Kaliningrader Wochenblatt 2013-46

Kaliningrader Wochenblatt 2013-46

 

Großauftrag für Schiffswerft „Jantar“     
Information vom 09.11.2013
 
 
Die Schiffswerft „Jantar“ in Kaliningrad erfüllt einen weiteren Auftrag zum Bau eines Kriegsschiffes für die russische Marine. Am 15. November findet die feierliche Kiellegung des nun schon fünften Auftrages für die Jantar-Werft der russischen Kriegsmarine statt. Insgesamt hat die russische Marine sechs Schiffe in Auftrag gegeben. Das neue Schiff erhält den Namen „Admiral Istomin“. Die Fertigstellung des Schiffes ist für 2016 geplant. Es ist bestimmt für die Bekämpfung von Über- und Unterwasserzielen sowie zur Bekämpfung von Luftzielen.
Quelle: http://www.klops.ru/news/Obschestvo/81681/Zavod-Jntarj-postroit-dlj-VMF-Rossii-fregat-Admiral-Istomin.html
 
 
Polnische Zöllner beschlagnahmen Waren     
Information vom 11.11.2013
 
 
In den ersten zehn Monaten diesen Jahres haben polnische Zöllner an den Grenzen zu Kaliningrad Waren im Werte von zwei Millionen Rubel (50.000 Euro) beschlagnahmt und vier Ermittlungsverfahren eingeleitet. Weiterhin wurden 865 Geldstrafen verhängt. Häufigste Verstöße traten auf bei Tabakwaren, Lebensmitteln und Fahrzeugen. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Verstöße um das zehnfache angewachsen.
 
 
Schwere Evakuierungs-Geburt     
Information vom 12.11.2013
 
 
Die Stadtverwaltung hat nun endlich den nächsten Schritt unternommen um das Problem des Abschleppens von Falschparkern in Kaliningrad zu klären. Bis Ende Dezember wird nun eine Kommission geschaffen, welche die Bewerber für den Abschleppdienst im Rahmen einer Ausschreibung auswählen soll. Die Stadt plant mit dem oder den Bewerbern einen 5-Jahresvertrag abzuschließen.
Quelle: http://kgd.ru/news/item/31531-vlasti-kaliningrada-zaklyuchat-kontrakt-na-jevakuaciyu-avtomobilej-na-pyat-let
 
 
Neue Chefin bei den Gerichtsvollziehern     
Information vom 12.11.2013
 
 
Kaliningrad hat eine neue Chefin für seine Gerichtsvollzieher erhalten. Galina Baburina arbeitete bis zu ihrer Ernennung als Leiterin der Verwaltung in Belgorod und wurde nun durch den russischen Justizminister in die Funktion der Leiterin der Kaliningrader Gerichtsvollzieher ernannt. Ihr Vorgänger in Kaliningrad hatte seine Funktion auf eigenen Wunsch niedergelegt. In der Vergangenheit kam es zwischen ihm und der Kaliningrader Staatsanwalt zu starken Meinungsverschiedenheiten.
 
 
Zwillings-See bald vor seiner zweiten Geburt     
Information vom 12.11.2013
 
 
Die wesentlichsten Arbeiten zur Rekultivierung des Zwillings-Sees in Kaliningrad sind beendet. Insbesondere die Säuberung des gesamten See-Territoriums ist erfolgreich abgeschlossen worden und die Stadt plant in Kürze den See wieder mit Wasser zu füllen. Das Territorium des Sees umfasst 1,3 Hektar und für die Kultivierungsarbeiten hat die Stadt 140 Mio. Rubel (3,2 Mio. Euro) zur Verfügung gestellt. Anfang 2014 ist der Abschluss aller Arbeiten geplant und der See wird mit einer Uferpromenade, Schiffsanlegestellen, neuen Brücken die Kaliningrader erfreuen.
 
