Kaliningrader Wochenblatt – Täglich aktuell – Ausgabewoche 47/2014

Kaliningrader Wochenblatt – Täglich aktuell – Ausgabewoche 47/2014

Das „Kaliningrader Wochenblatt“ erscheint täglich aktualisiert im Verlaufe der Woche. Wir berichten über regionale Ereignisse aus der Stadt und dem Gebiet Kaliningrad in kompakter Form.

23.11.2014 /  Der neue Grenzübergang über den Neman in Sowjetsk wird nun vermutlich doch erst im Jahre 2017 zur Nutzung übergeben. Die neue Brücke, die zu diesem Grenzübergang gehört, soll aber schon 2015 fertiggestellt sein. Grund für die Verzögerung ist, dass die am Bau beteiligten Firmen auf russischer und litauischer Seite ihre Arbeiten nicht synchronisieren konnten. Der Kaliningrader Gouverneur zeigte sich bei einem Kontrollbesuch vor Ort außerordentlich unzufrieden mit der ihm genannten Perspektive.

23.11.2014 /  Litauische Grenzorgane melden, dass durch Russland begonnen wurde, die Fahrzeuge, die nach Russland (Kaliningrad) einreisen wollen, langsamer abzufertigen. Fahrzeuge mit litauischen Kennzeichen werden einer besonders intensiven Kontrolle unterzogen. Fahrzeuge mit russischem Kennzeichnen werden wie gewohnt abgefertigt.

23.11.2014 /  In der Nacht zum Freitag ist es zu einem tragischen Unfall in Kaliningrad gekommen. Ein betrunkener Autofahrer (Lexus LX 570) fuhr mit 1,3 Promille und mit überhöhter Geschwindigkeit auf den Bürgersteig. Dort befanden sich drei junge Frauen. Zwei Frauen verstarben noch am Unfallort, die dritte befindet sich in Lebensgefahr. Der 40jährige Fahrer, der bereits im Jahre 2004 einen schweren Verkehrsunfall verursacht hatte, wird sich wohl für den Rest seines Lebens keine Gedanken mehr machen brauchen über seine tägliche Zeiteinteilung.

23.11.2014 /  Die Korporation für die Entwicklung des Tourismus in Kaliningrad hat einen Investor gefunden, der im zweiten Bauabschnitt des „Fischdorfes“ ein 4-Sterne-Hotel errichten will.

22.11.2014 /  Sportminister Mutko hat sich in Sotchi dahingehend geäußert, dass in allernächster Zeit alle Fragen rund um das Kaliningrader Stadion geklärt werden. Baubeginn wird real April 2015 werden und die Wahrscheinlichkeit, dass der Bauplatz auf der „Insel“ ist, ist nach Worten des Ministers sehr hoch.

22.11.2014 /  Nach vielen Jahren des Verbots von Spielcasinos in Kaliningrad, unzähligen Razzien zur Aufdeckung illegaler Spielcasinos und noch mehr Verhaftungen, ist nun erstmals Anklage gegen Organisatoren des illegalen Glücksspiels erhoben worden. Angeklagt ist ein 50jähriger Bürger aus Baltisk, der in einem Privathaus einen exklusiven Spielclub mit einem Mindestspieleinsatz von 2.000 Euro organisiert hatte.

22.11.2014 /  Der Leiter des Komitees für Stadtwirtschaft in Kaliningrad hat darüber informiert, dass nun endlich alle rechtlichen, organisatorischen und personellen Voraussetzungen geschaffen worden sind, um im Jahre 2015 aktiv illegale Verkaufskioske, die überall in der Stadt aufgestellt worden sind, zu schleifen. So, wie es der Stadt gelungen ist das Handelszentrum „Alter Turm“ anzureißen, werden auch alle illegalen Kioske abgerissen – versprach der Mitarbeiter der Stadtverwaltung.

22.11.2014 /  Nach langer Wartezeit wurde nun in Kaliningrad das 4-Sterne-Hotel „Triumph-Palace“ verkauft. Das Gebäude hat eine Fläche von 5.100 qm und steht auf einem Grundstück von 1.800 qm. Das Hotel wurde über eine Auktion von einem Unternehmer aus Krasnojarsk erworben, der bereits über eine Vielzahl anderer Hotels in Russland verfügt für 135 Mio. Rubel (2,3 Mio. Euro) zu einem absoluten Schnäppchen gekauft. Der neue Besitzer wird jetzt eine komplette Instandsetzung durchführen, das Hotel umbenennen und danach die Zimmerpreise um 50 Prozent senken.

