Kaliningrader Wochenblatt 2013-48

Kaliningrader Wochenblatt 2013-48

 

Kaliningrad unpatriotisch     
Information vom 25.11.2013
 
 
Dieser Nicht-Patriotismus der Kaliningrader wird allerdings in diesem Fall gemessen an den Verkaufszahlen von PKW russischer Produktion. Insgesamt ist in Russland ein Rückgang des Verkaufs des russischen PKW „Lada“ zu verzeichnen. Den größten Umsatzrückgang hat allerdings Kaliningrad. Nur 184 PKW „Lada“ wurden in zehn Monaten verkauft. Dies macht einen Gesamtanteil von 2,9 Prozent vom Gesamtumfang der PKW-Verkäufe in Kaliningrad aus.
 
 
Korporation für die Entwicklung des Tourismus ist hungrig     
Information vom 25.11.2013
 
 
Diese Korporation wurde durch die Kaliningrader Regierung für die Entwicklung des Tourismuskonzepts im Juli 2013 geschaffen. Aus Steuergeldern wurden 50 Mio. Rubel (1,2 Mio. Euro) zur Verfügung gestellt. Jetzt fordert die Korporation das Doppelte für das Haushaltsjahr 2014. Dabei hat diese Korporation die bisher zur Verfügung gestellten  Gelder noch nicht verausgabt, die bisherigen Ausgaben noch nicht vor den Abgeordneten abgerechnet, keine sichtbaren Arbeitsergebnisse vorgelegt und die Anschuldigungen, dass die Mitarbeiter dort Gehälter von 200.000 Rbl. (4.500 Euro) nicht widerlegt.
 
 
Reinigung des Oberteiches     
Information vom 25.11.2013
 
 
Für die Reinigung des Oberteiches werden im kommenden Jahr 5 Mio. Rubel (114.000 Euro) aus dem Stadthaushalt zur Verfügung gestellt. Diese Gelder sind bestimmt für die ganz normalen Reinigungsarbeiten, Müllabfuhr, Kanalisationsarbeiten. Die Gesamtpromenade des Oberteiches stand im Jahre 2013 unter heftiger Kritik, da trotz Fertigstellung und Bauabnahme sehr viele Baumängel mit bloßem Auge sichtbar waren. Nun ist alles nachgebessert und die Stadt kann sich den Problemen des laufenden Unterhaltes für diesen Prestigebereich widmen.
 
 
Sowjetsk erhält Denkmal „Königin Luise“ zurück     
Information vom 25.11.2013
 
 
In Sowjetsk wird Mitte kommenden Jahres eine originalgetreue Kopie des Denkmals der Königin Luise wieder im Stadtpark an der Stelle aufgestellt, wo es im Jahre 1900 aufgestellt war. Schöpfer des damaligen Denkmals war der deutsche Bildhauer Eberlein. Das Denkmal wird eine Höhe von insgesamt 5 Metern haben – zwei Meter Postament und drei Meter das Denkmal selber. Die Kosten hierfür belaufen sich auf fast 340.000 Euro.
 
 
Landwirtschaftsminister erhielt Geldstrafe     
Information vom 26.11.2013
 
 
Das Antimonopolkomitee in Kaliningrad hat den Landwirtschaftsminister Sarudni mit einer Geldstrafe von 30.000 Rubel (680 Euro) belegt. Die Strafe erhielt er, weil er in Vorbereitung der „Grünen Woche“ in Berlin einer Firma vorab Informationen über notwendige Arbeiten gab und somit dieser Firma einen Wettbewerbsvorteil verschaffte. Die eigentliche Ausschreibung erfolgte dann so spät und mit so kurzen Fristen, dass keine andere Firma den Anforderungen gerecht wurde. Entsprechende Klagen wurden eingereicht, der Minister bestraft und … die Karawane zieht weiter.
 
 
Kaliningrader Bürgermeister unzufrieden mit Budget     
Information vom 27.11.2013
 
 
Der Kaliningrader Bürgermeister Jaroschuk brachte während der Sitzung des Stadtrats seine Unzufriedenheit mit dem Budget für das Jahr 2014 zum Ausdruck. Es beläuft sich auf die Summe von 9,3 Mrd. Rbl. (211 Mio. Euro). Dies ist kein Budget, dies ist ein Durchhaltefond – so der Bürgermeister. Er forderte die Steuern ausschließlich für soziale Zwecke einzusetzen und alle anderen Aufgaben mit föderalen Fördergeldern zu bezahlen.
 
