gibt keinerlei Anzeichen, dass hierfür Absichten bestehen – so die Ministerin. Visa sind zeitlich befristete Dokumente und keine Lebensmittelmarken, die man zu einem beliebigen Zeitpunkt verwenden kann – kommentierte Alle Iwanowa. Die Ministerin erklärte sich bereit, falls dies wirklich ein akutes Problem darstellt, die notwendigen diplomatischen Einrichtungen in Kaliningrad zu konsultieren, denn diese arbeiten gegenwärtig normal weiter.
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