22.11.2014 /  Es wird zunehmend gefährlicher in Russland, Beamte zu bestechen. Jetzt ist in Kaliningrad ein Ausländer bei dem Versuch erwischt worden, einen Gerichtsvollzieher Schmiergeld zu zahlen. Er wurde verhaftet und ihm drohen nun bis zu acht Jahren Freiheitsentzug. Der Ausländer wollte den Beamten mit einer Summe von 1.670 Rubel (29 Euro) schmieren.

22.11.2014 /  Die Kaliningrader Polizei hat sich jetzt mit der russischen Armee verbündet. Während der Kaliningrader Polizeichef persönlich auf einem Quadro-Motorrad illegale Bernsteingräber erfolgreich jagt, setzt die Armee Panzer ein, um die riesigen Buddellöcher, die die Bernsteingräber in den letzten Jahren angelegt haben, um in vielen Metern Tiefe den begehrten Sonnenstein zu finden, wieder zuzuschütten. Selbst für Panzer ist es schwierig, die entstandene Mondlandschaft wieder zu planieren und zu befahren. Wie mitgeteilt wird, wird die Armee nun regelmäßig die Planierarbeiten durchführen um den illegalen Bernsteinräubern das Leben erheblich schwerer zu machen.

21.11.2014 /  Gestern noch drohender Fakt – heute schon vom Kaliningrader Gouverneur mit den Worten kommentiert: „Was tun? Das Leben geht weiter.“ Damit antwortete er auf die Schließung von zwei Produktionsstätten in Kaliningrad, die für die Produktion von Fischkonserven im wesentlichen ihre Ware aus Norwegen erhielten. Nach den Worten des Gouverneurs ist es wichtig jetzt diejenigen Produzenten zu unterstützen, die sich den aktuellen Erfordernissen besser anpassen können.

21.11.2014 /  Nach der Festlegung der Quoten für Migranten für das Jahr 2015 im föderalen Maßstab, erhielt nun Kaliningrad eine Quote von 4.000 Genehmigungen für die Vergabe von zeitweiligen Aufenthalten für Ausländer auf seinem Territorium für das kommende Jahr. Die Quote für das Jahr 2014 belief sich ebenfalls auf 4.000 Genehmigungen.

21.11.2014 /  Bei einer Befragung in Kaliningrad sprachen sich 60 Prozent dafür aus, das alte Königsschloss wieder aufzubauen. 57 Prozent äußerten sich positiv für den Erhalt des „Hauses der Räte“.

21.11.2014 /  Der russische Verteidigungsminister Schoigu befindet sich zu einem Besuch in Pakistan. Wie bekannt wurde, werden beide Länder einen Vertrag über militärische und militär-technische Zusammenarbeit unterschreiben. Der Besuch eines russischen Verteidigungsministers ist der erste Besuch dieser Art seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion.
Wie am Abend bekannt wurde, hat der Premierminister Pakistans den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu einem Besuch nach Pakistan eingeladen.

21.11.2014 /  Der Kaliningrader Gouverneur erinnerte während eines Besuches bei einem Lebensmittelproduzenten im Kaliningrader Gebiet daran, dass es erforderlich ist, die Lebensmittelsicherheit für Kaliningrad in den nächsten drei Jahren zu organisieren. Bei einem Besuch in Verkaufseinrichtungen hat er sich bereits davon überzeugt, dass ein Großteil der angebotenen Waren aus Kaliningrader Produktion stammt. Seine geäußerte Meinung geht dahin, dass in drei Jahren Kaliningrad alles an Lebensmitteln produzieren muss, was benötigt wird – außer Bananen.

21.11.2014 /  Ab März 2015 will die Fluggesellschaft Czech-Airlines eine direkte Flugverbindung zwischen Prag und Kaliningrad, mit Weiterflug nach Kasan einrichten.

21.11.2014 /  Der größte Viermast-Segler der Welt ist von St. Petersburg aus in Kaliningrad eingetroffen. Hier wird der Segler einer Instandsetzung unterzogen, die bis Februar abgeschlossen sein soll.

