Kaliningrader Wochenblatt 2013-47

Kaliningrader Wochenblatt 2013-47

 

Rekorde bei Grenzüberschreitungen     
Information vom 16.11.2013
 
 
Polnische Grenzorgane melden nur noch Rekordzahlen bei den Grenzüberschreitungen für die ersten zehn Monate des Jahres 2013. Alle Prognosen für die Entwicklung des Grenzverkehrs erfüllten sich. Bisher haben 5,3 Millionen Menschen die Grenzen zwischen Polen und Russland/Kaliningrad überschritten. Davon reisten 2,5 Millionen Polen nach Kaliningrad und 2,8 Millionen Russen nach Polen. 900.000 Bürger beider Seiten nutzten für die Grenzüberschreitung das Regime des kleinen visafreien Grenzverkehrs. Im Jahr 2012 haben insgesamt 4 Mio. Bürger die Grenze überschritten.
 
 
Großaktion der Polizei auf dem Zentralmarkt     
Information vom 18.11.2013
 
 
Während einer Groß-Razzia auf dem Zentralmarkt in Kaliningrad wurden 248 Migranten überprüft. Neben Einsatzkräften der Polizei kamen auch Spezialkräfte OMON zum Einsatz. 20 Migranten konnten keine Dokumente vorweisen, die ihren rechtmäßigen Aufenthalt in Russland belegen. Ihnen drohen nun die Ausweisung und ein Einreiseverbot für fünf Jahre. Der Link führt Sie zur Fotogalerie mit Aufnahmen der Polizei während der Razzia.
 
 
Kulturminister RF in Kaliningrad     
Information vom 18.11.2013
 
 
Der Minister für Kultur der Russischen Föderation besuchte am Montag Kaliningrad. Während seines Aufenthaltes schenkte der der Stadt eine einzigartige Bernsteinkollektion im Wert von 100 Mio. Rubel (2,3 Mio. Euro) aus dem St. Petersburger „Bernsteinhaus“. Die Kollektion besteht aus insgesamt 40 Einzelexponaten.
Quelle: http://klops.ru/news/obschestvo/82053-ministr-kultury-rf-podarit-kaliningradu-kollektsiyu-iz-yantarya-stoimostyu-bolee-100-mln-rubley#1
 
 
Sportminister der RF – Kaliningrad ist Ausrichterstadt der Fußball-WM2018     
Information vom 18.11.2013
 
 
Nun schon zum x-ten Mal wurde durch föderale Funktionäre bestätigt, dass die Festlegung der Ausrichterstädte für die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 endgültig und unveränderlich ist. Dies trifft somit auch auf Kaliningrad zu. Nach Worten des Sportministers der Russischen Föderation hat jede Stadt ihre eigenen Schwierigkeiten und die müssen eben bewältigt werden. Die größte Schwierigkeit Kaliningrads besteht darin, dass der Baugrund für das Stadion sehr schwierig ist und das Stadion selber nur ein kleiner Teil eines völlig neuen Stadtgebietes sein soll.
 
 
Keine gute Wahlprognose für „Einheitliches Russland“     
Information vom 18.11.2013
 
 
Wenn in diesem Monat Wahlen wären, so wäre das Wahlergebnis für die Partei „Einiges Russland“ zwar im Vergleich zu den anderen Parteien überwältigend gut, aber insgesamt gesehen mit einem Stimmenanteil von 31 Prozent doch sehr mager. Einziger tröstender Moment ist, dass die Kommunisten als zweitstärkste Partei elf Prozent erreichen würden. Die neue Partei „Bürgerplattform“ von Prochorow würde in Kaliningrad auf zwei Prozent kommen.
 
 
Kulturminister der RF in Kaliningrad     
Information vom 18.11.2013
 
 
Der Minister für Kultur der Russischen Föderation, Wladimir Medinski hielt sich am Wochenanfang in Kaliningrad auf. Angesprochen auf eine mögliche Umbenennung der Stadt Kaliningrad antwortete er, dass dies eine Angelegenheit der Kaliningrader Bevölkerung ist. Und er bemerkte, dass es noch viele andere Städte im Gebiet gibt, die ehemals einen anderen Stadtnamen hatten. Die Notwendigkeit einer Umbenennung Kaliningrads sieht er persönlich als Privatperson und als Historiker erst an allerletzter Stelle.
 
