Kaliningrader Tageblatt – Ausgabe September 2016

Kaliningrader Tageblatt – Ausgabe September 2016
Das „Kaliningrader Tageblatt“ informiert täglich über aktuelle Ereignisse in der Wirtschaft, Politik, Kultur und Gesellschaft der Region und der Stadt Kaliningrad. 
 
 
30.09.2016 – Kaliningrader Stadtrat – schneller als alle anderen
Der Kaliningrader Stadtrat hat am Donnerstag seine konstituierende Sitzung durchgeführt. Die 28 Mitglieder des Stadtrates bestimmten den Vorsitzenden des Stadtrates, den Ersten Stellvertreter und bildeten den personellen Bestand der vier Ausschüsse, die sich mit den Fachfragen beschäftigen werden. Noch vor den Wahlen am 18. September, hatte der Kaliningrader Stadtrat die Anzahl der Ausschüsse halbiert und will damit 30 Mio. Rubel Steuergelder sparen. Die jetzigen Leiter der Ausschüsse sind ausnahmslos Mitglieder der Partei „Einiges Russland“ und haben bereits im vorigen Stadtrat den Vorsitz dieser Ausschüsse inne gehabt.  
 
Die russische Staatsduma wird zu ihrer konstituierenden Sitzung am 5. Oktober zusammentreten und einen Tag später wird die Kaliningrader Gebietsduma ihre Arbeitsfähigkeit herstellen.
 
30.09.2016 – Polnische Zöllner mit Erfolgsquoten
Im Verlaufe der jetzt ablaufenden Woche bewiesen die polnischen Zöllner an der Grenze zum Kaliningrader Gebiet ihre Professionalität. Sie fanden in den Fahrzeugen der Grenzpassagiere die nach Polen einreisen wollten insgesamt 124.000 Schachteln Zigaretten in einem Gesamtwert von 19.000 Euro. Die beliebtesten Verstecke der Schmuggler waren in den Fahrzeugreifen, hinter den Stoßstangen, im Boden der Fahrzeuge, unter den Sitzen und im Kofferraum. Zukünftige Schmuggler sollten also diese Erfahrungswerte zugrunde legen und sich andere Verstecke im Fahrzeug einfallen lassen. Schmuggler war ein Bürger aus Portugal, Polen und natürlich Russen.
 
30.09.2016 – Alles Käse in Neman
An sich stellt diese Überschriftenformulierung eine Beleidigung dar. In diesem Fall ist es allerdings eine rein sachliche Information, denn in der Kreisstadt Neman im Nordosten des Kaliningrader Gebietes findet am Samstag ein Käse-Festival statt. Austragungsort ist das Hotel „Deutsches Haus“, welches sich bemüht während des Festivals eine ostpreußische Atmosphäre zu organisieren. Angeboten werden ausschließlich Gerichte auf Käsebasis und dazu passend Bier aus eigener Brauerei nach deutschem Rezept. Wer daran teilnehmen möchte, braucht sich nur auf die Straße des Sieges zu begeben.
 
30.09.2016 – Mobile Rente in Kaliningrad
Die regionale Rentenverwaltung des Kaliningrader Gebietes macht mobil. Um den älteren Bürgern die oftmals nicht einfache Reise nach Kaliningrad oder in die benachbarte Kreisstadt zu erleichtern, hat sich die Rentenverwaltung ein „Office auf Rädern“ zu gelegt und fährt nach einem vorher festgelegten Fahrplan alle entfernt liegenden Siedlungen im Kaliningrader Gebiet ab, um dortige Rentner zu betreuen. In erster Linie ist dieser Service für mobilitätseingeschränkte Personen gedacht, die bevorzugt abgefertigt werden. Weiterhin hat der Rentner im Kaliningrader Gebiet die Möglichkeit aus drei Varianten die Zahlung der Rente zu erhalten: durch Überweisung auf die Kreditkarte oder auf das Sparbuch, durch persönliche Abholung der Rente bei einer Poststelle oder durch den Geldboten, der ins Haus kommt.
 
 

29.09.2016 – Personalprobleme der Regierung lösen sich automatisch
Die Kaliningrader Gebietsregierung verfügte bis zum Antritt des neuen Gouverneurs Ende Juli 2016 über sieben Vizegouverneure und 14 Minister. Dass die Mehrzahl der Vizegouverneure (jetzt Vizepremiers) ihre Funktion in den kommenden Wochen verlieren wird (vermutlich nach Arbeitsaufnahme der neuen Gebietsduma), ist ein offenes Geheimnis. Nun sind aber schon, fast unbemerkt, zwei Vizepremiers ausgeschieden - Alexej Nikolajewitsch Ziluanow und Alexander Sergejewitsch Bogdanow. Beide hatten sich im Rahmen der Duma-Wahlen den Wählern als Abgeordnete angeboten. Bogdanow wurde in die Gebietsduma gewählt und Ziluanow wird Kaliningrad in der Staatsduma vertreten. Somit lösen sich Personalprobleme in der Gebietsregierung fast von alleine.
Am Mittwochabend wurde bekannt, dass die Partei „Einiges Russland“ die bisherige Vorsitzende der Gebietsduma Marina Orgejewa auch für den Vorsitz der neuen Gebietsduma vorschlagen wird. Die konstituierende Sitzung der Gebietsduma findet am 6. Oktober statt.
 
 
29.09.2016 – Lebensmittelvergiftung in Kaliningrader Schule
In der Kaliningrader Schule Nr. 50 ist es am Dienstag zu einer Lebensmittelvergiftung von mindestens zehn Kindern gekommen. Die Anzeichen hierfür traten unmittelbar nach dem Frühstück auf. Ein Großteil der Kinder wurde in ein Krankenhaus eingeliefert, wo nach entsprechenden Untersuchungen eine Darminfektion festgestellt wurde. Einige Kinder nahmen die Eltern zu sich nach Hause zur häuslichen Betreuung. In der Zwischenzeit wurden Untersuchungen eingeleitet und die russische Verbraucherschutzbehörde hat die Stolowaja in der Schule geschlossen.  
 
Foto: Schule Nr. 50 in Kaliningrad (Screenshot rechts. Abschlussfeier des Schuljahres 2015/16)
 
29.09.2016 – Für den Stadtrat schon alles klar – scheint es
Die Delegiertenkonferenz der Partei „Einiges Russland“ hat sich auf Andrej Kropotkin als alten und neuen Leiter des Kaliningrader Stadtrats geeinigt. Von 130 versammelten Delegierten stimmten 125 für einen derartigen Beschluss. Da „Einiges Russland“ nur über 34,6 Prozent aller Stimmen im neugewählten Stadtrat verfügt, muss man sich mit den anderen fünf vertretenen Parteien einigen. Es reicht aber auch nur ein Abstimmungs-„Bündnis“ mit den Liberalen, die 18,94 Prozent einbringen. Zweifel an der Wahl von Andrej Kropotkin bestehen prinzipiell allerdings nicht.
 
 
29.09.2016 – Müssen die Gäste der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 hungern?
Diese Befürchtung scheint zumindest der Chefarchitekt von Kaliningrad Wjatscheslaw Genne zu haben, denn während einer Sitzung der Stadtverwaltung zum Thema der Vorbereitung der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 meinte er, dass es in Kaliningrad nur 37 Sommercafés gibt und dies scheint ihm für die Bewirtung der vielen Gäste, die zu den vier Gruppenspielen erwartet werden, viel zu wenig zu sein. Da Kaliningrad auch nicht über ein entwickeltes System der öffentlichen Toiletten verfügt, sind alternative Toiletten in den Restaurants besonders wichtig. Viele Restaurantbesitzer haben auch ihr Einverständnis zur Nutzung durch Nichtbesucher der Gaststätte erklärt, aber wenn Gaststätten selbst nicht ausreichen, dann wird es auch mit den Toiletten knapp. Der Chefarchitekt erklärte, dass man in der Stadtverwaltung bereit ist, mit Investoren über langfristige Pachtverträge zu sprechen und über eine aktive Hilfe beim Erhalt aller notwendigen Genehmigungen für die Eröffnung neuer Gaststätten und Restaurants.
 
 
28.09.2016 – Entwicklung der Arbeitslosigkeit in Kaliningrad
Die Schere zwischen Arbeitslosigkeit und offenen Stellen wird größer in Kaliningrad. Das Amt für Arbeitslosigkeit hat die Statistik für den Monat August veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass die Anzahl der offiziell registrierten Arbeitslosen rückläufig und die Anzahl der offenen Stellen zunehmend ist. Ein Zeichen, dass sich in der Kaliningrader Wirtschaft doch irgendetwas zu bewegen scheint. Somit standen Ende August 6.222 Arbeitssuchenden 9.950 offene Stellen entgegen.
 
 
28.09.2016 – Investitionen schon vier Jahre rückläufig
Der Kaliningrader Premierminister Anton Alichanow informierte, dass bereits seit vier Jahren ununterbrochen die Investitionen im Kaliningrader Gebiet rückläufig sind. Die amtsführende Wirtschaftsministerin Ninel Salagajewa zeigt sich aber überzeugt, dass sich das Blatt im Jahre 2017 wenden wird. Wie das Internetportal „rugrad.eu“ kommentiert, zeigt sich hier die Kaliningrader Gebietsregierung wesentlich optimistischer als föderale Quellen die Entwicklung voraussehen. Auch der Kaliningrader Premierminister Alichanow war von dem Optimismus seiner amtsführenden Ministerin nicht ganz überzeugt und meinte, dass ihm unklar ist, woher sie diesen Optimismus nimmt.
 
 
28.09.2016 – SPAR hält nichts vom sparen
Die relativ junge Supermarktkette SPAR (Inhaber sind die Besitzer einer weiteren Kaliningrader Supermarktkette „Semja) halten nichts vom Sparen und vom Kleckern. Fast jeden Monat wird mindestens ein neuer Supermarkt in der Stadt Kaliningrad oder im Gebiet eröffnet. Während die anderen Supermärkte über einen Umsatzrückgang klagen, hat die Supermarktkette „SPAR“ in diesem Jahr einen Umsatzzuwachs von 53 Prozent zu verzeichnen. Die dort angebotenen Waren unterscheiden sich in einer Reihe von Positionen von dem gewohnten Allerlei der anderen Supermärkte in Kaliningrad, aber auch von der optisch besseren Präsentation. Allerdings sind die Preise auch etwas höher. Anscheinend fürchtet SPAR auch nicht die Konkurrenz, denn nachdem die älteste Kaliningrader Supermarktkette „WESTER“ einen neuen Supermarkt eröffnet hatte, hat SPAR genau gegenüber einen neuen Supermarkt gebaut.
 

28.09.2016 – Bürgermeister ist schockiert
Der Kaliningrader Bürgermeister Alexander Jaroschuk zeigte sich schockiert über den Zustand eines Cafés am Oberteich. Die Stadt hat über zwei Milliarden Rubel für die Rekonstruktion des Oberteiches ausgegeben und jetzt befindet sich dort ein Café mit Platikstühlen und einem Gesamtniveau wie aus den 90er Jahren. Er forderte, dass dieser Primitivismus sofort beendet wird und Projekte für die weitere Entwicklung, des bei der Bevölkerung so populären Bereiches, erarbeitet werden, die in den nächsten 5-10 Jahren modernen und ansprechenden Bestand haben.
 
 
28.09.2016 – Großes illegales Waffenlager gefunden
Mitarbeiter des Kaliningrader FSB haben in einem Einfamilienhaus und auf einem Gartengrundstück große Bestände an Waffen und Munition gefunden. Wie sich herausstellte, waren dies Vorräte einer Verbrecherbande aus den wilden 90er Jahren in Kaliningrad, die damals vernichtet wurde. Zu den Funden gehörten normale Waffen, Maschinengewehre, Panzerabwehrgranaten, über 500 Schuss Munition und viele weitere Waffen und Munitionsteile. Durch die Untersuchungsorgane wird nun ermittelt, wie diese Mengen in die Hände der Verbrecherbande gelangen konnte. Sollten die ehemaligen Lieferanten aus damaliger Zeit noch leben, so ist es nur eine Frage der Zeit, bis sie ermittelt sind.
 
 
27.09.2016 – Nun offiziell: Kaliningrad hat neuen FSB-Chef
Der russische Präsident Wladimir Putin den Befehl zur Ernennung von Leonid Michaljuk zum Chef der Verwaltung des föderalen Sicherheitsdienstes im Kaliningrader Gebiet unterzeichnet. Die Stelle war vakant geworden im Zusammenhang mit der Ernennung des ehemaligen FSB-Chefs zum amtierenden Gouverneur des Kaliningrader Gebietes. Generalmajor Michaljuk war FSB-Chef des Gebietes Wologodsk. Seine Versetzung nach Kaliningrad kommt einer Beförderung gleich, da die hiesige Führungsposition die Erreichung des Dienstgrades Generalleutnant ermöglicht.
 
 
27.09.2016 – Starker Rückgang des internationalen Passagieraufkommens
In den ersten acht Monaten des aktuellen Jahres ist das Passagieraufkommen auf internationalen Strecken des Airports Chrabrowo um 63 Prozent rückläufig. Abgefertigt wurden in diesem Zeitraum nur noch 40.717 Passagiere. Dieser Rückgang wurde aber mehr als ausgeglichen durch den Anstieg der Passagierzahlen auf innerrussischen Strecken um mehr als neun Prozent. In absoluten Zahlen wurden 1.030.410 Passagiere abgefertigt. Somit hat der Airport im Ganzen einen Passagierzuwachs von 1,45 Prozent zu verzeichnen.  Gegenwärtig kann man von Kaliningrad aus nach Moskau, St. Petersburg, Scherepowez, Krasnodar, Minsk, Grodno, Gomel, Brest, Taschkent und Barcelona fliegen.
 
 
26.09.2016 – Weltmeisterschaft der Feuerwerker beendet
Die Weltmeisterschaft der Feuerwerker fand im Kaliningrader Gebiet vom 3. Bis 24. September statt. Austragungsort war in diesem Jahr Selenogradsk. Geplant ist, diese Weltmeisterschaft jedes Jahr im Kaliningrader Gebiet zu veranstalten und mit der Ausrichtung jeweils einen anderen Kommunalkreis zu beauftragen. An den Weltmeisterschaften nahmen in diesem Jahr Vertreter  aus Italien, Mexiko, Tschechien, Frankreich, China, Deutschland, Polen, Weißrussland und Russland teil. Das Organisationskomitee ermittelte Weißrussland als Sieger. Den zweiten Platz belegte Tschechien, der dritte Platz ging an die Mannschaft aus Polen. Weiterhin wurden Sonderpreise vergeben. So erhielt die chinesische Mannschaft den Preis für die beste Synchronisation von optischen und musikalischen Effekten. Frankreich erhielt einen Preis für die beste emotionale Darstellung, Mexiko für die beste Darstellung von „Phantasie und Feuer“. Für die beste künstlerische Darbietung erhielt Deutschland einen Preis. Den „Zuschauerpreis“ erhielt Italien.  
 
 
26.09.2016 – Oberkommandierender der Seestreitkräfte in Kaliningrad
Der Oberkommandierende der russischen Seestreitkräfte Wladimir Koroljow hat sich zu einem Arbeitsbesuch in Kaliningrad aufgehalten. Während seines Besuches überzeugte er sich vom Stand der Ausbildung und Gefechtsbereitschaft der Ostseeflotte. Ein wesentlicher Punkt auf dem Arbeitsplan war die Überprüfung der Arbeitsbereitschaft der Führungsorgane der Flotte. Der Kommandierende der Ostseeflotte Vizeadmiral Alexander Nowosatow setzte seinen Vorgesetzten über den Stand der erreichten Veränderungen seit der massenhaften Ablösung von Offizieren und Admiralen der Flotte vor einigen Monaten ins Bild. Weiterhin besuchte der Oberkommandierende der Seestreitkräfte die Schiffsbauwerft „Jantar“, die wesentliche Aufträge des russischen Verteidigungsministeriums im Interesse der Modernisierung der Ostseeflotte ausführt.
 
 
25.09.2016 – Sie liebt mich, sie liebt mich nicht …
Sie kennen dieses Spiel mit den Pusteblumen natürlich. Ähnliches spielt sich gegenwärtig in Kaliningrad seit Freitag ab, wo Blütenblätter gerupft werden mit dem Begleitspruch: „Polen eröffnet am Montag den kleinen visafreien Grenzverkehr, Polen eröffnet am Montag nicht den kleinen visafreien Grenzverkehr.“ Kaum das sich irgendeine polnische oder russische Persönlichkeit darüber geäußert hat, kommt prompt wenige Momente später eine gegenteilige Information von der jeweils anderen Seite.  
 
25.09.2016 – Nackt in die Kirche
Die Kirche ist allgemein als sozial orientierte Einrichtung bekannt. Sie hilft Bedürftigen mit Speis und Trank und vermutlich hoffte ein Kaliningrader auch, dass ihm die Kirche eine neue Bekleidungsausstattung schenkt, denn er entschloss sich vor ein paar Tagen, quer durch die Stadt ohne alles zu laufen. Er begab sich auf den Platz des Sieges und stieg dann die vielen Stufen zur Christi-Erlöser-Kirche hinauf. Ihm gelang es noch in die Kirche zu kommen und dort wurde er von der Polizei mit einem Minimum an Bekleidung versorgt und in Gewahrsam genommen. Die Polizei vermutete, dass der Mann psychologischer Hilfe bedarf. Mitarbeiter der Schnellen medizinischen Hilfe bestätigten die Vermutung. Der Mann wurde dem medizinischen Personal übergeben. Weitere Ordnungsstrafmaßnahmen wurden nicht eingeleitet. Der Mann war stark alkoholisiert. Einem Journalisten erklärte er, dass es notwendig war sich zu betrinken und mindestens zwei Stunden nackt durch die Stadt zu wandeln. Warum, wieso und wohin konnte der Mann allerdings nicht erklären. Ein Vertreter der Kirche erklärte, dass es sich um eine Provokation handele und die Kirche sich damit nicht beschäftigen werde.
 
