Kaliningrader regionale Kurzinformationen - Woche 2020-04

Kaliningrader regionale Kurzinformationen - Woche 2020-04

 

Das Leben in Kaliningrad ist vielfältig und interessant. Aber nicht jede Information reicht für einen vollumfänglichen Artikel aus oder ist so wichtig, um darüber ausführlich zu berichten. Wir fassen sonstige Ereignisse zu Kurzinformationen zusammen und veröffentlichen diese am Wochenende für die jeweils abgelaufene Woche.

 

 

Der russische Premierminister Mischustin hat die Umbenennung mehrerer Orte im Kaliningrader Gebiet angewiesen. Die Siedlung Sadowo heißt ab sofort Sadowoje und Nowouralsk wurde in Nowouralskoje umbenannt. Die Siedlung Garino erhielt die neue Bezeichnung Gorino.

Im Ostseestädtchen Selenogradsk wurde mit dem Bau einer neuen Fußgängerzone begonnen. Es handelt sich um den Kurort-Prospekt, welcher sich bis zum Beginn des Sommers in neuem Glanz zeigen soll. Nach Abschluss der Arbeiten wird die Zone für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Die Baukosten belaufen sich auf 25 Mio. Rubel.

Der Kaliningrader städtische Nahverkehr befördert durchschnittlich täglich 150.000 Passagiere. Die Mehrzahl der Passagiere nutzt die großen Linienbusse, gefolgt von den Marschrutkas. Erst an dritter und vierter Stelle werden Trolleybusse und die letzte verbliebene Straßenbahnlinie genutzt.

Die Kaliningrader Stadtverwaltung setzt sich mit den privaten Transportunternehmen im öffentlichen Nahverkehr auseinander, die die Mindesteinsatzzeiten von 06-24 Uhr nicht einhalten. Bei der Neuverteilung von Lizenzen wird sich dies auswirken – versprach die Stadtverwaltung.

Der ehemalige Leiter der Gebietsbibliothek und die Hauptbuchhalterin wurden von einem Gericht wegen Veruntreuung zu zwei bzw. einem Jahr Freiheitsentzug auf Bewährung verurteilt. Sie hatten in den Jahren 2010-2017 1,6 Mio. Rubel entweder veruntreut oder ungerechtfertigt verausgabt.

Die Kaliningrader Stadtverwaltung plant, schrittweise den Anteil der kleinen Marschrutkas im öffentlichen Nahverkehr zurückzudrängen und durch kleinere, kompaktere Linienbusse zu ersetzen. Ganz verzichten kann man allerdings auf die Marschrutkas, die ausschließlich privat betrieben werden, nicht.

Ein Kaliningrader Gericht hat einen Beschluss zur Zahlung einer Strafe von 100.000 Rubel gegen die Organisation „Umweltschutz“ aufgehoben. Die Leiterin dieser Organisation hatte sich Mitte 2019 nach Deutschland abgesetzt und dort Ende 2019 politisches Asyl erhalten.

Statistische Berechnungen haben ergeben, dass die Einkommen der Kaliningrader im Zeitraum 2009-2018 um 184 Prozent gestiegen sind und somit das Durchschnittseinkommen (nicht zu verwechseln mit Durchschnittslohn) gegenwärtig bei 27.227 Rubel liegt.

Kaliningrad bereitet sich auf die getrennte Müllentsorgung vor. Bisher sind 60 Plätze für die Mülltrennung eingerichtet worden, die von der Bevölkerung aktiv und diszipliniert genutzt werden. Das System der Mülltrennung soll ab 1. Februar starten. Eine Firma, welche sich speziell nur mit diesem Müll beschäftigt, wurde im Ausschreibungsverfahren gefunden.

In Selenogradsk wurden bei Bauarbeiten altdeutsche Luftschutzbunker entdeckt, die man jetzt restaurieren und für Touristen zugänglich machen will. Erste Gedanken laufen darauf hinaus, dort Ausstellungen zu organisieren.

Kein Zuwachs ausländischer Touristen – konstatierte der Kaliningrader Tourismusminister Andrej Jermak zu den Besucherresultaten zum Jahreswechsel. 48.000 Touristen reisten an. Nur 10 Prozent davon waren Ausländer. Insgesamt ist allerdings die Anzahl der Touristen zum Jahreswechsel um 15 Prozent gestiegen.

Der Kaliningrader Gouverneur und der Bürgermeister haben Anfang der Woche einen neuen Kindergartenkomplex im Süden der Stadt eröffnet. Er ist bestimmt für Kinder im Alter von 1,5- 3 Jahren und bietet 88 Kindern Platz. Im vergangenen Jahr wurden in Kaliningrad 900 neue Kindergartenplätze geschaffen.

Spätestens Mitte des Jahres wird in Kaliningrad eine neue Steuerform eingeführt. Personen, die nur alleine arbeiten, sogenannte Selbstbeschäftigte und die damit ein Jahreseinkommen bis 2,4 Mio. Rubel erarbeiten, müssen diese Einkommen zukünftig mit 2-6 Prozent versteuern und sind damit legaler Teilnehmer am Wirtschaftsmarkt.

In Kaliningrad hat die Polizei eine große illegale Tabakfabrik entdeckt. Diese produzierte mit modernen Maschinen Zigaretten ohne Akzise. Der Polizei gelang es, die Führung der Firma und die Verantwortlichen für die Produktion und den Vertrieb zu verhaften. Zigaretten, Tabak und die technische Ausstattung wurden beschlagnahmt.

Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow informierte, dass noch in diesem Jahr mit dem Bau einer großen neuen Poliklinik im Stadtteil Selma begonnen wird. Auf 12.000 Quadratmeter sollen die Bewohner des neuen, sich sehr dynamisch entwickelnden Stadtteils, ärztlich besser versorgt werden. 1,6 Mrd. Rubel werden für diese Objekt bereitgestellt.

Die Kaliningrader Eisenbahn hat einen neuen Chef. Dieser brachte auch gleich zwei neue Vorortzüge „Lastotschka“ mit, die den Regionalverkehr entlasten sollen. Die bisherigen modernen „Schwalben“ transportieren im Jahr rund drei Millionen Passagiere, also 75 Prozent des gesamten Passagieraufkommens im Kaliningrader regionalen Eisenbahnverkehr.

In Kaliningrad wird der historische Gebäudekomplex des Bahnhofes „Hollanderbaum“ restauriert. Gegenwärtiger Besitzer ist die Kaliningrader Zollverwaltung, die die Rekonstruktion auch in Auftrag gegeben hat. Es handelt sich um ein denkmalgeschütztes Gebäude aus dem Jahre 1929. Bis 1. August 2020 wird die Restaurierung abgeschlossen.

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