 
LDPR für eine Erweiterung des 72-Stunden-Visaregimes     
Information vom 18.11.2013
 
 
Vertreter der Liberal-Demokratischen Partei Russlands in der Kaliningrader Gebietsduma treten für eine Erweiterung der Festlegungen im geplanten Gesetz über den 72-Stunden-visafreien Aufenthalt in Kaliningrad ein. Sie bitten darum, dass dieses Regime auch auf diejenigen angewandt wird, die mit Bussen, Zügen, Schiffen und Privatfahrzeugen in das Kaliningrader Gebiet reisen.
 
 
Einige Abgeordnete in Kaliningrad nicht ausgelastet     
Information vom 18.11.2013
 
 
Einige Abgeordnete der Kaliningrader Gebiets-Duma scheinen nicht ausgelastet zu sein. Anders lässt sich der Vorstoß nicht erklären, in Kaliningrad neue Feiertage einzuführen. Diese Feiertage sollen aber keine staatlichen und somit arbeitsfreien Arbeitstage werden, sondern einfach nur so im Kalender genannt werden. Hierzu sollen solche Feiertage gehören wie der 09.04., (Kapitulation der Königsberger Festung), 04.07. (Tag der Umbenennung der Stadt), sowie einige Sterbe- und Geburtsdaten von bekannten Persönlichkeiten wie Kant, Wassilewsko, Hoffmann und Tschernjachowsk. In der Praxis würde sich für niemanden nichts ändern – so frei nach dem Prinzip „Bewegung ist alles, das Ziel ist nichts.“
 
 
Import aus Weißrussland wächst     
Information vom 19.11.2013
 
 
Der Import von Waren aus Weißrussland ist im Jahre 2013 um das 2,5fache im Vergleich zum Vorjahr angewachsen. In konkreten Ziffern wurden Waren im Werte von 192 Mio. USD zwischen Kaliningrad und Weißrussland ex- und  importiert. Hierbei exportierte Kaliningrad Waren im Werte von 64 Mio. USD nach Weißrussland und erhielt im Gegenzug Waren im Werte von 128 Mio. USD aus Weißrussland.
 
 
Direktflüge Barcelona-Kaliningrad     
Information vom 19.11.2013
 
 
Ab 5. Juli wird es eine direkte Flugverbindung zwischen Barcelona und Kaliningrad geben. Anbieter ist die spanische Fluggesellschaft „Vueling“. Flüge werden am Mittwoch und am Samstag stattfinden. Der Hin- und Rückflug kostet 150 Euro. Flüge sind bereits jetzt buchbar auf der Internetseite der Fluggesellschaft.
Quelle: http://rugrad.eu/news/635677/
 
 
Preußisches „Grünes Kabinett“ wird restauriert     
Information vom 19.11.2013
 
 
Das sogenannte „Grüne Kabinett“ in Sowjetsk, dem ehemaligen Tilsit soll wieder hergerichtet werden. Hierbei handelt es sich um eine Parkanlage gleich hinter dem Königin-Luise-Denkmal, zu deutschen Zeiten „Ausstellungsplatz“ genannt. Der Park selber besteht es Rundläufen, Grünflächen, Laubbäumen und Bepflanzungen. Das Ganze war früher aufgelockert mit Figuren, architektonischen Kleinnoden und einem Denkmal für den verdienten Tilsiter Bürger Adolf Heidenreich. Ob dies auch alles wieder errichtet werden kann ist allerdings zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar.
 