Foto: Adam auf der Himmelsleiter …
 
25.09.2016 – Kaliningrad, ein Reiseziel auch für deutsche Touristen
Eine der Hauptentwicklungsrichtungen für das Kaliningrader Gebiet bis zum Jahre 2020 ist der Tourismus. Im Jahre 2015 wurden in Kaliningrad eine Million Touristen registriert. Bis zum Jahre 2020 ist die Verdoppelung dieser Zahl geplant. Ein wesentlicher Meilenstein zu dieser Zahl ist die Fußball-Weltmeisterschaft 2018, in deren Rahmen Kaliningrad für vier Gruppenspiele der Gastgeber sein wird. Wir zeigen Ihnen an jedem Sonntag an dieser Stelle Videobeiträge oder 3-D-Animationen aus der modernen Stadt im Westen Russlands. Vielleicht auch für Sie eine Anregung für einen Aufenthalt in der Stadt mit deutscher Historie, sowjetischer Vergangenheit und russischer Gegenwart.
Besuchen Sie mit uns heute das Schloss Brandenburg.
 
 
24.09.2016 – Letzte Runde der Weltmeisterschaften der Feuerwerker
Am Samstag findet die vierte und letzte Runde der Weltmeisterschaften der Feuerwerker in Selenogradsk statt. Die Mannschaften aus Weißrussland und Polen erhalten die Möglichkeit, ihre Fertigkeiten zu demonstrieren. Insgesamt haben Teilnehmer aus neun Ländern ihr Können gezeigt. Danach wird der Sieger ermittelt. Zukünftig soll jedes Jahr diese Weltmeisterschaften im Kaliningrader Gebiet stattfinden. Der Reihe nach soll jeder Kreis die Möglichkeit der Organisation der Weltmeisterschaften erhalten.  
 
24.09.2016 – Endgültige Wahlergebnisse liegen vor
Am Freitag hat die Zentrale Wahlkommission die endgültigen Ergebnisse der Duma-Wahlen vom 18. September veröffentlicht. Wesentliche Änderungen zu den bekannten Ergebnissen gab es weder im föderalen noch im regionalen Bereich.
In der Gebietsduma werden fünf Parteien vertreten sein:
 
 
Im Kaliningrader Stadtparlament werden sechs Parteien die Interessen ihrer Wähler wahrnehmen:
 
 
24.09.2016 – Polen will visafreien kleinen Grenzverkehr wieder aufnehmen?
Der stellvertretende Außenminister Polens Marek Ziolkowski erklärte, dass man in Polen über eine Wiederaufnahme des kleinen visafreien Grenzverkehrs mit dem Kaliningrader Gebiet nachdenke. Eine diesbezügliche Entscheidung könnte schön in Kürze fallen. Polen fordert von Russland Sicherheitsgarantien. Warum diese Forderung steht, ist der russischen Seite allerdings nicht klar, denn die russischen Bürger reisen nach wie vor ungehindert nach Polen, allerdings mit einem polnischen Visum. In russischen Medien werden Überlegungen angestellt, ob es überhaupt noch für Russland von Interesse ist, den kleinen visafreien Grenzverkehr wieder einzuführen. Die größte Aufregung gab es auf polnischer Seite. Die Kaliningrader Bürger haben den Fakt zur Kenntnis genommen und reisen nun bei Bedarf mit einem Visum nach Polen. Es könnte also durchaus möglich sein, dass Russland eine Wiederaufnahme des kleinen visafreien Grenzverkehrs nicht mehr zustimmt, es sei denn, Polen macht neue Vorschläge für eine Erweiterung des Abkommens. Es sei darauf hingewiesen, dass polnische Bürger das gesamte Kaliningrader Gebiet visafrei bereisen können, die Kaliningrader Bürger aber nur einen schmalen Streifen entlang der polnischen Grenze.
 
 
24.09.2016 – Kaliningrader Fahrradfahrer sind Angstfaktor für Holländer
Der stellvertretende Bürgermeister für Stadtwirtschaft Sergej Melnikow äußerte sich zu den Qualitäten der Kaliningrader Fahrradfahrer. „Wenn unsere Fahrradfahrer in Holland fahren, dann wird die Hälfte der holländischen Bevölkerung in Krankenhäuser eingeliefert“, - so (zu Recht) der stellvertretende Bürgermeister. Die Fahrradwege sind in Kaliningrad noch unzureichend entwickelt. Die Fahrradfahrer nutzen alles, was ihnen irgendwie freie Fahrt einräumt. Oftmals verhalten sie sich auf den Fußgängerwegen mehr als riskant.  
 
Foto: So Fahrrad-friedlich sieht es sehr selten aus auf den Kaliningrader Straßen
 
23.09.2016 – Führungswechsel in Ostseeflotte abgeschlossen
Wie eine Quelle aus dem Stab der Ostseeflotte mitteilte, hat der russische Präsident Wladimir Putin am 17. September einen Befehl unterzeichnet und den Kommandierenden der Ostseeflotte und seinen Stabschef endgültig in ihre Funktionen eingesetzt. Sie waren bisher „mit der Führung beauftragt“. Somit ist neuer Kommandierender der Ostseeflotte Alexander Nosatow und Igor Muchametschin sein Stabschef und gleichzeitig Erster Stellvertreter.
 
 
23.09.2016 – Rückläufiger Einzelhandel in Kaliningrad
In den letzten 12 Monaten ist der Einzelhandel in Kaliningrad um 3,5 Prozent rückläufig – im Vergleich zum analogen Zeitraum der Vorjahresperiode. In absoluten Ziffern betrug der Einzelhandel 96,1 Mrd. Rubel. Darüber informierte die föderale Statistikbehörde RosStat. Im August 2016 war der Einzelhandel sogar 8,4 Prozent niedriger als im August 2015 und betrug nur 12,1 Mrd. Rubel. Vergleicht man allerdings die Monate August und Juli 2016, so gibt es kaum eine Veränderung (0,1 Prozent). Bereits vor einiger Zeit hatten die Kaliningrader Einzelhändler – ohne die Erkenntnisse der staatlichen Statistikbehörde – informiert, dass der Handel mit Lebensmitteln rückläufig ist.
 
 
22.09.2016 – Luschkow will Nischen in Kaliningrader Landwirtschaft schließen
Der ehemalige Bürgermeister von Moskau Juri Luschkow, seit Jahren erfolgreicher Landwirt im Kaliningrader Gebiet, will sich nun auch der Pilzzucht zuwenden. Dies teilte der fast 80jährige in einem Interview gegenüber TASS mit. Gegenwärtig sind die dafür erforderlichen Gebäude bereits instand gesetzt worden. Neben der Pferde- und Viehzucht (Holsteiner, Trakehner, Hannoveraner) beschäftigt sich Luschkow auch mit Getreide- und Rapsanbau und der Verarbeitung von landwirtschaftlichen Produkten.  
 
22.09.2016 – Wahl des Rektors der Technischen Universität
Nach Ablauf von fünf Jahren geht auch die Amtszeit des jetzigen Rektors der Kaliningrader staatlichen technischen Universität zu Ende. Die Funktion muss zwingend zur Neubesetzung ausgeschrieben werden. Interessenten können ihre Bewerbung bis 30. September einreichen. Bis 10. Oktober nimmt dann die Universität die Dokumente der Bewerber entgegen. Der Rektor wird für einen Zeitraum von fünf Jahren bestimmt. findet dann die Personalauswahl für den Rektor der Universität für die kommenden fünf Jahre statt. Die in die engere Auswahl kommenden Kandidaten müssen dem Wissenschaftsrat ihr Programm für die Arbeit und Entwicklung der Universität vorlegen. Die Wahl des neuen Rektors erfolgt in offener Abstimmung. Bestätigt wird die Wahl durch die föderale Agentur RosRybolowstwo.
 
 
21.09.2016 – Neue Manöver der Ostseeflotte
In der Ostseeflotte sind neue Manöver angelaufen – so berichtet der Pressedienst der Flotte. Trainieren tun die Seefliegerkräfte der Flotte 15 Episoden möglicher Gefechtshandlungen sowohl zu Tages- wie auch Nachtzeiten. An der Übung nehmen 20 Flugzeuge und mehr als 500 Armeeangehörige teil.
 
 
21.09.2016 – Ein Geheimnis weniger um den Kaliningrader Gouverneur
Andrej Kolesnik, Leiter der Regionalorganisation der Partei „Einiges Russland“ im Kaliningrader Gebiet informierte Journalisten, dass er die Absicht habe, noch 1,5 Jahre die Partei in Kaliningrad zu leiten. Danach läuft seine Wahlzeit aus. Er bestätigte die Frage eines Journalisten, dass er sich mit dem neuen Gouverneur treffe – „… ja, wir treffen uns und tauschen uns aus, obwohl er kein Mitglied unserer Partei ist“, - so Kolesnik. Nun gibt es ein Geheimnis weniger um den Gouverneur. Ob er allerdings parteilos ist, wissen die neugierigen Journalisten nun immer noch nicht, denn immerhin gibt es außer der Partei „Einiges Russland“ noch 76 andere politische Parteien. Weiterhin hoffte der Parteivorsitzende, dass sich der Gouverneur im kommenden Jahr den Gouverneurswahlen stellt, denn bisher ist er, bis zur Wahl, nur mit der Führung der Region beauftragt.
 
 
21.09.2016 – Sportminister zufrieden mit den Kaliningradern
Witali Mutko, Sportminister der Russischen Föderation war eigentlich schon immer zufrieden mit den Kaliningradern – von einzelnen Personen mal abgesehen. Aber es gab schon Zeiten, wo er sich Sorgen um den Stand des Baus des Fußballstadions auf der Insel machte. Diese Sorgen sind nun vorbei und er zeigte sich beruhigt. Kaliningrad legt ein gutes Tempo vor und das Stadion ist jetzt zu 60 Prozent fertig. Fragen gibt es noch zur gesamten ingenieurtechnischen Infrastruktur der versumpften Insel – aber auch die sind jetzt in fester Hand.
 
Karte: Die Insel, Standort des Fußballstadions in Kaliningrad


 

20.09.2016 – Sau verfolgt, Grenze verletzt
Polnische Jäger haben es in ihrem Eifer ein wenig übertrieben. In ihrem Bemühen eine Wildsau zur Strecke zu bringen, verfolgten sie das verwundete Tier, schauten nicht nach links und nach rechts und erwiesen sich plötzlich, gemeinsam mit der Sau, auf russischem Territorium. Dort erlegten sie das Tier und schleppten es zurück auf polnisches Gebiet. Polnische Grenzer warteten bereits und nahmen sie wegen Grenzverletzung fest. Mit einer Strafe von 500 Zloty kamen die Jäger glimpflich davon. Wie die polnischen Grenzbehörden mitteilten, wurden in diesem Jahr bereits 20 illegale Grenzübertritte fixiert – allerdings immer ausgehend von polnischer Seite.
 
20.09.2016 – Zu den Fortschritten des Stadionbaus in Kaliningrad
Die Vorbereitungen auf die Fußball-Weltmeisterschaften 2018 laufen. Jetzt wurde auf der Baustelle ein gewaltiger Kran der Firma „Liebherr“ aufgestellt, der in der Lage ist, Lasten bis zu 750 Tonnen zu heben. Dieser Kran wird nun die Dachkonstruktion heben und „per Lufttransport“ an die Stelle bringen, wo sie hingehört. Wenn Sie sich für den Baufortschritt des Stadions auf der „Insel“ interessieren – klicken Sie auf die Grafik und Sie sehen die Bauarbeiten in Echtzeit.
 
 
 
19.09.2016 – Operative Wahlergebnisse für das Gebiet Kaliningrad
  • Bisher sind in Kaliningrad weniger als ein Drittel aller Wahlzettel ausgewertet worden.
  • Grund hierfür ist, dass Kaliningrad als letzte russische Region die Wahllokale geschlossen hatte und somit die Auszählung erst sehr spät begann.
  • Wahlsieger ist für die Regional-Duma die Partei „Einiges Russland“ mit erheblichem Stimmenzuwachs, jedoch traditionell weniger, als im föderalen Durchschnitt.
  • Die „Liberalen“ scheinen auch zu den Siegern mit einem leichten Stimmenzuwachs zu gehören. Die „Kommunisten verloren Stimmen. „Gerechtes Russland“ scheint die Hälfte der Wähler verloren zu haben, wird aber in die Gebietsduma einziehen.
  • Die neue Gebietsduma wird somit nur noch durch vier Parteien gebildet.
  • Die Wahlbeteiligung lag rund 20 Prozent unter der Beteiligung im Jahre 2011.
  • Nach Vorlage von ersten Ergebnissen für das Kaliningrader Gebiet wird die Grafik operativ aktualisiert.
 
 
19.09.2016 – Wahlen in Kaliningrad
Am Sonntag öffneten pünktlich um 08.00 Uhr 545 Wahllokale im Kaliningrader Gebiet. Die Wähler in Kaliningrad hatten mehrere Wahlen durchzuführen. Zum einen wählten sie die Abgeordneten der russischen Staatsduma, dann die Abgeordneten der Kaliningrader regionalen Duma, dann die Abgeordneten des Stadtparlaments. Bewohner der Kreise Gurewsk, Mamonowa, Krasnosnamensk, Prawdinsk, Bagrationowsk und Neman wählten noch ihre kommunalen Vertreter. In allen Wahllokalen arbeiteten insgesamt 1.200 Wahlbeobachter der politischen Parteien und Vertreter von gesellschaftlichen Organisationen.
 
 
Die Kaliningrader Medien konzentrierten sich am Sonntag auf die Wahlen im Gebiet. Weitere Meldungen zu aktuellen und interessanten Tagesereignissen gab es nicht.
 
18.09.2016 – 20 Jahre „Komsomolskaja Prawda“
Vor 20 Jahren wurde die Kaliningrader „Komsomolskaja Prawda“ geboren. Es war eine Hausgeburt, denn als erstes Redaktionszimmer diente das Kinderzimmer in einer kleinen Wohnung irgendwo in der Stadt. Zwei Mitarbeiter hatte die Redaktion damals. Heute ist die Zeitung die größte und am meisten gelesene im Kaliningrader Gebiet. Es gehörte schon eine gewisse Weltanschauung dazu, im Jahre 1996 eine Zeitung „Komsomolskaja Prawda“ (Kommunistische Jugendwahrheit) zu nennen, nachdem erst sechs Jahre zuvor der Kommunismus komplett zusammengebrochen war. Um den Geburtstag zu feiern wurde ein ganzer Vorortzug gemietet, der die 1.500 Gäste nach Svetlogorsk fuhr. Und auch dort wurde nicht gekleckert, sondern das gesamte Gebäude der Jantarny-Holl“ angemietet. Viel Prominenz war der Einladung gefolgt. So auch Anton Andrejewtisch Alichanow, der jüngste regionale Premierminister Russlands, der am heutigen Tag seinen 30. Geburtstag feierte war mit Gattin erschienen. Die Gastgeber boten ein, mit viel Beifall belohntes, Kulturprogramm und sorgten sich auch um das leibliche Wohl der Gäste. Alle hatten ausreichend Gelegenheit Bekanntschaften zu pflegen und neue zu knüpfen … und natürlich wurde genügend Klatsch, Tratsch und Ernsthaftes (manchmal hinter vorgehaltener Hand) ausgetauscht.
 

Foto: Unser Informationspartner „Komsomolskaja Prawda“ feiert seinen 20. Geburtstag in Kaliningrad
 
18.09.2016 – Dritte Runde der Weltmeisterschaften der Feuerwerker
Am Samstag hat die dritte Runde der Weltmeisterschaften der Feuerwerker in Selenogradsk stattgefunden. Um 22.00 Uhr zeigten die Spezialisten aus China ihr Können und eine halbe Stunde später um 22.30 Uhr hatte Deutschland die Chance seine Qualifizierung zu beweisen. China wurde vertreten durch die Firma "Dream Fireworks" und Deutschland durch die Firma  "JUP Fireworks Europe“.
 
18.09.2016 – Tote bei Munitionsbergung
Am Freitag kam es zu einem Munitionsfund aus dem Zweiten Weltkrieg in der Stadt Gwardejsk. Mitarbeiter des Munitionsbergungsdienstes „Vorpost Baltik plus“ nahmen Arbeiten zur Entschärfung vor, als aus bisher unbekannten Gründen eine Explosion stattfand. Ein Mitarbeiter starb, drei wurden verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert. Zwei der Verletzten konnten zwischenzeitlich wieder nach Hause entlassen werden, der dritte Verletzte wird weiterhin im Krankenhaus betreut.
 
