Kaliningrader Wochenblatt 2013-41

Kaliningrader Wochenblatt 2013-41

 

Es geht rund in Kaliningrad     
Information vom 08.10.2013
 
 
In den letzten Jahren hat Kaliningrad den „Kreisverkehr“ als eine Möglichkeit für die Lösung von schwierigen Verkehrssituationen lieb gewonnen. Und so plant man auch die schwierige Kreuzung am Königstor umzubauen und einen Kreisverkehr einzurichten. Generell ist dieses gesamte Gebiet (unweit der Kreuz-Apotheke) in einem wenig ansehnlichen Zustand. Die jetzt vorgelegten Pläne lassen aber Lokalpatrioten doch hoffen.
 
 
Touristenanzahl wächst in Kaliningrad     
Information vom 08.10.2013
 
 
Kaliningrad scheint schon jetzt für Touristen interessanter zu werden. Seit Anfang des Jahres ist die Zahl um das Anderthalbfache gestiegen. Bemerkenswert ist, dass weniger Gruppenreisen nach Kaliningrad erfolgen, dafür aber der Individualtourismus sich steigender Beliebtheit erfreut. Einer der Gründe ist, dass es neue Internetportale gibt, aber auch Tourismusfirmen, die sich mit Kaliningrad als Reiseziel beschäftigen. Bleibt also abzuwarten, wie sich die konkreten Zahlen bis Ende 2013 entwickeln – abgerechnet wird zum Schluss.
 
 
Passagierzahlen am Airport wachsen     
Information vom 09.10.2013
 
 
In den ersten neun Monaten dieses Jahres hat der Kaliningrader Airport „Chrabrowo“ mehr als eine Million Passagiere abgefertigt. Das sind rund 11 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. 201.000 Passagiere haben internationale Verbindungen genutzt, 820.000 nutzten nationale Verbindungen. Auch der Frachtverkehr hat um rund 9 Prozent zugenommen. Beeindruckende Zahlen für einen Airport, der erst in der Bau- und Findungsphase ist.
 
 
Tropfen auf dem heißen Stein     
Information vom 09.10.2013
 
 
Während einer Kontrolle des Zentralmarktes im Stadtzentrum Kaliningrads wurden 70 illegale Migranten festgenommen. Sie konnten keine Dokumente vorweisen. Bei weiteren 50 Arbeitsmigranten ergab die Kontrolle keine Gesetzesverstöße. Insgesamt ist dies aber wohl nur der Tropfen auf dem berühmten heißen Stein, denn illegale Migranten dürften sich in Kaliningrad mit Sicherheit im vierstelligen Bereich aufhalten.
 
 
Firma „Snaige“ wirft endgültig das Handtuch     
Information vom 10.10.2013
 
 
Das Traditionsunternehmen „Snaige“, Hersteller von Weißware aus Litauen, hatte in den Nordbergen Kaliningrads vor fast 10 Jahren einen Produktionsbetrieb für die Herstellung der qualitativ hochwertigen und beliebten Kühlschränke errichtet. Im Jahre 2009 begannen wirtschaftliche Probleme und die Produktion wurde eingestellt. Bis Mitte 2013 bemühte sich die Firma um den Verkauf der recht großen Immobilie. Nun konnte sie sich vom „Klotz am Bein“ befreien. Wer der Käufer ist, wie viel bezahlt wurde und was zukünftig produziert wurde bleibt vorerst unbekannt.
 
 
Billigflieger „Holzklasse“ fliegt nach Kaliningrad     
Information vom 10.10.2013
 
 
Die russische Fluggesellschaft „Aeroflot“ gründet eine neue Billig-Airline „Dobroljot“. Eine der ersten Flugverbindungen für die 2014 startende Airlines wird Kaliningrad sein. Die Flugzeuge zeichnen sich durch ein Minimum an Komfort aus (z.B. keine verstellbaren Sitze). Das Grundprinzip ist, für die einfache Flugleistung einen möglichst billigen Preis zu bezahlen. Wünscht der Passagier mehr, ist für jedes „Mehr“ ein Aufschlag zu bezahlen. Die Preise für die Grundleistung sollen um bis zu 40 Prozent fallen.
 