 
Migrationsregistrierung in Kaliningrad     
Information vom 27.11.2013
 
 
Der Kaliningrader Migrationsdienst hat insgesamt 36.467 Ausländer in Kaliningrad registriert. Die Registrierung erfolgte entweder als Student, Arbeitsmigrant, Tourist oder Privatgast. Die Mehrzahl der Migranten wurde in Bagrationowsk, Tschernjachowsk und Gurewsk registriert. Der überwiegende Teil der Migranten wurde jedoch in der Stadt Kaliningrad registriert. Mehr als 18.000 Migranten haben ein zeitweiliges Wohnrecht oder eine Aufenthaltsgenehmigung. Die Mehrzahl sind Bürger aus der Staatengemeinschaft. Insgesamt sind bisher 3.500 Kontrollen durch die verschiedensten Sicherheitsorgane bei den registrierten Migranten auf Einhaltung der Gesetzlichkeit durchgeführt worden.
Quelle: http://www.newkaliningrad.ru/news/community/2902399-v-kaliningradskoy-oblasti-na-migratsionnyy-uchet-vstalo-bolee-36-tys-inostrantsev.html
 
 
Gerichtsvollzieher gegen Kreisleiter     
Information vom 27.11.2013
 
 
Die Kaliningrader Staatsanwaltschaft hat nun die Gerichtvollzieher eingeschaltet, um vom Kreisleiter Pionersk im Jahre 2011 unrechtmäßig erhaltene Prämiengelder in Höhe von 435.000 Rbl. (10.000 Euro) zurückzuerhalten. Er hatte, neben einigen anderen Kommunalbeamten, diese Prämie vom Kaliningrader Gouverneur N. Zukanov für seine geleistete Arbeit erhalten. Die Staatsanwaltschaft stellte fest, dass dies unrechtmäßig ist und verpflichtete die betroffenen Beamten zur Rückzahlung. Einige Beamte sind diesem Beschluss bisher nicht nachgekommen.
 
 
Große Besucheranzahl in Kaliningrad     
Information vom 27.11.2013
 
 
Mit Stichtag 01. November haben 1,8 Millionen Ausländer das Kaliningrader Gebiet bereit. Das sind rund 800.000 mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Mehrzahl der Besucher stammt aus Polen, Litauen, Deutschland, Ukraine, Usbekistan und Kasachstan. Der große Unterschied zu der bereits früher gemeldeten Anzahl registrierter Migranten begründet sich darin, dass eben ein großer Teil der Besucher sich nicht registrieren braucht für einen Aufenthalt (d.h. Aufenthalt weniger als 9 Wochentage).
 
 
Prämie für Kriegsteilnehmer erhöht     
Information vom 27.11.2013
 
 
Jedes Jahr erhalten die noch lebenden Teilnehmer am Sturm auf die Königsberger Festung eine Prämie zum Jahrestag des Sturmes am 09. April. Die Prämie beläuft sich auf 1.200 Rubel (27 Euro). Ab 2014 erhalten die Veteranen, die ihr Leben für die Befreiung vom Faschismus eingesetzt hatten, 2 Euro mehr, also 29 Euro.
Quelle:
 
 
Kein Arbeitsvertrag ohne Krankenversicherung     
Information vom 26.11.2013
 
 
Russische Arbeitgeber sind verpflichtet, alle Arbeitsverträge mit Migranten zu annulieren, wenn diese keine gültige Krankenversicherung haben. Ein entsprechender Gesetzentwurf wurde in die Staatsduma eingebracht. Dies gilt sowohl für Arbeitsmigranten wie aber auch für die „normalen“ ausländischen Arbeitnehmer. Außer dem vorhandensein einer gültigen Krankenversicherung ist auch die Vorlage eines Dokumentes über die Registrierung beim russischen Rentenfond zukünftig Pflicht. Ohne diese Dokumente darf kein Arbeitsvertrag abgeschlossen oder ein Arbeitnehmer beschäftigt werden.
 
 
Bernsteinkombinat wird aus Kosmos überwacht     
Information vom 25.11.2013
 
 
Zur Erhöhung der Sicherheit im Bernsteinkombinat werden spezielle Satellitenschüsseln aufgestellt. Diese ermöglichen eine komplette Überwachung des Bernsteinkombinates in aktueller Zeit. Dies wird die Sicherheit, auch der Produktion und Verarbeitung von Bernstein in dem bisher kriminalisierten Bereich, erheblich erhöhen. Entsprechende vertragliche Vereinbarungen wurden nun zwischen dem Bernsteinkombinat und der föderalen Einrichtung „Kosmos-Kommunikation“ abgeschlossen.
 