18.09.2016 – Wahlen in Kaliningrad und ganz Russland
Am heutigen Sonntag finden überall in Russland Wahlen zur Staatsduma statt. In 39 Regionen finden auch Wahlen zu den regionalen Volksvertretungen statt. So auch in Kaliningrad. Die Bewohner des Gebietes werden ab 8:00 Uhr eingeladen, in den Wahllokalen ihre Stimme für eine der 14 zu den föderalen Wahlen zugelassenen Parteien abzugeben. Im gesamten Kaliningrader Gebiet gibt es 540 Wahllokale. 86 Wahllokale sind mit automatisierten Wahlurnen ausgestattet. Wahlberechtigt sind alle russischen Bürger ab 18 Jahre, wenn sie ihren Pass vorlegen und sich im richtigen Wahllokal befinden. Im Internet, aber auch in jedem Wahllokal gibt es Informationen über die zur Wahl stehenden Kandidaten, die man einsehen oder auch mitnehmen kann. Insbesondere geht es bei diesen Informationen über mögliche Vorstrafen der Kandidaten, über deren Eigentumsverhältnisse, Steuererklärungen usw. Die Wahllokale schließen um 20.00 Uhr Ortszeit. Mit ersten belastbaren Ergebnissen ist nicht vor Montagmittag zu rechnen.
 
 
18.09.2016 – Gasanschlüsse überall bis 2020 in der Gebietshauptstadt
Die Gebietshauptstadt Kaliningrad wird bis zum Jahre 2020 komplett an die Gasversorgung, die preiswerteste Variante im Energiesystem, angeschlossen sein. Das verkündete der Bürgermeister Alexander Jaroschuk während eines Besuches in der ul. Mendelejewa Ende der Woche. Gegenwärtig haben 70 Prozent aller Verbraucher einen Gasanschluss. Die Intensität der Einrichtung von Gasanschlüssen, sowohl im privaten wie auch im kommerziellen Bereich ist sehr hoch und wenn es in diesem Tempo weitergeht, haben alle bis 2020 einen Gasanschluss – so Jaroschuk.
 
18.09.2016 – Kaliningrad, ein Reiseziel auch für deutsche Touristen
Eine der Hauptentwicklungsrichtungen für das Kaliningrader Gebiet bis zum Jahre 2020 ist der Tourismus. Im Jahre 2015 wurden in Kaliningrad eine Million Touristen registriert. Bis zum Jahre 2020 ist die Verdoppelung dieser Zahl geplant. Ein wesentlicher Meilenstein zu dieser Zahl ist die Fußball-Weltmeisterschaft 2018, in deren Rahmen Kaliningrad für vier Gruppenspiele der Gastgeber sein wird. Wir zeigen Ihnen an jedem Sonntag an dieser Stelle Videobeiträge oder 3-D-Animationen aus der modernen Stadt im Westen Russlands. Vielleicht auch für Sie eine Anregung für einen Aufenthalt in der Stadt mit deutscher Historie, sowjetischer Vergangenheit und russischer Gegenwart.
Besuchen Sie mit uns heute das Schloss Insterburg.
 
 
 
 
17.09.2016 – Koreanischer Generalkonsul in Kaliningrad
Der Generalkonsul von Korea sieht großes Potential für Investoren im Kaliningrader Gebiet. Dies erklärte er während seines Besuches am vergangenen Freitag in Kaliningrad. Während seines Aufenthaltes führte er Gespräche mit dem stellvertretenden Premierminister der Kaliningrader Gebietsregierung Alexander Rolbynow. Besprochen wurden kulturelle Themen aber auch Themen für die geschäftlichen Beziehungen. Koreanische Unternehmer zeigen insbesondere Interesse für die touristische Infrastruktur. Der Außenhandel mit Korea hat sich im ersten Halbjahr des aktuellen Jahres um 25 Prozent, im Vergleich zum Vorjahr, erhöht. Die Kaliningrader exportieren Textilien, Schuhe und Ausrüstungen. Aus Korea erhält Kaliningrad Maschinen, Ausrüstungen und Fahrzeuge.
 
17.09.2016 – Treffen mit Delegation aus Schleswig-Holstein
In der Kaliningrader Gebietsregierung fand am Freitag ein Treffen mit einer Regierungsdelegation aus Schleswig-Holstein statt. Im Ergebnis des Treffens wurde ein Arbeitsprogramm zur Zusammenarbeit in den Jahren 2017-2018 unterzeichnet. Im Programm wurden Momente des Umweltschutzes im Bereich der Ostsee aufgenommen sowie die Entwicklung der kulturellen Zusammenarbeit und des Jugendaustausches. Der Kaliningrader Premierminister Anton Alichanow informierte, dass während des Treffens auch einige problematische Fragen besprochen worden. „Es gibt einige Dinge, die nicht in die Regionalkompetenz fallen. Ungeachtet dessen haben wir Lösungsmöglichkeiten gefunden und einige Spannungsmomente damit gelöst. Ich meine hier die Tätigkeit von Nichtkommerziellen deutschen Organisationen. Wir sehen die positiven Momente der Arbeit dieser Organisationen, so auch das Hanse-Büro. Aber es gibt Forderungen der Gesetzgebung, die leider nicht erfüllt worden sind. In Kürze wird sich wohl aber das Problem lösen“, - zeigte sich Anton Alichanow überzeugt.
 
Foto: Unterzeichnung des Arbeitsprotokolls für die Jahre 2017/18 zwischen Schleswig-Holstein und Kaliningrad
 
17.09.2016 – Neue Investoren aus Deutschland
Im Kaliningrader Gebiet halten sich potenzielle Investoren aus Deutschland auf. Sie planen eine Tätigkeit in der Leichtindustrie und der Landwirtschaft. Darüber informierte der Kaliningrader Premierminister Anton Alichanow am Freitag. „Wir warten natürlich nun auf die Investitionen. Wir sehen die konkreten Unternehmen und die potenziellen Investoren aus Deutschland. Sie interessieren sich für die Landwirtschaft und die Leichtindustrie. Wir arbeiten gemeinsam mit ihnen auf geschäftlicher Ebene und werden uns von Zeit zu Zeit um den Stand der Realisierung der Projekte kümmern“, - so Anton Alichanow. Der deutsche landwirtschaftliche Investor plant in Kaliningrad Weizen für den Export anzubauen. Sie wollen 10.000 Hektar Fläche in Pacht nehmen.
 
17.09.2016 – Bismarck-Türme sollen restauriert werden
Im Kaliningrader Gebiet befinden sich einige der altdeutschen Bismarcktürme. Der Denkmalschutz will diese nun sichern und Arbeiten zur Verhinderung des weiteren Verfalls durchführen. Einer der Türme wurde vor rund 100 Jahren errichtet und erhielt 2011 den Status eines Baudenkmals von örtlicher Bedeutung. Der Turm ist stark zerstört, aber trotzdem kommen Besucher und Touristen, um sich den Turm anzuschauen. Der Leiter des Kaliningrader Denkmalschutzes Jewgeni Maslow will nun den Verfall aufhalten, das umliegende Territorium in Ordnung bringen, eine Informationstafel aufstellen und weitere Überlegungen für die Nutzung des Baudenkmals anstellen.
 
17.09.2016 – Holding Avtotor im Aufwind
Die Kaliningrader Fahrzeugholding „Avtotor“ wird 200 neue Mitarbeiter bis Ende des Jahres einstellen. Gegenwärtig arbeiten dort 2.200 Mitarbeiter. Im vergangenen Jahr war die Holding im Rahmen der Optimierung wirtschaftlicher Prozesse gezwungen 400 Mitarbeiter zu entlassen. Dies stand im Zusammenhang mit dem Weggang von General Motors aus Kaliningrad und letztendlich generell aus Russland. „Avtotor“ hat in der Zwischenzeit seine Fahrzeugproduktion weiter lokalisiert. Weiterhin entwickelt die Firma eine neue Produktionstrecke für die Montage von
Lastkraftwagen. Im Programm sind auch neue Modelle der Firma Hyundai und KIA.
 
 
17.09.2016 – Schwarze Listen für weiße Ware beim Verbraucherschutz
Die Kaliningrader Filiale der russischen Verbraucherschutzbehörde hat eine Liste der Firmen veröffentlicht, die qualitativ minderwertige Milcherzeugnisse auf dem Kaliningrader Einzelhandelsmarkt verkaufen. Insgesamt wurden 380 Proben genommen und untersucht. In 40 Proben gab es Abweichungen zu den staatlich festgelegten Qualitätsnormen. Vier Kaliningrader Firmen, die in dem Bericht öffentlich genannt werden, haben diese minderwertige Qualität, die Behörde spricht sogar von Warenfälschung, zu verantworten. Weiterhin wurden Qualitätsverstöße von Firmen aus dem russischen Mutterland festgestellt, die den Kaliningrader Markt beliefern. Dies betrifft Ware aus den Gebieten Moskau, Belgorod, Smolensk, Altai, Tatarstan, der Stadt Moskau und St. Petersburg. Im Ergebnis der Kontrolle mussten 82 Warenlieferungen im Gesamtgewicht von 1,3 Tonnen aus dem Verkauf genommen werden. Die ausgesprochenen Ordnungsstrafen belaufen sich auf mehr als 900.000 Rubel.
 
Foto: Milcherzeugnisse in großer Auswahl aus einheimischer Produktion in einem Kaliningrader Supermarkt
 
16.09.2016 – Weiterer Schritt zur Lebensmittelsicherheit
Im Kaliningrader Gebiet ist der bisher größte Lagerkomplex für Obst, Gemüse und Lebensmittel gebaut worden. Es handelt sich um das Handels- und Logistikzentrum „TDS-Retail“, welches über eine Fläche von mehr als 12.000 Quadratmetern verfügt. Fehlende Lagerfläche für eine qualitativ hochwertige Lagerung von landwirtschaftlichen Produkten ist eines der Haupthindernisse bei der weiteren Gestaltung der Lebensmittelsicherheit im Kaliningrader Gebiet. Nun gibt es Investoren, die für sich diese Marktlücke erkannt haben und in der kommenden Zeit das Lager- und Logistiksystem stark ausbauen werden. Dies wiederum wird, langfristig gesehen, auch zu einer Senkung der Einzelhandelspreise in den Supermärkten des Kaliningrader Gebietes führen. In das Objekt wurden 600 Mio. Rubel investiert. Eigentümer ist die Firmengruppe „Semja“ – eine große Supermarktkette in Kaliningrad.
 
Foto (Pressedienst Gebietsregierung): Logistikkomplex für landwirtschaftliche Erzeugnisse am Stadtrand von Kaliningrad
   
16.09.2016 – Oktoberfest in Kaliningrad
Traditionell hatte die Vertretung der Hamburger Handelskammer in Kaliningrad am Donnerstag Vertreter der deutschen Wirtschaft und des Kaliningrader öffentlichen Lebens zum „Oktoberfest“ in die „Königsresidenz“ in der uliza Newskowo eingeladen. Der Leiter der Vertretung Dr. Stefan Stein nutzte die Gelegenheit, in seiner Begrüßungsrede die Hoffnung zum Ausdruck zu bringen, dass die deutschen Unternehmer auch zukünftig in Kaliningrad erfolgreich tätig sein werden, so wie dies auch schon in den letzten 20 Jahren der Fall war.
 
16.09.2016 – Neues „Altes Haus“
Die Besitzer des Museums „Altes Haus“ in Kaliningrad werden am Samstag ein weiteres Museum „Altes Haus“ eröffnen. Hierfür haben sie eine Wohnung in einem altdeutschen Haus in der ul. Krasnaja 11, der ehemaligen deutschen Schrötterstraße erworben. Sie haben erforscht, dass zu deutschen Zeiten in dieser Wohnung der Krämer Gustav Grossmann wohnte, der einen Lebensmittelladen betrieb. Im Verlaufe eines Jahres wurden viele originale altdeutsche Einrichtungsgegenstände zusammengetragen und die Wohnung so hergerichtet, wie sie bis Kriegsende von Deutschen in Königsberg bewohnt waren. Das bisherige Museum in einer anderen Wohnung in der ul. Pugatschowa, die das Betreiberehepaar im Jahre 2014 eröffnete, bleibt ebenfalls bestehen. Auch hier soll sich die deutsche Wohnkultur der Vorkriegszeit widerspiegeln – allerdings, so die Betreiber des Museums, trägt diese Wohnung einen mehr weiblichen Charakter. Klicken Sie auf die Fotogalerie um zur englischsprachigen Seite des Museums zu gelangen.
 

 
16.09.2016 – Neu-Selma wird mit Leben gefüllt
Im Norden der Stadt entstand in den letzten Jahren ein neuer Stadtteil unter der Bezeichnung „Selma“. Vor zwei Jahren begann dann der Neubau eines weiteren Wohngebietes unter der Bezeichnung „Neu-Selma“. Eine der größten russischen Baufirmen, die SU-155 führte hier die Arbeiten und geriet in große wirtschaftliche Schwierigkeiten. Die Bauarbeiten wurden über Monate eingestellt und nur durch die Einflussnahme aller Interessierten war es gelungen, diesen neuen Stadtteil, in dem hunderte von Bürgern ihr ganzes Erspartes investiert hatten, zu Ende zu bringen. Nun wurde der dritte Wohnblock übergeben und es wird intensiv an der dazugehörigen Infrastruktur gearbeitet.  
 
Foto: Neubauten im Stadtteil „Neu-Selma“ in Kaliningrad wurden ihren Besitzern übergeben
 
15.09.2016 – Radikale Strukturveränderung im Stadtparlament
Das Kaliningrader Stadtparlament hat in seiner letzten Sitzung vor den Duma-Wahlen am kommenden Sonntag radikale Beschlüsse zur Veränderung seiner Struktur gefasst. Diese Veränderungen sollen zu einer Einsparung von 30 Mio. Rubel führen, die dem gestressten Stadthaushalt sicher gut tun werden. Zu den Änderungen gehört, dass von bisher acht Kommissionen, die die Fachprobleme lösen sollten, vier Kommissionen liquidiert werden. Der Pressedienst wird vom Pressedienst der Stadtverwaltung mit wahrgenommen und die Assistenten der Abgeordneten werden zukünftig kein Gehalt mehr erhalten.  
 
 
15.09.2016 – Baltischer Park mit neuem Namen
Der „Baltische Park“ in Kaliningrad durchlebt anscheinend einige Perioden der Namensgebung. Zu deutschen Zeiten als Parkanlage nicht bekannt, erhielt er zu sowjetischen Zeiten den Namen des ersten Kosmonauten Gagarin. Zu Jung-russischen Zeiten wurde er in „Baltischer Park“ umbenannt. Nun hat der Kaliningrader Stadtrat beschlossen, diesem Park den Namen „Gagarin“ wieder zurückzugeben. Die Beschlussfassung erfolgte einstimmig. Der Park befindet sich im Süden der Stadt, verkehrstechnisch nicht besonders gut erreichbar – eben ein wenig ab „… vom Schuss“. Wer sich für die umfangreichen Park- und Gartenanlagen in Kaliningrad interessiert, empfehlen wir unsere Reportage und nachfolgendem Link:

 

15.09.2016 – RosNano will nach Kaliningrad
RosNano will in Kaliningrad eine Filiale eröffnen. Darüber berichtet der Pressedienst der Kaliningrader Regierung unter Bezugnahme auf ein Gespräch des Kaliningrader Gouverneurs Jewgeni Nikolajewitsch Sinitschew mit dem geschäftsführenden Direktor für Regionalpolitik der Firma „RosNano“ Dmitri Krinitzki. Im Verlaufe des Gespräches wurden Varianten einer investorischen Beteiligung von RosNano an Kaliningrader Objekten besprochen. Interesse wurde an der Entwicklung der Atom-Medizin bezeugt. Weiterer Gesprächspunkt war die Schaffung von Filialen der Beteiligungsfirmen von RosNano in Kaliningrad.  
 
15.09.2016 – Bald elektronisches Visum für Kaliningrad-Besucher?
Eine, für ausländische Besucher interessante Information verbreitete der Kaliningrader Premierminister Anton Alichanow. Man arbeite gegenwärtig an einem elektronischen Visum für Kaliningrad-Besucher, die dieses über Internet beantragen können. Die Antragstellung erfolgt auf der Seite des russischen Außenministeriums und innerhalb von drei Tagen erhält der Antragsteller die Information über die Bereitstellung eines Visums. Da alle Grenzübergänge Russlands mit hochmoderner Technik ausgestattet sind, kann die Einreisegenehmigung direkt vor Ort geprüft werden. Die prinzipielle Genehmigung für dieses Verfahren ist bereits erteilt – so der Premierminister. Jetzt werden die notwendigen Verordnungen erlassen bzw. präzisiert. „Wir möchten Kaliningrad als Gesprächsplattform „Russland und die Welt“ sehen. Es muss also hierfür eine bequeme Anreise möglich sein und ein gutes Klima für Unternehmer herrschen“, - so Anton Andrejewitsch Alichanow.  
 
 
15.09.2016 – Neuer Chef des Kaliningrader Denkmalschutzes
Der Pressedienst der Kaliningrader Gebietsregierung informiert über eine weitere Personalentscheidung. Neuer Leiter des Denkmalschutzes des Kaliningrader Gebietes wurde Jewgeni Maslow. Er besetzte diese Funktion vertretungsweise nach der Entlassung der ehemaligen Leiterin. Vorher war er im Denkmalschutzdienst bereits als stellvertretender Leiter tätig.

