Kaliningrader Wochenblatt 2013-17

Kaliningrader Wochenblatt 2013-17
 
Pflastersteine haben doch eine Zukunft
Information vom 23.04.2013
 
Foto: Alte deutsche Pflastersteine entwickeln sich zum Thema Nr. 2
 
Nun wird im Bereich des Oberteiches doch mit der Wiederherstellung der alten Bepflasterung begonnen. Die erste Etappe beginnt im Bereich der Thälmannstrasse und der Leningrader Strasse – also dort, wo sich das alte und zukünftige deutsche Generalkonsulat befindet.
 
 
Müll, Müll und nochmals Müll
Information vom 23.04.2013
 
Foto: Müllfischen am Oberteich in Kaliningrad
 
Schön leben und dafür etwas tun – anscheinend zwei Dinge, die in Kaliningrad nicht immer zusammen zu bringen sind. Innerhalb von drei Tagen wurden aus dem Bereich des Oberteich sechs Tonnen Müll entsorgt. Der Oberteich ist aber eines  der beliebtesten Spazierzonen und auch Aushängeschild  der Stadt. Die  Stadt plant nun den Kauf eines speziellen Schiffes für das «Abfischen» von Müll aus dem Oberteich. Dieses Geld fehlt dann leider zur Lösung wichtigerer Probleme der Stadt.
 
 
Neue Zugverbindung Polen-Kaliningrad
Information vom 24.04.2013
 
Foto: Elektritshka am Nordbahnhof - bald mit einer Ergänzung nach Polen
 
Die neue Zugverbindung zwischen Olshtyn und Kaliningrad kostet 2,1 Mio. Rubel (50.000 Euro). Die konkreten Pläne sind ausgearbeitet. Geplant sind Zubringerzüge von russischer Seite bis zur Grenze mit Umsteigen. Die notwendigen Kontrollen sollen gleich in den Zügen erfolgen um Zeit zu sparen. Eine direkte Verbindung, ohne Umsteigen ist auf Grund international notwendiger Zusatzverträge zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich.
 
 
Neueröffnung des deutschen Führungsbunkers
Information vom 24.04.2013
 
Foto: Eingang zum Führungsbunker in der ul. Universitätskaja
 
Nach Abschluss der Restaurierungsarbeiten öffnet der «Laasch-Bunker» am ersten Mai wieder seine Pforten. Während der Restaurierungsarbeiten wurde ein weiterer «Geheimgang» entdeckt, der nun auch durch die Besucher besichtigt werden kann. Wichtig war den Restauratoren den «Zeitgeist» des Bunkers, der sich sieben Meter unter der Erde befindet, zu erhalten.
 
 
Immer mehr Autos in Kaliningrad
Information vom 24.04.2013
 
Foto: Hauptstadtniveau - Staus ohne Ende in Kaliningrad
 
In Kaliningrad wächst die Anzahl der Fahrzeuge. Im Jahre 2011 waren im Kaliningrader Gebiet 288.000 Fahrzeuge registriert. 2012 waren es bereits 308.000 Automobile. Interessant ist jedoch, dass die Anzahl der in ganz Russland  registrierten Fahrzeuge sich vermindert hatte.
 
 
Mindestlohn angehoben
Information vom 24.04.2013
 
Foto: 5.000 Rubel-Scheine - Man kann davon nicht genug bekommen
 
Der gesetzlich vorgeschriebene Mindestlohn in Kaliningrad wächst per 01. Mai auf 7.000 Rubel (175 Euro). Ab 01.01.2014 steigt er um weitere 13 Euro und ist zum 01.06.2014 mit 200 Euro vertraglich fixiert worden. Der staatlich festgelegte Minimallohn hat in erster Linie Auswirkungen auf  die Arbeitgeber die sich mit der Zahlung von Gehältern im Umschlag beschäftigen und somit auch höhere Abgaben in die Sozialkassen zu leisten haben.
 
 
Hohe Kosten für Straßeninstandsetzung
Information vom 24.04.2013
 
Foto: Weltweit nach dem Winter der Straßenzustand einheitlich schlecht
 
Die Instandsetzung aller Straßen in Kaliningrad sollen mit einer Summe von 120 Mrd. Rubel (3 Mrd. Euro)zu Buche schlagen – so der Vorsitzende des Stadtrats Alexander Pjatikop. Da das Stadt- und Gebietsbudget zusammen nur über 50 Mrd. Rubel verfügen ist hier die Hilfe aus dem föderalen Haushalt erforderlich.
 