 
Steuerschulden – Ehrenschulden?     
Information vom 10.10.2013
 
 
Das scheint nicht für alle Kaliningrader zuzutreffen. Die Steuerschulden belaufen sich für die ersten sieben Monate dieses Jahres auf 3,2 Mrd. Rubel (73 Mio. Euro). Das sind 13 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Den Löwenanteil nehmen nicht bezahlte Gewinnsteuern und die Mehrwertsteuer ein. Bei der Summe 3,2 Mrd. Rubel handelt es sich aber nur um bereits angemahnte Steuern, die Gesamtsteuerschuld der Kaliningrad ist mehr als doppelt so hoch.
 
 
Straßenhandel bestraft     
Information vom 10.10.2013
 
 
Der Straßenhandel in Kaliningrad, kleine Minimärkte für den Verkauf von Blumen, Sonnenblumenkerne, Wintersocken und Ölgemälde ist beliebt – insbesondere in der Nähe von Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs. Viele der dortigen Verkäufer haben aber keine Genehmigung und die Märkte keine Standgenehmigung. Die Polizei räumte nun auf einem dieser Mini-Basare auf. Diesmal traf es den Platz Leninski-Prospekt/ul. Bagrationa – einem der belebtesten Orte der Stadt. Die „Illegalen“ erwarten nun Strafen bis zu 5.000 Rubel (120 Euro), was für viele eine ganze Monatseinnahme ist.
 
 
Schwimmende Eisenbahn mit Verlust     
Information vom 10.10.2013
 
 
Die Fährlinie Kaliningrad (Baltisk)- Ust-Luga ist nach Meldung der Betreiber (Russische Bahn) defizitär. Zu früheren Zeiten hat die Russische Bahn hohe Transitgebühren an Litauen und Weißrussland für die Zugdurchreise bezahlt und ebenfalls keinen Gewinn erwirtschaftet. Um in die Gewinnzone zu kommen, wurden ein eigenes Terminal und eine eigene Fähre eingerichtet. Aber auch dies ist verlustbringend. Die jetzt eingesetzten Fähren sind für den Transport von Bahnwaggons, Kettentechnik, LKW, PKW geeignet und haben Platz für 120 Passagiere.
 
 
Schluss mit lustig – Weg mit den Baggersteinen     
Information vom 10.10.2013
 
 
Weg mit den Pflastersteinen im Bereich der großen Kreuzungen in Kaliningrad, wo auch gleichzeitig noch Straßenbahngleise verlaufen. So lautet eine prinzipielle Entscheidung der Stadtverantwortlichen. So wird es also in den nächsten Monaten einige Staus mehr geben, bis all die zentralen Kreuzungen in einem „fließenden“ Zustand sind. In der Meldung wird erwähnt, dass zu sowjetischen Zeiten jedes Jahr fünf Kilometer Straßenbahngleise instand gesetzt wurden. In den letzten zwanzig Jahren ist praktisch nichts getan wurden. Jetzt fehlt das Geld um all die Sünden der Vergangenheit zu beseitigen.
 
 
Kaliningrader lieben Polen, wollen aber auch Deutschland lieben    
Information vom 11.10.2013
 
 
In erster Linie lieben die Kaliningrader aber sicher das Kulturniveau, das Einkaufsniveau und das Angebotsniveau in den polnischen Supermärkten und Boutiquen. Davon zeugen die Zahlen. Tausend Prozent mehr Besucher als im vergangenen Jahr melden die polnischen Verantwortlichen aus Elblong. Wichtig ist auch, dass viele dieser Touristen auch mehr als einen Tag blieben. Während sich die Polen ihre Nasen vergolden lassen und sich über den kleinen visafreien Grenzverkehr freuen, klären deutsche Politiker weiterhin technische Probleme zur Visafreiheit mit Russland und berauben deutsche Steuerzahler der Möglichkeit Geld mit russischen Touristen zu verdienen.
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