14.09.2016 – Zwei Deutsche festgesetzt
Zwei Deutsche versuchten in das Kaliningrader Gebiet einzureisen und benutzten hierzu ein Fahrzeug, welches zur Fahndung ausgeschrieben war. Polnische Grenzbeamte waren aber aufmerksam und setzten die beiden Deutschen am Grenzübergang Mamonowa-Gschechotki fest. Die beiden Deutschen versuchten den Grenzübertritt in der Nacht und bei dem betreffenden Fahrzeug handelt es sich um einen VW Golf Variant, Baujahr 2016. Es handelt sich um ein Mietfahrzeug, die beiden Deutschen konnten aber keinerlei Dokumente vorweisen, dass sie dieses Fahrzeug auch gemietet hatten. Das Fahrzeug wurde durch Deutschland als gestohlen gemeldet. Polnische Behörden haben das Fahrzeug beschlagnahmt und die beiden Deutschen in sicheren Gewahrsam genommen.
 
 
14.09.2016 – Gouverneur trifft dänischen Botschafter in Russland
Am Dienstag hat sich der Kaliningrader Gouverneur Jewgeni Nikolajewitsch Sinitschew mit dem dänischen Botschafter in Russland Thomas Winkler getroffen. Der dänische Botschafter hatte im Gefolge eine große Gruppe Journalisten, die sich für das geographisch westlichste Gebiet der Russischen Föderation interessieren. Der Gouverneur unterstrich, dass man an ausländischen Kontakten und ausländischen Investoren interessiert sei. Er hofft, dass der Besuch des Botschafters auf kulturellem und wirtschaftlichem Gebiet neue Impulse auslöst. Der Warenaustausch mit Dänemark beläuft sich auf 19 Mio. USD. Nach Jahren des Rückgangs, bemerkte man im ersten Quartal des aktuellen Jahres eine leichte Zunahme des Warenaustausches. Der Gouverneur betonte, dass der Export von Waren nach Dänemark 15 Mio. USD ausmacht, jedoch nur für drei Millionen USD importiert wird. Der Botschafter bemerkte die positiven Veränderungen im Gebiet, welches er letztmalig vor 13 Jahren besuchte.
 
Foto: Treffen des Kaliningrader Gouverneurs mit dem dänischen Botschafter in Russland
 
14.09.2016 – Weitere Fähre kehrt nach Kaliningrad zurück
Die Frachtfähre „Baltisk“ wird zukünftig wieder auf der Linie zwischen Kaliningrad und Ust-Luga eingesetzt. Start soll noch im September sein, so der Generaldirektor von „Trans-Ekzim“. Gegenwärtig befindet sich die Fähre zu einer planmäßigen Überholung auf der Werft. Nach Rückkehr soll die Fähre nach gegenwärtigen Planungen sechs Mal im Monat die Strecke befahren. Auf Grund der technischen Charakteristik dieser Fähre ist eine intensivere Nutzung nicht möglich. Zum heutigen Zeitpunkt verkehrt nur die Fähre „Ambal“ zwischen Baltisk und Ust-Luga.
 
 
14.09.2016 – Tourismus mit unglaublichen Zuwachsraten
Die Anzahl der Touristen, die während der Sommermonate Erholung im Kaliningrader Gebiet gesucht haben, ist um 20 Prozent, gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres angewachsen. Darüber informierte der Leiter der Föderalen Tourismusagentur Oleg Safanow auf einer Pressekonferenz. Auch die Hotelauslastung zeigte im März bereits Werte zwischen 60-100 Prozent. Für Kaliningrad wurde Anfang des Jahres eine Touristenanzahl von zwei Millionen vorausgesagt. Dies würde eine Steigerung um 100 Prozent bedeuten.
 
 
14.09.2016 – Weitere Firma für Fischverarbeitung kurz vor Einweihung
In der nächsten Zeit wird in der Stadt Pionersk ein weiteres großes Unternehmen für die Fischverarbeitung und Lagerung von Fischerzeugnissen eingeweiht. Darüber informierte der Pressedienst der Kaliningrader Gebietsregierung. Dieses große Investitionsobjekt wird von der Firma „Service-Partner GmbH“ realisiert. Das Unternehmen wird Lager, Kühlhäuser und Produktionsstätten für Fischkonserven einrichten. Die Kapazität der Kühlhäuser beläuft sich auf 2.500 Tonnen, der Umfang der Produktverarbeitung beträgt monatlich 200 Tonnen. Die Firma wird damit bis zu vier Millionen Konserven im Monat produzieren. Die Produktion soll sowohl den Bedarf im Kaliningrader Gebiet befriedigen, wie auch ins russische Mutterland geliefert werden. Auch der Export in andere Länder ist geplant. Bis zum Jahre 2015 waren drei Unternehmen für die Fischverarbeitung im Kaliningrader Gebiet aktiv. Jetzt hat sich die Anzahl auf sechs Unternehmen verdoppelt.
 
14.09.2016 – Das personelle Reinemachen beginnt
Der Generaldirektor der Korporation für die Entwicklung des Tourismus im Kaliningrader Gebiet Alexander Artjunow hat am gestrigen Montag seine Entlassung erhalten. Grund hierfür waren einerseits seine unbefriedigenden Arbeitsergebnisse – seit Gründung der Korporation hat er keinen einzigen Investor gefunden – und andererseits Verdachtsmomente zu moralisch nicht sauberem Verhalten bei der Erfüllung seiner Dienstpflichten. Somit sind jetzt die Funktionen des Industrieministers, des Wirtschaftsministers und des Generaldirektors der Tourismuskorporation vakant.
 
 
13.09.2016 – Gouverneur politisch uninteressiert?
Der Fond „Petersburger Politik“ beschäftigt sich regelmäßig mit verschiedenen Ratings und Einschätzungen. Nun glaubt der Fond bemerkt zu haben, dass der erst seit rund zwei Monaten im Amt befindliche Kaliningrader Gouverneur Jewgeni Nikolajewitsch Sinitschew politisch wenig interessiert ist. Alle Gouverneure vor ihm hatten sich immer um die Reklamierung der regierenden Partei bemüht. Der jetzige Gouverneur nimmt aber so gut wie keinen Anteil am Wahlkampf. Gründe hierfür könnten darin liegen, dass er die Wahlen nur als technisch-dekorative Prozedur wahrnimmt, also als Periode einer arbeitstechnischen Anspannung, denn weniger als Möglichkeit, sozialpolitische Erfolge zugunsten einer Partei zu popularisieren. Der „Petersburger Fond“ ist der Meinung, dass Wahlen für viele Gouverneur einfach nur eine Arbeitsbelastung neben der täglichen Arbeit darstellen.
 
 
13.09.2016 – Neuer Passagierhafen schon in Listen der Reisebüros
Reisebüros, die sich mit der Organisation von Tourismus in den Ostseeraum beschäftigen, haben bereits den Passagierhafen von „Pionersk“ im Kaliningrader Gebiet in ihre Planungen ab 2018 aufgenommen. Darüber informierte der russische Transportminister, der am vergangenen Wochenende zu einem Arbeitsbesuch in Kaliningrad war. Der Minister betonte, dass dieses Projekt eines neuen Passagierhafens nicht nur für Kaliningrad, sondern für ganz Russland äußerst wichtig ist. Für Kaliningrad gibt dieser Hafen neue Impulse für die Tourismusbranche. Gegenwärtig werden alle bürokratischen Voraussetzungen für den Baubeginn entschieden. Der Minister geht davon aus, dass dies bis Jahresende erledigt ist. Der neue Hafen wird in der Lage sein, Schiffe bis zu einer Länge von 370 Metern zu empfangen. Aus dem russischen föderalen Haushalt werden für den Bau neun Milliarden Rubel zur Verfügung gestellt.
 
 
13.09.2016 – Denkmalschutz und Nutzung historischer Bausubstanz
Oleg Schlick, Mitglied des Kaliningrader Stadtrates ist der Ansicht, dass denkmalgeschützte Objekte zu einem minimalen Preis an Investoren übergeben werden sollten. Im Gegenzug sollten die Forderungen an den Investor zu Fragen der Rekonstruktion dieser Objekte wesentlich erhöht werden. Der Gebietshaushalt dürfe nicht belastet werden. Er tätigte diese Äußerungen vor dem Hintergrund, dass es der Stadt seit über einem Jahr nicht gelingt, das verfallene Gebäude der Kreuz-Apotheke zu verkaufen. Außer der Kreuz-Apotheke gibt es noch eine Vielzahl anderer Objekte in der Stadt und im Gebiet, die dringend restauriert werden müssten. Die Forderungen der Stadt sowohl in finanzieller Hinsicht, wie dann auch zur weiteren Restaurierung überfordern aber jeden Investor.  
 
 
13.09.2016 – Besorgnis zum Vorbereitungsstand der Fußball-Weltmeisterschaft 2018
Der Generaldirektor des Organisationskomitees „Russland-2018“ Alexej Sorokin zeigte sich besorgt über den Stand der Vorbereitung der Weltmeisterschaft in Kaliningrad. Er vertrat die Meinung, dass man den Vorbereitungsstand nicht nur am Baufortschritt des Stadions messen kann, sondern alle Objekte beurteilen müsse. Er kritisierte den Baufortschritt am Kaliningrader Airport und zweifelte, ob eine Fußball-Weltmeisterschaft in Kaliningrad ohne gut funktionierenden Airport stattfinden kann. Gleichzeitig meinte er, dass das Kaliningrader Programm für die Fußball-Weltmeisterschaft sehr ambitioniert ist. Es sollen Hotels gebaut werden, die Straßeninfrastruktur wird erneuert, die „Insel“ wird belebt und viele weitere Dinge. Besorgnis zum Zustand des Airports traten nicht nur bei ihm auf, sondern auch bei den Mitgliedern der FIFA, die am Sonntag in Kaliningrad waren. Gegenwärtig gibt es einen Baurückstand von neun Monaten.
 
 
13.09.2016 – Annullierung der Visafreiheit – eine einzige polnische Erfolgsbilanz
Vor rund drei Monaten hat Polen die Vereinbarung über den kleinen visafreien Grenzverkehr mit dem Kaliningrader Gebiet annulliert. Erste Begründung hierfür waren das NATO-Treffen und der Papst-Besuch. Nach dem diese Maßnahmen erledigt waren, wurde die Vereinbarung nicht wieder in Kraft gesetzt. Man begründete dies u.a. damit, dass man Angst vor Russland habe, die polnische Sicherheit bedroht ist, Kaliningrad einen neuen Gouverneur habe, der aus der nächsten Umgebung Putins kommt. Nun meldet Polen regelmäßig die Erfolgsbilanz, die man durch die Einstellung des kleinen visafreien Grenzverkehrs erreicht hat. So gibt es wesentlich weniger Unfälle, es gibt wesentlich weniger Kriminalität, der Einzelhandelsumsatz an den Tankstellen und in Tabakgeschäften steigt. Da kann man Polen zu dieser Entscheidung nur beglückwünschen und sich die Frage stellen, warum man die Tore zu Kaliningrad nicht völlig dicht macht, denn die Kaliningrader reisen nach wie vor nach Polen – allerdings mit Visa. Nur die polnische Reiseaktivität nach Kaliningrad hat nachgelassen – die russischen Visa sind zu teuer, sagt man.
 
 
13.09.2016 – Zehn Prozent weniger als die Hälfte – Stadionbau in Kaliningrad
Am Wochenende befand sich eine Kommission der FIFA in Kaliningrad. Neben anderen Themen zur Vorbereitung der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 interessierte man sich auch zum Baufortschritt des Stadions und nahm vom stellvertretenden Generaldirektor der bauausführenden Firma „Krokus“ zur Kenntnis, dass das Stadion zu 40 Prozent fertiggestellt ist. Alle Arbeiten laufen gegenwärtig laut Plan. Anscheinend hat es der FIFA-Kommission in Kaliningrad gut gefallen, denn sie versprach, bis zum Beginn der Weltmeisterschaften noch ein paar Mal in Kaliningrad vorbeizuschauen. Der Kaliningrader Vizepremier Rolbynow informierte weiterhin, dass die kalkulierten Kosten für den Bau des Stadions in Höhe von 17,3 Mrd. Rubel nicht überschritten werden.
 

12.09.2016 – Zweiter Teil der Weltmeisterschaft der Feuerwerker
Der zweite Teil der Weltmeisterschaften der Feuerwerker – französische und tschechische Teilnehmer zeigten ihr Können – verlief wesentlich organisierter als am Wochenende zuvor. Es wurden anscheinend die richtigen Schlussfolgerungen gezogen. Sowohl der öffentliche Nahverkehr, wie auch der Individualverkehr verliefen ohne Schlägereien und sonstige Unannehmlichkeiten. Ein Videofilm und eine Fotogalerie finden Sie im Originalartikel unseres Medienpartners „kaliningrad.ru“ – klicken Sie auf die Grafik:
 
 
12.09.2016 – Belebung des Baugeschehens in Chrabrowo
Der russische Transportminister Maxim Sokolow will eine spürbare Belebung des Baugeschehens auf dem Kaliningrader Airport bemerkt haben. Dies erklärte er während eines Treffens mit dem Kaliningrader Gouverneur Jewgeni Nikolajewitsch Sinitschew am Samstag. Die Direktion des Airports hat die Aufgabe erhalten, jeden Tag die Anzahl der Arbeiter und der arbeitenden Technik zu kontrollieren, die sich mit der Rekonstruktion der Start- und Landebahn beschäftigen. Die Arbeiten am Abfertigungsgebäude des Airports sollen zu 45 Prozent erfüllt sein.
 
 
12.09.2016 – Stabile Essenversorgung der Schüler in Kaliningrad
Die Bildungsministerin in der Kaliningrader Gebietsregierung informierte, dass gegenwärtig 93 Prozent aller Schüler ein warmes Mittagessen in den Schulen des Gebietes erhalten. 30 Prozent der Kinder erhalten dieses Essen preisvergünstigt, da sie aus sozial schwachen Familien stammen. Zur Stützung der Preise für die Schulspeisung hat die Gebietsregierung im laufenden Jahr 220 Mio. Rubel zur Verfügung gestellt. Das sind 18 Mio. Rubel mehr als im Vorjahr.
Die Ministerin konnte berichten, dass es für die Frühstücks- und Mittagsversorgung der Schüler im neuen Schuljahr zu keinerlei Preiserhöhungen kommen wird. Die Regierung hat mit der Assoziation der Organisatoren der Schulspeisung und der Assoziation der Landwirte eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Somit kostet die Versorgung der Kinder in der Schule 55,70 Rubel für Kinder bis 7 Jahre und 60 Rubel für Kinder über 7 Jahre.
 
Foto: Schulspeisung in Russland wird staatlich subventioniert
 
12.09.2016 – Doppelt erwischt hält besser
Polnische Grenzbeamte haben im Grenzbereich zu Kaliningrad ein Ehepaar in einem PKW kontrolliert und dabei fast 120.000 Schachteln Zigaretten gefunden – verpackt unter den Sitzen und doppeltem Fahrzeugboden. Eine Überprüfung ergab, dass man dieses Ehepaar bereits vor drei Monaten, ebenfalls mit 100.000 Schachteln geschmuggelter Zigaretten erwischt hatte. Das Fahrzeug wurde beschlagnahmt. Welche weiteren Maßnahmen gegen das Ehepaar durch die polnischen Organe eingeleitet werden, geht aus der Meldung nicht hervor.
 
12.09.2016 – Zoll-Fallen überall an der polnischen Grenze
Ein Kaliningrader wollte in Polen Geld verdienen und dachte, dass er dies mit Schrott könnte. In seinem PKW versteckte er an verschiedenen Stellen insgesamt 350 Kilo Messingschrott. Logisch, dass die polnischen Zöllner, bei einem derartigen Gewicht, das tiefgelegte Fahrzeug sofort bemerkten. Der Kaliningrader bekannte, dass er auf einen Verkaufserlös von 5.000 Zloty hoffte. Die polnischen Zöllner waren großzügig und stuften dies als Versuch der Einfuhr von Abfällen ein und schickten den Kaliningrader wieder nach Kaliningrad zurück – allerdings erhielt er vorher einen Eintrag in die polnische Zoll-Datenbank. Noch einen Verstoß, sei er auch noch so klein, kann er sich nicht leisten. 
 
12.09.2016 – Ungeduldige Journalisten
Kaliningrader Journalisten zeigen sich ungeduldig gegenüber der Gebietsregierung. Während einer Pressekonferenz am Freitag stellten sie die Frage, wann endlich die vakanten Posten des Wirtschaftsministers und des Ministers für Industrie besetzt werden. Anton Alichanow, der Premierminister der Kaliningrader Regierung erklärte, dass zwar Personalvorstellungen durch die Regierung erarbeitet, aber die Entscheidungen durch den Gouverneur Jewgeni Nikolajewitsch Sinitschew getroffen werden. Weitere Informationen zur Personalpolitik waren von Anton Alichanow nicht zu bekommen – zumindest nicht offiziell. 
 
 
11.09.2016 – Goethe und die russischen Duma-Wahlen
Schon im Jahre 1780 hat W. Goethe über die in Kaliningrad und Russland am kommenden Sonntag stattfindenden Wahlen in seinem „Wandrers Nachtlied“ gesprochen:
Über allen Gipfeln
Ist Ruh,
In allen Wipfeln
Spürest du
Kaum einen Hauch;
Die Vögelein schweigen im Walde.
Eine bessere Charakterisierung für den Wahlkampf kann man kaum finden, denn es herrscht wirklich eine ausgesprochene Ruhe, keine Schlammschlachten und keine Skandale. Man könnte meinen, die Russen interessieren sich nicht für diese Wahlen. Dafür interessieren sich aber 90 Prozent aller Deutschen für diese Wahlen – zumindest zeigt dies eine Umfrage unter unseren Lesern, die Sie gleich links von diesem Artikel auf unserem Portal finden:
 
Gewählt werden am kommenden Sonntag in Kaliningrad die Vertreter für die russische Staatsduma, die Abgeordneten der Gebietsduma und der Kaliningrader Stadtrat.
 