 
Mehrzahl der Kaliningrader unzufrieden     
Information vom 12.11.2013
 
 
45 Prozent aller Bewohner des Gebietes sind unzufrieden mit dem Zustand in der Stadt und dem Gebiet Kaliningrad. 39 Prozent finden den Zustand für sich als zufriedenstellend. Zu diesem Resultat kam eine soziologische inoffizielle Studie, die die Kaliningrader Regierung in Auftrag gegeben hatte.
 
 
Medwedjew will Finanzbedarf für subventionierte Flugtickets wissen     
Information vom 13.11.2013
 
 
Im Jahre 2013 wurde für die Subventionierung von Flugtickets zwischen Kaliningrad, Moskau und St. Petersburg mehr als 500 Mio. Rubel (11,4 Mio. Euro)bereitgestellt. Nun hat Medwedjew die Aufgabe gestellt, den weiteren Finanzbedarf für 2014 bis zum 20. Dezember zu berechnen. Damit wirkt Medwedjew den Ankündigungen des Transportministeriums entgegen, Subventionen für den Passagiertransport in den kommenden Jahren zu kürzen.
 
 
Uferneubau bis Mai 2014 beendet     
Information vom 13.11.2013
 
 
Die Neugestaltung der Uferbebauung im Stadtzentrum entlang des Pregel soll bis Mai 2014 beendet werden. Die Baufirma möchte den Kaliningradern zum Feiertag des 01. Mai 2014 mit der Fertigstellung ein Geschenk machen. Vertreter der Stadtverwaltung sehen diesen Zeitpunkt mit mehr Realismus und haben den Monat Juli für die Fertigstellung ins Auge gefasst. Nach Fertigstellung soll die Uferpromenade ähnlich gestaltet sein wie der Oberteich.
 
 
Waffen für Kaliningrad in Postpaketen     
Information vom 13.11.2013
 
 
Zöllner haben 110 Waffen seit Anfang des Jahres in Postwaggons gefunden, die aus den russischen Regionen, Kasachstan und Weißrussland nach Kaliningrad kamen. Die Waffen waren in Paketen verpackt. Unter anderem handelt es sich um 70 Stück „Kaltwaffen“, Feuerwaffen, Luftwaffen, Signalpistolen und 40 Startvorrichtungen. Des Weiteren wurden Patronengurte für Maschinengewehre und Patronenmagazine gefunden. Der interessanteste Fund ist ein Maschinengewehr, vermutlich ein „Maxim“ (MG aus dem zweiten Weltkrieg).
 
 
Wenig kooperative Stadtbewohner     
Information vom 14.11.2013
 
 
Die Stadt investiert über 2 Mrd. Rubel (45,5 Mio. Euro) in den Neubau einer Straße, einschließlich Brücke im Stadtgebiet „Selma“. Nach Fertigstellung löst diese Straße eines der größten Verkehrsprobleme der Stadt im Bereich Gorki-Strasse und der Narwskoi. Leider kooperieren die Bewohner die entlang der Baustelle wohnen nicht und geben den Baufirmen keine Möglichkeit in drei Schichten zu arbeiten. Dadurch wird sich die Fertigstellung der Straße bis Mitte 2014 hinziehen und allen Bewohnern des Stadtgebietes nun das Leben für weitere sechs Monate verkehrstechnisch viele Nerven und Zeit kosten.
 
 
Zu kleiner Busbahnhof in Kaliningrad     
Information vom 14.11.2013
 
 
Der Busbahnhof in Kaliningrad, neben dem Südbahnhof gelegen, ist zu klein für den sich entwickelnden öffentlichen Nah- und Fernverkehr. Deshalb fordern Lobbyisten für den öffentlichen Transport die Erweiterung des bestehenden Busbahnhofes und die Rückgabe von Parkplatzflächen, die im Zusammenhang mit dem Bau des Supermarktes „Viktoria“ vor einigen Jahren als Individualparkplatz übergeben wurden. Insgesamt hat Kaliningrad 124 Regionalverbindungen, die durch 179 Linienbusse und 73 Minibusse bedient werden. Am Tage gehen vom Busbahnhof 1.400 Busse/Minibusse ab, d.h. jede Minute 7 – 14 Busse aller Klassen. In den Sommermonaten und in den täglichen Stichzeiten ist der Busbahnhof völlig überfüllt. Um einen vernünftigen Fahrservice zu gewährleisten, müssen mindestens vier weitere Abfahrtstellen eingerichtet werden. Normal ist der Bahnhof vorgesehen gewesen für 500 Passagiere, jetzt werden täglich bis zu 7.000 Passagiere abgefertigt.
 