20.11.2014 /  Der Bau der Kaliningrader Schwebebahn hatte vor einigen Monaten Aufmerksamkeit erregt, denn die Firma „Morton“ wollte die Schwebebahn auf eigene Kosten bauen und das Ticket zu einem Preis von 25 Rubel anbieten. Wo der Haken hakt, bei diesem unglaublichen Angebot, hat jetzt der Kaliningrader Bürgermeister enthüllt: Die Firma wollte auch noch viele andere Objekte, insbesondere Handels- und Bürocenter in Kaliningrad errichten und auf diese Art und Weise auch das Geld für die Schwebebahn erarbeiten. Nun erweist sich, dass es bei der Umsetzung des Projektes „Herz der Stadt“ eine Unmenge von Problemen gibt und somit auch die Kaliningrader Schwebebahn erst einmal in der Luft schwebt.

20.11.2014 /  Der Kaliningrader Stadtrat hat sich zu Fragen der Tarifanpassung für den Gouverneur gewandt. Dies ist der dritte Versuch einer Tarifanpassung. Vorstellungen gehen dahin, den Normaltarif von 15 Rubel auf bis zu 20 Rubel anzuheben.

20.11.2014 /  Sollte am kommenden Sonntag für Kaliningrad eine Protestaktion zu irgendeinem Thema geplant werden, so wären drei Prozent der Kaliningrader bereit, daran unbedingt teilzunehmen. Dies ergab eine entsprechende Umfrage. Weitere zehn Prozent könnten es sich unter Umständen vorstellen, daran teilzunehmen.

20.11.2014 /  Der Gouverneur äußerte sich zu den neuen BürgerCenter dahingehend, dass die Bezahlung der Mitarbeiter davon abhängen soll, wie viele Bürger durch den Mitarbeiter bedient werden und von der Qualität der Bedienung. Ein sehr subjektives System, denn es einem jeden Recht zu machen wird wohl schwer werden.

20.11.2014 /  Kaliningrader Produzenten von Sprotten in Dosen haben informiert, dass die Gefahr besteht, dass ihr Werk in Kürze die Produktion einstellt. Grund hierfür sind die Gegensanktionen Russlands. Im Zuge der Sanktionen sind die Preise für Fisch in den europäischen Ländern rapide gefallen und die dort produzierten Fischkonserven wurden ebenfalls im Preis wesentlich billiger und stellen nun eine erhebliche Konkurrenz für die russischen Konserven dar. Der Import von Fischkonserven nach Russland ist durch die Sanktionen nicht betroffen.

19.11.2014 /  Trotz des nun schon einjährigen Kampfes gegen die Afrikanische Schweinepest sind in Litauen und Polen neun neue Fälle dieser Tiererkrankung festgestellt worden.

19.11.2014 /  Kaliningrad schafft es anscheinend doch noch, bis zum Jahresende zwei Service-Center für Bürgerangelegenheiten zu eröffnen. Das größte Center wird im Gebäude der Stadtverwaltung am Platz des Sieges eingerichtet. Wo früher der Supermarkt die Wünsche seiner Kunden erfüllte, wird zukünftig die Stadtverwaltung die Wünsche und Anliegen der Kaliningrader Bürger entgegennehmen und im Rahmen des Möglichen erfüllen. Das zweite Bürger-Center wird in der ul. Tschelnjakowa eröffnet.

19.11.2014 /  Die Kaliningrader Stadtverwaltung will die Lizenznehmer für den Personennahverkehr überzeugen, zukünftig Busse mit Gasantrieb für die Personenbeförderung zu nutzen. Bereits jetzt soll eine erste Tankstelle an der großen Ringstraße gebaut werden.

18.11.2014 /  Die Kaliningrader Gesellschaftskammer hat vorgeschlagen, die Strafen für überfüllte „Marschrutkas“, also der Mini-Linienbusse in Kaliningrad um das Zehnfache, von 500 auf 5.000 Rubel (also rund 100 Euro) anzuheben. Ob sich ein anheben von Strafen noch lohnt muss man abwarten, denn nach Worten des Kaliningrader Bürgermeisters, sollen ein Großteil dieser chaotischen Flitzer Anfang 2015 abgeschafft werden.