 
11.09.2016 – Wieder Geheimnisvolles aus deutscher Vergangenheit
Der stadtbekannte Historiker Sergej Trifonow hat einen geheimnisvollen Brief auf Deutschland bekommen. Dem Brief war Kartenmaterial beigelegt, auf denen sechs unterirdische Gänge aus dem 15. Jahrhundert eingezeichnet waren, die bisher in Kaliningrad nicht bekannt waren. Alle unterirdischen Gänge beginnen im Bereich der Königsberge und beim Lasch-Bunker. Ein Gang läuft in Richtung des heutigen Einkaufszentrums „Plaza“, ein weiterer Gang in Richtung des Hotels „Kaliningrad“. Ein dritter Gang hat die Zielrichtung des Wilhelm-Denkmals und ein vierter führt unter den Moskauer Prospekt. Der Gang, der in Richtung Lasch-Bunker führt, will der Kaliningrader Historiker schon im Jahre 1994 entdeckt haben. Er habe nach Erhalt des Briefes den Kaliningrader FSB informiert und um eine Grabungserlaubnis gebeten. Er zeigte sich überzeugt, dass er diese erhalten wird, da die Freilegung des Gangs zum Lasch-Bunker mit sehr geringem Aufwand möglich ist.
 
 
11.09.2016 – Hitler in der Kosmischen
Hitler hat weder was im Himmel, noch im Kosmos, noch in der Kosmischen Straße Nr. 22-36 in Kaliningrad etwas zu suchen – meint die Kaliningrader Staatsanwaltschaft und verlangte von der Stadtverwaltung die unverzügliche Beseitigung eines Porträts des Führers des 1000jährigen Reiches, welches aber nur 12 Jahre existierte. Irgendwelche, bisher noch unbekannten Schmierfinken, hatten ein Porträt dieses Menschen an eine Hauswand gemalt. Allerdings erfolgte diese „künstlerische“ Aktivität bereits vor zwei Jahren und niemand hatte daran Anstoß genommen. In Russland ist das Zeigen von Elementen aus der nazistischen Zeit, egal in welcher Form, gesetzlich verboten. Die russischen sozialen Netzwerke zeigen sich mal wieder gespalten in den Kommentaren und Ansichten.
 

Foto: (Facebook-Westi Kaliningrad): … zuerst deutsche Straßenbezeichnungen, dann deutsche Führer an den Kaliningrader Hauswänden
 
11.09.2016 – Kaliningrad, ein Reiseziel auch für deutsche Touristen
Eine der Hauptentwicklungsrichtungen für das Kaliningrader Gebiet bis zum Jahre 2020 ist der Tourismus. Im Jahre 2015 wurden in Kaliningrad eine Million Touristen registriert. Bis zum Jahre 2020 ist die Verdoppelung dieser Zahl geplant. Ein wesentlicher Meilenstein zu dieser Zahl ist die Fußball-Weltmeisterschaft 2018, in deren Rahmen Kaliningrad für vier Gruppenspiele der Gastgeber sein wird. Wir zeigen Ihnen an jedem Sonntag an dieser Stelle Videobeiträge oder 3-D-Animationen aus der modernen Stadt im Westen Russlands. Vielleicht auch für Sie eine Anregung für einen Aufenthalt in der Stadt mit deutscher Historie, sowjetischer Vergangenheit und russischer Gegenwart.
Besuchen Sie mit uns heute das Schloss Georgenburg.
 
 
11.09.2016 – Zu den Fortschritten des Stadionbaus in Kaliningrad
Die Vorbereitungen auf die Fußball-Weltmeisterschaften 2018 laufen. Die bauausführende Firma hat jetzt mit der Montage der Dachkonstruktion begonnen. Wenn Sie sich für den Baufortschritt des Stadions auf der „Insel“ interessieren – klicken Sie auf die Grafik und Sie sehen die Bauarbeiten in Echtzeit.
 
 
11.09.2016 – Föderalflucht durch russischen Zöllner
Ein Kaliningrader Zöllner entschied sich für den Wechsel seines Wohnsitzes. Für seinen neuen Lebensmittelpunkt wählte er Deutschland. Die Übersiedlung erfolgte in Rekordzeit, innerhalb weniger Stunden. In der Vergangenheit hatte er als Zöllner von „Kunden“ Geld verlangt, damit er deren Waren schneller abfertigte. Dieses, wenig perspektivisch organisierte Geschäft flog auf, als einige seiner „Kunden“ sich entschlossen, die Sicherheitsorgane zu informieren. Durch eine undichte Stelle erfuhr dieser Zöllner von den Ermittlungen gegen ihn, schnappte seine Reisetasche und floh aus Russland. Nach vorliegenden Angaben soll er sich jetzt in Deutschland aufhalten. Vermutlich hat er sich an der Grenze als politischer Flüchtling ausgegeben und Flüchtlingshilfe beantragt.
 
11.09.2016 – Jung, dynamisch, gesund – der Kaliningrader Premierminister
Anton Alichanow, seit September 2015 als Vizegouverneur in der Kaliningrader Regierung und seit einem reichlichen Monat Premierminister der Kaliningrader Regierung, hat bisher niemals den Service des Kaliningrader Gesundheitswesens in Anspruch genommen und kann daher aus praktischer Erfahrung weder Gutes noch Schlechtes berichten. Aber seine Frau, so informierte er, habe bereits medizinische Leistungen in Anspruch genommen. Da seine Frau nicht seinen Familiennamen trägt, konnte sie unerkannt und ohne Nutzung von „administrativen Vorteilen“ alles real erleben und informierte anschließend über die zuständige „Hotline“ alle erkannten Unzulänglichkeiten. Sein Privatleben hält der neue Premier, Vater zweier Kinder, aus der Öffentlichkeit. Es gibt keinerlei Informationen hierüber, weder textliche noch Fotos.
Weiterhin vertrat der Premier die Meinung, dass man unter den Ärzten eine gesunde Konkurrenz schaffen müsse. Reichen Ärzte nicht aus, insbesondere in ländlichen Gegenden, so glaubt jeder Arzt, dass er Gott sei. Es müssen Anreize geschaffen werden, damit mehr Ärzte und medizinisches Personal nach Kaliningrad kommt. Er glaubt nicht, dass Wohnung und ein hohes Gehalt für einen jungen, aufstrebenden Arzt das wichtigste stimulierende Mittel ist. Wichtig ist eine professionelle Perspektive und die Möglichkeit der ständigen persönlichen Qualifizierung. Gegenwärtig fehlen in Kaliningrad 322 Ärzte und 324 Stellen für mittleres medizinisches Personal sind nicht besetzt.
 
 
10.09.2016 – Endlich wird auch die Regierung aktiv
Während einer operativen Sitzung der Kaliningrader Gebietsregierung hat der Premierminister Anton Alichanow angewiesen, die Angelegenheit der zeitweiligen Schließung der Altenpflegeeinrichtung in Kaliningrad zu prüfen. Ihm ist nicht klar, wie man die angesprochenen Mängel in weniger als einer Woche beseitigen kann oder, ob es diese Mängel in der dargestellten Form auch wirklich gegeben habe. Die Sozialministerin Maister erhielt die Aufgabe sich mit der Angelegenheit zu beschäftigen und Bericht zu erstatten. Diese informierte weiter, dass bereits die Hälfte der Pensionäre in die private Pflegeeinrichtung zurückgekehrt sind. Die andere Hälfte befindet sich in staatlichen Einrichtungen und will auch dort bleiben – so sollen sie sich zumindest geäußert haben.
 
 
10.09.2016 – Neuer FSB-Chef in Kaliningrad
Entgegen einer Meldung von vor einigen Tagen, scheint es im Kaliningrader FSB doch eine andere Personalentscheidung zur Führung des Dienstes gegeben zu haben. Wie inoffiziell berichtet wird, wird der Sicherheitschef des Gebietes Wologodsk neuer Leiter der Verwaltung des Föderalen Sicherheitsdienstes des Kaliningrader Gebietes. Wologodsk ist ein Gebiet in der Nord-West-Region der Russischen Föderation, zu der auch das Kaliningrader Gebiet gehört. Von der Einwohnerzahl ist das Gebiet nur wenig größer als das Kaliningrader Gebiet.
 
 
10.09.2016 – Weltmeisterschaft der Feuerwerker – Teil II
Am Samstag findet der zweite Teil der Weltmeisterschaften der Feuerwerker in Selenogradsk statt. Der erste Teil verlief transporttechnisch katastrophal. Nun haben die Verantwortlichen Informiert, dass 29 zusätzliche Linienbusse und auch zusätzliche Vorortzüge eingesetzt werden. Die Masse der Schaulustigen wird wohl aber wieder den Individualverkehr vorziehen. Wenn es hier zu keiner vernünftigen Verkehrsregelung in der Stadt und an den Zufahrten zur Stadt kommt, wird sich wohl das Drama der vergangenen Woche wiederholen.  
 
10.09.2016 – Gebietsregierung erhält Superkontrollorgan
Das Ministerkabinett der Gebietsregierung hat für den Gouverneur einen Reformvorschlag für die Struktur der Gebietsregierung erarbeitet. Dieser sieht u.a. die Schaffung eines Mega-Kontrollorgans vor. In diesem Kontrollorgan sollen alle die Kontrollinstanzen konzentriert werden, die bisher auf die einzelnen Regierungsstrukturen gesplittet waren. Darüber informierte der Premierminister Anton Alichanow. In den Sozialmedien wird dieser Vorschlag als positiv bewertet, allerdings nur dann, wenn an der Spitze dieser Organisation ein moralisch sauberer Leiter stehen wird.
 
 
10.09.2016 – Rekonstruktion Stadtzentrum
Bis zur Fußball-Weltmeisterschaft 2018 werden einige ausgewählte Gebäude des Stadtzentrums einer generellen Fassadenkorrektur unterzogen. Nun hat die Stadtverwaltung einen ersten Entwurf vorgestellt, wie man sich die neue Fassadengestaltung auf dem Lenin-Prospekt vorstellt. Insgesamt sollen 93 Häuser entlang der Protokollstrecken restauriert werden.
 
Grafik: Leninski-Prospekt. Untere Fotoreihe zeigt den Ist-Zustand, obere Fotos sind ein Entwurf, wie diese Häuser nach der Rekonstruktion aussehen sollen
 
10.09.2016 – Erste industrielle Apfelernte
Nachdem viele Jahre Äpfel aus Polen und anderen westlichen Ländern nach Kaliningrad importiert worden sind, erwartet man im Rahmen der Entwicklung der Landwirtschaft und der Importablösungen in diesem Jahr von den neu angelegten Apfelplantagen eine Ernte von 60 Tonnen Äpfeln einzufahren. Diese Ernte wird durch die Bauernwirtschaft „Kalina“ eingefahren. Die gesamte zu erwartende Ernte ist bereits an den Kaliningrader Einzelhandel verkauft. Ab 2017 kommen dann weitere Anbauflächen hinzu, auf denen die Setzlinge jetzt wachsen und die Ernte wird sich vervielfachen. Mit staatlichen Fördergeldern wurden seit 2013 auf 500 Hektar Fruchtplantagen angelegt.
 
09.09.2016 – Altenheim-Klage erfolgreich
Der Betreiber des Altenheims, deren Bewohner am vergangenen Wochenende zwangsausgesiedelt worden, hat vor einem Kaliningrader Gericht erfolgreich gegen die Entscheidung der 1. Instanz und die Handlungen der Gerichtsvollzieher geklagt. Am heutigen Tag wurde durch die zweite Instanz anerkannt, dass die Entscheidung zur Schließung der privaten Altenpflegeeinrichtung nicht den russischen gesetzlichen Bestimmungen entspricht. Wie der Besitzer mitteilt, wird man alles unternehmen, damit die Versiegelung der Räumlichkeiten entfernt wird und mit dem morgigen Tag die Bewohner in die Einrichtung zurückkehren können.  
 
09.09.2016 – Föderaler Transportminister in Kaliningrad
Am Freitag wird der föderale Transportminister Maxim Sokolow in Kaliningrad erwartet. In seiner Begleitung ist sein Stellvertreter, der für den See- und Flusstransport verantwortlich zeichnet. Ziel des Arbeitsbesuches ist die Rekonstruktion des Airports Chrabrowo sowie der Stand des Terminalbaus für Fähren in Pionersk.
 
 
09.09.2016 – Einfach eine tolle Idee
Das regionale Tourismusministerium informierte über Pläne zur weiteren Nutzung des Hotelrohbaus in Selenogradsk, welcher am vergangenen Wochenende brannte und ziemlich großes Aufsehen erregte. Das Gebäude gehört „Gasprom“ und steht als Bauruine seit 2005. Man will das Haus nun einfach mit Reklame verkleiden. Dann sieht man weder die Ruine noch die Brandschäden und kann sogar noch Geld verdienen. Ob auch über einen Weiterbau dieses zentral gelegenen Gebäudes an der Promenade gedacht wurde, geht aus der Mitteilung nicht hervor.  
 
09.09.2016 – Zahl der Übersiedler aus Deutschland und Litauen wächst
Die Kaliningrader Statistikbehörde informiert, dass die Zahl der Übersiedler aus Deutschland und Litauen auch in diesem Jahr wieder gewachsen ist.  Von Januar bis Juli 2015 siedelten 110 Personen aus Deutschland nach Kaliningrad. Im gleichen Zeitraum des aktuellen Jahres waren es 173 Personen. Aus Litauen kamen im Vorjahr 65 und in diesem Jahr 90 Personen. Die Gesamtzahl der Übersiedler in das Kaliningrader Gebiet beträgt 23.000. Im Vorjahr waren es 21.000 Personen. Aus dem Gebiet abgereist sind allerdings auch 16.600 Personen in 2015 und 17.600 im aktuellen Jahr. Ein realer Zuwachs ist somit trotzdem zu verzeichnen.
 
 
09.09.2016 – Endlich eine belastbare Bestandsaufnahme
Endlich hat man sich der Mühe unterzogen, alle interessanten Bauten der neuen Kaliningrader Zeitrechnung, einer Bestandsaufnahme zu unterziehen. KaliningradStat hat die Einzelhandelsgeschäfte und Restaurants gezählt. Man hat festgestellt, dass in der Region Kaliningrad 10 Hypermärkte mit 50.000 Quadratmeter Fläche existieren. Weiterhin wurden 66 Supermärkte und 5.332 Einzelhandelsgeschäfte gezählt. Weiterhin gibt es rund 500 Restaurants und Café mit einer Fläche von 80.000 Quadratmetern. Weiterhin gibt es 432 Stolowaja (Kantinen, Schnellimbiss). Weitere 300 dieser „Speisenpunkte“ gibt es im Rahmen von Bildungseinrichtungen (Schulen, Hochschulen, Universitäten).
 
09.09.2016 – Träumen ist nicht verboten – Premier Anton Alichanow über Kaliningrad als steuerfreie Zone
Der Kaliningrader Premierminister Anton Alichanow informierte über Pläne, die Kaliningrader Unternehmer von der Zahlung der Mehrwertsteuer zu befreien. Dies wird sehr großen Widerstand im föderalen Zentrum auslösen – so Alichanow, aber wir werden es versuchen. Sollte es gelingen, so können russische, weißrussische, kasachische und armenische Erzeugnisse ohne Mehrwertsteuer eingeführt werden. Gegenwärtig werden waren aus Polen und Litauen ohne Mehrwertsteuer eingeführt. Das ist ein etwas unverständliches System – meint der Kaliningrader Premier. Der Wegfall dieser Steuer würde auch den Export von Waren aus Kaliningrad stark stimulieren.
 
 
09.09.2016 – Neid im Bürgermeisteramt?
Na, na, wenn das mal kein Neid ist – könnte man denken, wenn man die Worte von Sergej Melnikow, dem stellvertretenden Bürgermeister für Stadtwirtschaft liest. Er informiert die Öffentlichkeit, dass er weniger Gehalt bekommt als der Leiter der Kaliningrader Wasserwerke und auch sein Dienstzimmer ist kleiner. Er erfuhr diese entsetzlichen Tatsachen während eines Besuches in den Wasserwerken, wo dessen Leiter von der allgemeinen Verbesserung der Arbeitsbedingungen in dieser städtischen Einrichtung sprach.  Melnikow selber ist seit drei Jahren stellvertretender Bürgermeister und hatte vorher selber als Leiter der Wasserwirtschaft gearbeitet. Wie er in seiner Steuererklärung für 2015 mitteilte, hatte er Einnahmen von 1,68 Mio. Rubel.
 
 
08.09.2016 – Chef der RosGarde in Kaliningrad
Armeegeneral Viktor Solotow inspizierte Objekte der RosGarde in Kaliningrad. Dies geht aus einer Mitteilung auf der Internetseite der Behörde hervor. Der Oberkommandierende der Truppen der Nationalgarde besuchte motorisierte Sondertruppen in der Nord-West-Region seines Verantwortungsbereiches. Im Verlaufe des Besuches wurden organisatorische Momente und rechtliche Momente der Formierung der relativ neuen Behörde besprochen. Er traf sich mit Kommandeuren seiner Behörde und führte Gespräche mit dem Kaliningrader Gouverneur Jewgeni Nikolajewitsch Sinitschew. Entsprechend der russischen Gesetzgebung dürfen keine Fotos von Angehörigen dieser Behörde veröffentlicht werden und die Standorte der RosGarde werden nicht veröffentlicht.
 