 
Licht und Schatten eng beeinander     
Information vom 28.11.2013
 
 
Hochzeiten werden seltener in Kaliningrad, Scheidungen leider öfter. 7.721 Eheschließungen haben in den ersten zehn Monaten diesen Jahres im Gebiet Kaliningrad stattgefunden. Gleichzeitig haben sich 4.669 weniger glückliche Paare wieder scheiden lassen. Nicht nur, dass die absolute Zahl der Scheidungen erheblich höher ist als die Eheschließungen. Auch die Anzahl der Eheschließungen ging um 115 zurück, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Und auch die Scheidungen nahmen zu – nämlich um 258 im Vergleich zum Jahre 2012.
Im Oktober wurden 671 Hochzeiten gefeiert und somit 56 weniger als im Jahre 2012 und geschieden wurden im Oktober 548 Paare, d.h. 25 Paare mehr als im Jahre 2012.
 
 
Und noch einmal Licht und Schatten     
Information vom 28.11.2013
 
 
In Kaliningrad wachsen sowohl die Anzahl der Geburten wie auch die Anzahl der Todesfälle. In den ersten zehn Monaten wurden 1,6 Prozent mehr Kinder geboren als im Jahre 2012 und es starben auch 0,6 Prozent mehr Menschen als im Vergleichszeitraum 2012. In konkreten Ziffern bedeutet dies, dass 10.034 Kinder geboren wurden, also 189 mehr als im Vorjahr und 10.478 Menschen starben, also 67 mehr als im Vorjahreszeitraum.
 
 
Kfz-Steuerschulden der Kaliningrader unvermindert hoch      
Information vom 26.11.2013
 
 
566 Mio. Rubel (12,9 Mio. Euro) schulden die Kaliningrader Kfz.-Besitzer dem Fiskus. Diese Zahlen nannte der Finanzminister der Kaliningrader Gebietsregierung Journalisten. Der Minister erklärte sein Verständnis, dass im Jahre 2010 die Bürger die Zahlung von Kfz.Steuern verweigerten. Zum damaligen Zeitpunkt wurden durch den Gouverneur G. Boos äußerst unpopuläre Maßnahmen zu Steuererhöhungen getroffen, die letztendlich zu seiner Abberufung führten. Jetzt aber sind die Steuern jedes Jahr gesenkt wurden und es besteht kein Anlass zum Zahlungsverzug. Durch den Kaliningrader Gouverneur wurden die Finanzorgane aufgefordert alle notwendigen Maßnahmen zur Steuereintreibung zu unternehmen.
 
 
 
 
24.11.13 / In ganz Russland gibt es 120 offiziell in der Armee dienende Geistliche. Kaliningrad selber hat von allen Gebieten die höchste Anzahl von Geistlichen in der Armee.
 
24.11.13 / Kaliningrad hat den siebten Platz bei einem Preisrating für Hotelübernachtungen belegt. In diesem Fall sind vordere Plätze wohl keine positive Empfehlung.
 
21.11.13 / Der Generaldirektor der Baufirma KD-Stroi ist zu einer Freiheitsstrafe wegen 18maligem Doppelverkauf von Wohnungen und somit Betrug an den Käufern verurteilt wurden.
 
24.11.13 / Auf eine ausgeschriebene Juristenstelle in Kaliningrad kommen 3,5 Bewerber. Auf eine ausgeschriebene Stelle im Gesundheitswesen kommt nur ein halber Bewerber
 
24.11.13 / In Kaliningrad sind die Preise für Waren des täglichen Bedarfs im letzten Monat um 0,4 Prozent gestiegen.
 
25.11.13 / Die Supermarktkette „Wester“ ist zur Zahlung einer Geldstrafe von 230 Euro verurteilt wurden. Geklagt hatte eine Frau die sich mit dort gekauften Grillhähnchen vergiftet hatte. „Wester“ wehrt sich gegen das Urteil.
 
25.11.13 / Die Stadtverantwortlichen haben entschieden, die Dscherschinski-Strasse vierspurig mit Fahrradweg im kommenden Jahr auszubauen. Diese Straße ist gekennzeichnet durch Permanent-Staus.
 