18.11.2014 /  Die Firma, die kostenlos das Handelszentrum „Alter Turm“ entsorgt hat, wird diese Woche noch den Bauzaun demontieren und somit wird den Kaliningradern ein herrlicher Platz mit alten Betonplatten im Stadtzentrum als Augenweide zur Verfügung stehen. Wie der Bürgermeister Jaroschuk informierte, hat die Stadt vorläufig keine Pläne für die Verwendung des Grundstücks, so dass sich auch unsere Gäste noch diese Nostalgie-Betonplatten aus den 90er Jahren eine längere Zeit als Touristenattraktion anschauen können.

Foto: Geräumter Platz des „Alten Turms“ mit Stand 16. November 2014

 

18.11.2014 /  Die Reform der Struktur der Kaliningrader Gebietsregierung ist angelaufen. Vor einer Woche wurde bereits ein Strukturschema der neuen Regierung veröffentlicht und heute teilte man den Massenmedien mit, dass jeder entlassene Mitarbeiter mit einer Abrechnung von 150.000 Rubel (nach altem Kurs rund 3.000 Euro) rechnen kann. Da kommt das bevorstehende Fest zum Neuen Jahr gerade recht, um dieses Geld wieder in den Umlauf zu bringen.

18.11.2014 /  Entlang der neuen Uferpromenade des Pregels, deren Rekonstruktion bis 10. Dezember beendet wird, stehen eine Reihe Häuser mit charmanter sowjetischer Architektur, die der Kaliningrader Gouverneur bis zum Jahre 2017 durch eine moderne russische Architektur austauschen möchte. Entsprechende Finanzmittel für die Fassadeninstandsetzung werden nun in die Haushalte der kommenden Jahre eingestellt.

18.11.2014 /  15 Kaliningrader Wehrpflichte aus der Herbsteinberufung werden zum Dienst im Präsidentenregiment nach Moskau geschickt. Der Dienst in dieser Eliteeinheit gilt als besondere Auszeichnung. Die Kandidaten für den Dienst im Präsidentenregiment müssen eine ganze Reihe harter Voraussetzungen, angefangen von der Körpergröße, dem Gewicht, dem Äußeren und der Bildung erfüllen.

17.11.2014 /  Ein Thema in Kaliningrad sind die ständigen „Schwarzbauten“, also Bauten, die ohne Baugenehmigung errichtet werden, oder die begonnen werden in der Hoffnung, dass man bis zum Abschluss der Bauarbeiten dann auch die Baugenehmigung hat – aber bis dahin immer in der Gefahr lebt, dass der Schwarzbau entdeckt wird, und die Stadtverwaltung oder Gebietsregierung dies zum Anlass nimmt, mal wieder ein exemplarisches Urteil zu fällen – also Abriss. Verständlich ist das Bauen ohne Baugenehmigung schon, denn wenn alles gut läuft, dauert die Erteilung der Baugenehmigung in Kaliningrad ein Jahr. Nun haben die Verantwortlichen das Problem erkannt und eine Arbeitsgruppe eingesetzt, um diese Fristen radikal zu straffen. Ob man unter „radikal“ die Verkürzung der Zeit auf 11 Monate versteht oder sogar noch mehr, geht es  der Meldung nicht hervor.

17.11.2014 /  Während die Verkäuferinnen auf dem Kaliningrader Zentralmarkt eine Senkung der Kauflust durch die Kaliningrader bemerken, bemerkt die Statistik-Behörde in Kaliningrad bei vielen Lebensmitteln einen Rückgang der Preissteigerungen. Ob es zwischen beiden Erscheinungen einen Zusammenhang gibt, konnten die Statistiker nicht mitteilen.

17.11.2014 /  Der föderale Sportminister Mutko hat erklärt, dass er Mittel und Wege gefunden habe, um die Kosten für das Kaliningrader Stadion um bis zu zwei Milliarden Rubel (40 Mio. Euro) zu senken. Sein Besuch in Kaliningrad ist durch den Ersten Vizepremier der russischen Regierung Schuwalow bereits für die kommenden Tage angekündigt worden und während dieses Besuches soll die „Schicksalsfrage Stadion“ beantwortet werden.

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