 
08.09.2016 – Fehlende Busfahrer – Wahrheit kommt ans Tageslicht
Der stadteigene Nahverkehrsbetrieb „GorTrans“ wird die Ausbildungskosten im Höhe von 36.000 Rubel für Busfahrer übernehmen, die aus dem Kaliningrader Gebiet kommen. Diese Lösung ist um ein Vielfaches preisgünstiger, als die Beschäftigung von Busfahrern aus Weißrussland. Der Bürgermeister Jaroschuk erklärte das Fehlen von Busfahrern damit, dass die privaten Anbieter sich in der Vergangenheit nicht an die gesetzlichen Festlegungen für Einsatzzeiten gehalten und die Busfahrer weit über die Zeitnormen gearbeitet haben. Deshalb konnten die freigesetzten Busfahrer der Privatanbieter, die nicht mehr am öffentlichen Nahverkehr teilnehmen dürfen, den vorhandenen Bedarf nicht abdecken. Benötigt werden 2,5 Fahrer je Linienbus.  
 
 
08.09.2016 – Schuldfrage und Kriegszustand
Der Kaliningrader Tourismusminister Andrej Jermak vertrat die Ansicht, dass die Weltmeisterschaften im Feuerwerk kein Anlass sind, wie im Krieg die Eisenbahn zu stürmen. Gleichzeitig nahm er alle Schuld für die katastrophalen Zustände am vergangenen Wochenende, wo in Selenogradsk die erste Etappe der Weltmeisterschaften stattfand, auf sich. Wenn Sie einen Schuldigen für die Zustände brauchen, dann nehmen Sie mich – so der Regionalminister. Gleichzeitig versprach er aber für das kommende Wochenende eine bessere Organisation und zusätzliche Vorortzüge.
 
08.09.2016 – Mut zum Sterben, Übermut im Leben
Im Zeitraum vom 22.07. bis 31.08. wurden durch die Verkehrspolizei 41 Motorradfahrer im betrunkenen Zustand gestellt. Darüber informiert die Pressestelle der regionalen Verkehrspolizei. Im genannten Zeitraum wurden 231 Strafzettel für motorisierte Verkehrsteilnehmer ausgestellt. Die Statistik der Kaliningrader Verkehrspolizei zeigt, dass im Zeitraum Januar bis April keinerlei Unfälle mit Motorrädern erfolgten, deren Fahrer unter Alkoholeinfluss standen. Im Zeitraum Mai, Juni und Juli gab es drei Verkehrsunfälle unter Beteiligung von betrunkenen Motorradfahrern, mit zwei Verletzten und einem Toten.
 

07.09.2016 – Mehr Alternativstrom für Kaliningrad
Im Zusammenhang mit der Vorbereitung der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 haben die Verantwortlichen zugestimmt, dass der gegenwärtig bei Uschakowo gebaute Windpark seine Stromkapazitäten verdreifacht. Die zusätzlich gewonnenen Strommengen werden für Objekte der Fußball-Weltmeisterschaft verwendet. Der Bau der Anlage soll im Jahre 2017 abgeschlossen werden. Insgesamt wird der Windpark somit in der ersten Ausbaustufe 15 MW Strom produzieren. Ein weiterer Ausbau bis 45 MW ist geplant. Für den Ausbau des Parks wurde durch die Kaliningrader Gebietsregierung eine Fläche von 400 Hektar zur Verfügung gestellt.
 
07.09.2016 – Übungen der Ostseeflotte begonnen
Der Pressedienst der Ostseeflotte informiert über den Beginn einer Übung von landgestützten Einheiten der Flotte. Daran nehmen Mot.-Schützeneinheiten der Küstentruppen der Ostseeflotte im Bestand von rund tausend Soldaten und 70 Technikeinheiten teil. Trainiert werden Angriffs- und Verteidigungshandlungen sowie der Ausbau von Stellungen. Zur realen Lagedarstellung werden Flugzeuge des Typs SU-24 und Hubschrauber Mi-24 der Fliegerkräfte der Flotte herangezogen.
 
 
07.09.2016 – Avtotor beginnt mit Produktion des Hyundai Tucson
Die Fahrzeugholding „Avtotor“ beginnt mit der Produktion eines neuen Fahrzeugtyps des Herstellers Hyundai. Bis zur Aufnahme der Produktion des „Tucson“ wurden die Fahrzeuge für die russischen Kunden aus Tschechien importiert. Avtotor-Spezialisten haben nun in dieser tschechischen Produktionsstätte die notwendige Qualifikation erhalten. Somit werden nun sechs Typen der Marke „Hyundai“ in Kaliningrad produziert.
 
 
07.09.2016 – Elektro-Tankstellen in Kaliningrad
Bis Ende 2017 werden im Kaliningrader Gebiet die ersten fünf Elektro-Tankstellen eingerichtet. Darüber informierte der Generaldirektor von „JantarEnergo“ Igor Makowski auf einer Pressekonferenz am Dienstag. Diese Tankstellen für E-Mobile werden entlang der Küste in Jantarny, Svetlogorsk, Selenogradsk, Pionersk und auf Kurskaja Kosa eingerichtet. Die Kosten für eine derartige Tankstelle belaufen sich auf nur 350.000 Rubel. Der Generaldirektor vertrat die Ansicht, das in diesen Städten von Jahr zu Jahr mehr Massenveranstaltungen stattfinden. Deshalb sollte man am Stadtrand große Parkplätze einrichten und die Teilnehmer an diesen Veranstaltungen mit Elektrotransport bis zu den Veranstaltungen in der Stadt bringen. Die Leiter der betroffenen Kommunen haben sich sehr angetan über diese Initiative geäußert. Für die Entwicklung des Elektronetzes will „JantarEnergo“ mit Investoren zusammenarbeiten. Im Jahre 2018 werden dann auch in der Gebietshauptstadt selber Elektrotankstellen auftauchen.
 
 
07.09.2016 – Gut und Böse dicht beieinander
Am vergangenen Samstag wurde ein 23jähriger Kaliningrader mit schweren Kopfverletzungen, Rippenbruch und weiteren Verletzungen in ein Kaliningrader Krankenhaus eingeliefert. Er befand sich in Begleitung eines anderen jungen Mannes. Als man sich um den Verletzten kümmern wollte, begann die „Begleitung“ der Reihe nach drei Ärzte zu verprügeln. Der herbeieilende Pfleger erhielt als vierter eine Tracht Prügel. Gemeinsam wurde die „Begleitung“ dann überwältigt und der Polizei übergeben. Erst dort stellte man fest, dass der Mann betrunken war. Ein Verfahren wegen Körperverletzung wurde eingeleitet. Er ist bereits wegen Diebstahls vorbestraft. Der Verletzte erwies sich als Militärangehöriger. Er wurde bereits in ein Militärkrankenhaus überführt.
 
07.09.2016 – Ex-Gouverneur und Präsidentenvertreter macht Personalpolitik
Da dachten schon die Kaliningrader, dass Nikolai Nikolajewitsch Zukanow, ehemaliger Gouverneur des Kaliningrader Gebietes und nun verantwortlich für die gesamte Nord-West-Region der Russischen Föderation, mit der Einarbeitung in seine neuen Dienstpflichten voll ausgelastet ist. Aber als guter ehemaliger Landesvater der geographisch westlichsten Region, kümmert er sich auch weiterhin um die Personalentwicklung direkt vor Ort. Ende vergangener Woche besuchte er die Siedlung Michailowo (323 registrierte Einwohner) und erklärte der dortigen staunenden Landbevölkerung, dass in Kürze der Verwaltungsleiter von Gusew abgelöst wird und neuer Leiter von Gusew wird die Ex-Leiterin des Sekretariats des Gouverneurs. Klar, dass sich der neue Gouverneur eine neue Chefsekretärin sucht und die alte Chefsekretärin muss ja untergebracht werden. Die Bauern von Michailowo waren glücklich, als erste davon erfahren zu dürfen.
 
Foto: Nord-West-Region der Russischen Föderation
 
06.09.2016 – FIFA kontrolliert Vorbereitung der Weltmeisterschaft
Am kommenden Sonntag wird eine Delegation der FIFA, gemeinsam mit dem Organisationskomitee „Russland-2018“ in Kaliningrad den Stand der Vorbereitung auf die Fußball-Weltmeisterschaft kontrollieren. Darüber informierte der Pressedienst der Kaliningrader Gebietsregierung. Der wichtigste Grund des Besuches ist aber weniger der Baufortschritt am Stadion, als vielmehr die Vorbereitung der Arbeit im Stadion während der Durchführung der Spiele.
Wenn Sie sich für den Baufortschritt des Stadions auf der „Insel“ interessieren – klicken Sie auf die Grafik und Sie sehen die Bauarbeiten in Echtzeit.
 
 
06.09.2016 – Neue Banknoten – Kaliningrad hat Pech gehabt
Die russische Zentralbank plant die Einführung zweier neuer Banknoten im Nominalwert 200 und 2000 Rubel. Zur Gestaltung der Geldscheine konnten Vorschläge eingereicht werden. Nun hat die Zentralbank eine Vorauswahl getroffen und die TOP-10 festgelegt, die in die engere Auswahl kommen. Obwohl selbst von allerhöchster Stelle die strategische Bedeutung des Kaliningrader Gebietes betont wird, scheint dies bei der Gestaltung der wertvollen, strategischen neuen Geldscheine, keine Rolle zu spielen, denn die Kaliningrader Vorschläge gehören nicht zu den Favoriten der Zentralbank.  
 
06.09.2016 – Wenn Zöllner „gelb“ sehen, sehen sie rot
Wieder ist es Schmugglern nicht gelungen, die beliebten, in Kaliningrad produzierten Billigzigaretten der Marke „Jing Ling“ in der bekannten gelben Verpackung nach Litauen zu schmuggeln. Die Zöllner am Grenzübergang Sowjetsk/Panemune waren wachsam und kontrollierten einen Audi A6, hinter dessen Lenkrad ein Kaliningrader saß. Nachdem sie „gelb“ gesehen hatten, sahen sie auch gleich rot, nämlich auch Zigaretten der Marke „Marlboro“. Dann kam noch „Winston“ zum Vorschein. Insgesamt 1.640 Schachteln. Einmal im Training, kontrollierten sie auch gleich ein darauffolgendes Fahrzeug der Marke „Mercedes“ mit einem Litauer an Bord. Hier fanden sie 1.498 Schachteln der Marke „Gold NZ Super Slims“. Die Fahrer brauchen sich nun nicht mehr dem Stress einer Weiterfahrt aussetzen und auch keine Gedanken über die Organisation der Distribution machen. Auch werden sie wohl für die benutzten Fahrzeuge zukünftig keine Kfz.-Steuer mehr entrichten müssen – der Staat wird sich über die weitere Verwendung der Fahrzeuge den Kopf zerbrechen.
 
06.09.2016 – Volkszählungen in Russland – Verweigerung nicht strafbar
RosStat hat die in russischen Medien verbreitete Information zurückgewiesen, dass die Verweigerung der Teilnahme an Volkszählungen zukünftig strafbar sein soll. Gegenwärtig werden in dem bestehenden Gesetz Änderungen eingearbeitet, aber eine derartige Ergänzung ist nicht vorgesehen. „Kommersant“ hatte über Strafen für eine Verweigerung in Höhe von 100-300 Rubel gesprochen.
 
 
06.09.2016 – Nochmal Weltmeisterschaften in Kaliningrad
Am Montag begannen im Kaliningrader Meeresmuseum die Weltmeisterschaften im Modell-Schiffbau. Teilnehmer aus 13 Länder sind an den Start gegangen und werden 250 Schiffsmodelle dem Publikum und der Jury vorstellen. Organisator dieser Weltmeisterschaft ist die Föderation für den Schiff-Modellbausport Russlands und die Weltorganisation für den Schiffs-Modellbausport „Naviga“. Teilnehmer kommen aus Russland, Weißrussland, der Ukraine, Italien, der Slowakei, China, Frankreich, Deutschland und weiteren Ländern. Der Sieger wird am 11. September bekanntgegeben.
 
05.09.2016 – Fahrradtour „Tour de Cranz“ beendet
Bei denkbar schlechten Wetter fand in diesem Jahr wieder die „Tour de Cranz“ statt – eine Fahrradtour von Enthusiasten. Offiziell hatten sich 5.500 Teilnehmer registriert und während der Fahrt gesellten sich weitere 1.500 Fahrradfahrer hinzu. Im vergangenen Jahr, als die Tour zum 30. Mal stattfand, nahmen 4.500 Fahrer teil. Gefahren wird durch die Teilnehmer die Strecke „Kaliningrad-Selenogradsk-Kaliningrad“.
 
 
05.09.2016 – Hotelrohbau brennt
In Selenogradsk wurde am Sonntagabend Feueralarm gegeben. Ein Hotelrohbau an der Strandpromonade brannte. Es handelt sich um einen Bau, der schon längere Zeit nicht mehr vorangetrieben wird. Brennen tut die gesamte Dachfläche. Für die Brandbekämpfung wurde die örtliche Feuerwehr sowie Kräfte der Ostseeflotte herangezogen. Das Gebäude gehört „Gasprom“, die den Bau des Hotels bereits im Jahre 2005 eingestellt hatten. Im Jahre 2014 hatte die Kreisverwaltung gebeten, ihr das Grundstück wieder zurückzugeben, was aber bisher nicht geschehen ist. Nach vorläufigen Informationen gibt es keine Verletzten.  
 
Foto: Großfeuer im Hotelrohbau an der Strandpromenade in Selenogradsk
 
 
 
05.09.2016 – Polen wollen Schadenersatz
Die Bewohner der polnischen grenznahen Regionen wollen von der polnischen Regierung Schadenersatz für die Annullierung der Vereinbarung über den kleinen visafreien Grenzverkehr einfordern. Mindestens fordern Sie die Erstattung der Kosten für den Grenzausweis. Das erklärte die Abgeordnete des polnischen Sejm Urschula Paslawska. Die Forderung nach Erstattung der Kosten trat erst auf, nachdem polnische Beamte die Nutzer des aktiven visafreien Grenzverkehrs alle pauschal als Schmuggler klassifiziert hatten. Es gibt eine ganze Reihe von Polen, die sich ein russisches Visum, welches nicht die Möglichkeiten gibt wie der Grenzausweis, nicht leisten können. Weiterhin meinte die Abgeordnete, dass, wenn der kleine visafreie Grenzverkehr nicht wieder aufgenommen wird, die in den Wojewodschaften Warmin und Masur ansässigen Firmen Einnahmen in Höhe einer halben Milliarde Zloty verlieren werden. Nach der Einstellung des kleinen visafreien Grenzverkehrs zwischen Polen und dem Kaliningrader Gebiet ist die Reisetätigkeit bei den Polen um 82 Prozent rückläufig und bei den Russen um 26 Prozent.
 
 
05.09.2016 – Weltmeisterschaft der Feuerwerker
Am Samstag begannen die Weltmeisterschaften der Feuerwerker mit der ersten Runde. Ihr Können haben die Teilnehmer aus Italien und Mexiko gezeigt. Wenn man den Kaliningrader Medien und sozialen Netzwerken vertrauen kann, so scheint organisatorisch wohl einiges nicht ideal gelaufen zu sein. Es wird von langen Schlangen, vor nur einem einzig geöffneten Schalter am Nordbahnhof berichtet, um einen Fahrschein für den Vorortzug zu erwerben und von katastrophalen Zuständen auf der Straßen nach Selenogradsk mit kilometerlangen Staus, insbesondere nach Beendigung des Feuerwerks. Augenzeugen berichten, dass einige Autofahrer sogar über die Badestrände versuchten ihr Ziel zu erreichen. Die Veranstalter meldeten eine Besucherzahl von über 100.000. Die Weltmeisterschaften setzen sich den gesamten September fort. Die nächsten Wettbewerbe – dann vielleicht schon unter Berücksichtigung der jetzigen Unzulänglichkeiten, finden am 10., 17. Und 24. September statt. Es werden Mannschaften aus Tschechien, Frankreich, China, Deutschland, Weißrussland und Polen auftreten.
 
 
05.09.2016 – Wieder kein Käufer für die Kreuz-Apotheke
Durch die Stadtverwaltung ist die 5. Versteigerung der Kreuz-Apotheke in diesem Jahr als erfolglos eingestuft worden. Zur Versteigerung ist kein einziger Interessent erschienen. Der Preis der sterblichen Überreste des Gebäudes liegt bei einem Rubel. Für das dazugehörige Grundstück sind 8,5 Mio. Rubel zu zahlen. Weiterhin hat der Käufer strengste Auflagen zur Rekonstruktion des Gebäudes zu erfüllen.
 