25.11.13 / Polnische Zöllner haben in der Nacht zum 25.11.13 den Schmuggel von Zigaretten im Wert von 14.000 Zlotys mit fünf PKW verhindert.
 
25.11.13 / Im Zentralen Stadtbezirk sind an einem Morgen sieben Wohnungseinbrüche registriert wurden. Wenige Stunden später konnten zwei Täter verhaftet werden. Sie haben wegen dieser Delikte bereits 15 Jahre gesessen. Weitere sechs Jahre drohen jetzt.
 
25.11.13 / Auf Kurskaja Kosa ist eine Ausstellung zu Ehren der Königin Luise eröffnet worden. Die Ausstellung zeigt Exponate bis zum 21. Dezember 2013.
 
25.11.13 / Ein unbekannter Kaliningrader schoss mit einer Luftdruckpistole sechs Mal auf einen Trolleybus der Linie 6, beschädigte die Glasscheiben und entzog sich der Verantwortung. Zeugen konnten ihn aber gut beschreiben.
 
25.11.13 / Die seit Mitte 2013 aufgestellten Blitzer in Kaliningrad haben bereits 51.000 Verkehrssünder fixiert und der Kasse 9 Mio. Rubel (205.000 Euro) Einnahmen gebracht.
 
25.11.13 / Die Siegessäule auf dem Platz des Sieges in Kaliningrad zeigt erhebliche Risse, Salzablagerungen und andere bedenkliche Baumängel. Ursachen hierfür werden zurzeit untersucht.
 
25.11.13 / Seit Anfang des Jahres wurden durch Spezialisten der Ostseeflotte über 4.000 Bomben, Granaten und andere Munitionsstücke aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges gefunden und vernichtet.
 
26.11.13 / Laut Statistik besucht jeder Kaliningrader viermal im Jahr Polen im Rahmen des kleinen visafreien Grenzverkehrs.
 
26.11.13 / Am vergangenen Wochenende hat die Kaliningrader Polizei 12 weitere illegale Spielsalons gefunden und ausgehoben. Es wurden 200 Spielautomaten und Computer beschlagnahmt.
 
26.11.13 / Die Supermarktkette „Wester“ hat zwei weitere Supermärkte ihrer Tochtergesellschaft „Sosed“ in Kaliningrad eröffnet.
 
27.11.13 / Trotz angespannter Haushaltslage hat die Kaliningrader Stadtverwaltung für das Jahr 2014 für den Bereich des Oberteiches 15 Bio-Toiletten bestellt.
 
27.11.13 / Der Kaliningrader Industrieminister ist der Meinung, dass die Einkaufsfahrten der Kaliningrader nach Polen einen Konkurrenzdruck auf die Preisgestaltungen des Kaliningrader Einzelhandels aufbauen und begrüßt dies.
 
27.11.13 / Am Sonntag findet im Friedländer Tor ein Feiertag des Schmiedehandwerks statt. Zuschauer können hier die Arbeiten von Kunstschmieden beobachten.
 
27.11.13 / Bei einer Polizeikontrolle wurden von der Polizei 16 Frauen festgehalten. Davon wurden 12 Frauen als Prostituierte aus Mittelasien identifiziert, die im Gebiet wohnen und jeden Tag „zur Arbeit“ nach Kaliningrad fahren.
 
28.11.13 / In Kaliningrad führen mehr als 15.000 Arbeitnehmer gesundheitsschädliche Arbeiten aus und haben somit Anspruch auf vorzeitigen Eintritt in das Rentenalter.
 
28.11.13 / In Kaliningrad wurde erstmalig ein neunarmiger jüdischer Kerzenhalter im Stadtzentrum (Park vor dem DramTheater) zur Weihnachtszeit aufgestellt.
 
28.11.13 / 8,3 Prozent aller Kaliningrader Familien, in absoluten Ziffern 29.400,  erhalten Subventionen für die Bezahlung von Wohnungsmieten oder Kommunalkosten.
 
28.11.13 / Die Stadtverwaltung plant für den Stadtfeiertag im Jahre 2014 8,7 Mio. Rbl. (198.000 Euro) aus dem Stadthaushalt zur Verfügung zu stellen.
 
00.11.13 / Die Abgeordneten der Kaliningrader Gebietsduma haben nun endgültig beschlossen, dass alle Kaliningrader Taxi ab 2016 in gelber Farbe zu fahren haben.
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