 
Ticketpreise sind politisch diktiert     
Information vom 15.11.2013
 
 
Nach Ansicht von Sergej Donskich, einer der Organisatoren des privaten öffentlichen Personennahverkehrs und im Stadtrat Kaliningrads verantwortlich für den ÖPNV, sind die Preise für eine Fahrt politisch diktiert und haben keinerlei Bezug auf wirtschaftliche Realität. Er schlug vor, für eine richtige Preisberechnung Experten der KANT-Universität hinzuzuziehen und die Preise nach der Methode zu berechnen, wie sie von föderalen Transportministerium vorgegeben wurde. Selber nannten die Privaten einen Preis von 28 Rubel (0,65 Euro) als optimal für einen Fahrschein.
 
 
Deutsche Hydranten verschwinden     
Information vom 15.11.2013
 
 
Deutsche Hydranten standen noch bis vor wenigen Jahren in vielen Straßen Kaliningrads. Nun verschwinden diese kleinen „Museumsstücke“ an sich unbemerkt aus dem Straßenbild. Organisator der Demontage dieser Hydranten sind die Kaliningrader Wasserwerke, die dies ohne Genehmigung tun – wie durch Vertreter der Kaliningrader Verkehrspolizei bestätigt wurde. Aus Stadtverwaltungskreisen wurde informiert, dass diese alten Hydranten keinerlei kulturhistorischen Wert darstellen. Dann kann man der Stadt nur noch viel Erfolg bei der Gewinnung neuer Touristen wünschen – auch wenn die Anzahl der Touristen sicher nicht in unmittelbarem Zusammenhang steht mit der Anzahl von alten deutschen Hydranten.
 
 
Es gibt zu viele Busse in Kaliningrad     
Information vom 15.11.2013
 
 
Zu dieser Einschätzung kommt die gesellschaftliche Organisation „Kaliningrader Regionaltransport“ und schlägt vor, die Anzahl der Busse einzuschränken. In Kaliningrad verkehren 289 Linienbusse, 302 Linientaxis (Marschrutka), 60 Trolleybusse und 30 Straßenbahnen. Des Weiteren wird das Stadtzentrum noch vom regionalen Busverkehr tangiert. Somit kommen auf 442.000 Einwohner 681 Fahrzeuge im Nahverkehr. Das ist nach Meinung der Transportspezialisten zu viel. Interessant ist die Meinung, dass die Anzahl der Trolleybusse und Straßenbahnen nicht eingeschränkt werden soll – sie befinden sich im Besitz der Stadt. Dagegen sollen 89 Linienbusse und 80 Linientaxis von den Straßen entfernt werden – also alles Transportmittel von Privatunternehmern. Dies entspricht letztendlich den Vorstellungen der Stadt, bis 2015 70 Prozent des gesamten ÖPNV in den Händen der Stadt zu konzentrieren.
 
 
 
Die Holding „Avtotor“ begann mit der Produktion des neuen KIA-Modells „Sorento“. Bis Ende des Jahres sollen noch 1.200 PKW das Produktionsband verlassen.
 
Der Kaliningrader Katastrophenschutz hat in der vergangenen Woche am 12. November, die im Kaliningrader Gebiet installierten Sirenen auf Funktionsfähigkeit überprüft.
 
Der Warenumschlag der Kaliningrader Eisenbahn ist in den ersten zehn Monaten diesen Jahres um 8,7 Prozent angewachsen.
 