Foto: Die sterblichen Überreste der Kreuz-Apotheke im Jahre 2016
 
04.09.2016 – Privates Altenheim zwangsweise geschlossen
Per Gerichtsbeschluss wurde ein privates Altenheim, welches erst vor drei Jahren nach den modernsten Erkenntnissen errichtet wurde, geschlossen. Acht Gerichtsvollzieher haben nun diskussions- und kompromisslos mit der Aussiedlung der rund 50 Bewohner, davon ein Bewohner über 100 Jahre, begonnen. Viele der Bewohner sind selber nicht mehr mobil und besitzen keine alternative Unterkunft. Sie haben ihre Wohnung verkauft, um in diesem Altenheim unter ärztlicher Aufsicht und Altenbetreuung die restlichen Jahre ihres Lebens zu verbringen. Grund für die Zwangsschließung der Einrichtungen sollen Mängel im Brandschutz sein. Nach Aussage der Mitarbeiter der privaten Alteneinrichtung, hat man ihnen nicht die kleinste Chance gegeben, diese Mängel zu beseitigen. Völlig unklar ist, wohin nun diese alten Menschen sollen, denn nicht alle haben Angehörige, zu denen sie ziehen könnten. Die Entscheidung löst emotionale Diskussionen in der Kaliningrader Gesellschaft aus. Mitarbeiter der Einrichtungen informierten die Medien über die Beanstandungen beim Brandschutz. Es geht um das Fehlen von Rauchmeldern in jedem einzelnen Zimmer. Dass die gesamte Einrichtung über eine Rauchmeldeanlage mit Anschluss an ein Zentralpult besitzt und ein 24-Stunden Wachdienst im Haus vorhanden ist, spielt keine Rolle. Der zweite Mangel besteht im Fehlen einer eisernen Brandschutztür im Keller zur Heizungsanlage. Alle Mängel könnten innerhalb von maximal drei Tagen beseitigt werden. Allerdings scheint der Skandal nicht nur auf Seiten staatlicher Stellen zu liegen. Die Kaliningrader Medien meldeten am Wochenende, dass wohlhabende Kinder dieser pflegebedürftigen Leute sich geweigert haben, ihre Eltern bei sich aufzunehmen, sich haben am Telefon verleugnen lassen und jede Kooperation verweigert hätten.
 
 
04.09.2016 – Badesaison beendet
Am 31. August wurde die Badesaison in den öffentlichen Gewässern Kaliningrads beendet. Sie verlief ruhiger als noch im vergangenen Jahr, denn die Anzahl der Badeunfälle halbierte sich. Während im vergangenen Jahr 10 Menschen ertranken, so waren es in diesem Jahr zum Glück nur vier Personen. Die Rettungsschwimmer konnten bei zehn Badeunfällen rettend eingreifen und verhinderten Schlimmeres. An den zehn Zwischenfällen waren fünf Kinder beteiligt. Hauptgründe für die Badeunfälle im aktuellen Jahr sind die gleichen, wie auch im vergangenen Jahr: Baden an Stellen, wo es verboten ist und im alkoholisierten Zustand.
 
04.09.2016 – Bernstein-Schmuggler erwischt
Die Ausfuhr von Rohbernstein aus dem Kaliningrader Gebiet ist verboten. Aber da verbotene Früchte immer am besten schmecken, versuchte ein Kaliningrader die Zöllner am Grenzübergang Tschernyschewskoje im Osten Kaliningrads in Richtung Litauen zu überlisten. Elf Kilo Rohbernstein sollten undeklariert die Seite wechseln. Er versuchte es am sehr frühen Morgen und hoffte wohl auf unausgeschlafene Zöllner zu treffen. Die wunderten sich über den völlig leeren Kleintransporter und glaubten dem Russen nicht, dass er aus Litauen Fracht abholen wollte.  In hohlen Metallstreben in der Fahrzeugkonstruktion fanden sie rund 11 Kilo Rohbernstein, dass größte Stück vergleichbar mit einer Zigarettenschachtel. Bernstein weg, Auto weg, Freiheit weg … Wie lautete der Titel einer deutschen TV-Serie: „Der Staatsanwalt hat das Wort.“ Seit Anfang des Jahres haben die Zöllner 1.700 Kilo Bernstein beschlagnahmt.
 
 
04.09.2016 – In zwei Wochen wird gewählt
Am Sonntag den 18. September, also heute in zwei Wochen, werden in Kaliningrad die 40 Abgeordneten der Gebietsduma gewählt. Zur Wahl stellen sich aber auch 27 Abgeordnete des Stadtrats. Gegenwärtig wird der Stadtrat durch die Partei „Einiges Russland“ dominiert. Vorsitzender des Kaliningrader Stadtparlaments ist seit 2013 Andrej Kropotkin.
 
 
04.09.2016 – Kaliningrad, ein Reiseziel auch für deutsche Touristen
Eine der Hauptentwicklungsrichtungen für das Kaliningrader Gebiet bis zum Jahre 2020 ist der Tourismus. Im Jahre 2015 wurden in Kaliningrad eine Million Touristen registriert. Bis zum Jahre 2020 ist die Verdoppelung dieser Zahl geplant. Ein wesentlicher Meilenstein zu dieser Zahl ist die Fußball-Weltmeisterschaft 2018, in deren Rahmen Kaliningrad für vier Gruppenspiele der Gastgeber sein wird. Wir zeigen Ihnen an jedem Sonntag an dieser Stelle Videobeiträge oder 3-D-Animationen aus der modernen Stadt im Westen Russlands. Vielleicht auch für Sie eine Anregung für einen Aufenthalt in der Stadt mit deutscher Historie, sowjetischer Vergangenheit und russischer Gegenwart.
Besuchen Sie mit uns heute einen der Bismarcktürme im Kaliningrader Gebiet.
 
 

03.09.2016 – Denkmalinstandsetzung
Eines der bekanntesten Denkmäler aus der neueren Kaliningrader Zeit wird gegenwärtig instandgesetzt. Es handelt sich um das Kosmonauten-Denkmal auf dem Prospekt Mira, gleich neben dem ehemaligen Restaurant „Universal“. Der Platz, auf dem dieses Denkmal steht, ist auch einer der Plätze, die in der Stadtordnung als „Meckerecke“ vorgesehen ist, d.h. hier dürfen genehmigte Demonstrationen abgehalten werden. Die Kosten für die Restaurierung des Denkmals belaufen sich auf 829.000 Rubel. Die Arbeiten sind bis zum 25. September abzuschließen.
 
 
03.09.2016 – Kleine Stadt – tolles Ergebnis
Die Kaliningrader Gebietsregierung informiert, dass in den diesjährigen Sommermonaten über 100.000 Touristen den relativ kleinen Ort „Jantarny“ (Palmnicken) besucht haben. Einer der Gründe wird sicherlich sein, dass die dortigen Verantwortlichen in den letzten Jahren viel in den Ausbau der Strandinfrastruktur investiert haben.
 
Foto: Ausgebaute Strände, Spaziergängerzonen, Hotelinfrastruktur in Jantarny, Kaliningrader Gebiet
 
03.09.2016 – Putin bereit über Ostpreußen zu sprechen
Der russische Präsident Wladimir Putin hat der amerikanischen Agentur „Bloomberg“ ein großes Interview gegeben. Im Rahmen des Interviews antwortete er auf die Fragen des Journalisten zur Korrektur der Ergebnisse des Zweiten Weltkrieges und zu strittigen Gebietsfragen.
Durch den Journalisten wurde die Frage der Territorien „Insel Tarabarow“, „Kurilen“ und „Kaliningrad“ angesprochen.
Die territorialen Dissonanzen mit China wurden im Verlaufe von Gesprächen beigelegt, die sich fast 40 Jahre hinzogen. Eine Einigung zur „Insel Tarabarow“, die im Jahre 2004 von Russland an China übergeben wurde, wurde erreicht, weil es zwischen beiden Ländern ein hohes Maß an Vertrauen gibt und weil diese Insel in keiner Weise etwas mit dem Zweiten Weltkrieg zu tun habe. Dies ist dann auch gleich der Unterschied zur Thematik der Kurilen, auf deren Rückgabe Japan besteht.
„Wenn jemand die Ergebnisse des Zweiten Weltkrieges neu geordnet wissen will – bitte, fangen wir an darüber zu sprechen. Aber wenn wir darüber sprechen, so werden wir nicht über Kaliningrad sprechen, sondern über die gesamten Ostgebiete Deutschlands, über Lwow als ehemaliges polnisches Gebiet usw. usw. Und es gibt auch Ungarn, es gibt Rumänien. Wenn also jemand die Büchse der Pandora öffnen will und beginnt damit zu arbeiten … bitte, nehmt es in die Hand und vorwärts“, - beantwortete der russische Präsident Putin die Frage des Journalisten.
 
Foto: Putin ist bereit über Ostpreußen zu sprechen, wenn jemand die Geschichte korrigieren will
 
 
03.09.2016 – Verkehrspolizei handelt objektiv
Wenn Lenker eines fahrbaren Untersatzes bestraft werden, wenn sie bei roter Ampel einfach weiterfahren, so ist es nur gerecht, wenn Personen auf zwei Beinen, die ebenfalls ein derartiges Signal missachten, auch zur Kasse gebeten werden. So sind in der jetzt ablaufenden Woche, im Verlaufe von fünf Tagen 94 Fußgänger um ein wenig Geld für eine derartige Verletzung der Verkehrsordnung erleichtert worden. Aber es hat auch 171 Motorisierte getroffen.  
 
 
03.09.2016 – Stau auf Fußgängerweg zu befürchten
Auf einer der belebtesten Straßen in Kaliningrad, der ul. Tschernjachowskogo, haben Instandsetzungsarbeiten der Gehwege begonnen. Auch hier, ähnlich wie in der Thälmannstraße, war der Zustand besorgniserregend. Bis 15. November soll hier nun mit roten und grauen Steinen eine Autobahn für Fußgänger entstehen. Vermutlich ist aber bis dahin auch mit Staus auf dem Gehweg zu rechnen. Operatives Reagieren durch die Fußgänger wird erwartet – nehmen Sie also bei Spaziergängen Rücksicht auf die Bauarbeiter. Sollte alles fristgerecht erledigt werden, kann sich die bauausführende Firma über 6,9 Mio. Rubel Umsatz freuen.  
 
 
02.09.2016 – Vier Monate Freiheitsentzug
Ein Kreisgericht im Kaliningrader Gebiet hat einen ausländischen Bürger (Aserbaidschan) zu vier Monaten Freiheitsentzug verurteilt. Er hatte versucht einen Polizeibeamten zu bestechen. Am 24. Mai 2016 wurde der Ausländer im Rahmen einer Migrationskontrolle überprüft und es wurde eine Verletzung der Aufenthaltsbestimmungen festgestellt. Der Ausländer bot insgesamt ein Schmiergeld von 50.000 Rubel an und wollte in Raten zu 5.000 Rubel bezahlen. Der Leiter der Polizeistation erwies sich als nicht bestechlich. Seine Strafe wird der Ausländer nun in einer Vollzugsanstalt im Kaliningrader Gebiet absitzen.  
 
02.09.2016 – „Saria“ geschlossen per Gerichtsbeschluss
Durch Gerichtsbeschluss des zentralen Stadtbezirksgerichts, wurde die Tätigkeit des Kinotheaters Saria für vorerst 90 Tage unterbunden. Bei Überprüfungen wurden erhebliche bauliche Mängel, insbesondere auch Verletzungen der Vorschriften zum Brandschutz festgestellt. Der Besitzer der Immobilie erklärte, kein Geld für eine Abstellung der Mängel zu haben. Die Information über die bevorstehende Schließung dieser bekanntesten Kultureinrichtung in Kaliningrad, hat große gesellschaftliche Resonanz hervorgerufen, aber auch Vermutungen, dass der Besitzer dieser Einrichtung auf staatliche Gelder für seine Privatimmobilie hofft.  
 
 
 
02.09.2016 – Nachfolge im Amt des FSB-Chefs bekannt geworden
Das Regionalportal „newkaliningrad“ informiert, dass der Nachfolger im Amt des Leiters der Verwaltung des Föderalen Sicherheitsdienstes für das Kaliningrader Gebiet Maxim Muchin, ehemals Erster Stellvertreter des Leiters der Behörde am Sowjetski Prospekt, ist. Weitere Einzelheiten zur Person und dem beruflichen Werdegang sind gegenwärtig offiziell nicht bekannt. „Newkaliningrad“ versuchte über den Pressedienst des FSB Einzelheiten zu erfahren. Nach den Aktivitäten des Internetportals in den letzten Tagen, im Zusammenhang mit dem ehemaligen Leiter der Behörde und heutigem Gouverneur des Kaliningrader Gebietes, ist es nicht verwunderlich, dass man dort noch nicht einmal den Hörer abgenommen hat.

02.09.2016 – Generaldirektor der „Korporation für die Entwicklung des Tourismus“ entlassen
Wie bereits in der vergangenen Woche gerüchteweise informiert, hat der Premierminister nun offiziell den Generaldirektor der „Korporation für die Entwicklung des Tourismus“ wegen Erfolglosigkeit entlassen. Im gesamten Zeitraum der Existenz dieser Geldvernichtungskorporation hat diese nicht einen einzigen Investor überzeugen können, sich im Kaliningrader Gebiet zu engagieren. Als neuer Generaldirektor wurde Wladimir Fomin eingesetzt. Er hatte bis November 2015 den Regionalfond für die Hauptinstandsetzung von Wohnimmobilien geleitet und wurde wegen grober Unordnung in der Rechnungslegung entlassen.
 
 
02.09.2016 – Realer Sektor der Kaliningrader Gebietsregierung schwächelt
Seit dem 1. September ist der Posten der regionalen Wirtschaftsministerin vakant. Der Kaliningrader Industrieminister hat die Gebietsregierung bereits vor über zwei Monaten verlassen. Der reale Sektor in der Gebietsregierung beginnt zu schwächeln. Somit bleibt zu hoffen, dass man vielleicht in der kommenden Woche von neuen Personalentscheidungen in der Kaliningrader Regierung hört und junge, hoffnungsvolle, international erfahrene und moralisch saubere Personen Verantwortung für die Zukunft Kaliningrads übernehmen.
 
Screenshot: Eine der technischen Aufgaben neuer Verantwortlicher in der Gebietsregierung, sollte die Überarbeitung durchaus interessanter und notwendiger Informationsportale sein.
 
01.09.2016 – VonKönigsbergzuKaliningrad
Im Rahmen einer Initiative der föderalen KANT-Universität in Kaliningrad, wird ein Internetportal geschaffen, welches über den Wiederaufbau der Stadt nach 1945 berichten wird. Das Interessante hierbei ist, dass für dieses öffentlich zugängliche Fotoarchiv ausschließlich private Fotoaufnahmen verwendet werden, die den damaligen Zustand zeigen und wie sich dieser Platz heute darstellt. Durch die Initiatoren wurde bereits eine große Anzahl privater Fotos zusammengetragen und ein erster Projektentwurf im Internet geschaltet. Klicken Sie auf die Grafik, um zum russischsprachigen Portal zu gelangen.
 
Foto: KANT-Universität schafft neue Internetplattform zum Wiederaufbau der Stadt und des Gebietes
 
01.09.2016 – Arbeitslosenanzahl rückläufig
Die Anzahl der offiziell registrierten Arbeitslosen im Kaliningrader Gebiet ist im Monat August um 11 Prozent rückläufig. 6.326 Personen sind nun in den Statistiken noch als arbeitssuchend per 1. September registriert. Gleichzeitig wächst die Anzahl der offenen Stellen. So suchen 9.685 offene Stellen einen Bewerber.  
 
 
01.09.2016 – Germanisches Café eingeweiht
Im Rahmen der gegenwärtig stattfindenden heftigen Diskussion über eine Germanisierung des Gebietes Kaliningrad, kann sich auch „Kaliningrad-Domizil“ der Teilnahme, Stellungnahme und Information darüber nicht entziehen. Unsere Informationsagentur zieht es vor, den aktuellen Namen der Stadt in seiner Firmenbezeichnung beizubehalten. Allerdings finden wir es, im Rahmen der weiteren Werbung, um die sehr wenigen deutschen Touristen, keine schlechte Idee, dass in Kaliningrad in der ul. Schitomierskaja ein neues Café mit der Bezeichnung „Steindamm 99“ eröffnet hat. Die Bezeichnung wurde bewusst gewählt, da diese Straße zu deutschen Zeiten so hieß. In den Räumlichkeiten des Cafés waren in der letzten Zeit bereits andere Gaststättenformate aktiv. Das neue Café ist nicht so einfach zu finden, wenn keine speziellen Hinweisschilder aufgestellt werden. Sie finden es kurz vor dem Treppenabgang zum Moskauer Prospekt, vom Lenin-Prospekt komment, hinter dem Gebäude von RosTelecom.
 
 
 
01.09.2016 – Energiesicherheit in Kaliningrad
Neben der Eigenversorgung mit Lebensmitteln, stellt die Energiesicherheit des Kaliningrader Gebietes ein weiteres scharfes Problem dar, welches in möglichst kurzer Zeit zu lösen ist. Es gibt eine Reihe von Vorhaben zur Gasifizierung und zur Elektrifizierung des Gebietes, dem Bau oder der Instandsetzung von neuen Energieerzeugerstationen. Nun hat der Kaliningrader Gouverneur Jewgeni Nikolajewitsch Sinitschew gefordert, mit den Absolventen Kaliningrader Bildungseinrichtungen so zu arbeiten, dass diese im Kaliningrader Gebiet bleiben und eine Tätigkeit in der Energiewirtschaft aufnehmen, insbesondere in den Stromerzeugereinrichtungen, die gegenwärtig neu gebaut werden und einen hohen Personalbedarf haben.  
 