 
Wohnungen für junge Wissenschaftler
Information vom 25.04.2013
 
Foto: Projekt für das Neubauviertel Süd, Ost, West in Kaliningrad
 
Gouverneur N. Zukanov wird 15 jungen Wissenschaftlern der Kaliningrader Technischen Universität Wohnungen in Kaliningrad zur Verfügung stellen. Der soziale Wohnungsbau fand einen neuen Start vor anderthalb Jahren und im Juni  2013 werden die ersten Häuser in Nutzung überführt. Aus diesem Bestand werden die jungen Lehrer und Aspiranten, als die Nachfolgegeneration des jetzigen Lehrer- und Dozentenbestandes der Universität, mit Wohnraum versorgt, was dann hoffentlich zu einer Bindung an das Gebiet Kaliningrad beiträgt.
 
 
Urlaub und medizinische Behandlung vereint
Information vom 25.04.2013
 
Foto: Lieber ein Kuraufenthalt in Kaliningrad als löffelweise Tabletten
 
Rund die Hälfte aller russischen Touristen die nach Kaliningrad kommen, kommen aus gesundheitlichen Erwägungen. Darüber informierte der Gesundheitsminister der Kaliningrader Regierung während einer Sitzung. Im Kaliningrader Gebiet befinden sich zurzeit 15 Sanatorien. Bis zum Jahre 2020 sollen 4 Mrd. Rubel (100 Mio. Euro) in die Entwicklung des Gesundheitssystems in Kaliningrad investiert werden.
 
 
Staßenbahn – ein teures Vergnügen
Information vom 26.04.2013
 
Foto: Straßenbahn durch die Thälmannstrasse - eingleisig
 
Der Kaliningrader Bürgermeister ist Prellbock der Meinungen der Anwohner der Thälmannstraße. Ein Teil will die Straßenbahn zurück, ein anderer Teil nicht. Jetzt sind alle Voraussetzungen getroffen, um den öffentlichen Nahverkehr mit Bussen durch die Thälmannstraße zu organisieren. Eine Rückkehr der Straßenbahn würde der Stadt 227 Mio. Rubel (5,7 Mio. Euro) kosten. Das Geld ist nicht vorhanden. Es besteht aber durchaus die  Möglichkeit bauliche Voraussetzungen für eine Touristenstraßenbahn zu belassen – darüber könne man nachdenken.
 
 
Kostenlos und hässlich
Information vom 26.04.2013
 
Foto: Illegale  Reklame an Bäumen in Kaliningrad
 
Eine seit Jahren hässliche Angewohnheit der Kaliningrader ist das Befestigen von Verkaufs- und Suchanzeigen an Bäumen, Laternenpfählen und ähnlichem. Damit soll nun Schluss sein. Bereits 670 illegale «Reklame-Center» wurden demontiert. Ungeachtet gesetzlich regulierter Strafen scheint das bisher keinen Eindruck auf die Kaliningrader gemacht zu haben. Vermutlich auch deshalb, weil das Gesetz praktisch nicht angewendet wird.
 
 
Schienenbus soll Verkehrsproblem lösen
Information vom 26.04.2013
 
Foto. Straßenbahn vor der Eisenbahnbrücke über der ul. Kiewskaja
 
Durch  den Wegfall von Straßenbahnverbindungen ist ein Transportproblem für die Bevölkerung entstanden. Dies auch umso mehr, da eine Reihe von Straßen instandgesetzt werden und es so zu vielen Staus kommt. Nun denkt die Stadtverwaltung darüber nach aus den südlichen Stadtbezirken in das Stadtzentrum einen Schienenbus einzusetzen, der auf der ganz normalen Eisenbahnstrecke verkehren wird. Die Voraussetzungen für diese neue Transportart sind ideal – so die Stadtverwaltung.
 
 
Technischer Direktor oder Vorsitzender Stadtrat – wer hat Recht?
Information vom 26.04.2013
 
Foto: die neue polnische Straßenbahn in der ul. Thernjachowskaja
 
Der Vorsitzende des Stadtrats, A. Pjatikop kritisierte den Zustand der neuen polnischen Straßenbahn nach der Winterperiode. Er ist der Meinung, dass die Straßenbahnwege so schlecht sind, dass sich der Kauf weiterer Straßenbahnen nicht lohnt, wenn diese schon nach wenigen Monaten Verschleißerscheinungen zeigen. Der Direktor des Straßenbahndepots ist erstaunt über diese Äußerungen. Erst vor wenigen Tagen waren polnische Spezialisten vor Ort und schätzten den Zustand der neuen polnischen Straßenbahn, gemeinsam mit den Kaliningrader Spezialisten, als ideal ein.
Reklame

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