Die Kaliningrader Polizei hat eine Hot-Line eingerichtet, damit Bürger Orte melden können, an denen illegal Sand abgebaut wird. Der Gouverneur hatte gefordert, sämtliche illegalen Sandgruben innerhalb von zwei Wochen zu schließen.
 
Der Kaliningrader Minister für Landwirtschaft verspricht einen Preisrückgang bei Eiern im Verlaufe der nächsten zwei bis drei Wochen.
 
Zwei Bewohner von Baltisk sind wegen Aufruf zum Extremismus und wegen Beleidigung der Kirche verurteilt worden. Es handelt sich um einen 17-jährigen und 22-jährigen jungen Mann.
 
Die Kaliningrader Regierung versucht von Auftragnehmern, die im Rahmen von föderalen Aufträgen ihren vertraglichen Pflichten in Kaliningrad nicht nachgekommen sind 280 Mio. Rubel (6,4 Mio. Euro) einzuklagen.
 
Kaliningrad plant im Rahmen des Stadtumbaus im Bereich des Litauer Walls und des Kaliningrader Zoos Fußgängerzonen einzurichten.
 
Der Kaliningrader Gebietsregierung ist es bis zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gelungen einen Investor für den geplanten Bau eines neuen Tiefseehafens zu finden.
 
Seit Anfang des Jahres wurden durch Kaliningrader Zöllner 57.000 Stück Schmuggelgut beschlagnahmt.
 
Die Kaliningrader Gebietsregierung plant im Haushalt 2014 für die Anmietung von Fahrzeugen eine Summe von 22,5 Mio. Rubel (0,51 Mio. Euro).
 
Die Kaliningrader Staatsanwaltschaft fordert die Bestrafung von 28 Polizisten aus Svetlogorsk. Diese hatten die Selbstauskunft zu Einkünften, Vermögen und Immobilien verkehrt oder unvollständig ausgefüllt.
 
Das Auftauchen von gelben Plastikkisten auf den Kaliningrader Straßen zur Lagerung von Streusand für den Winter mit doublierender Funktion als Sitzbank, ist für den Kaliningrader Bürgermeister ein Zeichen für die Annäherung Kaliningrads an westeuropäisches Niveau.
 
Seit Anfang des Jahres wurden durch Zöllner fast 119.000 Schachteln illegaler, nicht deklarierter Zigaretten beschlagnahmt und 234 Strafverfahren eingeleitet.
 
Der Kaliningrader Stadtarchitekt stellte fest, dass es in Kaliningrad keine einzige Fußgängerzone gibt. Und so lange wie keine Fußgängerzonen existieren braucht Kaliningrad auch über Touristen nicht nachzudenken – so der Beamte.
 
In der Stadt Sowjetsk wird im kommenden Sommer  im Gebäude der Bibliothek ein Informationszentrum für Touristen eröffnet. Die notwendigen Umbauarbeiten haben bereits begonnen.
 
Kaliningrader legen sich öfter ein neues Auto zu als die Moskauer oder St. Peterburger. Im Durchschnitt alle vier Jahre gönnt sich der Kaliningrader einen neuen fahrbaren Untersatz.
 
12 Millionen Rubel (273.000 Euro) lässt sich die Stadt Kaliningrad die Illumination der Straßen und Gebäude zu den Weihnachtsfeiertagen kosten.
 
Ab 15. November gelten verschärfte Gesetze für Rauchverbote an öffentlichen Plätzen, Gebäuden usw. Die Strafen sind drastisch und beginnen bei 1.500 Rbl. (34 Euro). Die Kaliningrader Polizei wird keine gesonderten Kontrollorgane hierfür schaffen.
 
Die Kreisverwaltung Gwardejsk hat 36 Grundstücke ungesetzlich an Privatnutzer entweder verkauft oder verpachtet. Dies wurde durch die Kaliningrader Staatsanwaltschaft festgestellt die wiederum die Annullierung der Verträge forderte.
 
Kaliningrader Gerichtsvollzieher haben am Freitag vier Bürger aus Kasachstan des Landes verwiesen und für ihre Deportation gesorgt.
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