 
01.09.2016 – Künstliche Problemzüchtung in Kaliningrad
In den letzten Tagen ist in Kaliningrad eine künstliche Problemzüchtung zu beobachten. Kaliningrader Informationsportale zeigen ein erhöhtes Interesse an der Person des neuen Gouverneurs Jewgeni Nikolajewitsch Sinitschew und dessen Lebenslauf. Dass er eine geheimnisumwitterte Person ist, ist wohl unbestritten. Er kommt aus dem FSB-Apparat und dazu noch aus der engsten Umgebung des russischen Präsidenten Putin. Auf der Internetseite der Gebietsregierung ist ein sehr kurz gehaltener Lebenslauf veröffentlicht. Nun will das Informationsportal „newkaliningrad“ mit größter Ungeduld und unter Nutzung aller möglichen Kanäle, Einzelheiten aus dem Lebenslauf des Gouverneurs erfahren, insbesondere, welche Bildungseinrichtungen er absolviert hat. Da die Pressestelle der Gebietsregierung die Anfrage durch Alexej Milowanow, dem Chefredakteur des Portals, mit Verweis auf die Präsidentenadministration beantwortet hat, wo diese Angaben des Gouverneurs lagern, nutzt dieser nun seinen unbestrittenen medialen Einfluss, um zu diesen Informationen zu gelangen und entfacht damit eine unnütze Problemzüchtung zum gegenwärtigen Zeitpunkt. Es sei darauf hingewiesen, dass die persönliche Seite des Gouverneurs gegenwärtig für „Technische Arbeiten“ seit rund einem Monat abgeschaltet ist. Man kann davon ausgehen, dass alles Notwendige auf dieser Seite, nach deren Rekonstruktion, veröffentlicht wird. Auch „Kaliningrad-Domizil“ wartet auf Informationen und wird diese für Interessierte sofort veröffentlichen, nachdem diese Informationen uns auf legale Weise zur Kenntnis gelangen.
 
Anmerkung UN: Linkes Foto von FB-Seite https://www.facebook.com/alexey.milovanov?fref=pb&hc_location=friends_tab&pnref=friends.all
 
01.09.2016 – Mal wieder die Deutschen
In der Straße, die den Namen eines Deutschen trägt, der Thälmann-Straße, laufen die Instandsetzungsarbeiten der Fußwege - gegenwärtig auf der Seite mit geraden Hausnummern, also dort, wo das deutsche Generalkonsulat (Nr. 14) steht. Begonnen wurde die Instandsetzung am, durch Deutsche angelegten Oberteich. Hier wurden altdeutsche Pflastersteine verwendet, über die sich die Fachleute einfach euphorisch äußerten. Es handelt sich um Steine, die vor hundert Jahren produziert worden sind und keine Verschleißerscheinungen zeigen. Außerdem, so der Kaliningrader Bürgermeister Jaroschuk, sind diese bunten deutschen Steine ein guter Kontrast zum grauen Himmel über dem russischen Kaliningrad. Insgesamt ist eine Fläche von 1.500 Quadratmeter zu pflastern. Die ausführende Firme erhält dafür 3,8 Mio. Rubel. Regelmäßige Fußgänger in der Thälmannstraße wissen, dass der Zustand der Fußwege in dieser Straße mit „katastrophal“ bezeichnet werden muss.
 
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Kommentare ( 16 )

  • Frank Werner

    Veröffentlicht: 1. September 2016 11:02 pm

    @Geht-Doch
    Da die russsiche Arbeitslosenversicherung meines Wissens nach kaum Leistungen erbringt (und die wenigen nur im ersten Jahr) wird sich die Mehrheit nicht melden und fällt so aus der Statistik. Und wenn man alle die rechnet, welche schwarz Arbeiten, aber gerne eine richtige Stelle hätten, wären die realen Zahlen sicher eher bei 20 %. Und erzwunge Teilzeit (davon soll es ja auch immer mehr geben), zählt ja auch nicht als Arbeitslos.

    .. zu den Steinen: das war hoffentlich Satire

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 1. September 2016 11:12

      ... ja, völlig richtig (Thema Arbeitslose) ... deshalb habe ich ja auch formuliert:

      "Die Anzahl der offiziell registrierten Arbeitslosen im Kaliningrader Gebiet"

      Dass Kaliningrad (und natürlich auch ganz Russland) arg mit dem Problem der Schwarzarbeit zu kämpfen hat, ist ja auch kein Geheimnis.

      Das Thema "Steine" und in dem Zusammenhang das Thema "Germanisierung" ... ich gehe davon aus, dass wir in den kommenden Monaten sehr viel davon hören werden ... also, weniger von den Steinen ...

  • Marko Bruhn Bruhn

    Veröffentlicht: 1. September 2016 21:10 pm

    wieviel Minister hat eigentlich der Oblast Kaliningrad ?

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 2. September 2016 05:42

      ... die Kaliningrader Gebietsregierung verfügt gegenwärtig über 6 Vizepremiers, von denen meiner Meinung nach vier bis zum Jahresende entlassen werden. Weiterhin hat Kaliningrad 15 Minister. Auch hier gehe ich davon aus, dass mindestens die Hälfte in den kommenden Wochen entlassen werden und die Anzahl der Ministerien vermutlich auch schrumpfen wird.

  • Frank Werner

    Veröffentlicht: 1. September 2016 21:42 pm

    @Geht-Doch
    Das ist wirklich sehr simpel gedacht und funktioniert natürlich so nicht. Im Allgemeinen geht man davon asu, dass Schwarzarbeit im unteren Rahmen von < 15% der Wirtschaftsleistung durchaus positive Effekte hat. Wird der Umfang aber größer, überwiegen die Nachteile: reguläre Unternehmen werden massiv geschägt, genauso wie Sozialkassen oder das allgemeine Steuraufkommen (Lohnsteuer in der Kommune). Auch die Schwarzarbeiter möchten ordentliche Strassen, eine KiTa, eine Schule. Und auch wenn Sie es nicht glauben: die Welt besteht nicht nur Korruption und Fehlinvestitionen.

  • Hauke

    Veröffentlicht: 2. September 2016 11:42 pm

    Keinen Investor für die Entwicklung des Tourismus gefunden? Ja braucht man denn Investoren?
    Das kann man doch selbst machen. Vielleicht sollte man mal darüber nachdenken wie sich der Tourismus in den deutschen Seebädern ab den Gründungsjahren entwickelt hat.
    Ich kann dazu, wenn gewünscht gerne mal mehr schreiben.

  • Frank Werner

    Veröffentlicht: 4. September 2016 07:51 pm

    @Privates Altenheim zwangsweise geschlossen
    Gehe ich mal davon aus, dass entweder nicht genug geschmiert oder jemand wichtiges verärgert wurde.

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 4. September 2016 07:56

      ... ja, irgendwie komme ich mit dieser ganzen Angelegenheit auch nicht klar. Würde es sich um ein Restaurant, um ein normales Wohnhaus usw. handeln, würde ich auch in diese Richtung denken. Hier geht es aber um ein Altenheim und das dies gesellschaftliches Aufsehen erregt, muss allen klar sein. Das Ganze passiert auch noch unmittelbar vor den Wahlen und von der Kaliningrader Gesundheitsministerin und der Kaliningrader Sozialministerin habe ich bisher keinerlei Äußerungen gehört ...

      Der zweite Skandal ist natürlich das völlig unverständliche Verhalten einiger Angehöriger. Wobei diese Information eben von den Gerichtsvollziehern stammt, die das Heim radikal beräumt haben ... auch das kann subjektiv gefärbt sein.

  • ru-moto

    Veröffentlicht: 4. September 2016 21:32 pm

    04.09.2016 – Privates Altenheim zwangsweise geschlossen
    [...dass wohlhabende Kinder dieser pflegebedürftigen Leute hätten sich geweigert, ihre Eltern bei sich aufzunehmen, sich haben am Telefon verleugnen lassen und jede Kooperation verweigert...]

    Sind die Eltern oder Großeltern nicht im Stande, sich selbst zu erhalten, so haben sie einen Unterhaltsanspruch gegenüber ihren Kindern. Für Kinder besteht eine Unterhaltsverpflichtung gegenüber ihren Eltern/Großeltern. Dieser besteht, wenn sie ihrerseits ihre Unterhaltsverpflichtung gegenüber ihren Kindern niemals gröblich verletzt haben. Anscheinend schwindet bei Neureichen mit Zunahme ihres Wohlstandes die soziale Verantwortung für ihre eigene Eltern. Feine Leute sind das!

  • Frank Werner

    Veröffentlicht: 5. September 2016 22:30 pm

    @kgd.ru
    Das ist in D'land so, ob in Russland wage ich auf Grund der Vergangenheit zu bezweifeln. Davon abgesehen finde ich es auch nicht richtig, wie es in D'land gehandhabt wird. Wenn jemand 18 ist, meinetwegen 21, dann ist er/sie eigenständig. Wenn ich etwas gebe, dann freiwillig. Ich habe Kollegen, die müssen die Kinder finanzieren, das Altenheim der Eltern und auch noch die eigene Altersvorsorge. Irgendwann muss mit Unterhalt(spflichten) auch Schluss sein. Ansonsten muss ich @Geht-doch zustimmen - werden die Eltern aufgenommen, gilt das "Problem" als gelöst. Für mich auch wieder ein Zeichen der mangelnden Rechtssicherheit. Ich kann mir nicht vorstellen, dass auch nach russischen Gesetzen die Zwangsräumung rechtens war. Es war ja offensichtlich keine Gefahr in Verzug (wie bei Einsturzgefahr). In Deutschland hätte man für dise Dinge Zeit für Nachbesserungen. Offensichtlich bestand daran kein Interesse.

  • Bastian Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 8. September 2016 00:14 pm

    " ... privates Altenheim, welches erst vor drei Jahren nach den modernsten Erkenntnissen ..."
    "... rund 50 Bewohner, davon ein Bewohner über 100 Jahre,..."
    "... Grund für die Zwangsschließung der Einrichtungen sollen Mängel im Brandschutz sein. Nach Aussage der Mitarbeiter der privaten Alteneinrichtung, hat man ihnen nicht die kleinste Chance gegeben, diese Mängel zu beseitigen."

    Mängel im Brandschutz in einem nach modernsten ... (?) Also doch nicht.
    Was wollen denn die Mitarbeiter da beseitigen? Was ist denn bekannt, seit wann und wie oft auf eine Mängelbeseitigung auf die Eigentümer oder Betreiber eingewirkt wurde. Die Mängel mußten doch erst einmal durch die Behörde offiziell festgestellt werden. Da wußten doch die Betreiber, was die Stunde geschlagen hatte. Wieso waren die Menschen denn noch in dem Heim untergebracht? Was für ein berechtigtes Theater wäre gemacht worden, wenn die Behörden nicht reagiert hätten und es wäre ein Brand ausgebrochen, schrecklicherweise mit Opfern? Was dann?
    Ich sehe aus dieser Kenntnis des Sachverhalts, daß offensichtlich sofort reagiert werden mußte.

  • Bastian Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 8. September 2016 02:55 pm

    Bevölkerungsstruktur Oblast Kaliningrad
    - 82% Russen, 1 (!) % Deutsche
    - Germanisierungsdebatte bezüglich Kaliningrad, lang und breit und kontrovers diskutiert, mit den ganzen Problemen und Forderungen (natüüüürlich nicht so ernst gemeint - angeblich) Germanisierung für 1 % Bevölkerung? Wieviele der 1 % Germanen wollen diese Germanisierung oder diese Debatte überhaupt? Wer von der russischen Bevölkerung würde das wirklich wollen? Naja, so ein paar wurden ja ausfindig gemacht, die sowas in die Kamera sagten. Waren die echt? Oder waren das bezahlte, wie die Jungs, die angeblich als russische Soldaten im Donbass kämpften.
    Wer sind die Initiatoren der - natüüürlich - nicht ernst gemeinten Fragen an Präsident Putin bezüglich einer eventuellen Bereitschaft Rußlands zur Rückgabe Kaliningrads an das Deutsche Reich. An das jetzige Deutschland geht ja gar nicht.
    Also wer hat Interesse an diesem Gerede? Wer will damit was erreichen?

  • ru-moto

    Veröffentlicht: 9. September 2016 00:48 pm

    09.09.2016 – Einfach eine tolle Idee
    [...weiteren Nutzung des Hotelrohbaus in Selenogradsk ...einfach mit Reklame verkleiden. Dann sieht man weder die Ruine noch die Brandschäden und kann sogar noch Geld verdienen...]

    Also eine Art Denkmal für den Kaliningrader "Konsumrausch" und die herrschende Planlosigkeit - Hauptsache die Konsumreklame bringt Geld, das Erstrebenswerteste in RUS39. Diese "Nutzung" in so einer wertvollen guten Lage am Meer zeugt von Planlosigkeit und Ideenmangel in dieser Region. Solche herunter gekommene Bauruinen sind eine Schande und für den Tourismus sicher nicht förderlich.

  • Frank Werner

    Veröffentlicht: 10. September 2016 22:57 pm

    @Hitler in der Kosmischen
    Vor zwei Jahren schon? Das fällt unter Vandalismus und hätte schon lange entfernt werden müssen. Ich gehe jede Wette ein, das eine "Regenbogen" keine zwei Tage überdauert hätte.

  • Frank Werner

    Veröffentlicht: 10. September 2016 22:58 pm

    @Wieder Geheimnisvolles aus deutscher Vergangenheit
    Würde mich ja schon interessieren, aber der Herr kann sich wahrscheinlich mit den Polnischen Panzerzug-Jägern zusammentun. Geliefert hat er ausser Ideen ja noch nichts greifbares.

  • Hauke

    Veröffentlicht: 21. September 2016 21:41 pm

    Nun würde mich mal interessieren wo Herr Luschkow die Trakehner her hat?
    Vor ca. 15 Jahren gab es keinen Trakehner im Kaliningrader Gebiet.
    Interessant wäre auch wie denn das Brandzeichen dieser Trakehner ist?

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 22. September 2016 02:53

      ... also wenn die Rasse nicht ausgestorben ist, kann man Tiere für die Zucht auch importieren - oder? Ich dachte, Sie wüssten das! Die Tiere sind ja überall in der Welt verbreitet, ähnlich wie ein BMW, der wird ja nicht nur in München produziert sondern auch in Kaliningrad und trägt das BMW-Zeichen). Und wenn es sich um echte Tiere handelt, so können sie auch das Brandzeichen der beiden Elchschaufeln tragen.

      Ansonsten Hauke hoffe ich, dass Ihnen bekannt ist, wer Herr Luschkow war und ist und wer seine Ehefrau ist ...

  • Hauke

    Veröffentlicht: 22. September 2016 21:51 pm

    Sicher kann man Trakehner importieren uns sicher ist auch dass sich Luschkow das leisten kann.
    Nur auf der ganzen Welt ist eben der Rest dieser Rasse nicht verbreitet.
    Wie Sie sicher wissen wurde 45 der größte Teil des Gestüts in das Gebiet am Don gebracht.
    Was dort mit den Tieren gemacht wurde entzieht sich meiner Kenntnis.
    Ein Teil gelangte mit den Flüchtlingen nach Deutschland und nur wenige beschäftigten sich mit der Zucht. In Deutschland wird auch das Herdbuch geführt. Ein Teil verblieb im heutigen polnischen Ostpreußen. Dort versuchte man die Trakehner mit dem polnischen Großpferd zu kreuzen.
    Heute versucht man im ehemaligen Remontamt von Lisken Trakehner zu züchten, da aber die Rasse verwässert wurde dürfen die dortigen Pferde nicht die Elchschaufel als Brandzeichen tragen.
    Obwohl dort, wie ich mich überzeugen konnte, herrliche Pferde gezüchtet werden.
    Wenn Herr Luschkow wirklich echte Trakehner züchtet dann wäre schon dass ein Grund für mich, mir ein Visum zu besorgen.

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 23. September 2016 08:06

      ... nehmen Sie doch Kontakt mit Herrn Luschkow auf. Er hat einen Gestütsverwalter und die werden sicher Auskünfte geben.

  • Bastian Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 25. September 2016 20:24 pm

    Karsten.P
    Veröffentlicht: 21. September 2016 02:05:52

    @ Sau verfolgt, Grenze verletzt

    Mal sehen, vielleicht lernen die auf US-Geheiß ach so ängstlichen und vor Rußland zitternden Polen von den ebenfalls auf US-Geheiß noch viel ängstlicheren und noch mehr zitternden Balten, wie man solche Schlupflöcher schließt und bauen auch einen Zaun rings um Kaliningrad. Dann kann im wahrsten Sinne des Wortes nicht mal mehr eine polnische Sau unbemerkt über die grüne Grenze nach Rußland gelangen. Das Ganze natürlich auch umgekehrt.
    Die Kaliningrader Schweinezüchter würden das ganz bestimmt begrüßen, wegen der Ansteckungsgefahr zur Schweinegrippe und so.

  • Bastian Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 1. Oktober 2016 00:39 pm

    "Die jetzigen Leiter der Ausschüsse sind ausnahmslos Mitglieder der Partei „Einiges Russland“ und haben bereits im vorigen Stadtrat den Vorsitz dieser Ausschüsse inne gehabt."

    Nun müßte man wissen, ob das fachlich gut ist. Politisch mag es ja gerechtfertigt sein, daß die Mehrheitspartei die Chefs stellt. Aber ist es fachlich wirklich gut, daß die selben Personen wieder ihre angewärmten Stühle einnehmen? Oder wäre es nicht besser, den einen oder anderen Stuhl neu zu besetzen?

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 1. Oktober 2016 08:40

      ... eigentlich läuft die Arbeit in der Stadt recht vernünftig. Und sicher hat der Stadtrat daran einen Anteil. Außerdem sind 50 Prozent der Ausschüsse wenige Tage vor der Wahl aufgelöst worden. Ich denke mal, dass es dabei nicht nur ums Geldeinsparen ging (30 Mio.), sondern eben auch um qualitativ-fachliche Dinge. Die nächsten fünf Jahre werden es zeigen ...

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