 
Putin und Jaroschuk gleich beliebt im KaliningraderTV     
Information vom 20.11.2013
 
 
Es ist immer wieder erstaunlich, welche soziologischen Umfragen es gibt. So wurde vor kurzem von einem Kaliningrader Institut die Frage gestellt: „Wenn Sie „XYZ“ auf dem Bildschirm sehen, schalten sie dann ab oder schauen sie was der Politiker zu sagen hat?“ Bei Putin sind 46,5 Prozent bereit weiter zuzuschauen, Medwedjew wollen 35,4 Prozent bis zu Ende zuhören, den Kaliningrader Gouverneur Zukanov sind 42,7 Prozent bereit ausreden zu lassen, und dem Kaliningrader Bürgermeister Jaroschuk sind 45,1 Prozent bereit weiter zuzuhören.
 
 
Gehaltsschulden radikal verringert     
Information vom 20.11.2013
 
 
Im Verlaufe von nur einem Monat haben sich die Gehaltsschulden der Arbeitgeber gegenüber ihren Mitarbeitern um 40 Prozent verringert. Nun schulden die Arbeitgeber ihren Mitarbeitern nur noch 2,2 Mio. Rubel (50.000 Euro). Das Durchschnittsgehalt für einen Kaliningrader Arbeitnehmer liegt zurzeit bei ca. 29.000 Rbl. Das nicht rechtzeitige bezahlen von Gehalt ist in Russland ein Straftatbestand.
 
 
Französischer Hubschrauberträger in Kaliningrad zu Instandsetzung     
Information vom 20.11.2013
 
 
Allerdings handelt es sich hierbei um Schiffe unter russischer Flagge. Russland hat die Hubschrauberträger vom Typ „Mistral“ in Frankreich in Auftrag gegeben und sucht nun nach Möglichkeiten für eine Wartung und mögliche Instandsetzung. Eignen würde sich dafür das 33. Schiffs-Instandsetzungwerk in der Stadt Baltisk. Militärspezialisten haben die Anlagen vor Ort inspiziert und beraten nun über eine mögliche Vertiefung von Hafenanlagen und Modernisierung von Werksausrüstungen.
 
 
Hohe Strafe für „Produkty Pitanie“     
Information vom 21.11.2013
 
 
Schon seit längerer Zeit wird einer der größten Kaliningrader Betriebe „Produkty Pitanie“, russlandgrößter Verarbeiter von Hühnerfleisch beschuldigt, Umweltverschmutzung zu verursachen. Nun hat der zuständige Staatsanwalt eine Forderung dem Gericht über eine Strafe in Höhe von 33 Mio. Rubel (750.000 Euro) für die Verschmutzung eines Flusses übergeben. Des Weiteren wurden Strafen gegen verantwortliche Mitarbeiter ausgesprochen. Bereits jetzt hat die Firma begonnen, die verursachten Schäden zu beseitigen.
 
 
Weißrussland immer aktiver in Kaliningrad     
Information vom 21.11.2013
 
 
Weißrussland will sein Engagement in Kaliningrad auf vielen Gebieten erweitern. So ist auch geplant wesentlich aktiver an den Baumaßnahmen in Vorbereitung der Fußball-Weltmeisterschaft teilzunehmen. Bereits jetzt gibt es eine ganze Reihe von Firmen, die in Kaliningrad tätig sind. Allerdings gestattet die russische Gesetzgebung zum jetzigen Zeitpunkt den Weißrussen nicht, sich direkt zu engagieren. Deshalb sind weißrussische Firmen gezwungen, als Subunternehmer von russischen Firmen aufzutreten. Durch den Kaliningrader Gouverneur wurde den Weißrussen versprochen, dieses Problem bis Ende des Jahres zu klären.
 
 
Großer Handelsfortschritte mit Weißrussland     
Information vom 21.11.2013
 
 
Kaliningrad und Weißrussland planen in den kommenden drei Jahren den gegenseitigen Warenaustausch auf eine Summe von 500 Mio. US-Dollar zu erhöhen. Alleine in diesem Jahr wurde bisher ein Zuwachs im Warenaustausch von 70 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erreicht. Während eines Treffens mit weißrussischen Vertretern betonte der Kaliningrader Gouverneur, dass es in keiner anderen Region Russlands ähnliche Zuwachsraten gibt. Allerdings machte er auch darauf aufmerksam, dass die eigentlich gesteckten Ziele trotzdem nicht erreicht worden sind.
 
 
 
 
Im Jahre 2014 wird das Kaliningrader Stadtbudget 12 Mio. Rubel (273,000 Euro) für Fußgänger-Absperrungen an Unfallschwerpunkten investieren. Damit verdreifacht sich die Summe im Vergleich zu den Ausgaben in 2013.
 
Die Kaliningrader Polizeistationen (Abschnittsbevollmächtigte) sind mit 14 neuen PKW einheimischer Produktion (Lada und UAZ) ausgestattet worden.
 
In Polessk wird eine Mitarbeiterin der Rentenkasse beschuldigt, mindestens 17 Rentner um insgesamt 190.000 Rubel (4.300 Euro) betrogen zu haben.
 
In Kaliningrad sprang eine unheilbar an Krebs erkrankte 52-jährige Frau aus dem sechsten Stock eines Wohnhauses und verstarb während des Transports ins Krankenhaus. Sie war zu Gast bei ihren Verwandten und nutzte die Gelegenheit für diese traurige Entscheidung.
 
Die Polizei hat wieder in Postpaketen 47 Waffen gefunden. Hierbei handelt es sich sowohl um Schusswaffen, Hieb- und Stichwaffen. Kaliningrader Bürger hatten diesmal versucht moderne, wie auch Waffen aus dem Zweiten Weltkrieg ins große Russland zu senden.
 
In Kaliningrader werden etappenweise die Ampelanlagen ausgetauscht. Anstelle des gelben Signals erscheint nun eine rückwärtszählende Zeitanzeige, die die verbliebene Zeit bis zum Umschalten auf rot oder grün anzeigt.
 
Am Montag vergangener Woche waren die Munitionsbergungsdienste Kaliningrads im vollen Umfang gefordert. Alleine an diesem Tag mussten 214 Geschosse, 63 Minen und eine Fliegerbombe geborgen und unschädlich gemacht werden.
 
Der Minister für Kultur der RF hat während seines Besuches in Kaliningrad in der vergangenen Woche angeregt, das Fort Nr. 3 zum Museum für den Ersten Weltkrieg auszubauen. Die Festungsanlagen stehen seit Mitte der 90er Jahre leer.
 
Der Nationalpark „Kurskaja Kosa“ hat einen Wettbewerb „Schönste Ansichtskarte des Nationalparkes“ ausgeschrieben.
 
An einer Tankstelle in der ul. Suworowa sind am Mittwoch weitere 422 Geschosse aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt und evakuiert worden.
 
Für das Jahr 2014 hat die Kaliningrader Stadtverwaltung im Stadthaushalt 7,5 Mio. Rubel (170.000 Euro) für die Beseitigung von wilden Müllkippen eingeplant.
 
Die in der Stadt Kaliningrad basierende „Schnelle medizinische Hilfe“ hat 10 neue Krankentransporter der Marke „VW“ und „Citroen“ erhalten.
 
Die Kaliningrader Staatsanwaltschaft informierte, dass alleine in diesem Jahr bisher 30.000 Migranten in Kaliningrad eingereist sind.
 
324 Verbrechen wurden im Jahre 2013 in Kaliningrad durch Migranten begangen. Darüber informierte die Kaliningrader Staatsanwaltschaft.
 
Der deutsche Architekt Stimmann, der auf Einladung des Kaliningrader Bürgermeisters in Kaliningrad weilt, nannte die Neubauten der russischen orthodoxen Kirche nostalgischer christlicher Kitsch.
 
In Kaliningrad hat der Bau der Synagoge auf der „Insel“ begonnen. Bauplatz ist der ehemalige Stellplatz des Kaliningrader Zirkus, der bis 2018 ein neues ständiges Gebäude erhält.
 
In diesem Jahr waren bisher 135 Kinder an Verkehrsunfällen im Stadtgebiet Kaliningrad beteiligt. Dies sind 11 Kinder weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

 

Reklame

Kommentare ( 0 )

Um zu kommentieren, müssen Sie sich registrieren oder einloggen.

Autorisierung